Herbstliches Ofengemüse mit Kürbis & Steckrübe

Dieses herbstliche Ofengemüse kombiniert Hokkaido-Kürbis, Steckrübe, Rote Bete, Fenchel, Süßkartoffel und Karotten mit Rosmarin, Olivenöl und Walnüssen. Das Gemüse wird bei hoher Temperatur auf dem Blech geröstet, bis es weich ist und an den Rändern leichte Röstaromen entwickelt.

Das Rezept ergibt etwa vier Beilagenportionen oder zwei sehr große Hauptgericht-Portionen. Die Walnüsse kommen erst gegen Ende dazu, damit sie rösten, ohne zu verbrennen.

Direkt zum Rezept für herbstliches Ofengemüse springen

Ofengemüse mit Kürbis, Steckrübe und Süßkartoffel

Für dieses Ofengemüse werden feste Herbst- und Wintergemüse miteinander kombiniert. Kürbis und Süßkartoffel bringen eine leichte Süße, Rote Bete einen erdigen Geschmack und Fenchel eine aromatische Note. Steckrübe und Karotten machen die Mischung komplett.

Das Rezept ist unkompliziert, allerdings braucht das Schneiden der verschiedenen Gemüsesorten etwas Zeit. Besonders Steckrübe und Kürbis lassen sich leichter verarbeiten, wenn du ein großes, scharfes Messer und ein stabiles Schneidebrett verwendest.

Welche Gemüsesorten kommen ins Ofengemüse?

Die Mischung besteht aus sechs Gemüsesorten:

  • Steckrübe
  • Hokkaido-Kürbis
  • Rote Bete
  • Fenchel
  • Süßkartoffel
  • Karotten

Damit alle Sorten ungefähr gleichzeitig gar werden, ist vor allem die Größe der Stücke entscheidend.

Gemüse gleichmäßig schneiden

Schneide das Gemüse möglichst in etwa 2 bis 3 cm große Stücke. Besonders feste Gemüsesorten wie Steckrübe und Rote Bete dürfen etwas kleiner geschnitten werden als Kürbis oder Fenchel.

Sehr unterschiedlich große Stücke führen dazu, dass ein Teil bereits weich ist, während anderes Gemüse noch hart bleibt.

Steckrübe richtig vorbereiten

Die Steckrübe wird geschält und anschließend gewürfelt. Ihre Schale ist deutlich fester als bei vielen anderen Gemüsesorten.

Am einfachsten zunächst oben und unten eine kleine Fläche abschneiden, damit die Rübe stabil auf dem Brett steht. Danach portionsweise schälen und mit einem großen Messer in Stücke schneiden.

Muss Hokkaido-Kürbis geschält werden?

Hokkaido-Kürbis kann normalerweise mit Schale gegessen und gebacken werden. Den Kürbis deshalb gründlich waschen, halbieren und Kerne sowie faseriges Inneres entfernen.

Die Schale wird während des Backens weich. Das spart Zeit und sorgt außerdem dafür, dass die Kürbisstücke besser ihre Form behalten.

Rote Bete vorbereiten

Rohe Rote Bete wird geschält und in kleine Würfel geschnitten. Sie färbt Hände, Brett und anderes Gemüse sehr stark.

Wenn dich das stört, kannst du beim Schneiden Küchenhandschuhe verwenden und die Rote Bete erst ganz am Ende mit den übrigen Zutaten vermischen.

Wie viel Olivenöl braucht Ofengemüse?

Für diese Gemüsemenge reichen etwa 30 ml Olivenöl. Das entspricht ungefähr zwei Esslöffeln.

Das Öl am besten zuerst in einer großen Schüssel mit Gemüse und Gewürzen vermischen. So verteilt es sich gleichmäßiger, als wenn es erst auf dem Backblech darübergegossen wird.

Welche Gewürze passen?

Rosmarin, Thymian, Knoblauch, Salz und schwarzer Pfeffer passen besonders gut zu dieser Mischung.

Frischer Rosmarin kann fein gehackt und direkt mitgebacken werden. Bei getrocknetem Rosmarin reicht eine kleinere Menge.

Wer es etwas kräftiger mag, kann zusätzlich Paprikapulver oder Chiliflocken verwenden.

Warum das Gemüse nicht zu eng auf das Blech legen?

Zwischen den Gemüsestücken sollte möglichst etwas Platz bleiben. Liegt sehr viel Gemüse dicht übereinander, entsteht mehr Wasserdampf und das Gemüse wird eher weich als geröstet.

Wenn dein Backblech für die gesamte Menge zu klein ist, verteile das Gemüse lieber auf zwei Bleche und tausche deren Position während des Backens einmal.

Wie lange braucht das Ofengemüse?

Bei 200 °C Umluft braucht das Gemüse insgesamt etwa 40 Minuten.

