Tofu süß-sauer mit Reis – vegan, knusprig & fruchtig

Dieser vegane Tofu süß-sauer mit Reis kombiniert knusprig gebratenen Naturtofu mit Paprika und Ananas in einer selbst gemachten süß-sauren Sauce aus Apfelessig, Ahornsirup, Gemüsebrühe und Sojasauce.

Der Tofu wird mit Speisestärke ummantelt und separat gebraten. Dadurch bleibt er deutlich knuspriger, als wenn er von Anfang an in der Sauce mitgekocht würde. Erst unmittelbar vor dem Servieren kommt er zurück in die Pfanne.

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Was kommt in Tofu süß-sauer?

Die Sauce lebt vom Kontrast aus Süße und Säure. Apfelessig bringt die saure Komponente, Ahornsirup die Süße und Sojasauce zusätzliche Würze.

Dazu kommen Ananas und rote Paprika. Die Ananas bringt Fruchtigkeit, während die Paprika etwas Biss behält. Eine kleine Menge Sambal Oelek oder Sriracha sorgt nach Wunsch für leichte Schärfe.

So wird Tofu wirklich knusprig

Für eine knusprige Oberfläche wird der Tofu zunächst trocken getupft, gewürfelt und anschließend mit Speisestärke ummantelt.

Die Stärke bildet beim Braten eine dünne Kruste. Wichtig ist dabei, die Würfel in einer ausreichend großen Pfanne zu verteilen und sie nicht ständig zu bewegen.

Die wichtigsten Tipps

  • Festen Naturtofu verwenden: Seidentofu ist für diese Zubereitung ungeeignet.
  • Tofu gut trocken tupfen: Zu viel Oberflächenfeuchtigkeit verhindert eine knusprige Kruste.
  • Stärke gleichmäßig verteilen: Eine Dose mit Deckel eignet sich dafür besonders gut.
  • Pfanne gut vorheizen: Der Tofu sollte direkt anfangen zu braten.
  • Sauce erst zum Schluss hinzufügen: So bleibt die Kruste länger erhalten.

Die süß-saure Sauce

Die Sauce wird aus Gemüsebrühe, Apfelessig, Ahornsirup, Sojasauce, Knoblauch und etwas Chili gekocht. Paprika und Ananas dürfen darin einige Minuten garen, bevor die Sauce mit Speisestärke gebunden wird.

Die Konsistenz sollte dick genug sein, um Tofu und Gemüse zu überziehen, aber noch flüssig genug, um sich gut mit dem Reis zu verbinden.

Rezept für veganen Tofu süß-sauer mit Reis

Knuspriger Tofu trifft auf eine fruchtige süß-saure Sauce mit Ananas und Paprika. Dazu gibt es Basmatireis. Das Rezept ergibt vier Hauptgericht-Portionen.

Schwierigkeitsgrad: einfach
Menge: 4 Portionen
Vorbereitung: 15 Minuten
Koch- und Bratzeit: ca. 25 Minuten
Gesamtzeit: ca. 40 Minuten

Nährwerte pro Portion

Die Nährwerte sind Näherungswerte für eine von vier Portionen inklusive Reis und Bratöl. Tofu, Sojasauce, Ananas und Ahornsirup können je nach Produkt etwas abweichen.

  • Kalorien: ca. 520 kcal
  • Kohlenhydrate: ca. 74 g
  • Fett: ca. 16 g
  • Protein: ca. 20 g

Küchenutensilien

  • Topf mit Deckel für den Reis
  • große beschichtete Pfanne für den Tofu
  • zweite große Pfanne oder breiter Topf für die Sauce
  • verschließbare Dose zum Ummanteln des Tofus
  • Schneidebrett und Messer

Zutaten für Reis und Tofu

  • 200 g Basmatireis, trocken
  • 400 g fester Naturtofu
  • 3 EL Speisestärke (ca. 24 g)
  • 2 EL Sonnenblumenöl zum Braten

Zutaten für die süß-saure Sauce

  • 250 g Ananasstücke, abgetropft
  • 1 große rote Paprika (ca. 200 g)
  • 120 ml Gemüsebrühe
  • 60 ml Apfelessig
  • 60 ml Ahornsirup
  • 2 EL Sojasauce, alternativ glutenfreie Tamari
  • 1 TL Sambal Oelek oder Sriracha, nach Geschmack
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 EL Speisestärke (ca. 8 g)
  • 2 EL kaltes Wasser

