Gebratene Nudeln mit knusprigem Tofu – vegane Asia-Pfanne

Diese gebratenen Nudeln mit knusprigem Tofu sind eine schnelle vegane Asia-Pfanne mit Karotten, Sojasprossen, Frühlingszwiebeln, Sesamöl und Sojasauce. Der Naturtofu wird mit Speisestärke ummantelt und separat kräftig angebraten, damit er außen knusprig bleibt.

Das Gericht ergibt 2 große Portionen und ist in ungefähr 25 Minuten fertig. Die Nudeln quellen dabei parallel, während Tofu und Gemüse in der Pfanne zubereitet werden.

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Die Idee für dieses Rezept erinnert mich an gebratene Nudeln, die ich vor vielen Jahren auf einem Stadtfest in Düsseldorf gegessen habe. An den Stand erinnere ich mich leider nicht mehr – an die Nudeln schon. Diese schnelle selbst gemachte Variante kommt komplett ohne tierische Zutaten aus.

So wird Tofu richtig knusprig

Das Geheimnis ist eine dünne Schicht Speisestärke. Schneide den Naturtofu in kleine Würfel und vermenge ihn gründlich mit der Stärke. Sie bindet Oberflächenfeuchtigkeit und sorgt beim Braten für eine trockenere, knusprigere Hülle.

Der Tofu braucht außerdem ausreichend Hitze und Platz in der Pfanne. Bewege ihn nicht permanent, sondern lass einzelne Seiten zunächst bräunen.

Muss Tofu vorher gepresst werden?

Bei sehr feuchtem Naturtofu hilft kurzes Pressen. Tupfe ihn zumindest gründlich trocken. Je weniger Wasser an der Oberfläche bleibt, desto leichter haftet die Speisestärke und desto besser bräunt der Tofu.

Sehr festen Naturtofu kannst du häufig direkt verwenden.

Welche Nudeln eignen sich für die Asia-Pfanne?

Im ursprünglichen Rezept verwende ich 250 g trockene Instant-Nudeln aus dem Asia-Laden. Diese werden nicht klassisch gekocht, sondern mit kochendem Wasser übergossen und entsprechend der Packungsangabe ziehen gelassen.

Die genaue Zubereitung unterscheidet sich allerdings zwischen verschiedenen Produkten. Orientiere dich deshalb immer zuerst an den Angaben auf deiner Packung.

Mie-Nudeln oder andere asiatische Weizennudeln funktionieren ebenfalls. Garzeit und Nährwerte können sich dann verändern.

Warum werden die Nudeln nach dem Einweichen noch gebraten?

Das Braten sorgt für mehr Röstaromen und verhindert, dass das Gericht wie Nudeln mit Sauce schmeckt. Lass die eingeweichten Nudeln deshalb gründlich abtropfen, bevor sie in die heiße Pfanne kommen.

Brate sie einige Minuten bei höherer Temperatur und rühre nicht permanent um. Danach kommt die Sojasauce dazu.

Sesamöl richtig verwenden

Das Rezept enthält insgesamt 20 ml Sesamöl. Die Hälfte wird für den Tofu verwendet, die andere Hälfte für Gemüse und Nudeln.

Verwende ein Sesamöl, das laut Hersteller zum Braten geeignet ist. Sehr intensiv geröstetes Sesamöl wird häufig eher zum Würzen verwendet und kann stattdessen am Ende sparsam über das Gericht gegeben werden.

Welches Gemüse passt zu gebratenen Nudeln?

Die ursprüngliche Version ist bewusst einfach und enthält Karotte, Zwiebel, Sojasprossen und Frühlingszwiebeln.

Die Asia-Pfanne eignet sich aber gut zur Resteverwertung. Pilze, Paprika, Pak Choi, Brokkoli oder Zucchini passen ebenfalls.

Achte nur darauf, Gemüse mit längerer Garzeit früher in die Pfanne zu geben und wasserreiche Zutaten bei ausreichend hoher Hitze zu braten.

Rezept für gebratene Nudeln mit knusprigem Tofu

  • Schwierigkeitsgrad: einfach
  • Portionen: 2 große Portionen
  • Vorbereitung: ca. 10 Minuten
  • Koch- und Bratzeit: ca. 15 Minuten
  • Gesamtzeit: ca. 25 Minuten

Nährwerte pro Portion

Ca. 760 kcal
105 g Kohlenhydrate
21 g Fett
34 g Protein

Die Nährwerte sind Näherungswerte für zwei große Portionen und basieren auf 250 g trockenen Instant-Weizennudeln. Gerade Instant-Nudeln und Naturtofu unterscheiden sich je nach Hersteller deutlich. Die Angaben auf deiner verwendeten Packung können deshalb abweichen.

