Vegane Zucchini-Lasagne mit Tofu-Bolognese & Mandelcreme

Diese vegane Zucchini-Lasagne wird ohne klassische Lasagneplatten geschichtet. Dünne Zucchinischeiben ersetzen die Pasta, dazwischen kommen eine kräftige Tofu-Tomaten-Füllung und eine einfache Creme aus weißem Mandelmus und Wasser.

Damit die Lasagne nicht wässrig wird, werden die Zucchinischeiben vor dem Schichten kurz gesalzen und trocken getupft. Anschließend kommt die Lasagne für etwa 30 Minuten in den Ofen und darf vor dem Anschneiden noch 10 Minuten ruhen.

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Zucchini-Lasagne ohne klassische Nudelplatten

Bei dieser Lasagne übernehmen dünne Zucchinischeiben die Funktion der Lasagneplatten. Dadurch wird das Gericht deutlich gemüsiger und bekommt eine saftige Konsistenz.

Die Füllung besteht aus zerbröseltem Naturtofu, Karotten, Zwiebeln, Knoblauch, Tomatenmark, Rotwein und italienischen Kräutern. Auf jede Schicht kommt zusätzlich etwas Mandelcreme.

Das Ergebnis ist keine klassische italienische Lasagne, sondern eine vegan interpretierte Gemüse-Lasagne mit Tofu-Bolognese.

Wie verhindert man eine wässrige Zucchini-Lasagne?

Die Zucchinischeiben sollten vor dem Schichten leicht gesalzen und anschließend trocken getupft werden. Salz zieht einen Teil des Wassers aus dem Gemüse.

Schneide die Zucchini dafür längs in ungefähr 2 bis 3 mm dünne Scheiben, verteile sie auf einem Brett oder Küchentuch und salze sie leicht. Nach etwa 10 Minuten bildet sich sichtbar Feuchtigkeit auf der Oberfläche.

Diese mit einem sauberen Küchentuch oder Küchenpapier abtupfen. Die Zucchini müssen nicht abgespült werden.

Welche Zucchini eignen sich?

Große, möglichst gerade Zucchini lassen sich besonders einfach in breite Lasagneplatten schneiden.

Sehr große ältere Zucchini können allerdings einen weichen, stark ausgeprägten Kernbereich besitzen. Ist die Mitte schwammig und sehr kernreich, kannst du diesen Teil vor dem Schneiden entfernen.

Tofu-Bolognese für die Zucchini-Lasagne

Naturtofu wird fein zerbröselt und kräftig angebraten, bevor Gemüse und Tomatenmark dazukommen. Durch das Anbraten verliert der Tofu Feuchtigkeit und bekommt mehr Röstaromen.

Ein Mixer ist dafür nicht notwendig. Mit den Händen oder einer Gabel lässt sich der Tofu ebenfalls schnell zerbröseln.

Das Tomatenmark wird kurz mitgeröstet und anschließend mit trockenem Rotwein abgelöscht. So entsteht eine relativ dicke Füllung, die für die Zucchini-Lasagne besser geeignet ist als eine sehr flüssige Bolognese.

Muss der Rotwein hinein?

Nein. Du kannst die 150 ml Rotwein durch Gemüsebrühe ersetzen.

Mit Rotwein wird die Sauce etwas kräftiger und komplexer. Wenn das Gericht vollständig vegan bleiben soll, bei Wein auf eine entsprechend gekennzeichnete Variante achten.

Warum so viel Tomatenmark?

Die 250 g Tomatenmark sorgen für eine besonders konzentrierte und dicke Tofu-Füllung. Das ist bei einer Zucchini-Lasagne hilfreich, weil die Zucchini während des Backens selbst noch Flüssigkeit abgeben.

Wenn du frische Tomaten ergänzen möchtest, solltest du im Gegenzug etwas weniger Tomatenmark verwenden und die Füllung länger einkochen lassen. Sonst kann die fertige Lasagne zu wässrig werden.

Mandelcreme statt Béchamelsauce

Für die cremige Schicht werden lediglich weißes Mandelmus, Wasser und etwas Salz verrührt. Das ergibt keine klassische Béchamelsauce, funktioniert aber als einfache cremige Komponente zwischen den Zucchini- und Tofuschichten.

Weißes Mandelmus eignet sich besonders gut, weil es relativ mild schmeckt. Die Mischung sollte cremig und gießfähig sein, aber nicht wässrig.

Kann ich anderes Nussmus verwenden?

Ja, Cashewmus ist eine mögliche Alternative. Geschmack und Konsistenz unterscheiden sich allerdings etwas.

Dunkles Mandelmus funktioniert ebenfalls, schmeckt deutlich kräftiger und verändert die Farbe der Creme.

Ist die Zucchini-Lasagne nussfrei?

Nein. Das Rezept enthält 100 g Mandelmus und ist daher nicht für Menschen mit einer entsprechenden Mandel- beziehungsweise Nussallergie geeignet.

