Dieses scharfe Gemüse-Curry mit Kartoffeln ist ein unkompliziertes veganes Hauptgericht mit Zucchini, Aubergine, Kaisergemüse, Tomatenmark und roter Currypaste. Die Kartoffeln garen direkt in der würzigen Gemüsebrühe und machen das Curry auch ohne zusätzliche Beilage sättigend.
Das Rezept lässt sich außerdem sehr flexibel abwandeln. Ich habe für solche Currys schon Karotten, Paprika, Blumenkohl, Süßkartoffeln, Kürbis, Pastinaken oder Kichererbsen verwendet – praktisch ist erlaubt, was gerade da ist.
Wer möchte, serviert dazu Reis, Fladenbrot, Bulgur oder Couscous. Die unten angegebenen Nährwerte beziehen sich allerdings nur auf das Gemüse-Curry selbst.
Direkt zum Rezept für das Gemüse-Curry springen
Ist dieses Curry indisch?
Nein, nicht im engeren Sinn. Das Rezept ist eine frei zusammengestellte Gemüsecurry-Variante mit roter Currypaste, Tomatenmark und Gemüsebrühe.
Deshalb würde ich es heute nicht mehr als klassisch indisches Curry bezeichnen. Gerade rote Currypasten sind häufig eher südostasiatisch geprägt.
Welches Gemüse eignet sich für das Curry?
Besonders unkompliziert funktionieren Gemüsesorten mit ähnlicher Garzeit. In dieser Variante kommen Kartoffeln, Zucchini, Aubergine und TK-Kaisergemüse zusammen.
Gut passen außerdem:
- Karotten
- Paprika
- Blumenkohl
- Süßkartoffeln
- Kürbis
- Pastinaken
- Kichererbsen
- Erbsen
Festes Gemüse wie Kartoffeln oder Karotten sollte zuerst in die Pfanne kommen. Zucchini und Aubergine brauchen deutlich weniger Zeit und werden später ergänzt.
Wie scharf wird das Gemüse-Curry?
Die Schärfe hängt stark von der verwendeten Currypaste ab. Für diese bewusst scharfe Variante werden 3 EL rote Currypaste verwendet.
Ist eure Currypaste sehr scharf oder ihr seid unsicher, startet mit 2 EL und gebt den Rest erst nach dem Abschmecken dazu.
Worauf sollte ich bei roter Currypaste achten?
Wenn das Gericht vegan bleiben soll, sollte die verwendete Currypaste ausdrücklich pflanzlich beziehungsweise vegan sein. Je nach Produkt können sich die Zutaten unterscheiden.
Tipps für ein gelungenes Gemüse-Curry
- Kartoffeln klein würfeln: Etwa 2 cm große Stücke werden innerhalb der kurzen Kochzeit gar.
- Currypaste kurz mitrösten: Dadurch verteilt sich ihr Aroma besser.
- Zucchini und Aubergine später hinzufügen: Sonst werden sie unnötig weich.
- TK-Gemüse direkt verwenden: Separates Kochen ist nicht nötig.
- Flüssigkeit beobachten: Falls die Kartoffeln noch nicht weich sind, etwas zusätzliche Brühe ergänzen.
Für die Gemüsebrühe könnt ihr auch meine selbst gemachte Gemüsebrühe-Paste verwenden.
Rezept für scharfes veganes Gemüse-Curry
Das Rezept ergibt vier Portionen. Reis oder andere Beilagen sind nicht eingerechnet.
Schwierigkeitsgrad: einfach
Menge: 4 Portionen
Vorbereitung: ca. 10 Minuten
Kochzeit: ca. 25 Minuten
Gesamtzeit: ca. 35 Minuten
Nährwerte pro Portion
Die Angaben sind Näherungswerte für ein Viertel des Currys ohne Reis, Brot oder andere Beilage. Besonders Currypaste, TK-Gemüsemischung und Gemüsebrühe können je nach Produkt unterschiedliche Werte haben.
- Kalorien: ca. 225 kcal
- Kohlenhydrate: ca. 39 g
- Fett: ca. 5 g
- Protein: ca. 7 g
Küchenutensilien
- große, tiefe Pfanne oder breiter Topf mit Deckel
- Schneidebrett
- Messer
Zutaten
- 500 g Kartoffeln
- 1 mittelgroße Zucchini (ca. 250 g)
- 1 kleine Aubergine (ca. 300 g)
- 300 g TK-Kaisergemüse
- 1 mittelgroße Zwiebel
- 3 EL vegane rote Currypaste (ca. 45 g)
- 3 EL Tomatenmark (ca. 50 g)
- 400 ml Gemüsebrühe
- 20 g vegane Margarine
- Salz nach Bedarf
- schwarzer Pfeffer nach Geschmack
Zubereitung
- Kartoffeln vorbereiten: Kartoffeln schälen und in etwa 2 cm große Würfel schneiden.
- Zwiebel schneiden: Zwiebel schälen und fein würfeln.