Nach ungefähr 20 Minuten einmal wenden. Nach etwa 30 Minuten kommen die Walnüsse dazu und rösten die letzten 8 bis 10 Minuten mit.

Die genaue Garzeit hängt von der Größe der Gemüsestücke ab. Steckrübe und Rote Bete sollten sich am Ende problemlos mit einer Gabel einstechen lassen.

Warum kommen die Walnüsse erst am Ende dazu?

Walnüsse rösten wesentlich schneller als das Gemüse gart. Würden sie 40 Minuten bei 200 °C mitbacken, könnten sie sehr dunkel oder bitter werden.

Deshalb erst in den letzten 8 bis 10 Minuten über das Gemüse streuen.

Ist das Ofengemüse regional und saisonal?

Die verwendeten Gemüsesorten passen grundsätzlich gut in die Herbst- und Winterküche. Ob die Zutaten tatsächlich regional sind, hängt aber von Herkunft, Einkaufsort und Zeitpunkt ab.

Wenn dir Regionalität wichtig ist, prüfe beim Einkauf die Herkunft der konkreten Produkte. Saisonkalender können zusätzlich bei der Auswahl helfen.

Kann ich das Gemüse austauschen?

Ja. Ofengemüse eignet sich sehr gut, um vorhandenes Gemüse aufzubrauchen.

Alternativen sind zum Beispiel:

  • Pastinaken
  • Kartoffeln
  • Knollensellerie
  • Petersilienwurzel
  • Rosenkohl
  • Zwiebeln

Beachte dabei unterschiedliche Garzeiten. Sehr feste Gemüse kleiner, schnell garende Sorten etwas größer schneiden oder später auf das Blech geben.

Was passt zu herbstlichem Ofengemüse?

Das Gemüse kann als veganes Hauptgericht oder als Beilage serviert werden.

Dazu passen beispielsweise:

  • Hummus
  • ein pflanzlicher Kräuterdip
  • Baguette oder Sauerteigbrot
  • Couscous oder Bulgur
  • für eine vegetarische Variante Feta oder anderer Salzlakenkäse

Zusätzliche Beilagen sind nicht in den Nährwerten eingerechnet.

Tipps für gutes Ofengemüse

  • Gemüse ähnlich groß schneiden: So wird alles möglichst gleichzeitig gar.
  • Feste Sorten etwas kleiner schneiden: Vor allem Steckrübe und Rote Bete.
  • Gemüse nicht stapeln: Platz auf dem Blech fördert Röstaromen.
  • Nach der Hälfte wenden: Dadurch bräunen mehrere Seiten.
  • Walnüsse erst am Ende ergänzen: So verbrennen sie nicht.
  • Salz und Gewürze gleichmäßig verteilen: Am einfachsten vor dem Backen in einer großen Schüssel.

Kann ich Ofengemüse vorbereiten?

Ja. Das Gemüse kann einige Stunden vorher geputzt und geschnitten werden.

Bis zum Backen abgedeckt im Kühlschrank lagern. Öl und Salz würde ich erst kurz vor dem Rösten untermischen.

Wie bewahre ich Ofengemüse auf?

Reste vollständig abkühlen lassen und gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahren. Innerhalb von etwa zwei bis drei Tagen verbrauchen.

Zum Aufwärmen das Gemüse am besten noch einmal einige Minuten bei hoher Temperatur in den Backofen geben. So wird es wieder etwas rösch.

Kann ich Ofengemüse einfrieren?

Technisch ja, optimal ist die Konsistenz danach aber nicht. Besonders Kürbis, Fenchel und Rote Bete können nach dem Auftauen weicher werden.

Für Meal Prep ist die Lagerung im Kühlschrank meist die bessere Variante.

Häufige Fragen zu herbstlichem Ofengemüse

Warum wird mein Ofengemüse matschig?

Häufig liegt zu viel Gemüse zu dicht auf dem Backblech. Die austretende Feuchtigkeit kann dann nicht schnell genug verdampfen. Im Zweifel zwei Bleche verwenden.

Muss ich das Backblech vorheizen?

Das ist nicht zwingend nötig. Ein heißes Blech kann die Bräunung unterstützen, erschwert aber das sichere Verteilen des Gemüses. Für die einfachere Zubereitung wird das Gemüse hier auf ein normales vorbereitetes Blech gegeben.

Kann ich die Walnüsse weglassen?

Ja. Das Ofengemüse funktioniert auch ohne Walnüsse. Geschmack und Nährwerte verändern sich entsprechend.

Ist das Rezept vegan?

Ja. Die Grundversion besteht ausschließlich aus Gemüse, Walnüssen, Olivenöl, Kräutern und Gewürzen.

Ist das Rezept nussfrei?

