Dieser vegane Blumenkohl-Kürbis-Eintopf kombiniert Hokkaido, rote Linsen, Kartoffeln und Blumenkohl mit Tomaten, geräuchertem Paprikapulver und frischer Zitrone. Die roten Linsen machen den Eintopf sämig, während der Blumenkohl erst später dazukommt und dadurch noch etwas Struktur behält.
Der Eintopf ist als vollständiges Hauptgericht gedacht und ergibt vier großzügige Portionen. Wer zusätzlich Protein ergänzen möchte, kann gebratene Tofuwürfel dazu servieren.
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Was macht diesen Kürbis-Linsen-Eintopf aus?
Die Basis besteht aus Hokkaido-Kürbis, roten Linsen, Kartoffeln und Blumenkohl. Dazu kommen Karotte, Paprika, Sellerie, Tomaten, Zwiebel und Knoblauch.
Geräuchertes Paprikapulver, Kurkuma, etwas Cayennepfeffer, Lorbeer und frischer Thymian geben dem Eintopf eine kräftige Würze. Zitronenschale und Zitronensaft bringen zum Schluss einen frischen Kontrast dazu.
Für besonders viel Geschmack kannst du meine selbst gemachte Gemüsebrühe verwenden.
Welcher Kürbis eignet sich?
Hokkaido eignet sich besonders gut, weil seine Schale mitgegessen werden kann. Dadurch muss der Kürbis lediglich gewaschen, entkernt und gewürfelt werden.
Andere Speisekürbisse funktionieren ebenfalls. Ob ihre Schale essbar beziehungsweise nach dem Kochen angenehm weich ist, hängt allerdings von der Sorte ab. Bei Butternut würde ich sie beispielsweise entfernen.
Wann kommen die roten Linsen in den Eintopf?
Die roten Linsen kommen zusammen mit Tomaten und Gemüsebrühe in den Topf. Sie garen relativ schnell und zerfallen dabei teilweise.
Genau das ist für diesen Eintopf erwünscht: Die Linsen sorgen dafür, dass die Flüssigkeit mit zunehmender Garzeit etwas sämiger wird.
Die Linsen vor dem Kochen in einem feinen Sieb gründlich unter fließendem Wasser abspülen.
Warum kommt der Blumenkohl später dazu?
Blumenkohl braucht deutlich weniger Garzeit als Kartoffeln und Kürbis. Deshalb wird er nicht von Anfang an mitgekocht.
Die Röschen kommen erst nach etwa 10 Minuten Kochzeit in den Topf und garen anschließend weitere 10 bis 12 Minuten. So werden sie weich, behalten aber noch etwas Struktur.
Wie viel Flüssigkeit braucht der Eintopf?
Für 200 g trockene rote Linsen sind 250 ml Gemüsebrühe zu wenig. Die Linsen nehmen beim Garen viel Flüssigkeit auf, gleichzeitig sollen Kartoffeln und Gemüse in ausreichend Flüssigkeit garen können.
Ich verwende deshalb zunächst 600 ml Gemüsebrühe zusammen mit einer Dose stückigen Tomaten. Wird der Eintopf während des Kochens zu dick, kannst du noch etwas Brühe oder Wasser ergänzen.
Zitrone im Kürbis-Eintopf
Etwas Zitronenschale und Zitronensaft bringen Säure und Frische in den kräftigen Eintopf. Dafür reicht fein abgeriebene Schale einer halben Bio-Zitrone.
Die komplette ausgepresste Zitronenhälfte mitsamt weißer Innenschale lange mitzukochen würde ich dagegen vermeiden, weil dadurch Bitterstoffe in den Eintopf gelangen können.
Wie scharf ist der Eintopf?
Mit ¼ bis ½ TL Cayennepfeffer bekommt der Eintopf eine angenehme bis deutliche Schärfe. Wer empfindlich auf Chili reagiert, beginnt besser mit einer kleinen Prise.
Auch beim geräucherten Paprikapulver gilt: Zwei Teelöffel reichen aus, damit das Raucharoma deutlich wahrnehmbar ist. Die ursprünglich sehr große Menge würde die anderen Zutaten schnell überdecken.
Tipps für den Blumenkohl-Kürbis-Eintopf
- Gemüse ähnlich groß schneiden: So wird alles möglichst gleichmäßig gar.
- Rote Linsen abspülen: Vor dem Kochen gründlich unter fließendem Wasser waschen.
- Blumenkohl später hinzufügen: Dadurch zerfallen die Röschen nicht vollständig.
- Gewürze kurz anrösten: Paprika und Kurkuma nur etwa 30 Sekunden mitbraten und anschließend direkt Flüssigkeit hinzufügen, damit sie nicht verbrennen.
- Konsistenz kontrollieren: Rote Linsen dicken den Eintopf während des Kochens deutlich an.
- Zitrone erst zum Schluss abschmecken: So lässt sich die Säure besser dosieren.
