Veganer Linseneintopf mit Räuchertofu & Pilzen – proteinreich

Dieser vegane Linseneintopf mit Räuchertofu und Pilzen kombiniert Berglinsen, Kartoffeln, Champignons und Karotten mit einer kräftigen Tomaten-Gemüsebrühe. Räuchertofu und angebratene Pilze sorgen für herzhafte Röstaromen.

Der Eintopf ergibt 4 große Portionen, ist in ungefähr 60 Minuten fertig und liefert näherungsweise 34 g Protein pro Portion. Berglinsen und Räuchertofu machen ihn zu einem proteinreichen Hauptgericht.

Direkt zum Rezept für veganen Linseneintopf springen

Was macht den Linseneintopf so deftig?

Räuchertofu, Champignons, angeröstetes Tomatenmark und Sojasauce sorgen für den herzhaften Geschmack. Entscheidend ist, diese Zutaten nicht einfach direkt in Brühe zu kochen.

Der Räuchertofu wird zunächst gebräunt. Anschließend kommen Zwiebeln und Pilze in denselben Topf. Die dabei entstehenden Röstaromen bleiben erhalten und werden später mit der Gemüsebrühe gelöst.

Warum Berglinsen für Eintopf?

Berglinsen behalten beim Kochen vergleichsweise gut ihre Form und eignen sich deshalb besonders für Eintöpfe.

Sie müssen für dieses Rezept nicht eingeweicht werden. Spüle sie vor dem Kochen lediglich gründlich mit kaltem Wasser ab.

Je nach Produkt können Berglinsen unterschiedlich lange benötigen. Prüfe deshalb gegen Ende der Kochzeit, ob sie weich genug sind.

Räuchertofu richtig anbraten

Schneide den Räuchertofu in ungefähr 1 cm große Würfel und brate ihn einige Minuten an, ohne permanent umzurühren.

So können einzelne Seiten kräftig bräunen. Wird der Tofu ständig bewegt, verliert er zwar Feuchtigkeit, bekommt aber deutlich weniger Röstaromen.

Champignons kräftig anbraten

500 g Champignons geben beim Garen relativ viel Wasser ab. Deshalb sollten sie einige Minuten zusammen mit den Zwiebeln angebraten werden, bevor Flüssigkeit in den Topf kommt.

Lass die Pilze zunächst deutlich zusammenfallen. Dadurch bleibt der spätere Eintopf kräftiger im Geschmack.

Warum wird Tomatenmark angeröstet?

Durch kurzes Anrösten bekommt Tomatenmark einen kräftigeren und weniger rohen Geschmack.

Danach wird das Mehl kurz eingerührt. Es hilft dabei, die zwei Liter Brühe leicht zu binden und aus der Suppe einen etwas sämigeren Eintopf zu machen.

Wie dick soll der Eintopf sein?

Direkt nach dem Kochen ist der Eintopf noch relativ flüssig. Berglinsen und Kartoffeln binden beim Stehen jedoch weiter Flüssigkeit.

Wenn du ihn besonders dick magst, lass ihn am Ende einige Minuten ohne Deckel weiterköcheln. Ist er später zu fest, kannst du beim Aufwärmen etwas Gemüsebrühe oder Wasser ergänzen.

Rezept für veganen Linseneintopf mit Räuchertofu und Pilzen

  • Schwierigkeitsgrad: einfach
  • Portionen: 4
  • Vorbereitung: 15 Minuten
  • Kochzeit: ca. 45 Minuten
  • Gesamtzeit: ca. 60 Minuten

Nährwerte pro Portion

Ca. 550 kcal
78 g Kohlenhydrate
13 g Fett
34 g Protein

Die Nährwerte sind Näherungswerte für vier Portionen. Berechnet wurde mit 250 g trockenen Berglinsen, 250 g Räuchertofu und 15 ml Sonnenblumenöl. Insbesondere Räuchertofu, Gemüsebrühe und Sojasauce können je nach Hersteller deutlich abweichende Werte haben.