Optional zum Servieren

  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 EL gerösteter Sesam

Zubereitung

  1. Reis kochen: Den Basmatireis nach Packungsangabe garen. Anschließend zugedeckt warm halten.
  2. Gemüse vorbereiten: Paprika waschen, entkernen und in mundgerechte Stücke schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken. Ananas abtropfen lassen.
  3. Tofu vorbereiten: Den Naturtofu gründlich trocken tupfen und in etwa 2 cm große Würfel schneiden.
  4. Tofu mit Stärke ummanteln: Tofuwürfel und 3 EL Speisestärke in eine verschließbare Dose geben. Verschließen und vorsichtig schütteln, bis alle Würfel dünn mit Stärke überzogen sind.
  5. Sauce ansetzen: Gemüsebrühe, Apfelessig, Ahornsirup, Sojasauce, Sambal Oelek beziehungsweise Sriracha und Knoblauch in einer großen Pfanne oder einem breiten Topf verrühren und aufkochen.
  6. Paprika garen: Paprikastücke zur Sauce geben und bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten köcheln lassen.
  7. Ananas hinzufügen: Die abgetropften Ananasstücke unterrühren und weitere 3–4 Minuten sanft köcheln lassen.
  8. Tofu knusprig braten: Parallel das Sonnenblumenöl in einer großen beschichteten Pfanne erhitzen. Tofu möglichst in einer Lage verteilen und bei mittlerer bis hoher Hitze etwa 8–10 Minuten rundherum goldbraun braten.
  9. Sauce binden: 1 EL Speisestärke mit 2 EL kaltem Wasser glatt rühren. Unter Rühren in die köchelnde Sauce geben und etwa 1 Minute weiterköcheln, bis sie sichtbar eindickt.
  10. Sauce abschmecken: Probieren und bei Bedarf mit zusätzlicher Sojasauce, Ahornsirup, Essig oder Chili vorsichtig nachjustieren.
  11. Tofu unterheben: Den knusprigen Tofu erst unmittelbar vor dem Servieren vorsichtig unter die süß-saure Sauce heben.
  12. Servieren: Reis auf vier Schalen oder Teller verteilen und Tofu süß-sauer daraufgeben. Nach Wunsch mit Frühlingszwiebeln und geröstetem Sesam bestreuen.

Kann ich frische Ananas verwenden?

Ja. Frische Ananas funktioniert genauso wie abgetropfte Ananas aus der Dose. Sie kann je nach Reifegrad etwas säuerlicher oder weniger süß schmecken.

Deshalb die fertige Sauce vor dem Servieren abschmecken und Süße beziehungsweise Säure gegebenenfalls anpassen.

Kann ich den Tofu im Backofen zubereiten?

Ja. Stärkeummantelten Tofu mit etwas Öl vermischen und auf einem Backblech verteilen. Bei hoher Temperatur backen, bis die Würfel gebräunt und knusprig sind.

Die genaue Backzeit hängt von Größe der Würfel und Backofen ab. Die Pfannenvariante ist bei dieser kleinen Menge meist schneller.

Kann ich Tofu einfrieren?

Ja. Einfrieren und Auftauen verändert die Struktur von Tofu: Er wird poröser und lässt sich anschließend besonders gut ausdrücken.

Das ist eine mögliche Technik, aber für dieses Rezept nicht notwendig.

Wie wird Tofu süß-sauer glutenfrei?

Verwendet anstelle normaler Sojasauce ausdrücklich glutenfreie Tamari. Zusätzlich müssen Gemüsebrühe, Chili-Sauce, Speisestärke und sämtliche weiteren verarbeiteten Zutaten bei einer medizinisch notwendigen glutenfreien Ernährung entsprechend gekennzeichnet sein.

Kann ich Vollkornreis verwenden?

Ja. Vollkornreis passt ebenfalls zum Gericht, benötigt aber normalerweise eine längere Garzeit.

Die Nährwerte unterscheiden sich etwas von den hier berechneten Angaben für Basmatireis.

Aufbewahrung

Reste nach dem Essen zügig abkühlen lassen und in einem geschlossenen Behälter im Kühlschrank aufbewahren. Innerhalb von etwa 2 bis 3 Tagen verbrauchen.

Der Tofu verliert in der Sauce mit der Zeit seine knusprige Oberfläche. Für Meal Prep Sauce und Tofu deshalb am besten getrennt lagern und erst nach dem erneuten Erhitzen miteinander kombinieren.

Häufige Fragen

Warum wird mein Tofu nicht knusprig?

Häufig ist der Tofu noch zu feucht oder die Pfanne zu voll. Den Tofu trocken tupfen, dünn mit Stärke ummanteln und mit etwas Abstand in einer heißen Pfanne braten.

Warum wird die süß-saure Sauce nicht dick?

Die Stärke muss mit kaltem Wasser angerührt und anschließend kurz aufgekocht werden. Erst durch das Erhitzen entwickelt sie ihre Bindewirkung.

Ist Tofu süß-sauer authentisch chinesisch?

Diese Version ist asiatisch beziehungsweise von bekannten süß-sauren Gerichten inspiriert. Die konkrete Kombination aus Tofu, Ahornsirup, Apfelessig und den hier verwendeten Zutaten ist eine moderne vegane Interpretation.

Ist das Rezept vegan?

Ja. Mit veganer Gemüsebrühe, Sojasauce beziehungsweise Tamari und den übrigen genannten Zutaten besteht das Gericht vollständig aus pflanzlichen Zutaten.

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