Dieser Buttermilchkuchen ist kein klassischer Rührkuchen, sondern ein einfacher Hefekuchen mit Buttermilch, Butter, Ei und Orangenschale. Er wird in einer Kranz- oder Gugelhupfform gebacken und bekommt durch die Orange ein frisches Aroma.
Das Rezept ergibt etwa 16 Stücke. Wichtig sind zimmerwarme Zutaten und insgesamt rund 60 Minuten Gehzeit, damit der relativ reichhaltige Hefeteig gut aufgehen kann.
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Buttermilchkuchen aus Hefeteig
Anders als viele Buttermilchkuchen wird diese Variante mit Hefe statt Backpulver gelockert. Dadurch erinnert die Konsistenz eher an einen feinen Frühstücks- oder Hefekuchen als an einen klassischen saftigen Rührkuchen.
Beim ursprünglichen Backen fand ich den Kuchen etwas trocken. Geschmacklich mochte ich aber die Kombination aus Buttermilch und Orangenschale sehr gern. Deshalb ist bei dieser Version besonders wichtig, den Kuchen nicht unnötig lange zu backen.
Mit etwas Butter zum Frühstück schmeckt er ebenfalls gut. Alternativ kannst du den ausgekühlten Kuchen einfach mit wenig Puderzucker bestäuben.
Warum müssen Buttermilch, Eier und Butter zimmerwarm sein?
Zimmerwarme Zutaten sind für Hefeteig günstiger als sehr kalte Zutaten direkt aus dem Kühlschrank. Sie helfen dabei, dass der Teig während der Gehzeit nicht unnötig stark auskühlt.
Buttermilch und Butter deshalb rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen. Die Buttermilch sollte jedoch nicht heiß erhitzt werden.
Trockenhefe oder frische Hefe?
Beides funktioniert. Für 500 g Mehl verwende ich entweder 7 g Trockenhefe oder etwa 21 g frische Hefe.
Die ursprünglich angegebene Alternative von einem ganzen Würfel Frischhefe wäre deutlich mehr Hefe als ein übliches Päckchen Trockenhefe und ist für diese Mehlmenge nicht nötig.
Warum enthält der Kuchen drei Eigelb und ein ganzes Ei?
Eigelb bringt Fett und eine reichhaltigere Konsistenz in den Hefeteig. Das zusätzliche ganze Ei liefert außerdem Eiweiß und Flüssigkeit.
Die drei übrigen Eiweiße kannst du für ein anderes Rezept verwenden und bis dahin gut gekühlt aufbewahren.
Wie lange muss der Buttermilchkuchen gehen?
Der Teig geht zweimal: etwa 40 Minuten nach dem Kneten und weitere 20 Minuten in der Backform.
Damit beträgt die gesamte Gehzeit ungefähr 60 Minuten. Je nach Raumtemperatur kann der erste Schritt etwas länger dauern. Entscheidend ist, dass sich das Volumen sichtbar vergrößert.
Warum wird der Hefeteig zweimal gehen gelassen?
Die erste Gehzeit entwickelt Volumen im gesamten Teig, die zweite hilft dem geformten Teig, sich nach dem Umfüllen in die Backform noch einmal zu lockern.
Die zweite Gehzeit deshalb nicht einfach auslassen, auch wenn der Teig nach dem ersten Gehen bereits deutlich größer geworden ist.
Welche Backform eignet sich?
Eine Kranz- oder Gugelhupfform mit etwa 22 bis 24 cm Durchmesser eignet sich gut.
Die Form sorgfältig einfetten und leicht bemehlen, damit sich der Kuchen nach dem Backen sauber lösen lässt.
So wird der Hefekuchen nicht unnötig trocken
Den Kuchen nur so lange backen, bis er tatsächlich durchgebacken ist. Bei 160 °C Umluft sind ungefähr 30 Minuten ein guter Ausgangspunkt.