Ist das Rezept sojafrei?

Nein. Naturtofu besteht aus Sojabohnen und ist eine der Hauptzutaten dieses Rezepts.

Ist die Zucchini-Lasagne glutenfrei?

Das Gericht enthält keine klassischen Lasagneplatten oder Weizenmehl, trotzdem kennzeichne ich es nicht pauschal als glutenfrei.

Bei medizinisch notwendiger glutenfreier Ernährung sollten insbesondere Tofu, Gewürzmischung, Tomatenmark und Wein beziehungsweise Brühe anhand der jeweiligen Kennzeichnung geprüft werden.

Ist die Zucchini-Lasagne Low Carb?

Ich verwende den Begriff für dieses Rezept nicht mehr als feste Ernährungsangabe. Die Lasagne enthält zwar keine Nudelplatten und dadurch weniger stärkehaltige Zutaten als klassische Lasagne, aber „Low Carb“ besitzt für solche Rezepte keine einheitliche Portionsgrenze.

Eine Portion dieser Version enthält näherungsweise rund 39 g Kohlenhydrate.

Ist die Lasagne proteinreich?

Die Lasagne liefert mit etwa 28 g Protein pro Portion relativ viel Eiweiß, erreicht aber je nach konkreten Produkten nicht zuverlässig die Schwelle für die nährwertbezogene Angabe „proteinreich“.

Der größte Teil des Proteins stammt aus Naturtofu und Mandelmus.

Tipps für Zucchini-Lasagne

  • Zucchini sehr dünn schneiden: Etwa 2 bis 3 mm sind ideal.
  • Vorher entwässern: Leicht salzen, 10 Minuten warten und trocken tupfen.
  • Tofu kräftig anbraten: Überschüssige Feuchtigkeit sollte weitgehend verdampfen.
  • Füllung dick halten: Eine zu flüssige Sauce macht die Lasagne wässrig.
  • Nicht zu viel Mandelcreme zwischen einzelne Schichten geben: Einen Teil für die Oberfläche aufheben.
  • Nach dem Backen ruhen lassen: Nach 10 Minuten lässt sich die Lasagne deutlich besser portionieren.

Kann ich die Zucchini-Lasagne vorbereiten?

Ja. Die Tofu-Bolognese kannst du bereits am Vortag kochen und im Kühlschrank aufbewahren.

Die Zucchini würde ich dagegen möglichst erst kurz vor dem Schichten schneiden und entwässern.

Die komplette Lasagne kann ebenfalls einige Stunden vorher geschichtet und bis zum Backen gekühlt werden. Dann kann sich die Backzeit um einige Minuten verlängern.

Kann ich die Lasagne einfrieren?

Grundsätzlich ja, die Zucchini wird nach dem Auftauen jedoch deutlich weicher. Für die beste Konsistenz würde ich die Lasagne deshalb frisch beziehungsweise aus dem Kühlschrank aufgewärmt essen.

Aufbewahrung

Reste nach dem Abkühlen gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von etwa zwei bis drei Tagen verbrauchen.

Zum Aufwärmen eignet sich der Backofen besonders gut. Dadurch kann überschüssige Feuchtigkeit erneut etwas verdampfen.

Häufige Fragen zur Zucchini-Lasagne

Warum wird meine Zucchini-Lasagne wässrig?

Zucchini enthält sehr viel Wasser. Wenn die Scheiben nicht vorher entwässert werden oder die Tofu-Sauce zu flüssig ist, sammelt sich beim Backen Flüssigkeit in der Auflaufform.

Kann ich die Zucchini vorher anbraten?

Ja. Kurzes Grillen oder Anbraten reduziert zusätzlich Feuchtigkeit, ist bei dünn geschnittenen und vorher gesalzenen Zucchini aber nicht zwingend nötig.

Warum muss die Lasagne nach dem Backen ruhen?

Während der Ruhezeit setzen sich die Schichten und die Flüssigkeit verteilt sich besser. Direkt aus dem Ofen lässt sich eine Zucchini-Lasagne deutlich schlechter schneiden.

Kann ich statt Tofu veganes Hack verwenden?

Ja. Die Zubereitung und Nährwerte ändern sich dann je nach Produkt. Bei bereits stark gewürztem veganem Hack die zusätzliche Würzung entsprechend reduzieren.

Kann ich frische Tomaten verwenden?

Ja, aber nur mit etwas Anpassung. Frische Tomaten bringen zusätzliche Flüssigkeit mit. Reduziere deshalb das Tomatenmark teilweise und lass die Tofu-Sauce vor dem Schichten gründlich einkochen.

