Hummus selber machen – klassisches veganes Grundrezept

Mit diesem Hummus-Grundrezept kannst du klassischen Hummus aus getrockneten Kichererbsen, Tahin, Olivenöl, Zitronensaft und Knoblauch selbst machen. Die Kichererbsen werden über Nacht eingeweicht, weich gekocht und anschließend cremig püriert.

Das Rezept ergibt ungefähr 8 Portionen als Dip oder Aufstrich. Die aktive Zubereitung dauert nur etwa 20 Minuten, zusätzlich brauchst du aber mindestens 12 Stunden Einweichzeit und etwa 60–90 Minuten Kochzeit für die getrockneten Kichererbsen.

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Was kommt in klassischen Hummus?

Die Basis besteht aus wenigen Zutaten:

  • Kichererbsen
  • Tahin
  • Olivenöl
  • Zitronensaft
  • Knoblauch
  • Salz und Gewürzen

Tahin ist Sesammus und gehört zu den charakteristischen Zutaten von Hummus. Zusammen mit weich gekochten Kichererbsen und Zitronensaft entsteht eine cremige, leicht nussige Basis.

Getrocknete oder gekochte Kichererbsen?

Für dieses Rezept werden getrocknete Kichererbsen verwendet. 300 g trockene Kichererbsen ergeben nach dem Einweichen und Kochen ungefähr 650 g.

Ich habe ursprünglich getrocknete Kichererbsen verwendet, weil ich einen größeren Vorrat zu Hause hatte. Sie brauchen mehr Planung, sind aber praktisch, wenn du regelmäßig mit Hülsenfrüchten kochst.

Wie lange müssen Kichererbsen einweichen?

Mindestens etwa 12 Stunden beziehungsweise über Nacht. Gib die Kichererbsen dafür in eine große Schüssel und bedecke sie großzügig mit kaltem Wasser, da sie beim Quellen deutlich größer werden.

Wenn du sie länger einweichst, bewahre sie insbesondere bei warmer Raumtemperatur besser im Kühlschrank auf. Anschließend wird das Einweichwasser abgegossen und nicht zum Kochen verwendet.

Wie lange müssen die Kichererbsen kochen?

Nach dem Einweichen brauchen die Kichererbsen ungefähr 60–90 Minuten. Für besonders cremigen Hummus dürfen sie deutlich weicher sein als für einen Salat.

Sie sollten sich ohne großen Widerstand zwischen den Fingern zerdrücken lassen.

Wie wird Hummus besonders cremig?

Sehr weich gekochte Kichererbsen und ausreichend Flüssigkeit sind wichtiger als zusätzliches Öl.

Gib beim Pürieren zunächst etwa 50 ml kaltes Wasser oder Kichererbsen-Kochwasser dazu und ergänze anschließend nur so viel, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Der Hummus wird beim Abkühlen noch etwas fester.

Tahin vor der Verwendung verrühren

Bei Tahin kann sich während der Lagerung Öl an der Oberfläche absetzen.

Rühre das Sesammus deshalb vor dem Abmessen gründlich durch. So stimmt das Verhältnis von Sesammasse und Öl im fertigen Hummus.

Klassisches Hummus-Grundrezept

  • Schwierigkeitsgrad: einfach
  • Menge: ca. 8 Dip-/Aufstrichportionen
  • Einweichzeit: mindestens 12 Stunden
  • Aktive Vorbereitung: ca. 20 Minuten
  • Kochzeit: ca. 75 Minuten
  • Gesamtzeit: ca. 13 Stunden 35 Minuten

Nährwerte pro Portion

Ca. 225 kcal
25 g Kohlenhydrate
11 g Fett
8 g Protein

Die Nährwerte sind Näherungswerte für eine von acht Portionen. Tahin, Kichererbsen und Olivenöl können je nach Produkt leicht abweichende Werte haben. Zusätzliches Wasser verändert die Nährwerte pro Gesamtmenge praktisch nicht.

Küchenutensilien

  • große Schüssel zum Einweichen
  • großer Kochtopf
  • Sieb
  • Pürierstab oder leistungsstarker Mixer
  • hohes Mixgefäß oder große Schüssel

Zutaten

  • 300 g getrocknete Kichererbsen, ergibt ca. 650 g gekocht
  • 50 ml Olivenöl
  • 45 g Tahin, ca. 3 EL
  • 45 ml frisch gepresster Zitronensaft, etwa Saft von 1 Zitrone
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 TL Salz, anschließend nach Geschmack
  • 1/2 TL schwarzer Pfeffer
  • 1/2 TL Paprikapulver edelsüß
  • 50–150 ml kaltes Wasser oder Kichererbsen-Kochwasser nach Bedarf
  • optional einige frische Minzblätter

