Mit diesem Rezept kannst du Amerikaner einfach selber backen. Der weiche Vanilleteig wird portionsweise auf das Backblech gesetzt und anschließend mit Zuckerguss, Schokolade oder Streuseln verziert.
Die Menge ergibt ungefähr 12 kleinere Amerikaner. Die reine Backzeit beträgt nur etwa 15 Minuten; inklusive Zubereitung, Abkühlen und Verzieren solltest du ungefähr 1 Stunde 15 Minuten einplanen.
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Ich wollte damals einen Klassiker ausprobieren, den ich sonst vor allem vom Bäcker kannte. Meine Amerikaner sind bewusst etwas kleiner geworden – für mich genau die richtige Größe zum Mitnehmen und Verteilen.
Was sind Amerikaner?
Amerikaner sind weiche, flache Gebäckstücke aus einem hellen Rührteig. Nach dem Backen wird die flache Unterseite typischerweise mit einem hellen Guss, Schokolade oder beidem bestrichen.
Zur Herkunft des Namens gibt es verschiedene Erklärungen; eindeutig geklärt ist sie nicht. Für das Rezept selbst spielt das zum Glück keine Rolle.
Backpulver oder Hirschhornsalz?
Dieses Rezept wird mit Backpulver gebacken. Im ursprünglichen Beitrag hatte ich erwähnt, dass für manche traditionelle Varianten Hirschhornsalz beziehungsweise Ammoniumhydrogencarbonat verwendet wird.
Ich belasse das Rezept aber bewusst bei Backpulver, weil genau damit die hier gezeigten Amerikaner gebacken wurden.
Wie wird der Teig richtig verarbeitet?
Amerikaner werden aus einem dickflüssigen Rührteig gebacken, nicht aus einem festen Teig, der geknetet werden muss.
Die weiche Margarine wird zunächst mit Zucker und Vanillinzucker cremig gerührt. Danach kommen Eier sowie abwechselnd die trockenen Zutaten und Milch dazu.
Der fertige Teig sollte so fest sein, dass er auf dem Backblech als Häufchen liegen bleibt, sich beim Backen aber noch ausbreitet.
Wie bekommen Amerikaner ihre typische Form?
Setze gleich große Teighäufchen mit genügend Abstand auf das Backpapier. Ein Eisportionierer, zwei Esslöffel oder ein Spritzbeutel helfen beim gleichmäßigen Portionieren.
Die Oberfläche muss vor dem Backen nicht perfekt glatt sein. Der Teig läuft im Ofen etwas auseinander und rundet sich.
Rezept für selbst gebackene Amerikaner
- Schwierigkeitsgrad: einfach
- Menge: ca. 12 kleinere Amerikaner
- Aktive Zubereitung: ca. 20 Minuten
- Backzeit: ca. 15 Minuten
- Abkühlzeit: ca. 20 Minuten
- Verzieren und Trocknen: ca. 20 Minuten
- Gesamtzeit: ca. 1 Stunde 15 Minuten
Nährwerte pro Amerikaner
Ca. 200 kcal
28 g Kohlenhydrate
8 g Fett
3 g Protein
Die Nährwerte sind Näherungswerte für einen von 12 Amerikanern ohne Guss und Dekoration. Margarine, Milch und Puddingpulver können je nach Produkt leicht abweichende Werte haben.
Küchenutensilien
- Rührschüssel
- Handrührgerät oder Küchenmaschine
- Backblech
- Backpapier
- 2 Esslöffel, Eisportionierer oder Spritzbeutel
- Kuchengitter
Zutaten für den Teig
- 250 g Weizenmehl Type 405
- 100 g Zucker
- 100 g weiche Margarine
- 2 Eier, Größe M
- 1 Päckchen Vanillinzucker, ca. 8 g
- 1 Päckchen Vanillepuddingpulver, ca. 37 g
- 60 ml Milch, ca. 4 EL
- 3 gestrichene TL Backpulver, ca. 12 g
- 1 Prise Salz
Für den Zuckerguss, optional
- 200 g Puderzucker
- ca. 30 ml Zitronensaft, heißes Wasser oder eine Mischung aus beidem
Weitere Dekoration nach Wunsch
- Zartbitterkuvertüre oder dunkle Schokoladenglasur
- gehackte Pistazien
- Schokostreusel
- bunte Zuckerstreusel
Zubereitung
- Backofen vorheizen: Den Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.
- Margarine und Zucker cremig rühren: Die weiche Margarine mit Zucker und Vanillinzucker etwa 2–3 Minuten cremig aufschlagen.
- Eier einarbeiten: Die Eier einzeln dazugeben und jeweils gründlich unterrühren.
- Trockene Zutaten vermischen: Mehl, Vanillepuddingpulver, Backpulver und Salz in einer separaten Schüssel miteinander vermengen.
- Teig fertigstellen: Die trockenen Zutaten zusammen mit der Milch portionsweise zur Margarine-Ei-Mischung geben. Nur so lange rühren, bis ein gleichmäßiger, dickflüssiger Rührteig entstanden ist.
- Teig portionieren: Aus dem Teig 12 möglichst gleich große Häufchen auf das Backblech setzen. Zwischen den Portionen ausreichend Abstand lassen, da die Amerikaner beim Backen aufgehen und etwas auseinanderlaufen.
- Amerikaner backen: Die Amerikaner etwa 12–15 Minuten bei 180 °C Umluft backen. Sie sollten leicht gebräunt und durchgebacken sein, aber nicht trocken werden.