Rezept für vegane Zucchini-Lasagne mit Tofu-Bolognese

Schwierigkeitsgrad: einfach
Menge: 4 Portionen
Vorbereitungszeit: ca. 25 Minuten
Entwässerungszeit der Zucchini: 10 Minuten, parallel zur Vorbereitung
Backzeit: ca. 30 Minuten
Ruhezeit nach dem Backen: 10 Minuten
Gesamtzeit: ca. 1 Stunde 5 Minuten

Nährwerte pro Portion (Näherungswerte):
590 kcal
39 g Kohlenhydrate
37 g Fett
28 g Protein

Die Nährwerte sind Näherungswerte für 1 von 4 Portionen. Berechnet wurde mit etwa 900 g Zucchini, 400 g Naturtofu, 60 ml Olivenöl, 250 g Tomatenmark und 100 g weißem Mandelmus. Je nach Tofu, Mandelmus, Wein und tatsächlicher Zucchinigröße können die Werte abweichen.

Küchenutensilien

  • Große Auflaufform
  • Große Pfanne
  • Gemüsehobel oder scharfes Messer
  • Schneidebrett
  • Gabel, Hände oder Zerkleinerer für den Tofu
  • Kleine Schüssel für die Mandelcreme

Zutaten für die Tofu-Bolognese

  • 400 g Naturtofu
  • 150 ml trockener veganer Rotwein oder Gemüsebrühe
  • 2 mittelgroße Zwiebeln, ca. 160 g
  • 2 Knoblauchzehen
  • 200 g Karotten
  • 4 EL Olivenöl, ca. 60 ml
  • 250 g Tomatenmark
  • 3 TL italienische Kräutermischung
  • 3 TL Zucker, ca. 12 g
  • 1 Bund frisches Basilikum, ca. 20 g
  • Salz nach Geschmack
  • schwarzer Pfeffer nach Geschmack

Zutaten für die Mandelcreme

  • 100 g weißes Mandelmus
  • 70 ml Wasser
  • 1 Prise Salz

Für die Zucchini-Schichten

  • 3 große Zucchini, ca. 900 g
  • etwas Salz zum Entwässern
  • schwarzer Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung

  1. Backofen vorheizen: Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Zucchini schneiden: Zucchini waschen, Enden entfernen und längs mit einem Hobel oder einem scharfen Messer in etwa 2 bis 3 mm dünne Scheiben schneiden.
  3. Zucchini entwässern: Die Scheiben nebeneinander auf saubere Küchentücher oder Küchenpapier legen und leicht salzen. Etwa 10 Minuten ruhen lassen. Anschließend die ausgetretene Flüssigkeit gründlich abtupfen.
  4. Tofu vorbereiten: Naturtofu trocken tupfen und mit den Händen, einer Gabel oder einem Zerkleinerer fein zerbröseln.
  5. Gemüse schneiden: Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein hacken. Karotten schälen und in sehr kleine Würfel schneiden oder grob raspeln.
  6. Tofu anbraten: Olivenöl in einer großen Pfanne bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen. Tofu hinzufügen und etwa 5 bis 7 Minuten anbraten, bis überschüssige Feuchtigkeit verdampft ist und der Tofu stellenweise Farbe bekommt.
  7. Gemüse ergänzen: Zwiebeln und Karotten zum Tofu geben und etwa 4 Minuten mitbraten. Knoblauch anschließend hinzufügen und weitere etwa 30 Sekunden braten.
  8. Tomatenmark anrösten: Tomatenmark, Zucker und italienische Kräuter einrühren und etwa 1 bis 2 Minuten unter Rühren mitrösten.
  9. Mit Rotwein ablöschen: Rotwein oder Gemüsebrühe angießen und alles etwa 4 bis 5 Minuten offen köcheln lassen, bis eine dicke, nicht wässrige Tofu-Bolognese entstanden ist.
  10. Bolognese abschmecken: Basilikum grob hacken und unter die Sauce rühren. Mit Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken und die Pfanne vom Herd nehmen.
  11. Mandelcreme anrühren: Mandelmus, Wasser und eine Prise Salz in einer kleinen Schüssel gründlich verrühren, bis eine glatte, cremige Sauce entsteht.
  12. Erste Schicht legen: Den Boden der Auflaufform leicht mit Zucchinischeiben bedecken. Die Scheiben dürfen sich leicht überlappen.
  13. Lasagne schichten: Einen Teil der Tofu-Bolognese auf den Zucchinischeiben verteilen und etwas Mandelcreme darübergeben. Danach erneut Zucchini darauflegen. So weiterschichten, bis die Zutaten aufgebraucht sind.
  14. Abschließen: Die oberste Schicht mit der restlichen Mandelcreme bestreichen und nach Wunsch mit etwas schwarzem Pfeffer würzen.
  15. Lasagne backen: Die Zucchini-Lasagne auf mittlerer Schiene etwa 30 Minuten backen, bis die Zucchini weich ist, die Sauce am Rand leicht blubbert und die Mandelcreme stellenweise etwas Farbe bekommt.
  16. Ruhen lassen: Die fertige Lasagne aus dem Ofen nehmen und vor dem Anschneiden etwa 10 Minuten ruhen lassen. Dadurch lassen sich die Portionen sauberer aus der Form heben.

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