Flammuchen - Grundrezept für den Teig


Hallo ihr Lieben!

Ich esse wirklich gerne Flammkuchen, weil es einfach im Handumdrehen gemacht ist.  Vor allem seit es eine vegane Alternative zu Crème fraîche von Dr. Oetker gibt, landet Flammkuchen wöchentlich auf dem Speiseplan, wodurch ein Problem entsteht: Der Verpackungsmüll sammelt sich an. Ich versuche so gut es geht, auf Verpackungsmüll beim Einkaufen zu verzichten, vor allem auf Plastik, da es kaum abbaubar ist. Also habe ich mich auf die Suche nach dem perfekten Rezept für den Teig gemacht, um auf diese Weise die Umwelt zu schonen. Ich habe viele Rezepte ausprobiert und verändert, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden war. Und am Ende muss ich sagen, dass es wirklich super einfach ist, Flammkuchen-Teig selber zu machen. Jetzt ist Flammkuchen zwar nicht mehr im Handumdrehen gemacht (nichts ist schneller als Packung aufreißen, ausrollen, belegen und backen) aber der Aufwand hält sich in Grenzen - vor allem, wenn man eine Küchenmaschine hat, die einen das Kneten abnimmt.

Welches Mehl verwendet man für den Flammkuchen-Teig?
Die Zutaten für den Teig habe ich immer Zuhause. Ich habe auch verschiedene Mehlsorten ausprobieren und auch Vollkornmehl verwendet. Das funktioniert auch, man muss dann jedoch etwas mehr Wasser hinzugeben. Es war auch lecker aber es war für mich kein Flammkuchen mehr, weil der Geschmack des Teigs dadurch intensiv verändert wurde. Deshalb verwende ich inzwischen dafür nur noch Weizenmehl 550. Diese Typnummer gibt Auskunft über den Mineralstoffgehalt des Mehls: je höher die Nummer, desto höher der Mineralstoffgehalt. Weizenmehl 550 hat demnach einen höheren Gehalt als Weizenmehl 405, auch wenn der Unterschied nicht enorm ist. Der Teig ist dadurch griffiger und auch stabiler, was sich positiv auf den Geschmack und die Eigenschaften des Teigs auswirkt. Und der Teig sättigt auch länger. Inzwischen ist Weizenmehl 550 so gut wie überall in Bio-Qualität erhältlich, auch bei Discountern.

Welche Zutaten werden für den Flammkuchen-Teig benötigt?
Dieses Rezept für Flammkuchen-Teig ist von Grund auf vegan und braucht keine Ersatzprodukte für Ei oder Butter. Wichtig für die Geschmeidigkeit des Teigs ist das Öl und die lange Knetzeit, damit sich eine homogene Masse bildet. Im Gegensatz zum Pizza- oder Brotteig wird keine Hefe oder Backpulver benötigt. Aber auch hier gibt es Rezepte, die das gerne verwenden, vor allem weil Flammkuchen ursprünglich aus Brotteig gemacht wurde. Es ist besonders wichtig, den Teig ruhen zu lassen, da er sich dadurch noch mal verändert und nach dem Backen anders - in meinen Augen besser - schmeckt. Man kann den Teig auch sofort verarbeiten aber dadurch geht der Geschmack verloren. 
 
