Diese veganen Linsenbratlinge werden aus roten Linsen, Möhren, Zwiebeln, Knoblauch und Kräutern zubereitet. Die großen Patties werden anschließend in der Pfanne goldbraun gebraten und eignen sich besonders gut für selbst gemachte Burger.
Das Rezept ergibt 6 große Linsen-Patties. Weil rote Linsen beim Garen weich werden und anschließend teilweise püriert werden, kommt die Masse ohne Ei aus. Ein zusätzlicher gekaufter Fleischersatz ist ebenfalls nicht notwendig.
Burger und Fleisch gehören schließlich nicht zwangsläufig zusammen. Diese Variante mit roten Linsen war eine meiner ersten Ideen für eine Reihe mit vegetarischen und veganen Burgern.
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Warum eignen sich rote Linsen für Burger-Patties?
Rote Linsen werden beim Kochen relativ weich und lassen sich deshalb gut zu einer formbaren Masse verarbeiten.
Gleichzeitig bleiben sie geschmacklich recht neutral und lassen sich mit Knoblauch, Paprika, Pfeffer und Kräutern kräftig würzen.
Wichtig ist allerdings, die gekochten Linsen anschließend gründlich abtropfen zu lassen. Zu viel Flüssigkeit macht die Patty-Masse weich und erschwert das Formen.
Müssen rote Linsen eingeweicht werden?
Nein. Rote Linsen müssen für dieses Rezept nicht eingeweicht werden.
Spüle sie vor dem Kochen lediglich in einem feinen Sieb gründlich mit kaltem Wasser ab.
Warum werden Möhren und Zwiebeln vorher angebraten?
Im ursprünglichen Rezept wurden Zwiebeln, Möhren und Knoblauch roh mit den gekochten Linsen püriert. Bei großen Burger-Patties können die Gemüsewürfel im Inneren dadurch jedoch relativ roh bleiben.
Deshalb dünste ich das Gemüse heute kurz an. Gleichzeitig verdampft ein Teil seiner Feuchtigkeit, wodurch sich die Bratlinge später besser formen lassen.
Wie fein sollte die Linsenmasse püriert werden?
Die Masse sollte zusammenhalten, aber nicht vollständig zu einer glatten Paste werden.
Püriere beziehungsweise zerkleinere deshalb nur einen Teil der Linsen stärker. Einige erkennbare Linsen und Gemüsestückchen sorgen für eine angenehmere Struktur.
Wie verhindert man, dass Linsenbratlinge auseinanderfallen?
Die wichtigsten Punkte sind wenig Restfeuchtigkeit und eine kurze Ruhezeit.
- Die gekochten Linsen sehr gut abtropfen lassen.
- Das Gemüse vor dem Vermischen kurz anbraten.
- Die Masse nicht unnötig mit zusätzlicher Flüssigkeit verdünnen.
- Nach dem Vermischen etwa 10 Minuten abkühlen und ruhen lassen.
- Die Patties fest zusammendrücken.
- Beim Braten erst wenden, wenn die Unterseite eine stabile Kruste hat.
Wie groß werden die Linsenbratlinge?
Die ursprüngliche Rezeptmenge ergibt sechs sehr große Patties. Forme sie ungefähr passend zum Durchmesser deiner Burger-Brötchen und etwa 1,5–2 cm dick.
Möchtest du kleinere Bratlinge für Bowls oder als Beilage, kannst du aus derselben Masse entsprechend mehr Stück formen. Die Bratzeit verkürzt sich dann etwas.
Wie würzt man Linsen-Patties?
Für die Grundversion verwende ich eine 8-Kräuter-Mischung, Paprikapulver, Salz und schwarzen Pfeffer.
Die Gewürze dürfen ruhig deutlich schmeckbar sein, da die große Menge Linsen viel Würze aufnehmen kann.
Tipps für knusprige Linsenbratlinge
- Pfanne gut vorheizen: Die Patties sollten beim Einlegen direkt leicht brutzeln.
- Nicht zu viel Öl auf einmal verwenden: Ein dünner Ölfilm reicht; bei der zweiten Charge nach Bedarf etwas ergänzen.
- Mittlere Hitze wählen: Zu hohe Hitze bräunt die Oberfläche, bevor der große Patty gleichmäßig heiß ist.
- Nicht ständig wenden: Jede Seite zunächst mehrere Minuten ungestört braten.