- Abkühlen lassen: Das Gebäck einige Minuten auf dem Blech ruhen lassen und anschließend auf einem Kuchengitter vollständig beziehungsweise mindestens etwa 20 Minuten abkühlen lassen.
- Zuckerguss anrühren: Für den weißen Guss den Puderzucker zunächst mit etwa 25 ml Zitronensaft oder heißem Wasser verrühren. Nur so viel zusätzliche Flüssigkeit hinzufügen, bis ein dickflüssiger, streichfähiger Guss entsteht.
- Amerikaner glasieren: Die vollständig ausgekühlten Amerikaner umdrehen und die flache Unterseite mit dem Zuckerguss bestreichen.
- Dekorieren: Pistazien, Schoko- oder Zuckerstreusel direkt auf den noch feuchten Guss geben. Alternativ oder zusätzlich geschmolzene dunkle Schokolade verwenden.
- Guss trocknen lassen: Die Amerikaner liegen lassen, bis der Guss weitgehend fest geworden ist, und anschließend servieren.
Wie dick sollte der Zuckerguss sein?
Der Guss sollte langsam vom Löffel laufen und auf dem Gebäck liegen bleiben. Ist er zu dünn, läuft er an den Seiten herunter und wird transparent.
Gib die Flüssigkeit deshalb immer nur nach und nach zum Puderzucker. Ist der Guss versehentlich zu flüssig geworden, kannst du zusätzlichen Puderzucker einrühren.
Kann ich die Amerikaner mit Schokolade glasieren?
Ja. Dunkle Kuvertüre oder Schokoladenglasur passt sehr gut und ist eine Alternative zum klassischen hellen Guss.
Du kannst auch eine Hälfte mit Zuckerguss und die andere mit Schokolade bestreichen.
Warum werden meine Amerikaner zu flach?
Der Teig war wahrscheinlich zu weich oder die Margarine sehr warm. Der Teig sollte dick genug sein, dass die portionierten Häufchen ihre Form zunächst behalten.
Gib deshalb nicht mehr Milch als nötig dazu und verwende weiche, aber nicht geschmolzene Margarine.
Warum werden meine Amerikaner trocken?
Meist wurden sie zu lange gebacken. Kontrolliere kleinere Amerikaner bereits nach ungefähr 12 Minuten.
Sie sollten durchgebacken, aber noch weich sein. Beim Abkühlen werden sie zusätzlich fester.
Kann ich größere Amerikaner backen?
Ja. Teile den Teig beispielsweise nur in acht Portionen.
Die größeren Amerikaner brauchen gegebenenfalls einige Minuten länger im Ofen. Die angegebenen Nährwerte gelten dann nicht mehr pro Stück.
Kann ich den Zitronensaft im Guss weglassen?
Ja. Für einen neutraleren Zuckerguss kannst du ausschließlich heißes Wasser verwenden.
Mit Zitronensaft bekommt der sehr süße Guss eine leichte Säure, die gut zum Vanilleteig passt.
Kann ich die Amerikaner vorbereiten?
Ja. Du kannst sie bereits am Vortag backen und nach dem vollständigen Abkühlen luftdicht verpacken.
Auch das Verzieren am Vorabend ist möglich. Achte nur darauf, dass der Guss vollständig trocken ist, bevor du die Amerikaner übereinanderlegst.
Wie lange halten selbst gebackene Amerikaner?
Luftdicht verpackt schmecken sie etwa zwei bis drei Tage gut. Wie bei vielen kleinen Rührgebäcken sind sie am Backtag und am folgenden Tag besonders weich.
Kann man Amerikaner einfrieren?
Ja, am besten ohne Glasur. Die vollständig ausgekühlten Amerikaner luftdicht einfrieren und bei Raumtemperatur auftauen lassen.
Zuckerguss oder Schokolade kannst du anschließend frisch auftragen.
Häufige Fragen zu selbst gebackenen Amerikanern
Muss der Teig ruhen?
Nein. Der fertige Rührteig kann direkt portioniert und gebacken werden.
Welche Seite wird glasiert?
Die flache Unterseite. Nach dem Backen werden die Amerikaner umgedreht und auf dieser Seite mit Zuckerguss oder Schokolade bestrichen.
Kann ich den Teig mit den Händen formen?
Besser nicht. Der Teig ist als Rührteig gedacht und sollte weich bleiben. Zwei Esslöffel, ein Eisportionierer oder ein Spritzbeutel sind einfacher und verhindern, dass zusätzliches Mehl eingearbeitet wird.
Kann ich die Dekoration weglassen?
Ja. Die Amerikaner können auch pur gegessen werden. Die angegebenen Nährwerte beziehen sich sogar ausdrücklich auf die Version ohne Glasur und Streusel.
Dieses Rezept stammt von Alena Weil; die ursprüngliche Autorinnenangabe wurde aus dem bestehenden Beitrag übernommen.
2 Kommentare
Aaaah, ich kriege immer Hunger, wenn ich deine Essensposts sehe =D Aber ich finds schon lustig, was für Geschichten manchmal hinter den Rezepten stecken... =)
AntwortenLöschenoh sieht das lecker aus :D ich bin schon wieder hungrig :P
AntwortenLöschenDu hast Anregungen, Tipps, Feedback oder möchtest einfach deine Erfahrung teilen? Dann hinterlasse hier ein Kommentar! Ich werde zeitnah alle deine Fragen beantworten :)