Kann ich Tofu dazu servieren?
Ja. Knusprig gebratener Tofu passt gut als zusätzliches Topping und erhöht den Proteingehalt der Mahlzeit.
Der Tofu ist optional und deshalb nicht in den unten angegebenen Nährwerten enthalten.
Passt veganer Joghurt dazu?
Ja. Ein Löffel ungesüßter pflanzlicher Joghurt bildet einen cremigen und leicht säuerlichen Kontrast zum kräftig gewürzten Eintopf.
Auch dieser Zusatz ist optional und nicht in den Nährwerten eingerechnet.
Ist der Eintopf proteinreich?
Ich bezeichne das Grundrezept nicht als „High Protein“. Eine Portion liefert zwar rund 21 g Protein, durch Kartoffeln, Kürbis und Linsen enthält das Gericht aber gleichzeitig einen größeren Anteil Kohlenhydrate.
Wer gezielt mehr Protein ergänzen möchte, kann Tofu als Topping verwenden.
Aufbewahrung und Meal Prep
Der Eintopf eignet sich sehr gut zum Vorbereiten. Nach dem Kochen zügig abkühlen lassen und anschließend gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahren.
Beim Abkühlen dickt der Eintopf durch die roten Linsen weiter ein. Beim Aufwärmen deshalb bei Bedarf etwas Gemüsebrühe oder Wasser ergänzen.
Reste möglichst innerhalb von zwei bis drei Tagen verbrauchen und vor dem Essen vollständig erhitzen.
Kann ich den Eintopf einfrieren?
Ja. Der Eintopf lässt sich portionsweise einfrieren. Nach dem Auftauen können Blumenkohl und Kartoffeln etwas weicher sein, geschmacklich funktioniert das Gericht aber weiterhin gut.
Vor dem Einfrieren vollständig abkühlen lassen.
Weitere Rezepte mit roten Linsen
- Cremige und pürierte Linsensuppe
- Rote-Linsen-Salat mit Rucola und Tomaten
- Rote-Linsen-Suppe mit Kokosmilch
- Linsen-Bolognese
- Chili con Linsen
Weitere Rezepte mit Kürbis
- Kürbis-Gnocchi mit Salbei-Butter
- Spinat-Kürbis-Curry
- Flammkuchen mit Kürbis und Champignons
- Flammkuchen mit Kürbis, Feigen und Trauben
- Kürbis-Bolognese
- Pasta mit Kürbis und Maronen
- Pasta mit Kürbis
- Kürbis-Curry
- Kürbis-Curry mit Tomaten
- Apfel-Kürbis-Suppe
- Kürbis-Suppe mit Ingwer
- Einfache Kürbis-Suppe
- Herbstliches Ofengemüse
Häufige Fragen zum Kürbis-Linsen-Eintopf
Muss Hokkaido geschält werden?
Nein. Die Schale des Hokkaido kann beim Kochen mitverwendet werden und wird weich.
Kann ich einen anderen Kürbis verwenden?
Ja. Bei anderen Sorten solltest du allerdings prüfen, ob die Schale mitgegessen werden kann beziehungsweise beim Kochen angenehm weich wird.
Kann ich TK-Blumenkohl verwenden?
Ja. Tiefgekühlten Blumenkohl kannst du direkt in den Eintopf geben. Die Garzeit kann etwas kürzer sein als bei frischen Röschen.
Warum wird mein Eintopf sehr dick?
Rote Linsen nehmen viel Flüssigkeit auf und zerfallen beim Garen. Einfach nach und nach zusätzliche Gemüsebrühe oder Wasser einrühren.
Kann ich weniger scharf würzen?
Ja. Cayennepfeffer kann stark reduziert oder komplett weggelassen werden. Geräuchertes Paprikapulver liefert trotzdem viel Würze.
Rezept für veganen Blumenkohl-Kürbis-Eintopf mit roten Linsen
Schwierigkeitsgrad: einfach
Menge: 4 Portionen
Vorbereitungszeit: 20 Minuten
Kochzeit: 30 Minuten
Gesamtzeit: 50 Minuten
Nährwerte pro Portion (Näherungswerte):
440 kcal
75 g Kohlenhydrate
5 g Fett
21 g Protein
Die Nährwerte sind Näherungswerte für 1 von 4 Portionen ohne optionale Toppings. Größe von Kürbis, Paprika, Zwiebel und anderen Gemüsesorten kann die tatsächlichen Werte verändern.