Küchenutensilien

  • großer Suppentopf
  • Schneidebrett und Messer
  • Sieb für die Linsen
  • Kochlöffel

Zutaten

  • 250 g Berglinsen, trocken
  • 250 g Räuchertofu
  • 500 g festkochende Kartoffeln
  • 500 g Champignons
  • 100 g Karotten
  • 100 g Zwiebeln
  • 2 Liter Gemüsebrühe
  • 20 g Tomatenmark
  • 10 g Weizenmehl Type 405 oder 550, ca. 1 EL
  • 2 EL Sojasauce, ca. 30 ml
  • 1 EL Agavendicksaft, ca. 20 g
  • 1 EL getrocknetes Bohnenkraut
  • 1 EL Sonnenblumenöl, ca. 15 ml
  • Salz nach Geschmack
  • schwarzer Pfeffer nach Geschmack

Für die Gemüsebrühe kannst du beispielsweise meine selbst gemachte Gemüsebrühe-Paste oder meinen veganen Gemüsefond verwenden.

Zubereitung

  1. Zutaten vorbereiten: Berglinsen in einem Sieb gründlich abspülen. Räuchertofu in etwa 1 cm große Würfel schneiden. Zwiebeln schälen und fein würfeln.
  2. Kartoffeln und Karotten schneiden: Kartoffeln und Karotten schälen und in etwa 1–1,5 cm große Würfel schneiden.
  3. Champignons vorbereiten: Die Champignons putzen und je nach Größe vierteln oder in dickere Scheiben schneiden.
  4. Räuchertofu anbraten: Das Sonnenblumenöl in einem großen Topf bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen. Den Räuchertofu etwa 5–6 Minuten goldbraun anbraten. Dabei nur gelegentlich wenden.
  5. Zwiebeln und Champignons ergänzen: Zwiebeln und Champignons zum Tofu geben und etwa 5 Minuten weiterbraten, bis die Zwiebeln glasig sind und die Pilze sichtbar zusammengefallen sind.
  6. Tomatenmark rösten: Das Tomatenmark hinzufügen und etwa 1–2 Minuten unter Rühren mitrösten.
  7. Mehl einarbeiten: Das Mehl darüberstreuen und etwa 30 Sekunden unter ständigem Rühren mitrösten.
  8. Linsen und Gemüse hinzufügen: Berglinsen, Kartoffeln und Karotten in den Topf geben und kurz miteinander vermengen.
  9. Mit Brühe aufgießen: Die Gemüsebrühe nach und nach unter Rühren hinzufügen und dabei den Topfboden mit dem Kochlöffel lösen.
  10. Eintopf würzen: Bohnenkraut und Agavendicksaft hinzufügen. Mit etwas schwarzem Pfeffer würzen. Mit Salz zunächst sparsam sein, da Gemüsebrühe und Sojasauce später zusätzlich Salz liefern.
  11. Eintopf köcheln: Alles aufkochen und anschließend bei niedriger bis mittlerer Hitze etwa 30 Minuten sanft köcheln lassen. Zwischendurch umrühren.
  12. Garzustand prüfen: Prüfen, ob Berglinsen, Kartoffeln und Karotten weich sind. Je nach Linsensorte bei Bedarf weitere 5–10 Minuten köcheln lassen.
  13. Abschmecken: Die Sojasauce einrühren und den Eintopf mit schwarzem Pfeffer und bei Bedarf zusätzlichem Salz abschmecken.
  14. Konsistenz anpassen: Für einen dickeren Eintopf einige Minuten ohne Deckel weiterköcheln lassen. Falls er zu dick geworden ist, etwas Wasser oder Gemüsebrühe ergänzen.
  15. Servieren: Den Eintopf auf vier Schüsseln verteilen und heiß servieren.

Ist der Linseneintopf wirklich proteinreich?

Ja. Eine Portion liefert näherungsweise 34 g Protein. Hauptquellen sind Berglinsen und Räuchertofu; auch Champignons und Kartoffeln tragen kleinere Mengen bei.

Bei ungefähr 550 kcal pro Portion stammen rund ein Viertel der Kalorien aus Protein. Damit erfüllt das Gericht auch die Voraussetzung für die Angabe „proteinreich“.

Ist der Linseneintopf glutenfrei?

Nein, die Standardversion ist nicht glutenfrei. Sie enthält Weizenmehl und normale Sojasauce kann ebenfalls Weizen enthalten.

