Vegane Blumenkohl-Walnuss-Bolognese mit Kichererbsenpasta

Diese vegane Blumenkohl-Walnuss-Bolognese kombiniert gerösteten Blumenkohl und Walnüsse mit einer kräftigen Tomaten-Rotwein-Sauce. Die Blumenkohl-Walnuss-Mischung wird fein zerkleinert und im Backofen gebräunt, bevor sie unter die Sauce kommt.

Dazu gibt es Kichererbsenpasta. So entsteht ein sättigendes veganes Pastagericht mit viel Struktur und etwa 28 g Protein pro Portion. Von der klassischen italienischen Ragù alla bolognese unterscheidet sich diese pflanzliche Interpretation deutlich – sie ist bewusst ein eigenes Gericht.

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Meine Bolognese mache ich sonst gern mit Tofu, Linsen oder Kürbis. Diese Variante ist anders: Blumenkohl sorgt für Volumen und eine lockere Struktur, während Walnüsse Biss und ein kräftigeres Aroma mitbringen.

Warum Blumenkohl und Walnüsse für vegane Bolognese?

Fein zerkleinerter Blumenkohl und Walnüsse ergeben nach dem Rösten eine körnige, gebräunte Struktur, die sich gut mit einer kräftigen Tomatensauce verbindet.

Der Blumenkohl allein wäre relativ weich und mild. Walnüsse ergänzen ihn durch Biss und Röstaromen. Hefeflocken, Tamari, Rotweinessig und etwas Liquid Smoke würzen die Mischung bereits vor dem Backen.

Warum wird die Blumenkohl-Walnuss-Mischung gebacken?

Das Backen entzieht dem Blumenkohl Feuchtigkeit und sorgt für Röstaromen. Würde die rohe Mischung direkt in die Tomatensauce gegeben, wäre das Ergebnis deutlich weicher und wässriger.

Verteile die Brösel möglichst flach auf dem Backblech und wende sie nach ungefähr der Hälfte der Backzeit. Fertig sind sie, wenn einzelne Stellen kräftig gebräunt sind.

Wie fein muss der Blumenkohl zerkleinert werden?

Die Mischung soll ungefähr die Größe grober Streusel haben und nicht zu Mus verarbeitet werden.

Arbeite mit kurzen Impulsen in der Küchenmaschine. Wenn der Behälter zu voll ist, zerkleinere die Mischung lieber in zwei Portionen. So wird der Blumenkohl gleichmäßiger und gibt weniger Flüssigkeit ab.

Die Tomatensauce für die Bolognese

Die Sauce basiert auf Dosentomaten, Rotwein, Zwiebel, Knoblauch, Oregano und etwas rosenscharfem Paprikapulver.

Der Rotwein wird zunächst einige Minuten reduziert. Erst danach kommen die Tomaten hinzu. Die Sauce darf anschließend etwa 20 bis 25 Minuten sanft einkochen.

Falls du keinen Alkohol verwenden möchtest, kannst du den Rotwein durch Gemüsebrühe ersetzen. Geschmacklich wird die Sauce dadurch etwas milder.

Muss der Rotwein vegan sein?

Für eine konsequent vegane Zubereitung solltest du einen vegan gekennzeichneten Rotwein verwenden. Bei der Herstellung von Wein können tierische Hilfsmittel zur Klärung eingesetzt werden, auch wenn sie später nicht als Zutat im Wein enthalten sein müssen.

Welche Pasta passt zur Blumenkohl-Walnuss-Bolognese?

Im Originalrezept verwende ich Kichererbsenpasta. Ihr leicht nussiger Geschmack passt gut zu den Walnüssen und sie bringt zusätzlich Protein mit.

Du kannst natürlich auch klassische Hartweizenpasta verwenden. Für eine glutenfreie Version sollten die Kichererbsennudeln ausdrücklich glutenfrei gekennzeichnet sein.

Was bringen Hefeflocken und Liquid Smoke?

Hefeflocken sorgen für eine herzhafte, würzige Note. Sie werden direkt zusammen mit Blumenkohl und Walnüssen zerkleinert.

Liquid Smoke ist konzentriertes Raucharoma. Für dieses Rezept reicht bereits 1/2 TL. Wenn du keines hast, kannst du es weglassen oder mit etwas Rauchsalz beziehungsweise zusätzlichem geräuchertem Paprikapulver arbeiten.

Rezept für vegane Blumenkohl-Walnuss-Bolognese

  • Schwierigkeitsgrad: einfach
  • Portionen: 6
  • Vorbereitung: 20 Minuten
  • Koch- und Backzeit: ca. 35 Minuten
  • Gesamtzeit: ca. 55 Minuten

Nährwerte pro Portion

Ca. 590 kcal
67 g Kohlenhydrate
22 g Fett
28 g Protein

Die Nährwerte sind Näherungswerte für sechs Portionen inklusive Kichererbsenpasta. Besonders Nudeln, Walnüsse, Hefeflocken und Dosentomaten können je nach Produkt etwas andere Werte haben.