- Zucchini und Aubergine vorbereiten: Beide Gemüsesorten waschen, die Enden entfernen und in mundgerechte Würfel schneiden.
- Zwiebel anschwitzen: Margarine in einer großen, tiefen Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen. Zwiebel etwa 2–3 Minuten glasig dünsten.
- Currypaste und Tomatenmark anrösten: Currypaste und Tomatenmark hinzufügen und unter Rühren etwa 1 Minute mitbraten.
- Kartoffeln hinzufügen: Kartoffelwürfel in die Pfanne geben und gründlich mit der Gewürzpaste vermengen.
- Mit Gemüsebrühe aufgießen: 400 ml Gemüsebrühe hinzufügen und alles einmal aufkochen.
- Kartoffeln vorgaren: Die Hitze reduzieren, die Pfanne abdecken und die Kartoffeln etwa 10 Minuten köcheln lassen.
- Aubergine und Zucchini ergänzen: Das Gemüse hinzufügen, gut umrühren und weitere etwa 5 Minuten garen.
- TK-Gemüse hinzufügen: Das tiefgekühlte Kaisergemüse direkt in die Pfanne geben und alles weitere 7–10 Minuten köcheln lassen.
- Gargrad prüfen: Die Kartoffeln sollten sich jetzt problemlos mit einer Gabel einstechen lassen. Sind sie noch zu fest und die Sauce bereits sehr dick, etwas zusätzliche heiße Gemüsebrühe oder Wasser ergänzen.
- Abschmecken: Das Curry probieren und mit schwarzem Pfeffer sowie bei Bedarf etwas Salz abschmecken. Für zusätzliche Schärfe kann noch etwas Currypaste ergänzt werden.
- Servieren: Das Gemüse-Curry auf vier Schalen verteilen und pur oder mit einer Beilage nach Wahl servieren.
Kann ich anderes Gemüse verwenden?
Ja, problemlos. Das Rezept eignet sich sehr gut zur Gemüseverwertung.
Entscheidend ist nur die Reihenfolge: Gemüse mit langer Garzeit kommt früher in die Pfanne, schnell garendes Gemüse entsprechend später.
Kann ich Kichererbsen hinzufügen?
Ja. Bereits gegarte Kichererbsen passen sehr gut dazu und können zusammen mit dem TK-Gemüse hinzugefügt werden.
Dadurch ändern sich Portionsgröße und Nährwerte entsprechend.
Welche Beilage passt zum Gemüse-Curry?
Besonders gut passen Reis oder Fladenbrot. Auch Bulgur oder Couscous funktionieren geschmacklich, sind aber eher eine freie Kombination als eine klassische Beilage zu rotem Curry.
Kann ich Kokosmilch hinzufügen?
Ja. Für ein cremigeres Curry kann ein Teil der Gemüsebrühe durch Kokosmilch ersetzt werden.
Beispielsweise funktionieren 200 ml Gemüsebrühe plus 200 ml Kokosmilch. Dadurch wird das Curry deutlich cremiger und energiereicher.
Kann ich das Curry vorbereiten?
Ja. Das Gemüse-Curry lässt sich gut vorkochen und am nächsten Tag erneut erwärmen.
Die Sauce kann beim Abkühlen etwas eindicken. Beim Erwärmen bei Bedarf einen kleinen Schuss Wasser oder Gemüsebrühe hinzufügen.
Aufbewahrung
Das Curry vollständig abkühlen lassen und in einem geschlossenen Behälter im Kühlschrank aufbewahren. Innerhalb von etwa 2 bis 3 Tagen verbrauchen.
Kann ich Gemüse-Curry einfrieren?
Grundsätzlich ja. Nach dem Auftauen können insbesondere Zucchini und Kartoffeln allerdings etwas weicher sein als frisch gekocht.
Häufige Fragen
Warum sind meine Kartoffeln noch hart?
Die Stücke sind wahrscheinlich zu groß oder es fehlt Flüssigkeit. Kartoffeln möglichst gleichmäßig und etwa 2 cm groß schneiden.
Bei Bedarf zusätzliche heiße Gemüsebrühe hinzufügen und einige Minuten länger garen.
Warum wird das Curry zu scharf?
Currypasten unterscheiden sich deutlich in ihrer Schärfe. Bei einem unbekannten Produkt zunächst nur 2 EL verwenden und später nachwürzen.
Ist rote Currypaste immer vegan?
Nein. Deshalb für dieses Rezept ausdrücklich eine vegan gekennzeichnete beziehungsweise rein pflanzliche Currypaste verwenden.
Ist das Gemüse-Curry vegan?
Ja, wenn Currypaste, Gemüsebrühe und Margarine vegan sind. In der hier angegebenen Rezeptur werden entsprechende pflanzliche Produkte verwendet.
0 Kommentare
Du hast Anregungen, Tipps, Feedback oder möchtest einfach deine Erfahrung teilen? Dann hinterlasse hier ein Kommentar! Ich werde zeitnah alle deine Fragen beantworten :)