Küchenutensilien
- Großer Topf oder Schmortopf
- Schneidebrett
- Scharfes Messer
- Feines Sieb für die Linsen
- Küchenreibe für die Zitronenschale
Zutaten
- 500 g Hokkaido-Kürbis
- 400 g Blumenkohl
- 300 g Kartoffeln
- 100 g Karotten
- 200 g rote Linsen, trocken
- 600 ml Gemüsebrühe
- 1 Dose stückige Tomaten, 400 g
- 1 Stange Staudensellerie
- 1 rote Paprika
- 1 Bio-Zitrone
- 1 große Zwiebel
- 3 Knoblauchzehen
- 2 TL geräuchertes Paprikapulver
- ¼–½ TL Cayennepfeffer, nach Geschmack
- 1 TL Kurkuma
- 1 großes Lorbeerblatt
- 2 TL Olivenöl
- 2–3 Zweige frischer Thymian
- Salz
- schwarzer Pfeffer
Optional zum Servieren
- gebratene Tofuwürfel
- ungesüßter veganer Joghurt
Zubereitung
- Gemüse vorbereiten: Den Hokkaido gründlich waschen, halbieren, entkernen und in etwa 2 cm große Würfel schneiden. Kartoffeln und Karotten schälen und ebenfalls würfeln. Paprika entkernen und würfeln. Sellerie in dünne Scheiben schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken.
- Blumenkohl vorbereiten: Den Blumenkohl waschen und in kleine bis mittelgroße Röschen teilen. Größere Röschen halbieren, damit sie später gleichmäßig garen.
- Linsen waschen: Die roten Linsen in ein feines Sieb geben und unter fließendem Wasser gründlich abspülen.
- Gemüse anschwitzen: Das Olivenöl in einem großen Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. Zwiebel, Karotte, Paprika und Sellerie hineingeben und etwa 4 bis 5 Minuten anschwitzen. Knoblauch hinzufügen und weitere 30 Sekunden mitbraten.
- Kürbis und Kartoffeln hinzufügen: Kürbis und Kartoffeln in den Topf geben und etwa 2 Minuten unter Rühren mitbraten.
- Gewürze anrösten: Geräuchertes Paprikapulver, Kurkuma und zunächst ¼ TL Cayennepfeffer dazugeben und etwa 30 Sekunden unter Rühren mitrösten. Die Gewürze nicht dunkel werden lassen.
- Eintopf ansetzen: Stückige Tomaten, abgespülte rote Linsen, 600 ml Gemüsebrühe und das Lorbeerblatt hinzufügen. Alles gut verrühren und aufkochen.
- Erste Garphase: Die Hitze reduzieren und den Eintopf bei leicht geöffnetem Deckel etwa 10 Minuten sanft köcheln lassen. Zwischendurch umrühren, damit die Linsen nicht am Topfboden ansetzen.
- Blumenkohl hinzufügen: Die Blumenkohlröschen in den Topf geben und alles weitere 10 bis 12 Minuten köcheln lassen, bis Kartoffeln, Kürbis, Linsen und Blumenkohl gar sind. Falls der Eintopf zu dick wird, etwas zusätzliche Gemüsebrühe oder Wasser hinzufügen.
- Zitrone und Thymian hinzufügen: Die Bio-Zitrone gründlich waschen. Etwa die Hälfte der Schale fein abreiben. Thymianblättchen von den Zweigen zupfen und zusammen mit dem Zitronenabrieb unter den Eintopf rühren.
- Abschmecken: Etwa 2 EL Zitronensaft auspressen und zum Eintopf geben. Lorbeerblatt entfernen und mit Salz, schwarzem Pfeffer und bei Bedarf zusätzlichem Cayennepfeffer abschmecken.
- Servieren: Den Blumenkohl-Kürbis-Eintopf auf vier Schalen verteilen und nach Wunsch mit gebratenem Tofu oder einem Löffel veganem Joghurt servieren.
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3 Kommentare
Das sie ht sehr gut aus
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Wann kommt den bitteschön der Blumenkohl dazu?
AntwortenLöschenHeute habe ich das Rezept ausprobiert. Die Mengenangaben passen so gar nicht. Wir werden wahrscheinlich drei Tage (zu Zweit) versorgt sein. Außerdem habe ich wesentlich weniger Gewürze genommen, aber selbst 1 (statt 4) EL geräucherte Paprika war zu viel und 1 (statt 2) TL Cayennepfeffer war mehr als ausreichend. Dafür ist die Flüssigkeitsmenge viel zu wenig. Vielleicht war meine Tomatendose zu klein? Ich habe noch Brühe und Tomatenmark dazugetan, denn die Linsen saugen einfach alles auf. Dadurch dass ich sehr viel rühren musste, dauerte der Garvorgang noch länger. Und für die ganze Schälerei und Schnippelei habe ich auch wesentlich mehr Zeit verbraucht. (War mir aber vorher klar.) Ich habe den Rest jetzt mit passierten Tomaten verlängert, damit die Gewürze weniger intensiv sind und das Ganze püriert. Jetzt habe ich eine etwas dickere Gemüsesuppe, die wahlweise auch als Sosse zu z.B. Nudeln genutzt werden kann. Die Grundidee dieses Rezeptes ist toll, und etwas abgewandelt schmeckt es auch super.
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