Basilikum-Gnocchi mit Tomaten-Ricotta-Soße

Diese Basilikum-Gnocchi werden aus Kartoffeln, Mehl, Ei und frischem Basilikum selbst gemacht und mit einer cremigen Tomaten-Ricotta-Soße serviert. Nach dem Kochen werden die Gnocchi zusätzlich kurz in Butter angebraten, sodass sie außen leicht goldbraun werden.

Das Rezept ist etwas aufwendiger als Gnocchi aus dem Kühlregal, lässt sich aber gut in einzelne Arbeitsschritte aufteilen. Während die gekochten Kartoffeln etwas ausdampfen und abkühlen, kannst du bereits die Tomaten-Ricotta-Soße zubereiten.

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Was sind Basilikum-Gnocchi?

Basilikum-Gnocchi sind selbst gemachte Kartoffelgnocchi, bei denen frisches Basilikum direkt in den Teig eingearbeitet wird. Dadurch bekommt der Gnocchi-Teig eine grüne Färbung und ein deutliches Basilikumaroma.

Für dieses Rezept werden mehligkochende Kartoffeln verwendet. Sie enthalten vergleichsweise viel Stärke und eignen sich deshalb gut für Kartoffelteige.

Warum mehligkochende Kartoffeln für Gnocchi?

Mehligkochende Kartoffeln zerfallen nach dem Garen leichter und lassen sich zu einer trockeneren, feinen Kartoffelmasse verarbeiten.

Je weniger zusätzliche Feuchtigkeit im Teig steckt, desto weniger Mehl brauchst du normalerweise. Zu viel Mehl kann Gnocchi fest und kompakt machen.

Warum sollten die Kartoffeln ausdampfen?

Nach dem Kochen werden die Kartoffeln abgegossen und gestampft. Lass die Kartoffelmasse anschließend etwa 10–15 Minuten offen ausdampfen und etwas abkühlen.

Dadurch entweicht Feuchtigkeit und das Ei kommt später nicht mit kochend heißer Kartoffelmasse in Kontakt.

Wie viel Mehl brauchen Kartoffelgnocchi?

Für 800 g Kartoffeln verwende ich hier zunächst 300 g Weizenmehl. Die genaue benötigte Menge kann jedoch je nach Kartoffelsorte und Restfeuchtigkeit etwas schwanken.

Der Teig sollte weich und formbar sein. Gib nur dann zusätzliches Mehl hinzu, wenn er sich wirklich nicht verarbeiten lässt.

Warum sollte Gnocchi-Teig nicht lange geknetet werden?

Kartoffelgnocchi sollten nur so lange verarbeitet werden, bis sich die Zutaten zu einem Teig verbunden haben. Anders als bei Brot möchtest du hier kein besonders starkes Klebergerüst entwickeln.

Langes und kräftiges Kneten kann dazu führen, dass die fertigen Gnocchi dichter und zäher werden.

Wie kommt das Basilikum in den Gnocchi-Teig?

Frisches Basilikum wird mit zwei Esslöffeln Olivenöl und etwas Salz fein püriert. Dieses Basilikumpüree kommt anschließend zusammen mit Ei und Mehl zur Kartoffelmasse.

Verwende ungefähr 50 g Basilikumblätter. Das entspricht je nach Größe ungefähr einem großen oder zwei kleineren Bünden.

Wie formt man selbst gemachte Gnocchi?

Teile den fertigen Kartoffelteig in mehrere Portionen und rolle daraus auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche etwa daumendicke Stränge.

Schneide die Stränge in ungefähr 2 cm große Stücke. Anschließend kannst du jedes Stück vorsichtig über die Zinken einer Gabel rollen beziehungsweise leicht eindrücken.

Das typische Rillenmuster ist optional. Es sieht schön aus und gibt der Sauce mehr Oberfläche zum Anhaften, ist für das Gelingen aber nicht erforderlich.

Wann sind Gnocchi gar?

Die Gnocchi werden portionsweise in siedendem Salzwasser gegart. Sobald sie an die Wasseroberfläche steigen, brauchen sie nur noch kurz weiterzugaren.

Je nach Größe dauert das insgesamt ungefähr 2–4 Minuten. Hebe die Gnocchi anschließend mit einer Schaumkelle aus dem Wasser.