Für eine glutenfreie Variante kannst du das Weizenmehl durch Maisstärke ersetzen und glutenfrei gekennzeichnete Tamari sowie glutenfreie Gemüsebrühe und Räuchertofu verwenden.

Ist der Eintopf sojafrei?

Nein. Räuchertofu und Sojasauce enthalten Soja.

Kann ich andere Linsen verwenden?

Ja, allerdings verändert sich die Garzeit. Grüne oder braune Linsen funktionieren ähnlich.

Rote Linsen würde ich für diese Variante weniger empfehlen, da sie deutlich schneller zerfallen und den Eintopf wesentlich sämiger machen.

Kann ich andere Pilze verwenden?

Ja. Kräuterseitlinge, Austernpilze oder gemischte Pilze passen ebenfalls gut.

Besonders kräftig schmeckende Pilze können die herzhafte Note des Eintopfs zusätzlich verstärken.

Brauche ich Liquid Smoke oder Rauchsalz?

Nein. Der Räuchertofu bringt bereits Raucharomen mit.

Wenn dein Räuchertofu sehr mild schmeckt, kannst du beim Abschmecken eine kleine Menge Rauchsalz oder wenige Tropfen Liquid Smoke ergänzen. Beginne sparsam.

Kann ich den Eintopf vorbereiten?

Ja, er eignet sich sehr gut zum Vorkochen. Linsen und Kartoffeln nehmen während der Lagerung noch Flüssigkeit auf, deshalb wird der Eintopf am nächsten Tag meist etwas dicker.

Beim Aufwärmen einfach etwas Wasser oder Gemüsebrühe unterrühren.

Wie lange hält sich der Linseneintopf?

Gut verschlossen kannst du ihn ungefähr zwei bis drei Tage im Kühlschrank aufbewahren.

Lass den Eintopf nach dem Kochen zügig abkühlen und stelle ihn anschließend gekühlt.

Kann ich den Berglinseneintopf einfrieren?

Ja. Der Eintopf lässt sich portionsweise einfrieren.

Die Kartoffeln können nach dem Auftauen etwas weicher werden, geschmacklich funktioniert das Rezept aber weiterhin gut.

Häufige Fragen zum veganen Linseneintopf

Muss ich Berglinsen vorher einweichen?

Nein. Für dieses Rezept werden trockene Berglinsen lediglich abgespült und direkt mitgekocht.

Warum sind meine Linsen nach 30 Minuten noch fest?

Die Kochzeit kann je nach Sorte und Alter der Linsen variieren. Lass den Eintopf einfach weitere 5–10 Minuten köcheln und prüfe erneut.

Kann ich weniger Brühe verwenden?

Ja. Wenn du einen sehr dicken Eintopf bevorzugst, kannst du zunächst etwa 1,5 Liter verwenden und später bei Bedarf mehr Brühe ergänzen.

Kann ich den Agavendicksaft weglassen?

Ja. Er gleicht lediglich die Säure und die kräftigen Röstaromen etwas aus. Schmecke den Eintopf dann am Ende entsprechend ab.

Kann ich den Räuchertofu als knuspriges Topping servieren?

Ja. Nimm den gebratenen Tofu nach dem ersten Schritt aus dem Topf und gib ihn erst kurz vor dem Servieren wieder auf den Eintopf. So bleibt er knuspriger.

Dir gefällt das Rezept? Verlinke mich auf Instagram mit dem Hashtag #meineLieblingsküche oder direkt mit @meineLieblingskueche.

Kommentar veröffentlichen

2 Kommentare

  1. Das sieht wirklich deftig lecker aus, Tofu ist zwar nicht so mein Ding aber hier und da habe ich nichts dagegen.
    Liebe Grüße und schönes Wochenende

    AntwortenLöschen
  2. Super lecker, danke für das tolle Rezept! Wir haben noch etwas Rauchsalz dran gemacht und es am Ende noch etwas mit Speisestärke angedickt, weil die Brühe noch etwas dünn war. :)

    AntwortenLöschen

Du hast Anregungen, Tipps, Feedback oder möchtest einfach deine Erfahrung teilen? Dann hinterlasse hier ein Kommentar! Ich werde zeitnah alle deine Fragen beantworten :)