- Breiten Pfannenwender verwenden: Damit lassen sich die großen Patties sicherer drehen.
Rezept für vegane Linsenbratlinge aus roten Linsen
Schwierigkeitsgrad: einfach
Menge: 6 große Burger-Patties
Vorbereitung: ca. 15 Minuten
Koch- und Bratzeit: ca. 25 Minuten
Abkühl- und Ruhezeit: ca. 10 Minuten
Gesamtzeit: ca. 50 Minuten
Nährwerte
Pro großem Linsenbratling: ca. 300 kcal, 41 g Kohlenhydrate, 6 g Fett und 16 g Protein.
Die Angaben sind Näherungswerte. Berechnet wurde mit 375 g trockenen roten Linsen und insgesamt 30 ml Pflanzenöl. Wie viel Öl die Patties beim Braten tatsächlich aufnehmen, kann variieren. Burger-Brötchen, Sauce, Gemüse und andere Toppings sind nicht eingerechnet.
Küchenutensilien
- mittelgroßer Topf
- feines Sieb
- große Pfanne
- große Rührschüssel
- Stabmixer oder Kartoffelstampfer
- Pfannenwender
- Messer und Schneidebrett
- grobe Reibe für die Möhren
Zutaten
- 375 g rote Linsen, trocken
- 900 ml Gemüsebrühe
- 3 mittelgroße Zwiebeln, ca. 250 g
- 2 mittelgroße Möhren, ca. 180 g
- 2 Knoblauchzehen
- 30 ml neutrales Pflanzenöl, aufgeteilt
- 2 EL 8-Kräuter-Mischung, frisch oder tiefgekühlt
- 1 TL Paprikapulver edelsüß
- schwarzer Pfeffer nach Geschmack
- Salz nur bei Bedarf
Zubereitung
- Linsen waschen: Die roten Linsen in ein feines Sieb geben und unter kaltem Wasser gründlich abspülen.
- Linsen kochen: Gemüsebrühe in einem Topf zum Kochen bringen. Die Linsen hinzufügen und je nach Packungsangabe etwa 10–12 Minuten sanft garen, bis sie weich sind, aber nicht vollständig zu Brei zerfallen.
- Linsen abtropfen lassen: Die gekochten Linsen in ein feines Sieb geben und sehr gründlich abtropfen lassen.
- Gemüse vorbereiten: Zwiebeln und Knoblauch schälen. Zwiebeln fein würfeln, Knoblauch fein hacken. Möhren schälen oder gut waschen und grob raspeln.
- Gemüse anbraten: 10 ml Pflanzenöl in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen. Zwiebeln und Möhren etwa 5–6 Minuten anbraten, bis sie weich werden.
- Knoblauch hinzufügen: Knoblauch dazugeben und etwa 30 Sekunden mitbraten. Die Pfanne anschließend vom Herd nehmen.
- Masse vermischen: Die gut abgetropften Linsen und das angebratene Gemüse in eine große Schüssel geben.
- Masse zerkleinern: Mit einem Stabmixer nur teilweise pürieren beziehungsweise mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken. Die Masse soll formbar werden, aber noch etwas Struktur besitzen.
- Würzen: Kräutermischung, Paprikapulver und schwarzen Pfeffer gründlich unterrühren. Probieren und nur bei Bedarf zusätzlich salzen, da die Gemüsebrühe bereits Salz enthalten kann.
- Masse ruhen lassen: Die Linsenmasse etwa 10 Minuten abkühlen und ruhen lassen. Dadurch wird sie fester und lässt sich besser formen.
- Patties formen: Die Masse in sechs möglichst gleich große Portionen teilen und mit leicht angefeuchteten Händen zu großen, etwa 1,5–2 cm dicken Burger-Patties formen. Die Masse dabei gut zusammendrücken.
- Pfanne erhitzen: Einen Teil der übrigen 20 ml Pflanzenöl in einer großen beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen.
- Erste Seite braten: Die Patties portionsweise in die Pfanne legen und etwa 4–5 Minuten braten, ohne sie ständig zu bewegen.
- Patties wenden: Sobald die Unterseite stabil und goldbraun ist, die Bratlinge vorsichtig mit einem breiten Pfannenwender drehen.
- Zweite Seite braten: Weitere etwa 4 Minuten braten, bis auch die zweite Seite knusprig und gebräunt ist. Für weitere Chargen das übrige Öl nach Bedarf verwenden.