Warum werden die Gnocchi anschließend angebraten?

Das zusätzliche Anbraten ist nicht zwingend notwendig, macht die Gnocchi aber besonders lecker: In etwas Butter bekommen sie außen eine goldbraune Oberfläche, während sie innen weich bleiben.

Brate die Gnocchi am besten portionsweise, damit sie wirklich Kontakt mit der heißen Pfanne bekommen.

So gelingt die Tomaten-Ricotta-Soße

Für die Sauce werden Zwiebel und Knoblauch angeschwitzt und anschließend mit passierten Tomaten abgelöscht. Dazu kommen Schlagsahne und Ricotta.

Ricotta macht die Tomatensoße cremig, ohne den Tomatengeschmack vollständig zu überdecken. Cayennepfeffer bringt etwas Schärfe, während eine kleine Menge Honig die Säure der Tomaten ausgleichen kann.

Wie viel Honig tatsächlich nötig ist, hängt stark von den verwendeten Tomaten ab. Deshalb erst probieren und nur bei Bedarf süßen.

Tipps für selbst gemachte Basilikum-Gnocchi

  • Mehligkochende Kartoffeln verwenden: Sie eignen sich besonders gut für Kartoffelteig.
  • Kartoffeln gut ausdampfen lassen: Weniger Feuchtigkeit bedeutet meist weniger zusätzliches Mehl.
  • Teig nur kurz bearbeiten: Nicht wie einen Brot- oder Hefeteig zehn Minuten kneten.
  • Mehl vorsichtig dosieren: Zu viel Mehl macht Gnocchi fester.
  • Erst ein Probe-Gnocchi kochen: So kannst du prüfen, ob der Teig im Wasser zusammenhält.
  • Gnocchi portionsweise kochen: Der Topf sollte nicht überfüllt werden.
  • Auch portionsweise anbraten: So entstehen bessere Röstaromen.

Rezept für Basilikum-Gnocchi mit Tomaten-Ricotta-Soße

Schwierigkeitsgrad: mittel
Menge: 6 Portionen
Aktive Vorbereitung: ca. 45 Minuten
Koch- und Bratzeit: ca. 30 Minuten
Ausdampf- und Abkühlzeit der Kartoffeln: ca. 15 Minuten
Gesamtzeit: ca. 1 Stunde 30 Minuten

Nährwerte

Pro Portion: ca. 520 kcal, 70 g Kohlenhydrate, 20 g Fett und 14 g Protein.

Die Angaben sind Näherungswerte. Berechnet wurden 300 g Mehl, 50 g Basilikum, 3 EL Olivenöl, 20 g Butter und 1 TL Honig. Zusätzliches Mehl zum Formen ist aufgrund der geringen und variablen Menge nicht eingerechnet.

Küchenutensilien

  • großer Kochtopf für die Kartoffeln und Gnocchi
  • mittelgroßer Topf für die Sauce
  • große Pfanne
  • Kartoffelstampfer
  • Stabmixer oder kleiner Mixer
  • große Rührschüssel
  • Schaumkelle
  • Messer und Schneidebrett
  • Gabel zum Formen der Gnocchi

Zutaten für die Basilikum-Gnocchi

  • 800 g mehligkochende Kartoffeln
  • 300 g Weizenmehl Type 405, plus wenig Mehl zum Formen
  • 1 Ei, Größe M
  • ca. 50 g Basilikumblätter, etwa 1 großer oder 2 kleine Bund
  • 2 EL Olivenöl, ca. 30 ml
  • ½ TL Salz für das Basilikumpüree
  • zusätzlich Salz für das Kochwasser
  • 20 g Butter zum Anbraten

Zutaten für die Tomaten-Ricotta-Soße

  • 800 g passierte Tomaten
  • 125 g Schlagsahne
  • 125 g Ricotta
  • 1 mittelgroße Zwiebel, ca. 100 g
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Olivenöl, ca. 15 ml
  • Salz nach Geschmack
  • schwarzer Pfeffer nach Geschmack
  • Cayennepfeffer nach Geschmack
  • Knoblauchpulver nach Geschmack
  • optional: 1 TL Honig, ca. 7 g, falls die Tomatensoße sehr säuerlich ist

