Diese veganen Schneetaler sind zarte Weihnachtsplätzchen aus einem einfachen Mürbeteig mit gemahlenen Mandeln. Nach dem Backen werden die kleinen runden Taler vollständig ausgekühlt und großzügig mit Puderzucker bestäubt.
Das Rezept stammt von meiner Oma. Selbst gebackene Weihnachtsplätzchen gehörten für mich schon als Kind zur Adventszeit, und ihre Schneetaler sind bis heute etwas Besonderes für mich. Umso schöner finde ich, dass das Rezept ganz ohne Ei auskommt.
Mit veganer Margarine lässt sich das ursprüngliche Rezept vollständig pflanzlich zubereiten. Wichtig ist lediglich, dem Teig vor dem Ausrollen etwa 30 Minuten Kühlzeit zu geben.
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Was sind Schneetaler?
Schneetaler sind kleine, runde Mürbeteigplätzchen, die nach dem Backen mit Puderzucker bestäubt werden. Dadurch bekommen sie ihre typische helle, an Schnee erinnernde Oberfläche.
In dieser Familienversion kommen zusätzlich gemahlene Mandeln in den Teig. Sie machen die Plätzchen mürbe und geben ihnen ein mildes Nussaroma.
Warum muss der Teig gekühlt werden?
Die Kühlzeit macht den fettreichen Mürbeteig fester und erleichtert anschließend das Ausrollen und Ausstechen.
Direkt nach dem Kneten ist der Teig durch die Margarine relativ weich. Nach etwa 30 Minuten im Kühlschrank lässt er sich deutlich sauberer verarbeiten.
Wie dick werden Schneetaler ausgerollt?
Für kleine Schneetaler den Teig etwa 3 bis 4 mm dick ausrollen. Zum Ausstechen eignet sich ein kleiner runder Plätzchenausstecher oder – wie im ursprünglichen Rezept – ein kleines Schnapsglas.
Wichtig ist vor allem, dass die Taler auf einem Backblech ungefähr gleich dick sind. Dann werden sie gleichzeitig fertig.
Wann kommt der Puderzucker auf die Plätzchen?
Erst nach dem vollständigen Auskühlen. Auf warmen Plätzchen nimmt der Puderzucker Feuchtigkeit und Fett auf und verschwindet teilweise in der Oberfläche.
Kalte Schneetaler können dagegen gleichmäßig mit einer sichtbaren weißen Puderschicht überzogen werden.
Tipps für mürbe Schneetaler
- Kalte Margarine verwenden: Sie unterstützt die mürbe Konsistenz des Teigs.
- Teig nur kurz kneten: Sobald alles zusammenhält, nicht unnötig weiterkneten.
- Kühlzeit einhalten: Mindestens 30 Minuten erleichtern die weitere Verarbeitung.
- Nur portionsweise ausrollen: Der übrige Teig kann währenddessen im Kühlschrank bleiben.
- Nicht zu dunkel backen: Die Taler dürfen am Rand leicht Farbe bekommen, sollten aber insgesamt hell bleiben.
- Puderzucker erst auf kalte Plätzchen geben: So bleibt die typische Schneeschicht sichtbar.
Rezept für vegane Schneetaler
Das Rezept ergibt ungefähr 60 kleine Schneetaler, abhängig von Ausstechergröße und Teigdicke.
Schwierigkeitsgrad: einfach
Menge: ca. 60 Plätzchen
Aktive Vorbereitung: ca. 25 Minuten
Kühlzeit: ca. 30 Minuten
Backzeit: ca. 10–12 Minuten pro Blech, insgesamt ca. 20–24 Minuten
Abkühlzeit: ca. 20 Minuten
Gesamtzeit: ca. 1 Stunde 40 Minuten
Nährwerte pro Schneetaler
Die Angaben sind Näherungswerte bei etwa 60 Plätzchen. Margarine, Mandeln und die tatsächlich verwendete Menge Puderzucker können die Werte geringfügig verändern.
- Kalorien: ca. 70 kcal
- Kohlenhydrate: ca. 7 g
- Fett: ca. 5 g
- Protein: ca. 1 g
Küchenutensilien
- große Rührschüssel
- Nudelholz
- kleiner runder Plätzchenausstecher oder Schnapsglas
- 2 Backbleche
- Backpapier
- Kuchengitter
- feines Sieb für den Puderzucker
Zutaten
- 300 g Weizenmehl Type 405
- 100 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker (ca. 8 g)
- 275 g kalte vegane Margarine
- 100 g gemahlene Mandeln
- 50 g Puderzucker zum Bestäuben
- etwas Mehl zum Ausrollen
Zubereitung
- Mehl vorbereiten: Das Mehl in eine große Rührschüssel sieben und in der Mitte eine Mulde formen.
- Margarine hinzufügen: Die kalte Margarine in kleine Stücke schneiden und zusammen mit Zucker, Vanillezucker und gemahlenen Mandeln zum Mehl geben.
- Zutaten grob vermengen: Die Margarine zunächst mit etwas Mehl bedecken und die Zutaten mit einem Messer oder einer Teigkarte mehrfach durchhacken beziehungsweise vermengen.
- Teig kneten: Anschließend mit den Händen nur so lange kneten, bis ein gleichmäßiger Teig entsteht.