Küchenutensilien

  • große Pfanne oder Wok
  • große hitzebeständige Schüssel für die Nudeln
  • Nudelsieb
  • verschließbarer Behälter oder Schüssel für den Tofu
  • Schneidebrett und Messer

Zutaten

  • 250 g trockene vegane Instant-Nudeln
  • 250 g fester Naturtofu
  • 100 g Karotte
  • 50 g Zwiebel
  • 50 g Sojasprossen
  • 2 Frühlingszwiebeln, ca. 30 g
  • 20 ml zum Braten geeignetes Sesamöl
  • 60 ml Sojasauce
  • 10 g Speisestärke, ca. 2 TL
  • ca. 1–1,5 Liter kochendes Wasser zum Einweichen der Nudeln

Zubereitung

  1. Nudelwasser erhitzen: Etwa 1–1,5 Liter Wasser zum Kochen bringen.
  2. Nudeln einweichen: Die Instant-Nudeln in eine große hitzebeständige Schüssel geben, vollständig mit dem kochenden Wasser bedecken und nach Packungsangabe ziehen lassen. Beim ursprünglich verwendeten Produkt waren es etwa 10 Minuten.
  3. Tofu vorbereiten: Den Naturtofu gründlich trocken tupfen und in etwa 1,5 cm große Würfel schneiden.
  4. Tofu mit Stärke ummanteln: Tofuwürfel und Speisestärke in einen verschließbaren Behälter oder eine Schüssel geben und vorsichtig vermengen, bis die Stärke möglichst gleichmäßig verteilt ist.
  5. Tofu knusprig braten: 10 ml Sesamöl in einer großen Pfanne erhitzen. Den Tofu bei mittlerer bis hoher Hitze etwa 6–8 Minuten rundherum goldbraun braten. Nur gelegentlich wenden.
  6. Tofu würzen: 20 ml Sojasauce zum knusprigen Tofu geben und kurz durchschwenken, bis die Flüssigkeit weitgehend aufgenommen beziehungsweise verdampft ist. Den Tofu anschließend aus der Pfanne nehmen und beiseitestellen.
  7. Gemüse vorbereiten: Während der Tofu brät, Zwiebel schälen und fein würfeln. Karotte schälen oder gründlich waschen und in dünne Stifte schneiden. Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden.
  8. Zwiebel anbraten: Die übrigen 10 ml Sesamöl in derselben Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen. Die Zwiebel etwa 2 Minuten glasig braten.
  9. Karotte hinzufügen: Karottenstifte dazugeben und etwa 2–3 Minuten unter gelegentlichem Wenden mitbraten. Sie dürfen noch etwas Biss behalten.
  10. Nudeln abgießen: Die eingeweichten Nudeln in ein Sieb geben und sehr gründlich abtropfen lassen.
  11. Nudeln anbraten: Die Nudeln zu Zwiebel und Karotte in die Pfanne geben. Die Temperatur erhöhen und die Nudeln etwa 4–5 Minuten anbraten.
  12. Mit Sojasauce würzen: Die übrigen 40 ml Sojasauce über die Nudeln geben und gründlich vermengen.
  13. Sojasprossen ergänzen: Die Sojasprossen gründlich waschen und für eine knackige Konsistenz erst in der letzten Minute unter die Nudeln heben. Wer sie weicher mag, kann sie etwas länger mitbraten.
  14. Tofu wieder hinzufügen: Den knusprigen Tofu zurück in die Pfanne geben und nur noch kurz unterheben, damit seine Kruste möglichst erhalten bleibt.
  15. Servieren: Die gebratenen Nudeln auf zwei Teller verteilen und mit den Frühlingszwiebeln bestreuen. Sofort servieren.

Wie bleibt der Tofu wirklich knusprig?

Gib ihn erst ganz am Ende wieder zu den Nudeln. Wenn der bereits knusprige Tofu mehrere Minuten in der Sauce liegt, nimmt die Stärke Feuchtigkeit auf und die Oberfläche wird wieder weich.

Du kannst ihn alternativ vollständig separat lassen und erst auf den fertigen Nudeln verteilen.

Warum kleben die gebratenen Nudeln zusammen?