Zubereitung

  1. Kartoffeln vorbereiten: Kartoffeln schälen, dunkle oder beschädigte Stellen entfernen und in ähnlich große Stücke schneiden.
  2. Kartoffeln garen: Kartoffeln mit Wasser bedecken, aufkochen und je nach Größe etwa 15–20 Minuten garen, bis sie vollständig weich sind.
  3. Kartoffeln stampfen: Kartoffeln gründlich abgießen und noch heiß fein stampfen. Die Kartoffelmasse anschließend offen etwa 10–15 Minuten ausdampfen und etwas abkühlen lassen.
  4. Zwiebel und Knoblauch vorbereiten: Während die Kartoffeln garen, Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken.
  5. Sauce ansetzen: 1 EL Olivenöl in einem mittelgroßen Topf erhitzen. Zwiebel darin etwa 3 Minuten glasig dünsten. Knoblauch hinzufügen und weitere etwa 30 Sekunden mitdünsten.
  6. Tomaten hinzufügen: Passierte Tomaten angießen, verrühren und einmal aufkochen.
  7. Sauce cremig machen: Schlagsahne und Ricotta einrühren und die Sauce bei niedriger bis mittlerer Hitze etwa 10 Minuten sanft köcheln lassen.
  8. Sauce abschmecken: Mit Salz, schwarzem Pfeffer, Cayennepfeffer und bei Bedarf etwas Knoblauchpulver würzen. Nur wenn die Sauce sehr säuerlich schmeckt, optional 1 TL Honig einrühren. Warm halten.
  9. Basilikum vorbereiten: Basilikum waschen, gründlich trocken tupfen und grobe Stiele entfernen.
  10. Basilikumpüree herstellen: Basilikumblätter mit 2 EL Olivenöl und ½ TL Salz mit einem Stabmixer beziehungsweise kleinen Mixer möglichst fein pürieren.
  11. Gnocchi-Teig herstellen: Die nur noch warme Kartoffelmasse mit Ei, Basilikumpüree und zunächst 300 g Mehl in eine große Schüssel geben.
  12. Teig kurz zusammenarbeiten: Die Zutaten nur so lange vorsichtig vermengen beziehungsweise kneten, bis ein weicher, zusammenhängender Teig entstanden ist. Falls er extrem klebt, nur esslöffelweise zusätzliches Mehl verwenden.
  13. Probe-Gnocchi garen: Einen kleinen Topf mit Salzwasser zum Sieden bringen und ein Probe-Gnocchi hineingeben. Hält es die Form, kann der restliche Teig verarbeitet werden. Zerfällt es, wenig zusätzliches Mehl in den Teig arbeiten.
  14. Gnocchi formen: Den Teig in mehrere Portionen teilen. Auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu etwa daumendicken Rollen formen und in ungefähr 2 cm große Stücke schneiden.
  15. Rillen formen: Die einzelnen Teigstücke nach Wunsch vorsichtig über die Zinken einer Gabel rollen beziehungsweise leicht mit der Gabel eindrücken.
  16. Gnocchi kochen: Einen großen Topf Salzwasser zum Sieden bringen. Gnocchi portionsweise hineingeben und etwa 2–4 Minuten garen. Sobald sie an die Oberfläche steigen, noch kurz ziehen lassen und mit einer Schaumkelle herausheben.
  17. Gnocchi abtropfen lassen: Die gekochten Gnocchi kurz abtropfen lassen und nebeneinander auf einen Teller beziehungsweise ein Blech legen, damit sie nicht stark zusammenkleben.
  18. Gnocchi anbraten: Butter in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen. Die Gnocchi gegebenenfalls in zwei Portionen von mehreren Seiten goldbraun anbraten.
  19. Servieren: Tomaten-Ricotta-Soße auf sechs Teller verteilen beziehungsweise mit den Gnocchi kombinieren und die goldbraun gebratenen Basilikum-Gnocchi darauf anrichten.

Warum ist mein Gnocchi-Teig klebrig?

Kartoffelteig darf etwas weich sein. Gib nicht sofort große Mengen zusätzliches Mehl hinein, denn dadurch werden die fertigen Gnocchi schnell fest.

