Vegane Mais-Wraps mit würziger Tofu-Chili-Füllung

Diese veganen Mais-Wraps werden aus Weizenmehl, Maismehl und Kichererbsenmehl selbst gemacht und mit einer würzigen Tofu-Chili-Mischung gefüllt. Dazu kommen Mais, frische Tomaten, Zwiebel, Knoblauch, Chili, Kreuzkümmel und Koriander.

Das Rezept ergibt etwa 4 große gefüllte Wraps. Der Wrap-Teig braucht eine Stunde Ruhezeit; währenddessen kannst du die komplette Tofu-Füllung vorbereiten. Dadurch beträgt die tatsächliche Gesamtzeit etwa 1 Stunde 25 Minuten.

Ich habe damals mit verschiedenen Mehlsorten für Pfannkuchen und Wraps experimentiert. Besonders gut hat mir die Kombination mit Maismehl gefallen. Die würzige Tofu-Füllung passt dazu besonders gut, weil sie an Chili und Burrito-Füllungen erinnert.

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Was sind diese Mais-Wraps?

Die Wraps werden wie dünne herzhafte Pfannkuchen in der Pfanne ausgebacken. Der Teig besteht aus Weizenmehl und feinem Maismehl. Kichererbsenmehl unterstützt die Bindung, sodass keine Eier benötigt werden.

Anschließend werden die Wraps mit einer würzigen Tofu-Gemüse-Füllung belegt und zusammengerollt.

Welches Maismehl eignet sich für die Wraps?

Verwende feines Maismehl und keinen groben Maisgrieß beziehungsweise Polenta.

Da Maismehl allein kein Gluten bildet, wird es in diesem Rezept zu gleichen Teilen mit Weizenmehl kombiniert. Dadurch werden die Wraps flexibler und lassen sich nach dem Braten besser aufrollen.

Warum kommt Kichererbsenmehl in den Teig?

Das Kichererbsenmehl wird zunächst mit Wasser verrührt und übernimmt einen Teil der Bindung, die in anderen Pfannkuchenteigen häufig Eier liefern.

Für das Rezept reichen 20 g beziehungsweise etwa 2 EL Kichererbsenmehl.

Warum muss der Wrap-Teig ruhen?

Die Ruhezeit von 60 Minuten gibt Mehl und Kichererbsenmehl Zeit, Flüssigkeit aufzunehmen. Dadurch wird der Teig gleichmäßiger und lässt sich später einfacher dünn in der Pfanne verteilen.

Die Zeit geht nicht verloren: Während der Teig ruht, kannst du die gesamte Tofu-Füllung zubereiten.

Wie flüssig sollte der Wrap-Teig sein?

Der Teig sollte nach der Ruhezeit dünnflüssiger als klassischer Pfannkuchenteig sein und sich beim Schwenken der Pfanne gut verteilen.

Ist er deutlich zu dick geworden, kannst du esslöffelweise etwas Mineralwasser einrühren.

Wie wird aus Tofu eine würzige Hack-Alternative?

Fester Naturtofu wird mit einer Gabel grob zerbröselt und kräftig angebraten. Dadurch entstehen unterschiedlich große Stückchen, die in der Füllung an veganes Hack erinnern.

Tomatenmark, Kreuzkümmel, Oregano, Paprikapulver, Chili und Knoblauch bringen anschließend die Würze hinein.

Muss Tofu vorher ausgepresst werden?

Sehr feuchten Tofu solltest du vor dem Braten mit Küchenpapier trocken tupfen und gegebenenfalls leicht ausdrücken.

Je weniger überschüssiges Wasser der Tofu enthält, desto besser lässt er sich anbraten.

Welche Gewürze passen zur Tofu-Chili-Füllung?

Im ursprünglichen Rezept kam zusätzlich ein nicht näher definiertes „Fleischgewürz“ zum Einsatz. Für eine eindeutig reproduzierbare Würzung verwende ich stattdessen:

  • Kreuzkümmel
  • Oregano
  • Paprikapulver edelsüß
  • geräuchertes Paprikapulver
  • frische Chili
  • schwarzen Pfeffer

Diese Gewürze passen gut zu Tomate, Mais und Tofu und kommen ohne produktspezifische Gewürzmischung aus.

