Dieser vegane Flammkuchen mit Kürbis, Feigen, Trauben und Rucola verbindet einen dünnen, knusprigen Flammkuchenteig mit cremigem Belag, süßen Früchten und herzhaftem Kürbis. Frischer Rucola kommt erst nach dem Backen darauf und setzt einen leicht herben Kontrast.
Für den Boden verwende ich meinen einfachen selbst gemachten Flammkuchenteig ohne Hefe. Die drei Flammkuchen werden dünn ausgerollt, mit veganer Crème fraîche bestrichen und jeweils etwa 10 Minuten sehr heiß gebacken.
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Warum passen Kürbis, Feigen und Trauben auf Flammkuchen?
Hokkaidokürbis bringt einen milden, leicht süßlichen Geschmack mit, während Feigen und Trauben beim Backen noch süßer und weicher werden. Zusammen mit der leicht säuerlichen veganen Crème fraîche entsteht ein süß-herzhafter Belag.
Rucola wird bewusst erst nach dem Backen auf den Flammkuchen gegeben. Dadurch bleibt er frisch und behält seine leicht bittere, pfeffrige Note.
Welcher Kürbis eignet sich?
Hokkaidokürbis eignet sich besonders gut. Seine Schale kann mitgegessen werden, sodass er lediglich gewaschen, entkernt und sehr dünn geschnitten werden muss.
Andere Speisekürbisse funktionieren grundsätzlich ebenfalls. Je nach Sorte muss die Schale jedoch entfernt werden.
Warum muss der Kürbis so dünn geschnitten werden?
Flammkuchen backt nur wenige Minuten. Dicke rohe Kürbisstücke würden in dieser kurzen Zeit nicht zuverlässig weich.
Den Kürbis deshalb möglichst in etwa 2–3 mm dünne Scheiben schneiden. Ein scharfes Messer oder ein geeigneter Gemüsehobel erleichtert das.
Der Flammkuchenteig
Der Teig besteht aus Weizenmehl, Wasser, Olivenöl und Salz. Er enthält keine Hefe und muss deshalb nicht gehen, sondern lediglich etwa 30 Minuten ruhen.
Wer das separate Grundrezept nachlesen möchte, findet es hier: Flammkuchenteig selber machen.
Tipps für knusprigen Flammkuchen
- Teig sehr dünn ausrollen: Je dünner der Boden, desto typischer wird die knusprige Flammkuchen-Konsistenz.
- Backofen vollständig vorheizen: Flammkuchen braucht starke Hitze und eine kurze Backzeit.
- Kürbis sehr dünn schneiden: Sonst bleibt er während der kurzen Backzeit zu fest.
- Nicht zu dick mit Creme bestreichen: Zu viel Feuchtigkeit kann den Boden weich machen.
- Rucola erst danach verteilen: So bleibt er frisch.
- Agavendicksaft nur sparsam verwenden: Feigen und Trauben bringen bereits viel Süße mit.
Rezept für veganen Flammkuchen mit Kürbis, Feigen, Trauben und Rucola
Das Rezept ergibt drei dünne Flammkuchen. Jeder Flammkuchen entspricht einer großen Hauptgericht-Portion.
Schwierigkeitsgrad: einfach
Menge: 3 Flammkuchen / 3 Portionen
Aktive Vorbereitung: ca. 25 Minuten
Teigruhe: 30 Minuten
Backzeit: ca. 30 Minuten bei drei nacheinander gebackenen Flammkuchen
Gesamtzeit: ca. 1 Stunde 25 Minuten
Nährwerte pro Flammkuchen
Die Angaben sind Näherungswerte für einen von drei Flammkuchen inklusive selbst gemachtem Teig. Für die Berechnung wurden 150 g vegane Crème fraîche angenommen. Optionaler Agavendicksaft ist nicht eingerechnet.
- Kalorien: ca. 545 kcal
- Kohlenhydrate: ca. 97 g
- Fett: ca. 13 g
- Protein: ca. 13 g
Küchenutensilien
- große Rührschüssel
- Nudelholz
- Schneidebrett und Messer
- Backblech
- Backpapier
Zutaten für den Flammkuchenteig
- 250 g Weizenmehl Type 550
- 125 ml Wasser
- 10 ml Olivenöl
- 5 g Salz
- etwas Mehl für die Arbeitsfläche
Zutaten für den Belag
- 150–200 g vegane Crème fraîche
- 225 g Hokkaidokürbis
- 6 frische Feigen (ca. 300 g)
- 150 g kernlose Trauben
- 100 g Rucola
- Agavendicksaft nach Geschmack, optional
- schwarzer Pfeffer nach Geschmack, optional
Zubereitung
- Teig ansetzen: Weizenmehl und Salz in einer Schüssel vermischen. Wasser und Olivenöl hinzufügen.
- Teig kneten: Die Zutaten etwa 8–10 Minuten zu einem glatten, elastischen Teig verkneten.