Klebt der Teig stark an den Händen, bestäube Arbeitsfläche und Hände leicht mit Mehl. Nur wenn der Teig überhaupt nicht formbar ist, weiteres Mehl esslöffelweise einarbeiten.

Warum zerfallen Gnocchi beim Kochen?

Die Kartoffelmasse war möglicherweise sehr feucht oder der Teig enthält zu wenig Mehl beziehungsweise Bindung.

Deshalb ist ein Probe-Gnocchi sinnvoll. Zerfällt dieses im Wasser, kannst du den Teig noch korrigieren, bevor du alle Gnocchi geformt hast.

Warum werden meine Gnocchi hart?

Häufig wurde zu viel Mehl verwendet oder der Kartoffelteig zu lange geknetet.

Verarbeite den Teig deshalb möglichst kurz und verwende nur so viel Mehl wie nötig.

Kann ich die Gnocchi vorbereiten?

Ja. Am unkompliziertesten kannst du die Gnocchi bereits formen und für kurze Zeit auf einer leicht bemehlten Fläche kühl aufbewahren.

Für längere Vorbereitung würde ich sie eher einfrieren, weil roher Kartoffelteig mit der Zeit feuchter und klebriger werden kann.

Kann man Basilikum-Gnocchi einfrieren?

Ja. Lege die ungekochten geformten Gnocchi zunächst einzeln auf ein Brett oder Blech und friere sie vor.

Sobald sie fest sind, kannst du sie in einen Gefrierbehälter umfüllen. Zum Kochen direkt gefroren ins siedende Wasser geben; die Garzeit verlängert sich entsprechend etwas.

Wie bewahrt man Reste auf?

Gekochte Gnocchi und Tomaten-Ricotta-Soße nach dem Essen zügig abkühlen lassen und in geschlossenen Behältern im Kühlschrank aufbewahren.

Ich würde die Reste innerhalb von etwa 2 Tagen verbrauchen und vor dem Servieren gründlich erhitzen.

Häufige Fragen zu Basilikum-Gnocchi

Kann ich fertige Gnocchi verwenden?

Ja, wenn es schnell gehen soll. Dann bereitest du nur die Tomaten-Ricotta-Soße zu und verwendest gekaufte Gnocchi nach Packungsanleitung. Das Basilikumaroma im Gnocchi-Teig fällt dabei natürlich weg.

Kann ich die Gnocchi ohne Ei machen?

Kartoffelgnocchi lassen sich grundsätzlich auch ohne Ei herstellen, dafür müsste das Verhältnis aus Kartoffeln und Mehl jedoch neu abgestimmt werden. Für dieses konkrete Rezept würde ich das Ei deshalb nicht einfach ersatzlos weglassen.

Kann ich den Honig weglassen?

Ja. Er ist nur zum Abschmecken der Tomatensoße gedacht. Wenn die passierten Tomaten bereits mild und ausgewogen schmecken, ist zusätzlicher Honig nicht nötig.

Ist das Rezept vegetarisch?

Ja. Es enthält Ei, Butter, Schlagsahne und Ricotta, aber kein Fleisch oder Fisch.

Ist das Rezept vegan?

Nein. Die Grundversion enthält Ei, Butter, Schlagsahne, Ricotta und optional Honig.

Ist das Rezept glutenfrei?

Nein. Die Gnocchi enthalten Weizenmehl. Eine glutenfreie Mehlmischung lässt sich bei Kartoffelgnocchi nicht automatisch 1:1 einsetzen, weil sich Bindung und Wasseraufnahme verändern können.

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2 Kommentare

  1. Ach ja, manchmal ist das so - da ist einem einfach alles zu viel. Sowieso scheint die Online-Welt ja noch etwas schneller zu ticken. Kann dich da also vollkommen verstehen.

    Das Rezept sieht sehr lecker aus, muss ich mir gleich mal pinnen :)
    Liebe Grüße
    Petra von www.anothercopycat.com

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  2. Hallo,
    ich verstehe dich. Abschalten und mal die sozialen Netze lassen. Oft habe ich auch keine Lust und lasse alles einfach liegen in dem Bereich. Tut auch gut und muss sein. Die Gnocci sehen lecker aus
    Liebe Grüße

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