Da Backöfen unterschiedlich arbeiten, solltest du gegen Ende eine Stäbchenprobe machen. Sobald kein roher Teig mehr am Stäbchen haftet, kann der Kuchen aus dem Ofen.
Zu langes Backen trocknet einen eher festen Hefekuchen schnell weiter aus.
Welche Orange eignet sich?
Da die Schale verwendet wird, solltest du eine Orange verwenden, deren Schale zum Verzehr geeignet ist.
Die Orange vorher heiß abwaschen, trocknen und nur die äußere orangefarbene Schicht fein abreiben. Die weiße Haut darunter schmeckt deutlich bitterer.
Optional: Puderzucker oder Zuckerguss
Am einfachsten wird der ausgekühlte Kuchen mit wenig Puderzucker bestäubt.
Wer eine süßere und saftigere Variante möchte, kann alternativ aus Puderzucker und etwas Orangen- oder Zitronensaft einen dünnen Guss anrühren. Dieser optionale Guss ist nicht Bestandteil der unten berechneten Nährwerte.
Tipps für Buttermilchkuchen mit Hefe
- Zutaten auf Raumtemperatur bringen: Besonders Buttermilch, Eier und Butter.
- Teig gründlich kneten: Er sollte glatt und elastisch werden.
- Gehzeit nicht zu knapp bemessen: Die Volumenzunahme ist wichtiger als die genaue Minutenzahl.
- Form gut einfetten: Besonders bei einer strukturierten Gugelhupfform.
- Backzeit kontrollieren: Zu langes Backen macht den Kuchen trockener.
- Vor dem Anschneiden abkühlen lassen: Der Kuchen stabilisiert sich beim Abkühlen.
Kann ich den Buttermilchkuchen vorbereiten?
Ja, der Kuchen lässt sich gut am Vortag backen. Nach dem vollständigen Auskühlen luftdicht verpacken, damit er möglichst wenig Feuchtigkeit verliert.
Puderzucker am besten erst kurz vor dem Servieren darübergeben.
Wie bewahre ich Buttermilchkuchen auf?
Gut verpackt hält sich der Kuchen etwa zwei bis drei Tage. Bei normaler Raumtemperatur sollte er vor Austrocknung geschützt werden.
Einzelne Scheiben können vor dem Servieren auch kurz erwärmt und mit etwas Butter gegessen werden.
Kann ich Buttermilchkuchen einfrieren?
Ja. Am praktischsten ist es, den vollständig ausgekühlten Kuchen bereits in Scheiben zu schneiden und portionsweise einzufrieren.
Bei Raumtemperatur auftauen lassen und nach Wunsch kurz erwärmen.
Häufige Fragen zum Buttermilchkuchen
Warum geht mein Hefeteig nicht auf?
Häufig sind die Zutaten zu kalt, die Hefe zu alt oder die Umgebung zu kühl. Gib dem Teig im Zweifel etwas mehr Zeit und stelle ihn an einen angenehm warmen, zugfreien Ort.
Warum ist mein Buttermilchkuchen trocken?
Eine zu lange Backzeit ist die häufigste Ursache. Da dieser Hefekuchen ohnehin eine festere Struktur als Rührkuchen hat, lohnt sich eine frühe Stäbchenprobe.
Kann ich normale Milch statt Buttermilch nehmen?
Technisch ist das möglich, aber Geschmack und Teigkonsistenz verändern sich. Für die charakteristische leichte Säure würde ich bei Buttermilch bleiben.
Kann ich Zitronenschale statt Orangenschale verwenden?
Ja. Zitronenschale passt ebenfalls gut und macht das Aroma etwas frischer und säuerlicher.
Ist Buttermilchkuchen vegetarisch?
Ja. Dieses Rezept enthält Milchprodukte und Eier, aber keine Fleisch- oder Fischzutaten.