Zubereitung

  1. Kichererbsen einweichen: Die getrockneten Kichererbsen in eine große Schüssel geben und mit reichlich kaltem Wasser bedecken. Mindestens 12 Stunden beziehungsweise über Nacht einweichen lassen.
  2. Einweichwasser abgießen: Die eingeweichten Kichererbsen in ein Sieb geben und gründlich mit frischem Wasser abspülen. Das Einweichwasser wegschütten.
  3. Kichererbsen kochen: Die Kichererbsen in einen großen Topf geben, großzügig mit frischem Wasser bedecken und aufkochen.
  4. Weich garen: Die Hitze reduzieren und die Kichererbsen etwa 60–90 Minuten sanft köcheln lassen, bis sie sehr weich sind und sich leicht zerdrücken lassen.
  5. Kochwasser auffangen: Die Kichererbsen abgießen und dabei etwas Kochwasser auffangen. Etwa 650 g gekochte Kichererbsen für den Hummus verwenden.
  6. Knoblauch vorbereiten: Die Knoblauchzehen schälen und grob zerkleinern.
  7. Tahin verrühren: Das Tahin im Glas gründlich durchrühren und 45 g abmessen.
  8. Hummus pürieren: Die noch warmen Kichererbsen mit Tahin, Olivenöl, Zitronensaft, Knoblauch, Salz, Pfeffer und Paprikapulver in ein hohes Gefäß geben.
  9. Flüssigkeit hinzufügen: Zunächst etwa 50 ml kaltes Wasser oder Kichererbsen-Kochwasser dazugeben und alles gründlich pürieren.
  10. Konsistenz einstellen: Nach und nach weitere Flüssigkeit hinzufügen und weiter pürieren, bis der Hummus glatt und cremig ist. Insgesamt werden je nach Kichererbsen und gewünschter Konsistenz etwa 50–150 ml benötigt.
  11. Optional Minze ergänzen: Wenn du Minze verwendest, einige fein gehackte Blätter unter den fertigen Hummus rühren.
  12. Abschmecken: Den Hummus mit zusätzlichem Zitronensaft, Salz, Pfeffer oder Paprikapulver nach Geschmack abschmecken.
  13. Servieren: Den Hummus direkt servieren oder vor dem Essen kalt stellen. Nach Wunsch mit etwas Paprikapulver garnieren.

Kann ich Kichererbsen aus der Dose verwenden?

Ja. Verwende ungefähr 650 g gekochte und abgetropfte Kichererbsen.

Dadurch entfallen die komplette Einweichzeit und das lange Kochen. Für besonders cremigen Hummus kannst du die Dosenkichererbsen trotzdem einige Minuten in frischem Wasser weich kochen.

Kann ich weniger Olivenöl verwenden?

Ja. Für eine leichtere Variante kannst du einen Teil des Olivenöls durch Wasser oder Kochwasser ersetzen.

Die angegebenen Nährwerte beziehen sich auf die ursprünglichen 50 ml Olivenöl.

Kann ich Hummus ohne Tahin machen?

Technisch ja, geschmacklich wird es aber kein klassischer Hummus dieser Rezeptart mehr.

Tahin liefert einen wesentlichen Teil des typischen Sesamaromas und trägt zur cremigen Konsistenz bei.

Warum ist mein Hummus zu dick?

Gib esslöffelweise kaltes Wasser oder Kochwasser hinzu und püriere weiter.

Kichererbsen nehmen viel Flüssigkeit auf und der Hummus wird im Kühlschrank zusätzlich etwas fester.

Warum ist mein Hummus körnig?

Häufig wurden die Kichererbsen nicht weich genug gekocht oder nicht lange genug püriert.

Für Hummus dürfen die Kichererbsen sehr weich sein. Ein leistungsstarker Mixer kann zusätzlich für eine glattere Konsistenz sorgen.

Ist Hummus proteinreich?

Nein, die formale Kennzeichnung „proteinreich“ passt für diese Rezeptur nicht.

Eine Portion liefert ungefähr 8 g Protein. Wegen Tahin und Olivenöl liegt der Proteinanteil am Gesamtenergiegehalt aber unter der dafür erforderlichen Schwelle.

Ist Hummus vegan?

Ja. Dieses Grundrezept besteht ausschließlich aus pflanzlichen Zutaten.

Ist Hummus glutenfrei?

Die Grundzutaten enthalten kein glutenhaltiges Getreide, trotzdem kennzeichne ich das Rezept nicht pauschal als glutenfrei.

Bei Zöliakie solltest du insbesondere Tahin und Gewürze auf eine geeignete Kennzeichnung beziehungsweise mögliche Kreuzkontamination prüfen.

Wie lange hält sich selbst gemachter Hummus?

Gut verschlossen solltest du selbst gemachten Hummus innerhalb von etwa drei Tagen im Kühlschrank verbrauchen.

Arbeite mit sauberen Küchenutensilien und stelle den Hummus nach der Zubereitung zügig kalt.

Kann man Hummus einfrieren?

Ja. Hummus lässt sich portionsweise einfrieren.

Nach dem Auftauen kann sich die Konsistenz etwas verändern. Rühre ihn gründlich durch und ergänze bei Bedarf etwas Wasser oder Zitronensaft.

Wozu passt Hummus?

Hummus funktioniert sowohl als Dip als auch als Brotaufstrich. Er passt beispielsweise zu:

  • Fladenbrot
  • Falafel
  • Gemüsesticks
  • Bowls
  • Sandwiches und Wraps
  • Ofengemüse

Häufige Fragen zum Hummus-Grundrezept

Muss man das Einweichwasser wechseln?

Notwendig ist häufiges Wechseln nicht. Wichtig ist vor allem, die Kichererbsen nach dem Einweichen abzugießen und mit frischem Wasser zu kochen.

Sollte man Hummus warm oder kalt pürieren?

Die Kichererbsen können noch warm sein. Weiche warme Kichererbsen lassen sich besonders gut pürieren.

Kann ich mehr Knoblauch verwenden?

Ja. Zwei Zehen ergeben eine deutliche, aber nicht extrem starke Knoblauchnote. Mehr kannst du nach persönlichem Geschmack verwenden.

Kann ich die Minze weglassen?

Ja. Sie ist nur eine optionale Ergänzung und gehört nicht zur notwendigen Basis des Rezepts.

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