Küchenutensilien

  • Zerkleinerer oder Küchenmaschine
  • Backblech mit Backpapier
  • großer Topf für die Sauce
  • Topf für die Pasta
  • Schneidebrett und Messer

Zutaten für die Blumenkohl-Walnuss-Mischung

  • 800 g Blumenkohl, geputzt
  • 100 g Walnüsse
  • 1 mittelgroße Zwiebel, ca. 100 g
  • 1 Knoblauchzehe
  • 20 g Hefeflocken
  • 2 EL glutenfrei gekennzeichnete Tamari, ca. 30 ml
  • 2 TL Rotweinessig, ca. 10 ml
  • 1/2 TL glutenfrei gekennzeichnetes Liquid Smoke

Zutaten für die Tomatensauce

  • 3 Dosen gehackte oder geschälte Tomaten à 400 g, insgesamt 1,2 kg
  • 250 ml vegan gekennzeichneter trockener Rotwein
  • 1 mittelgroße Zwiebel, ca. 100 g
  • 3 Knoblauchzehen
  • 2 EL Olivenöl, ca. 30 ml
  • 1 TL Oregano, getrocknet
  • 1/2 TL rosenscharfes Paprikapulver
  • 1 TL Zucker, ca. 5 g
  • 10 g frisches Basilikum
  • 1 TL Salz, bei Bedarf mehr
  • schwarzer Pfeffer nach Geschmack

Außerdem

  • 500 g glutenfrei gekennzeichnete Kichererbsenpasta

Zubereitung

  1. Backofen vorbereiten: Den Backofen auf 200 °C Umluft vorheizen und ein großes Backblech mit Backpapier auslegen.
  2. Blumenkohl vorbereiten: Den Blumenkohl waschen, gründlich abtropfen lassen und in kleinere Röschen beziehungsweise Stücke teilen.
  3. Blumenkohl-Walnuss-Mischung zerkleinern: Blumenkohl, Walnüsse, eine geschälte Zwiebel, eine Knoblauchzehe, Hefeflocken, Tamari, Rotweinessig und Liquid Smoke portionsweise in einen Zerkleinerer geben. Mit kurzen Impulsen zu groben, gleichmäßigen Bröseln verarbeiten. Nicht pürieren.
  4. Mischung verteilen: Die Blumenkohl-Walnuss-Brösel möglichst gleichmäßig und nicht zu dick auf dem vorbereiteten Backblech verteilen.
  5. Blumenkohl und Walnüsse rösten: Die Mischung etwa 30 Minuten backen. Nach ungefähr 15 Minuten gründlich wenden und wieder auf dem Blech verteilen. Fertig ist sie, wenn einzelne Stellen deutlich gebräunt und die Brösel relativ trocken sind.
  6. Zwiebel und Knoblauch für die Sauce vorbereiten: Während die Blumenkohlmischung backt, die zweite Zwiebel fein würfeln und die restlichen drei Knoblauchzehen fein hacken.
  7. Zwiebel anschwitzen: Das Olivenöl in einem großen Topf bei mittlerer Hitze erhitzen. Die Zwiebel etwa 3–4 Minuten glasig dünsten.
  8. Knoblauch hinzufügen: Den Knoblauch dazugeben und etwa 30 Sekunden unter Rühren mitbraten.
  9. Rotwein reduzieren: Mit dem Rotwein ablöschen und etwa 5 Minuten offen köcheln lassen, bis sich die Flüssigkeitsmenge sichtbar reduziert hat.
  10. Tomatensauce kochen: Dosentomaten, Oregano, Paprikapulver und Zucker hinzufügen. Aufkochen und anschließend bei niedriger bis mittlerer Hitze etwa 20–25 Minuten ohne vollständig geschlossenen Deckel köcheln lassen, bis die Sauce etwas eingedickt ist.
  11. Pasta kochen: Während Sauce und Blumenkohl garen, die Kichererbsenpasta nach Packungsanweisung bissfest kochen. Anschließend abgießen.
  12. Basilikum hinzufügen: Das Basilikum waschen, trocken schütteln und grob hacken. In die fertige Tomatensauce rühren.
  13. Blumenkohl-Walnuss-Brösel unterheben: Die geröstete Mischung aus dem Backofen nehmen und vollständig unter die Tomatensauce rühren.
  14. Abschmecken: Die Sauce mit Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken. Falls sie sehr dick geworden ist, etwas Wasser oder Nudelwasser ergänzen.
  15. Servieren: Die Kichererbsenpasta auf sechs Teller verteilen und die Blumenkohl-Walnuss-Bolognese darübergeben.

Kann ich die Bolognese ohne Rotwein zubereiten?

Ja. Ersetze die 250 ml Rotwein durch Gemüsebrühe oder eine Mischung aus Gemüsebrühe und etwas zusätzlichem Rotweinessig.

Der Geschmack wird dadurch etwas anders, die grundlegende Zubereitung funktioniert aber genauso.