Nein. Die Grundversion enthält Walnüsse. Für eine Variante ohne Walnüsse können sie weggelassen werden.

Rezept für herbstliches Ofengemüse

Schwierigkeitsgrad: einfach
Menge: 4 Beilagenportionen oder 2 große Hauptgericht-Portionen
Vorbereitungszeit: ca. 20 Minuten
Röstzeit: ca. 40 Minuten
Gesamtzeit: ca. 1 Stunde

Nährwerte pro Portion bei 4 Portionen (Näherungswerte):
240 kcal
38 g Kohlenhydrate
8 g Fett
6 g Protein

Die Nährwerte sind Näherungswerte für 1 von 4 Portionen ohne zusätzliche Beilagen. Größe und Gewicht von Kürbis, Steckrübe und anderem Gemüse können stark variieren.

Küchenutensilien

  • Großes Backblech, bei Bedarf zwei Bleche
  • Backpapier
  • Große Rührschüssel
  • Stabiles Schneidebrett
  • Großes scharfes Messer

Zutaten

  • 200 g Steckrübe, geschält gewogen
  • 350 g Hokkaido-Kürbis, entkernt gewogen
  • 150 g Rote Bete, geschält gewogen
  • 150 g Fenchel
  • 200 g Süßkartoffel, geschält gewogen
  • 200 g Karotten
  • 40 g Walnusskerne
  • 30 ml Olivenöl, ca. 2 EL
  • 2 Zweige frischer Rosmarin
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • 1 Knoblauchzehe
  • ½ TL Salz oder nach Geschmack
  • ¼ TL schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  1. Backofen vorheizen: Den Backofen auf 200 °C Umluft vorheizen und ein großes Backblech mit Backpapier belegen.
  2. Steckrübe vorbereiten: Steckrübe schälen und in etwa 2 cm große Würfel schneiden.
  3. Kürbis vorbereiten: Hokkaido gründlich waschen, entkernen und mit Schale in etwa 2 bis 3 cm große Stücke schneiden.
  4. Rote Bete vorbereiten: Rote Bete schälen und in etwa 2 cm große Würfel schneiden. Nach Wunsch dabei Küchenhandschuhe tragen.
  5. Restliches Gemüse schneiden: Fenchel putzen und in Stücke schneiden. Süßkartoffel schälen und würfeln. Karotten putzen und in etwa 1 cm dicke Scheiben beziehungsweise Stücke schneiden.
  6. Kräuter und Knoblauch vorbereiten: Rosmarinnadeln abzupfen und fein hacken. Knoblauch schälen und fein hacken oder pressen.
  7. Gemüse würzen: Das gesamte Gemüse in einer großen Schüssel mit Olivenöl, Rosmarin, Thymian, Knoblauch, Salz und Pfeffer gründlich vermischen.
  8. Auf dem Blech verteilen: Das Gemüse möglichst in einer Lage auf dem Backblech verteilen. Falls das Blech sehr voll ist, besser zwei Bleche verwenden.
  9. Gemüse rösten: Auf mittlerer Schiene zunächst etwa 20 Minuten rösten.
  10. Gemüse wenden: Das Gemüse mit einem Pfannenwender gründlich wenden und weitere etwa 10 Minuten rösten.
  11. Walnüsse ergänzen: Walnusskerne grob hacken, über das Gemüse streuen und alles weitere 8 bis 10 Minuten rösten.
  12. Gargrad prüfen: Steckrübe, Rote Bete und Süßkartoffel mit einer Gabel prüfen. Sie sollten weich sein, aber noch ihre Form behalten.
  13. Abschmecken: Das fertige Ofengemüse aus dem Ofen nehmen und nach Bedarf nochmals mit Salz, Pfeffer oder frischen Kräutern abschmecken.
  14. Servieren: Das Ofengemüse heiß als Beilage oder zusammen mit einem Dip, Brot oder einer anderen Beilage als Hauptgericht servieren.

Dir gefallen meine Rezepte? Verlinke mich auf Instagram mit dem Hashtag #meineLieblingsküche oder direkt mit @meineLieblingskueche.

Für den ursprünglichen Inhalt dieses Beitrags ist Alena Weil verantwortlich und besitzt die Rechte daran.

Kommentar veröffentlichen

2 Kommentare

  1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

    AntwortenLöschen
  2. mhhhm das sieht ja lecker aus! :) Ich liebe so Gerichte im Herbst werde ich aufjedenfall mal nachkochen.
    Danke für die Inspiration
    liebe grüße
    Franziska

    AntwortenLöschen

Du hast Anregungen, Tipps, Feedback oder möchtest einfach deine Erfahrung teilen? Dann hinterlasse hier ein Kommentar! Ich werde zeitnah alle deine Fragen beantworten :)