- Teig ruhen lassen: Den Teig abdecken und etwa 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
- Backofen vorheizen: Den Backofen auf 250 °C Ober-/Unterhitze oder etwa 230 °C Umluft vorheizen.
- Kürbis vorbereiten: Hokkaidokürbis gründlich waschen, entkernen und in sehr dünne Scheiben von etwa 2–3 mm schneiden.
- Obst vorbereiten: Trauben waschen und halbieren. Feigen vorsichtig waschen und in dünne Scheiben oder Spalten schneiden.
- Rucola vorbereiten: Rucola gründlich waschen, trocken schleudern und bis zum Servieren beiseitestellen.
- Teig portionieren: Den geruhten Teig in drei gleich große Stücke teilen und zu Kugeln formen.
- Flammkuchen ausrollen: Ein Teigstück auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche möglichst dünn ausrollen.
- Mit Creme bestreichen: Etwa ein Drittel der veganen Crème fraîche dünn auf dem Fladen verteilen und einen kleinen Rand frei lassen.
- Belegen: Je ein Drittel von Kürbis, Feigen und Trauben gleichmäßig darauf verteilen. Nach Wunsch sehr sparsam etwas Agavendicksaft darübergeben.
- Backen: Den Flammkuchen im vollständig vorgeheizten Ofen etwa 8–10 Minuten backen, bis der Rand gebräunt und knusprig ist.
- Weitere Flammkuchen backen: Mit den beiden restlichen Teigstücken und dem übrigen Belag genauso verfahren.
- Rucola hinzufügen: Die heißen Flammkuchen erst unmittelbar nach dem Backen mit frischem Rucola belegen.
- Servieren: Nach Wunsch mit schwarzem Pfeffer abschmecken und direkt warm servieren.
Kann ich fertigen Flammkuchenteig verwenden?
Ja. Wer Zeit sparen möchte, kann einen fertigen Flammkuchenteig verwenden.
Dabei die Zutatenliste prüfen, wenn das Gericht vegan sein soll. Backzeit und benötigte Belagmenge können sich je nach Größe des gekauften Teigs verändern.
Kann ich andere Früchte verwenden?
Ja. Birnen oder Äpfel passen ebenfalls gut zu Kürbis und einer cremigen Flammkuchenbasis.
Sehr wasserreiche Früchte sollten nur sparsam eingesetzt werden, damit der dünne Boden beim Backen nicht zu feucht wird.
Kann ich die Feigen ersetzen?
Ja. Dünn geschnittene Birne ist eine besonders passende Alternative. Sie bringt ebenfalls Süße mit und harmoniert gut mit Kürbis und Rucola.
Muss Agavendicksaft auf den Flammkuchen?
Nein. Feigen und Trauben bringen bereits natürliche Süße mit.
Agavendicksaft ist lediglich eine optionale Ergänzung für einen süßeren Belag und wird deshalb nicht in den angegebenen Nährwerten berücksichtigt.
Kann ich den Flammkuchen glutenfrei zubereiten?
Nicht mit dem hier angegebenen Grundteig. Dieser enthält Weizenmehl und damit Gluten.
Für eine glutenfreie Variante ist ein eigens dafür geeigneter glutenfreier Flammkuchenteig notwendig. Ein einfacher 1:1-Austausch gegen beliebiges glutenfreies Mehl liefert nicht automatisch dieselbe Teigstruktur.
Kann ich den Flammkuchenteig vorbereiten?
Ja. Der Teig kann einige Stunden vorher zubereitet und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Vor dem sehr dünnen Ausrollen kurz aus dem Kühlschrank nehmen, falls er sehr fest geworden ist.
Aufbewahrung
Flammkuchen schmeckt frisch und knusprig am besten. Reste nach dem Abkühlen abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 1 bis 2 Tagen verbrauchen.
Zum Aufwärmen eignet sich ein heißer Backofen besser als die Mikrowelle, weil der Boden dort wieder knuspriger wird. Frischen Rucola erst danach hinzufügen.
Häufige Fragen
Warum wird mein Flammkuchen nicht knusprig?
Meist ist der Teig zu dick, der Belag zu feucht oder der Backofen nicht heiß genug. Den Teig möglichst dünn ausrollen, nur eine dünne Cremeschicht verwenden und den Ofen vollständig vorheizen.
Muss Hokkaidokürbis geschält werden?
Nein. Die Schale von Hokkaidokürbis kann mitgegessen werden. Den Kürbis lediglich gründlich waschen und für dieses Rezept sehr dünn schneiden.
Wann kommt der Rucola auf den Flammkuchen?
Erst nach dem Backen. Im heißen Ofen würde der Rucola schnell zusammenfallen und austrocknen.
Ist der Flammkuchen vegan?
Ja, wenn eine ausdrücklich vegane Crème-fraîche-Alternative verwendet wird. Der selbst gemachte Grundteig ist bereits rein pflanzlich.
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1 Kommentare
Flammkuchen geht immer rund man kann ihn echt mit fast allem belegen.
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