Meist wurden sie nicht gründlich genug abgetropft oder zu lange eingeweicht. Zu viel Wasser in der Pfanne führt dazu, dass die Nudeln eher dämpfen als braten.

Bereite sie deshalb nur so lange zu, wie es auf der Verpackung angegeben ist, und lass sie danach gut abtropfen.

Ist die Asia-Pfanne glutenfrei?

Nein, die Standardversion ist nicht glutenfrei. Klassische Instant- beziehungsweise Weizennudeln enthalten Gluten und normale Sojasauce enthält häufig ebenfalls Weizen.

Mit geeigneten glutenfreien Nudeln, glutenfrei gekennzeichneter Tamari und kontrollierter Speisestärke lässt sich ein ähnliches Gericht zubereiten. Die Standardversion wird deshalb aber nicht als glutenfrei ausgezeichnet.

Ist das Gericht proteinreich?

Eine Portion liefert näherungsweise 34 g Protein. Der größte Teil davon stammt aus Naturtofu und den Weizennudeln.

Gemessen am gesamten Energiegehalt reicht der Proteinanteil aber voraussichtlich nicht für die formale Werbeaussage „proteinreich“. Deshalb verwende ich diese Kennzeichnung hier nicht.

Ist die Asia-Pfanne nussfrei?

Das Rezept enthält keine Nüsse, aber Sesam und mehrere verarbeitete Produkte. Bei Allergien sollten insbesondere Nudeln, Tofu, Sojasauce und Sesamöl auf individuelle Spurenhinweise geprüft werden.

Deshalb verwende ich `nussfrei` nicht als pauschales Label.

Kann ich weniger Sojasauce verwenden?

Ja. 60 ml ergeben eine kräftig gewürzte Asia-Pfanne.

Wenn deine Sojasauce sehr salzig ist, kannst du zunächst etwa 40 ml verwenden und die restliche Menge erst nach dem Probieren ergänzen.

Kann ich anderes Gemüse verwenden?

Ja, sehr gut. Pilze, Paprika, Brokkoli, Pak Choi, Zucchini oder anderes übrig gebliebenes Gemüse passen ebenfalls.

Festes Gemüse kommt zuerst in die Pfanne, zarte Blätter oder Sprossen erst zum Schluss.

Kann ich Mie-Nudeln verwenden?

Ja. Bereite sie nach der jeweiligen Packungsanweisung zu und gib sie anschließend gut abgetropft in die Pfanne.

Die angegebenen Nährwerte gelten dann nicht mehr exakt.

Kann ich die gebratenen Nudeln vorbereiten?

Ja. Das Gericht eignet sich gut für Meal Prep und schmeckt auch kalt.

Wenn dir knuspriger Tofu wichtig ist, bewahre ihn separat auf und gib ihn erst nach dem Aufwärmen zu den Nudeln.

Wie lange halten sich die gebratenen Nudeln?

Gut verschlossen kannst du sie ungefähr zwei Tage im Kühlschrank aufbewahren.

Lass das Gericht nach dem Kochen zügig abkühlen und lagere es anschließend gekühlt.

Häufige Fragen zur Asia-Pfanne mit Tofu

Kann ich Räuchertofu statt Naturtofu nehmen?

Ja. Die Pfanne bekommt dadurch eine deutlich kräftigere, rauchige Note. Reduziere bei einem bereits stark gewürzten Räuchertofu gegebenenfalls etwas die Sojasauce.

Kann ich den Tofu ohne Speisestärke braten?

Ja, er wird aber meist weniger knusprig. Die Stärke ist gerade bei Naturtofu eine einfache Möglichkeit, die Oberfläche trockener und krosser zu machen.

Kann ich frische Sojasprossen verwenden?

Ja, sie passen besonders gut. Wasche sie gründlich und gib sie erst kurz vor Ende der Garzeit in die heiße Pfanne.

Kann ich das Sesamöl ersetzen?

Ja. Zum Braten funktioniert ein neutrales Pflanzenöl. Für den typischen Sesamgeschmack kannst du anschließend eine kleine Menge geröstetes Sesamöl über die fertigen Nudeln geben.

Kann ich die Portionsgröße verkleinern?

Ja. Die zwei angegebenen Portionen sind relativ groß. Als kleinere Mahlzeit oder Beilage reicht das Rezept auch für drei Portionen; die sichtbaren Nährwerte beziehen sich jedoch auf zwei Portionen.

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