Wie scharf werden die Wraps?

Sowohl der Wrap-Teig als auch die Füllung enthalten Chili. Für eine mildere Version kannst du im Teig nur ½ TL Chilipulver verwenden und bei der frischen Chilischote Kerne und helle Innenhäute entfernen.

Für mehr Schärfe kannst du die Menge entsprechend erhöhen.

Warum kommen Mais und Tomaten erst später dazu?

Tofu, Zwiebeln und Tomatenmark sollen zunächst kräftiger angebraten werden. Frische Tomaten und Mais enthalten dagegen mehr Feuchtigkeit beziehungsweise brauchen kaum Garzeit.

Deshalb kommen sie erst später zur Füllung und köcheln nur so lange mit, bis die Mischung saftig, aber nicht mehr wässrig ist.

Wie verhindert man eine zu flüssige Wrap-Füllung?

Die Füllung sollte am Ende feucht, aber nicht suppig sein. Lass sie deshalb ohne Deckel köcheln, bis der Großteil der überschüssigen Flüssigkeit verdampft ist.

So weichen die selbst gemachten Wraps nach dem Füllen nicht sofort durch.

Tipps für selbst gemachte Mais-Wraps

  • Teig ruhen lassen: Die 60 Minuten verbessern die Konsistenz.
  • Pfanne gut vorheizen: Die Wraps sollen direkt stocken.
  • Nur wenig Öl verwenden: Es reicht, die Pfanne dünn einzufetten.
  • Teig sofort verteilen: Die Pfanne nach dem Eingießen anheben und schwenken.
  • Wraps nicht zu dick machen: Dünnere Wraps lassen sich leichter rollen.
  • Tofu möglichst trocken anbraten: Das verbessert die Textur.
  • Füllung einkochen lassen: Zu viel Flüssigkeit macht die Wraps weich.

Rezept für vegane Mais-Wraps mit Tofu-Chili-Füllung

Schwierigkeitsgrad: einfach
Menge: ca. 4 große gefüllte Wraps / 4 Portionen
Aktive Vorbereitung: ca. 25 Minuten
Ruhezeit des Teiges: 60 Minuten
Brat- und Kochzeit: ca. 20 Minuten, teilweise während der Ruhezeit
Gesamtzeit: ca. 1 Stunde 25 Minuten

Nährwerte

Pro gefülltem Wrap: ca. 500 kcal, 61 g Kohlenhydrate, 18 g Fett und 24 g Protein.

Die Angaben sind Näherungswerte und wurden mit 400 g Naturtofu, 285 g abgetropftem Mais sowie insgesamt 30 ml Pflanzenöl berechnet. Sojamilch, Tofu und Mais unterscheiden sich je nach Hersteller. Ein optionaler Aufstrich, Salsa oder eine andere Sauce ist nicht eingerechnet.

Küchenutensilien

  • große Rührschüssel
  • Schneebesen
  • große beschichtete Pfanne für die Wraps
  • zweite große Pfanne für die Füllung
  • Pfannenwender
  • Sieb
  • Messer und Schneidebrett
  • Gabel zum Zerbröseln des Tofus

Zutaten für die Mais-Wraps

  • 100 g Weizenmehl Type 405
  • 100 g feines Maismehl
  • 20 g Kichererbsenmehl, ca. 2 EL
  • 30 ml Wasser für das Kichererbsenmehl, ca. 2 EL
  • 220 ml ungesüßte Sojamilch
  • 120 ml Mineralwasser mit Kohlensäure
  • 1 TL Salz
  • ½–1 TL Chilipulver, nach gewünschter Schärfe
  • 1 EL neutrales Pflanzenöl, ca. 15 ml, zum Ausbacken

Zutaten für die Tofu-Chili-Füllung

  • 400 g fester Naturtofu
  • 1 Dose Mais, ca. 285 g Abtropfgewicht
  • 3 mittelgroße Tomaten, ca. 300 g
  • 1 mittelgroße Zwiebel, ca. 100 g
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 frische Chilischote
  • 45 g Tomatenmark, ca. 3 EL
  • 100 ml Wasser
  • 1 EL neutrales Pflanzenöl, ca. 15 ml
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 TL Paprikapulver edelsüß
  • 1 TL geräuchertes Paprikapulver
  • ½ Bund frisches Koriandergrün, ca. 15 g
  • schwarzer Pfeffer nach Geschmack
  • Salz nach Geschmack