Kann ich andere Nüsse verwenden?

Grundsätzlich ja, allerdings verändern sich Geschmack und Textur. Walnüsse passen besonders gut, weil sie kräftig schmecken und nach dem Rösten noch etwas Biss behalten.

Pekannüsse wären eine mögliche Alternative. Bei einer Nussallergie sollte nicht einfach davon ausgegangen werden, dass eine andere Nuss geeignet ist.

Ist die Blumenkohl-Walnuss-Bolognese glutenfrei?

In der hier angegebenen Standardversion ja. Dafür werden ausdrücklich glutenfrei gekennzeichnete Kichererbsenpasta, Tamari und Liquid Smoke verwendet.

Bei Zöliakie sollten außerdem Hefeflocken, Gewürze und andere verarbeitete Zutaten hinsichtlich ihrer Kennzeichnung geprüft werden.

Ist die Bolognese sojafrei?

Nein. Die Standardversion enthält Tamari und damit Soja.

Wenn du Soja vermeiden möchtest, muss die Tamari durch eine geeignete Alternative ersetzt werden. Geschmack und Salzgehalt können sich dadurch verändern.

Ist die Blumenkohl-Walnuss-Bolognese proteinreich?

Ich würde das Gericht nicht mit der rechtlich definierten Angabe „proteinreich“ kennzeichnen. Eine Portion mit Kichererbsenpasta liefert zwar ungefähr 28 g Protein, der Anteil an der Gesamtenergie liegt aber knapp unter der dafür nötigen Schwelle.

Die hohe absolute Proteinmenge stammt vor allem aus Kichererbsenpasta, Walnüssen und Hefeflocken.

Warum wird meine Blumenkohlmischung weich statt geröstet?

Meist liegt zu viel Masse auf zu wenig Fläche. Die Feuchtigkeit kann dann nicht schnell genug verdampfen und der Blumenkohl dünstet eher, als dass er röstet.

Verteile die Brösel dünn auf einem großen Blech. Bei einem kleinen Backblech kannst du die Mischung besser auf zwei Bleche aufteilen.

Warum darf der Blumenkohl nicht püriert werden?

Sehr fein pürierter Blumenkohl gibt mehr Flüssigkeit ab und verliert die gewünschte körnige Struktur. Verwende deshalb kurze Impulse und höre auf, sobald grobe Brösel entstanden sind.

Kann ich die Sauce vorbereiten?

Ja, und sie eignet sich sehr gut zum Vorkochen. Bewahre Sauce und Pasta nach Möglichkeit getrennt voneinander auf.

So saugen die Nudeln während der Lagerung nicht die gesamte Sauce auf.

Wie lange hält sich die Blumenkohl-Walnuss-Bolognese?

Gut verschlossen kannst du die Sauce ungefähr zwei bis drei Tage im Kühlschrank aufbewahren. Lass sie nach dem Kochen zügig abkühlen und stelle sie anschließend kalt.

Beim erneuten Erhitzen kannst du bei Bedarf einen kleinen Schuss Wasser hinzufügen.

Kann ich die Bolognese einfrieren?

Ja, die Sauce lässt sich gut portionsweise einfrieren. Die Pasta würde ich separat frisch kochen.

Lass die Sauce vollständig abkühlen, bevor du sie in geeignete Behälter füllst.

Häufige Fragen zur Blumenkohl-Walnuss-Bolognese

Kann ich normalen Blumenkohl aus dem Tiefkühlfach verwenden?

Frischer Blumenkohl eignet sich besser zum Rösten. TK-Blumenkohl enthält nach dem Auftauen mehr freie Feuchtigkeit und kann dadurch weicher werden.

Wenn du TK-Blumenkohl verwendest, lass ihn vollständig auftauen und trockne beziehungsweise drücke ihn möglichst gut aus.

Kann ich normale Pasta statt Kichererbsenpasta verwenden?

Ja. Die Sauce funktioniert mit Spaghetti, Linguine, Penne oder anderen Nudeln. Die Nährwerte und gegebenenfalls die Glutenfreiheit verändern sich entsprechend.

Kann ich Liquid Smoke weglassen?

Ja. Verwende dann beispielsweise etwas zusätzliches geräuchertes Paprikapulver oder Rauchsalz, wenn du trotzdem eine rauchige Note möchtest.

Warum kommt Rotweinessig in die Blumenkohlmischung?

Eine kleine Menge Säure gleicht die kräftigen Walnüsse und die salzige Tamari aus. Zwei Teelöffel reichen dafür aus.

Kann ich die Walnüsse reduzieren?

Ja, allerdings wird die Mischung dadurch weniger nussig und etwas leichter. Die 100 g sind für sechs Portionen bewusst so gewählt, dass Blumenkohl weiterhin den größeren Anteil ausmacht.

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2 Kommentare

  1. Das sieht und hört sich nach einer köstlichen Alternative an, wennauch etwas zeitintensiv

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  2. Oh, das klingt verdammt lecker! Werde ich ausprobieren. :-)

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