Wieso du deinen Flammkuchen-Teig unbedingt selber machen sollst!
Es ist definitiv einfacher eine Packung fertigen Flammkuchen-Teig aufzumachen, aufzurollen, mit Sahne zu bestreichen und mit Gemüse zu belegen. Aber ich empfehle dir trotzdem, Flammkuchen-Teig selber zu machen. Wieso? Hier ein paar Gründe, wieso es sich lohnt, den Teig für Flammkuchen selber zu machen:
  • Du sparst Geld! Eine Packung fertigen Flammkuchen-Teigs kostet 1,89 €. Wenn du also drei Flammkuchen machen willst, bist du schon bei 5,67 €. Wenn du mein Rezept für Flammkuchen-Teig verwendest, gibst du für die gleiche Menge nicht mal 50 Cent aus! Fertig gekaufter Teig kostet 11x so viel wie selbst gemacht! Wieso solltest du ihn also noch kaufen?
  • Dein Flammkuchen-Teig ist in hochwertiger Bio-Qualität und ohne Geschmacksverstärker oder Konservierungsstoffe! Bei der Preisberechnungen habe ich mich an Produkten in Bio-Qualität orientiert - es bleibt also bei den 50 Cent pro drei Portionen Flammkuchen.  Weil für dieses Rezept nur Mehl, Wasser, Salz und Olivenöl verwendet werden, kommt man ganz ohne Konservierungsstoffe aus - diese werden aber bei fertigem Teig benötigt, damit er sich im Kühlregal lange hält.
  • Du reduzierst Müll! Bereits fertiger Flammkuchen-Teig ist in viel Plastik verpackt. Wenn du die Zutaten für dieses Rezept separat kaufst, kommst du ganz ohne Plastik-Müll aus und dein Müllberg ist auch kleiner als bei fertig gekauften Flammkuchen-Teig.
  • Du kannst Flammkuchen immer machen, wenn du den Teig selber machst! Bei gekauften Flammkuchen-Teig, musst du ihn extra kaufen und einplanen, wann du ihn verarbeitest, damit er nicht schlecht wird. Mit meinem Rezept für selbst gemachten Flammkuchen-Teig bist du spontan und kannst ihn jeder Zeit ansetzen - die Zutaten sind in jedem Haushalt immer vorhanden!
  • Im Gegensatz zu anderen Rezepten brauchst du weder Quark noch Eier oder sonstige tierische Bestandteile - sie würden den Teig nur unnötig teurer machen und du hast sie nicht immer in der Vorratskammer stehen!
  • Selbst gemachter Flammkuchen-Teig schmeckt besser! Vielleicht liegt das an den hochwertigen Zutaten und daran, dass keine Konservierungsstoffe verwendet werden? Den Unterschied schmeckt man auf jeden Fall!
  • Du kannst Flammkuchen-Teig auch glutenfrei zubereiten! Wenn du eine Glutenintoleranz hast, verwende einfach glutenfreies Mehl.
  • Dieser Flammkuchen-Teig ist im Handumdrehen gemacht - auch ohne Küchenmaschine (aber sie macht die Zubereitung um einiges einfacher!).

Ich habe dich noch nicht überzeugt? Dann muss ich wohl noch mehr Vorteile betonen: Dieser Teig ist einfach, super lecker, schnell gemacht, glutenfrei möglich, hefefrei, sojafrei und nussfrei, außerdem eifrei, milchfrei, laktosefrei, vegetarisch und sogar vegan. Außerdem ist er super günstig und die Zutaten stehen in jedem Vorratsschrank!

Du weißt nicht, wie du deinen Flammkuchen belegen sollst? Hier findest du noch mehr Ideen für den Flammkuchen-Belag!


Flammkuchen-Teig


Schwierigkeitsstufe: einfach
Menge: 3 Portionen
Knetdauer: ca. 15 Minuten
Ruhepause (Teig): mindestens 30 Minuten
Backdauer: 10 Minuten pro Flammkuchen


Angaben pro Portion:
318 Kalorien
60g Kohlenhydrate
23,9g Fette
8,8g Eiweiße


Weitere Küchenutensilien:
Küchenmaschine/Brotbackautomat
Nudelholz

Zutaten für den Teig:

250g Weizenmehl 550
125ml Wasser
10ml Olivenöl
10g Salz

Zubereitung:

  1. Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit der Küchenmaschine zu einem Teig verkneten. Das nimmt ca. 15 Minuten in Anspruch. Falls der Teig zu klebrig oder zu trocken ist, mit etwas Mehl oder Wasser/Öl entgegensteuern. Aber Achtung! Handelt hier nicht zu schnell: auch wenn der Teig so aussieht, als ob er Wasser vertragen könnte, sieht er nach 15 Minuten kneten wahrscheinlich perfekt aus.
  2. Den Teig abgedeckt für mindestens eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen.
  3. Den Teig in drei gleiche Teile schneiden und zu kugeln formen.
  4. Arbeitsfläche mit Mehl bestreuen und den Teig so dünn wie möglich ausrollen. Je dünner, desto besser!
  5. Jetzt muss der Teig nur noch mit Crème fraîche oder einer veganen Alternative bestreichen und belegt werden.
  6. Den Ofen auf 250 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen und den belegten Flammkuchen einzeln ca. 10 Minuten backen. Wenn der Flammkuchen an einigen Stellen braun wird, herausholen und warm servieren.
Du weißt nicht, mit was du den Flammkuchen belegen sollst? Auf meinem Blog findest du verschiedene Möglichkeiten, den Flammkuchen zu belegen. Gib dafür in der Suchzeile einfach "Flammkuchen" ein.

Guten Appetit!


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