Optional zum Servieren

  • Tomatensalsa
  • veganer Brotaufstrich
  • vegane Mayonnaise
  • zusätzliches frisches Koriandergrün

Zubereitung

  1. Kichererbsenmischung anrühren: Kichererbsenmehl mit 30 ml Wasser glatt verrühren und kurz beiseitestellen.
  2. Trockene Zutaten für den Wrap-Teig mischen: Weizenmehl, Maismehl, Salz und Chilipulver in einer großen Schüssel miteinander vermischen.
  3. Sojamilch einrühren: Die Sojamilch nach und nach unter ständigem Rühren hinzufügen, bis keine größeren Klümpchen mehr sichtbar sind.
  4. Wrap-Teig fertigstellen: Die Kichererbsenmischung und anschließend das Mineralwasser einrühren, bis ein glatter, relativ dünnflüssiger Teig entstanden ist.
  5. Teig ruhen lassen: Die Schüssel abdecken und den Wrap-Teig 60 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.
  6. Tofu vorbereiten: Während der Teig ruht, den Naturtofu bei Bedarf trocken tupfen und anschließend mit einer Gabel grob zerbröseln.
  7. Gemüse vorbereiten: Tomaten waschen und würfeln. Zwiebel und Knoblauch schälen. Zwiebel fein würfeln und Knoblauch fein hacken.
  8. Chili vorbereiten: Chilischote waschen, längs halbieren und nach gewünschter Schärfe Kerne und helle Innenhäute entfernen. Anschließend fein hacken.
  9. Koriander vorbereiten: Koriander waschen, trocken schütteln und Blätter sowie zarte Stiele grob hacken. Etwas davon zum späteren Servieren zurückhalten.
  10. Mais abtropfen lassen: Mais in ein Sieb geben, abtropfen lassen und bei Bedarf kurz abspülen.
  11. Zwiebel anbraten: 1 EL Pflanzenöl in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen. Zwiebel darin etwa 3–4 Minuten glasig bis leicht gebräunt dünsten.
  12. Knoblauch und Chili hinzufügen: Knoblauch und Chili dazugeben und etwa 30–60 Sekunden mitbraten.
  13. Tofu anbraten: Zerbröselten Tofu hinzufügen und bei mittlerer bis hoher Hitze etwa 5–7 Minuten braten. Zwischendurch wenden, damit ein Teil der Stückchen leicht bräunt.
  14. Tofu würzen: Oregano, Kreuzkümmel, Paprikapulver, geräuchertes Paprikapulver und schwarzen Pfeffer über den Tofu geben und kurz unterrühren.
  15. Tomatenmark anrösten: Tomatenmark hinzufügen und unter Rühren etwa 1 Minute mitbraten.
  16. Füllung aufgießen: 100 ml Wasser hinzufügen und alles gründlich miteinander verrühren.
  17. Mais und Tomaten hinzufügen: Mais und Tomatenwürfel in die Pfanne geben und unter die Tofu-Mischung rühren.
  18. Füllung einkochen: Die Mischung ohne Deckel bei mittlerer Hitze etwa 8–10 Minuten köcheln lassen, bis sie saftig, aber nicht mehr wässrig ist.
  19. Koriander einrühren: Einen Großteil des gehackten Korianders unter die fertige Füllung mischen und anschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  20. Wrap-Teig prüfen: Den geruhten Teig noch einmal umrühren. Ist er deutlich zu dick, esslöffelweise etwas Mineralwasser ergänzen.
  21. Pfanne vorbereiten: Eine große beschichtete Pfanne bei mittlerer bis hoher Hitze erwärmen und sehr dünn mit etwas vom übrigen Pflanzenöl ausstreichen.
  22. Ersten Mais-Wrap ausbacken: Etwa ein Viertel des Teiges in die Pfanne geben und diese sofort schwenken, damit sich der Teig dünn verteilt.
  23. Wrap wenden: Etwa 1–2 Minuten backen, bis die Oberseite weitgehend gestockt ist und sich der Rand löst. Vorsichtig wenden und die zweite Seite noch etwa 30–60 Sekunden backen.
  24. Weitere Wraps backen: Den übrigen Teig auf dieselbe Weise zu insgesamt etwa 4 großen Wraps ausbacken und die Pfanne bei Bedarf jeweils sehr dünn nachfetten.
  25. Wraps füllen: Die Tofu-Chili-Füllung gleichmäßig auf die vier Wraps verteilen. Mit dem zurückbehaltenen frischen Koriander bestreuen.
  26. Optional Sauce ergänzen: Nach Wunsch wenig Tomatensalsa, veganen Aufstrich oder vegane Mayonnaise hinzufügen.
  27. Wraps rollen: Die Seiten etwas einschlagen und die Wraps anschließend möglichst eng aufrollen. Direkt warm servieren.