- Servieren: Die fertigen Linsenbratlinge direkt als Burger-Patty oder als Beilage servieren.
Wie mache ich daraus einen Linsenburger?
Für meinen ursprünglichen Burger habe ich die Linsenbratlinge mit eingelegten Gurken, Tomaten und Salat kombiniert. Beim Belag kannst du natürlich nach Geschmack variieren.
Das Rezept für die damals verwendeten Burger-Brötchen findest du hier bei den veganen Burger-Brötchen.
Statt klassischer Burgersauce habe ich damals außerdem meine Avocado-Mango-Pesto-Sauce verwendet.
Burger-Brötchen, Sauce und Gemüsebelag gehören bewusst nicht zur Zutatenliste des Grundrezepts und sind daher auch nicht in den Nährwerten enthalten.
Warum fallen meine Linsenbratlinge auseinander?
Meist ist die Masse zu feucht oder der Patty wurde zu früh gewendet.
Lass die gekochten Linsen sehr gut abtropfen und die fertige Masse vor dem Formen kurz ruhen. In der Pfanne sollte die erste Seite eine feste Kruste bilden, bevor du den Bratling drehst.
Was tun, wenn die Masse sehr weich ist?
Lass sie zunächst länger abkühlen. Rote Linsen werden beim Abkühlen deutlich fester.
Auch ein kurzer Aufenthalt im Kühlschrank kann helfen. Dadurch bleibt das Grundrezept ohne zusätzliches Mehl, Paniermehl oder andere Binder erhalten.
Was tun, wenn die Masse zu trocken ist?
Ist die Masse ungewöhnlich trocken und lässt sich beim Formen nicht zusammendrücken, kannst du einen kleinen Löffel der Kochflüssigkeit oder Wasser einarbeiten.
Flüssigkeit dabei wirklich nur teelöffelweise hinzufügen.
Kann ich die Linsenbratlinge vorbereiten?
Ja. Du kannst die Linsenmasse einige Stunden vorher zubereiten und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.
Die Patties anschließend erst kurz vor dem Braten formen oder bereits geformt getrennt voneinander kalt stellen.
Wie lange halten sich Linsenbratlinge?
Vollständig abgekühlte Bratlinge in einem geschlossenen Behälter im Kühlschrank aufbewahren.
Ich würde sie innerhalb von etwa 2–3 Tagen verbrauchen und vor dem Essen vollständig durcherhitzen.
Kann man Linsenbratlinge einfrieren?
Ja. Die gebratenen und vollständig ausgekühlten Patties lassen sich einzeln einfrieren.
Lege bei mehreren Patties etwas Backpapier dazwischen, damit sie nicht zusammenfrieren. Anschließend im Kühlschrank auftauen und in der Pfanne oder im Ofen erhitzen.
Häufige Fragen zu Linsenbratlingen
Kann ich andere Linsen verwenden?
Nicht ohne Anpassung. Rote Linsen zerfallen beim Kochen stärker als viele grüne oder braune Sorten und übernehmen deshalb einen Teil der Bindung.
Sind die Linsen-Patties vegan?
Ja. Das Grundrezept enthält ausschließlich pflanzliche Zutaten, sofern auch die verwendete Gemüsebrühe vegan ist.
Sind die Linsenbratlinge glutenfrei?
Die Grundzutaten enthalten kein bewusst zugesetztes glutenhaltiges Getreide. Bei Zöliakie solltest du aber insbesondere Gemüsebrühe und Kräutermischung auf eine entsprechende Kennzeichnung prüfen.
Sind die Patties sojafrei?
Das Grundrezept enthält keinen Tofu oder andere bewusst zugesetzte Sojaprodukte. Bei einer Sojaallergie solltest du verarbeitete Zutaten wie Gemüsebrühe und Gewürzmischungen trotzdem prüfen.
Sind die Nährwerte für einen kompletten Burger?
Nein. Die Angaben beziehen sich ausschließlich auf einen der sechs großen Linsenbratlinge. Brötchen, Sauce und Belag kommen zusätzlich dazu.
1 Kommentare
mhhhhm, leckerschmecker! das muss ich auch mal probieren :)
AntwortenLöschenich habe gerade erst mein rezept für bohnen-burger gepostet, kann ich auch nur empfehlen - es war soooo lecker!!!
liebsten gruß,
maze
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