- Teig kühlen: Den Teig flach drücken, abdecken und etwa 30 Minuten in den Kühlschrank legen.
- Backofen vorheizen: Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze beziehungsweise 180 °C Umluft vorheizen und die Backbleche mit Backpapier auslegen.
- Teig ausrollen: Einen Teil des gekühlten Teigs auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche etwa 3–4 mm dick ausrollen. Den restlichen Teig währenddessen kühl halten.
- Schneetaler ausstechen: Mit einem kleinen runden Ausstecher oder Schnapsglas Taler ausstechen und mit etwas Abstand auf das vorbereitete Blech legen.
- Teigreste weiterverarbeiten: Die Teigreste kurz zusammendrücken, erneut ausrollen und weitere Plätzchen ausstechen.
- Schneetaler backen: Die Plätzchen auf mittlerer Schiene etwa 10–12 Minuten backen. Sie sollten überwiegend hell bleiben und höchstens an den Rändern leicht Farbe bekommen.
- Abkühlen lassen: Die Schneetaler einige Minuten auf dem Blech stehen lassen und anschließend vorsichtig auf ein Kuchengitter setzen. Vollständig auskühlen lassen.
- Mit Puderzucker bestäuben: Den Puderzucker durch ein feines Sieb gleichmäßig über die ausgekühlten Schneetaler geben.
Kann ich Butter statt Margarine verwenden?
Ja, technisch funktioniert das. Dann sind die Schneetaler allerdings nicht mehr vegan.
Für die hier angegebene vegane Grundversion wird deshalb ausdrücklich eine vegane Margarine verwendet.
Kann ich die Mandeln ersetzen?
Grundsätzlich ja. Fein gemahlene Haselnüsse können beispielsweise ebenfalls verwendet werden, verändern aber den Geschmack deutlich.
Für Omas ursprüngliche Schneetaler bleiben gemahlene Mandeln die passende Wahl.
Warum zerbricht mein Teig beim Ausrollen?
Sehr kalter Mürbeteig kann direkt aus dem Kühlschrank etwas spröde sein. Ihn vor dem Ausrollen kurz mit den Händen geschmeidig drücken, aber nicht lange erwärmen.
Auch etwas zu viel zusätzliches Mehl auf der Arbeitsfläche kann den Teig trockener machen.
Warum verlaufen die Schneetaler beim Backen?
Meist war der Teig beim Einschieben zu warm. Wenn er während des Ausstechens sehr weich geworden ist, das belegte Blech vor dem Backen noch einmal kurz kühl stellen.
Wie lange halten sich Schneetaler?
Gut ausgekühlt und trocken gelagert halten sich die Plätzchen etwa 2 bis 3 Wochen. Am besten werden sie in einer gut schließenden Plätzchendose bei Raumtemperatur aufbewahrt.
Zwischen mehrere Lagen kann Backpapier gelegt werden, damit die Puderzuckerschicht möglichst schön bleibt.
Kann ich Schneetaler einfrieren?
Ja, am besten noch ohne Puderzucker. Die ausgekühlten Plätzchen luftdicht verpackt einfrieren, bei Raumtemperatur auftauen lassen und erst danach frisch mit Puderzucker bestäuben.
Häufige Fragen
Sind Schneetaler dasselbe wie Vanillekipferl?
Nein. Beide Gebäcke basieren zwar auf einem mürben Teig mit Nüssen beziehungsweise Mandeln, Schneetaler werden aber rund ausgestochen und anschließend mit Puderzucker bestäubt.
Braucht der Teig Ei?
Nein. Dieses Familienrezept kommt ganz ohne Ei aus. Die große Menge Margarine hält Mehl, Zucker und Mandeln zu einem Mürbeteig zusammen.
Kann ich den Teig am Vortag vorbereiten?
Ja. Den Teig gut abgedeckt über Nacht im Kühlschrank lagern und vor dem Ausrollen kurz bei Raumtemperatur liegen lassen, bis er sich wieder verarbeiten lässt.
Sind die Schneetaler vegan?
Ja, in dieser Rezeptfassung. Entscheidend ist, eine ausdrücklich vegane Margarine zu verwenden. Mit Butter wären die Plätzchen lediglich eifrei, aber nicht vegan.
Für den Inhalt dieses ursprünglichen Beitrags ist Alena Weil verantwortlich und besitzt die Rechte daran.
5 Kommentare
Oh lecker! YUMMY ^^
AntwortenLöschenViele liebe Grüße von Aniela
yummy
AntwortenLöschensupi die kann man ja ganz easy auch auf vegane weise backen :)
juhuuu
Das hört sich sehr lecker an :)
AntwortenLöschenLiebe grüße
http://herz-mensch.blogspot.ie/
Lecker, würde ich jetzt auch gerne essen.
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Katja
baglovin.blogspot.de
Mein Klassiker sind Zimtsterne :) Ich backe wahnsinnig gerne und koche auch gerne - davon gibt es demnächst auch mehr auf meinem Blog zu lesen ;)
AntwortenLöschenIch folge dir bei bloglovin, würde mich freuen, wenn du meinen Blog mal besuchst und mir vielleicht auch folgst, wenn er dir gefällt ;)
Liebste Grüße
Deine Sabine vom Zuckermischwerk
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