Warum reißen meine Mais-Wraps?

Maismehl besitzt kein Gluten. Deshalb sind diese Wraps etwas empfindlicher als reine Weizen-Wraps.

Wende sie erst, wenn die erste Seite vollständig gestockt ist. Sind sie nach der Ruhezeit sehr dick, kann außerdem ein kleiner zusätzlicher Schluck Mineralwasser helfen.

Warum kleben die Wraps an der Pfanne?

Verwende eine gut beschichtete und ausreichend vorgeheizte Pfanne. Ein sehr dünner Ölfilm reicht normalerweise aus.

Versuche den Wrap außerdem nicht zu früh zu lösen. Sobald die Unterseite gebräunt und der Teig gestockt ist, löst er sich wesentlich leichter.

Warum ist die Tofu-Füllung zu wässrig?

Frische Tomaten geben beim Garen Flüssigkeit ab. Lass die Füllung deshalb am Ende ohne Deckel köcheln.

Sie ist fertig, wenn kaum noch freie Flüssigkeit am Pfannenboden steht, aber Tofu und Gemüse noch saftig sind.

Kann ich weniger Mais verwenden?

Ja. Eine Dose ergibt eine relativ maisreiche Füllung. Wenn du weniger Mais möchtest, kannst du beispielsweise nur etwa 150–200 g Abtropfgewicht verwenden.

Kann ich anderes Pflanzenhack statt Tofu verwenden?

Grundsätzlich ja. Die Garzeit und Würzung können sich dann allerdings je nach Produkt ändern.

Die Rezeptfassung hier bleibt bewusst beim ursprünglichen Naturtofu.

Kann ich die Mais-Wraps vorbereiten?

Ja, am besten die Komponenten getrennt. Wraps und Tofu-Füllung lassen sich einige Stunden vorher zubereiten.

Die fertigen Wraps zwischen Backpapier oder einem sauberen Küchentuch stapeln, damit sie weich und rollbar bleiben. Kurz vor dem Essen die Füllung erhitzen und die Wraps füllen.

Wie bewahrt man Reste auf?

Tofu-Füllung und Wraps getrennt in geschlossenen Behältern im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von etwa 2 Tagen verbrauchen.

Die Füllung vor dem erneuten Servieren gründlich erhitzen.

Häufige Fragen zu veganen Mais-Wraps

Sind die Mais-Wraps glutenfrei?

Nein. Obwohl Maismehl verwendet wird, enthält der Teig ebenfalls 100 g Weizenmehl.

Sind die Wraps vegan?

Ja. Das Grundrezept verwendet Sojamilch, Kichererbsenmehl und Naturtofu und kommt ohne Eier oder Milchprodukte aus.

Sind die Wraps sojafrei?

Nein. Sowohl die Sojamilch als auch der Tofu bestehen aus Soja.

Kann ich Kichererbsenmehl weglassen?

Das würde ich nicht ersatzlos empfehlen, da es zur Bindung des eifreien Teiges beiträgt. Eine andere Rezeptur müsste hinsichtlich Flüssigkeit und Bindung neu abgestimmt werden.

Ist „Fleischgewürz“ notwendig?

Nein. In dieser überarbeiteten Version sorgen Oregano, Kreuzkümmel, süßes und geräuchertes Paprikapulver sowie Chili für die Würzung. Dadurch ist keine spezielle Fertiggewürzmischung erforderlich.

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