Rezept für Buttermilchkuchen mit Orange
Schwierigkeitsgrad: einfach
Menge: 1 Kranzkuchen, ca. 16 Stücke
Vorbereitungszeit: ca. 20 Minuten
Erste Gehzeit: ca. 40 Minuten
Zweite Gehzeit: ca. 20 Minuten
Backzeit: ca. 30 Minuten
Abkühlzeit: ca. 30 Minuten
Gesamtzeit: ca. 2 Stunden 20 Minuten
Nährwerte pro Stück bei 16 Stücken (Näherungswerte):
207 kcal
31 g Kohlenhydrate
6,6 g Fett
4,7 g Protein
Die Nährwerte sind Näherungswerte für 1 von 16 Stücken ohne optionalen Puderzucker oder Zuckerguss. Je nach Butter, Buttermilch und Eiergröße können die tatsächlichen Werte leicht abweichen.
Küchenutensilien
- Große Rührschüssel oder Küchenmaschine
- Handmixer mit Knethaken oder Küchenmaschine
- Kranz- oder Gugelhupfform, ca. 22–24 cm
- Feine Reibe für die Orangenschale
Zutaten
- 500 g Weizenmehl Type 405
- 250 ml Buttermilch, zimmerwarm
- 100 g weiche Butter
- 100 g Zucker
- 8 g Vanillezucker, ca. 1 Päckchen
- 3 Eigelb, Größe M
- 1 Ei, Größe M
- 7 g Trockenhefe oder 21 g frische Hefe
- 1 TL fein abgeriebene Schale einer zum Verzehr geeigneten Orange
- 1 Prise Salz
- etwas Butter und Mehl für die Form
- optional etwas Puderzucker zum Bestäuben
Zubereitung
- Zutaten temperieren: Buttermilch, Butter und Eier rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, damit sie bei der Verarbeitung nicht mehr sehr kalt sind.
- Orange vorbereiten: Orange heiß abwaschen, trocknen und etwa 1 TL der äußeren orangefarbenen Schale fein abreiben.
- Hefe vorbereiten: Bei Trockenhefe die Hefe direkt mit dem Mehl vermischen. Frische Hefe in der zimmerwarmen bis leicht lauwarmen Buttermilch auflösen.
- Teig mischen: Mehl in eine große Schüssel geben. Buttermilch, Zucker, Vanillezucker, Ei, Eigelbe und Orangenschale hinzufügen. Salz und weiche Butter ebenfalls dazugeben.
- Hefeteig kneten: Alle Zutaten mit den Knethaken beziehungsweise einer Küchenmaschine etwa 8 bis 10 Minuten zu einem glatten, elastischen Teig verkneten.
- Erste Gehzeit: Die Schüssel abdecken und den Teig an einem warmen, zugfreien Ort etwa 40 Minuten gehen lassen. Er sollte sich sichtbar vergrößern.
- Backform vorbereiten: Eine Kranz- oder Gugelhupfform gründlich einfetten und dünn mit Mehl ausstäuben.
- Teig einfüllen: Den aufgegangenen Teig kurz zusammenfalten beziehungsweise vorsichtig durchkneten und gleichmäßig in die vorbereitete Form geben.
- Zweite Gehzeit: Die Form abdecken und den Teig weitere etwa 20 Minuten gehen lassen.
- Backofen vorheizen: Gegen Ende der zweiten Gehzeit den Backofen auf 160 °C Umluft vorheizen.
- Kuchen backen: Den Buttermilchkuchen auf mittlerer Schiene etwa 30 Minuten backen. Gegen Ende mit einem Holzstäbchen prüfen, ob der Teig durchgebacken ist.
- Kurz in der Form abkühlen: Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und etwa 10 Minuten in der Form stehen lassen.
- Stürzen: Den Kuchen vorsichtig aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter weitere etwa 20 Minuten beziehungsweise bis zum gewünschten Servierzeitpunkt abkühlen lassen.
- Servieren: Nach Wunsch kurz vor dem Servieren dünn mit Puderzucker bestäuben und in etwa 16 Stücke schneiden.
Für den ursprünglichen Inhalt dieses Beitrags ist Alena Weil verantwortlich.
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