Dieser vegane Nusszopf besteht aus einem weichen Hefeteig und einer einfachen Füllung aus gemahlenen Haselnüssen, Zucker, Zimt und Pflanzendrink. Die gefüllte Teigrolle wird längs eingeschnitten und anschließend zu einem Zopf verdreht.
Das Rezept ergibt 1 großen Nusszopf mit etwa 12 Stücken. Plane ungefähr 2 Stunden 35 Minuten ein – davon sind rund 90 Minuten Gehzeit. Der Zopf eignet sich gut für Frühstück, Brunch oder Kaffee und kann auch portionsweise eingefroren werden.
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Das Rezept entstand ursprünglich für einen Feiertagsbrunch. Gerade Hefeteig lässt sich gut vorbereiten, sodass morgens nur noch geformt und gebacken werden muss. Besonders die Haselnuss-Zimt-Füllung macht den Zopf aromatisch.
Was kommt in den veganen Nusszopf?
Der Nusszopf besteht aus zwei Teilen:
- Hefeteig aus Weizenmehl, Pflanzendrink, Hefe, veganer Margarine und Zucker
- Nussfüllung aus gemahlenen Haselnüssen, Zucker, Zimt und Pflanzendrink
Ei oder Milchprodukte sind für diesen Hefezopf nicht notwendig. Zum Bestreichen reicht etwas Pflanzendrink.
Warum nur 21 g Frischhefe?
Für 500 g Mehl reichen 21 g Frischhefe bei einer normalen Gehzeit problemlos aus. Ein kompletter 42-g-Würfel lässt den Teig zwar ebenfalls aufgehen, ist aber für diese Mehlmenge nicht erforderlich und kann einen deutlicheren Hefegeschmack hinterlassen.
Alternativ kannst du etwa 7 g Trockenhefe verwenden.
Wie gelingt ein weicher Hefeteig?
Der Pflanzendrink sollte nur lauwarm sein. Zu heiße Flüssigkeit kann die Hefe schädigen.
Der Teig wird mehrere Minuten geknetet, bis er glatt und elastisch ist. Erst danach darf er abgedeckt an einem warmen Ort gehen.
Wie wird aus der gefüllten Rolle ein Nusszopf?
Die aufgerollte Teigrolle wird der Länge nach fast vollständig halbiert. Anschließend werden die beiden Stränge mit den offenen Schnittflächen nach oben umeinandergelegt.
So bleibt die Nussfüllung sichtbar und der typische geflochtene Nusszopf entsteht.
Rezept für veganen Nusszopf
- Schwierigkeitsgrad: mittel
- Menge: 1 großer Nusszopf
- Portionen: ca. 12 Stücke
- Aktive Vorbereitung: ca. 30 Minuten
- Erste Gehzeit: ca. 60 Minuten
- Zweite Gehzeit: ca. 30 Minuten
- Backzeit: ca. 35 Minuten
- Gesamtzeit: ca. 2 Stunden 35 Minuten
Nährwerte pro Stück
Ca. 275 kcal
41 g Kohlenhydrate
9 g Fett
6 g Protein
Die Nährwerte sind Näherungswerte bei 12 Stücken und ohne optionalen Hagelzucker. Je nach Pflanzendrink und Margarine können die Werte leicht abweichen.
Küchenutensilien
- große Rührschüssel
- Küchenmaschine mit Knethaken, optional
- Teigroller
- Backblech
- Backpapier
- scharfes Messer
- Backpinsel, optional
Zutaten für den Hefeteig
- 500 g Weizenmehl Type 405
- 250 ml Pflanzendrink, z. B. Soja- oder Haferdrink
- 21 g Frischhefe oder 7 g Trockenhefe
- 60 g Zucker
- 50 g vegane Margarine, weich
- 1 Prise Salz
Zutaten für die Haselnussfüllung
- 100 g gemahlene Haselnüsse
- 50 g Zucker
- 50 ml Pflanzendrink
- 1 TL Zimt
Zum Fertigstellen
- 1–2 EL Pflanzendrink zum Bestreichen
- optional etwas Hagelzucker
Zubereitung
- Pflanzendrink erwärmen: Den Pflanzendrink nur lauwarm erwärmen. Er sollte sich angenehm warm, aber keinesfalls heiß anfühlen.
- Hefe auflösen: Frischhefe in den lauwarmen Pflanzendrink bröseln. Etwa 1 TL von den 60 g Zucker dazugeben und verrühren, bis sich die Hefe weitgehend gelöst hat. Bei Trockenhefe die Packungsangabe beachten.
- Trockene Zutaten mischen: Mehl, restlichen Zucker und Salz in einer großen Schüssel vermischen.
- Teig ansetzen: Die Hefe-Pflanzendrink-Mischung zum Mehl geben und zunächst grob miteinander verkneten.
- Margarine einkneten: Die weiche vegane Margarine hinzufügen und den Teig etwa 8–10 Minuten kräftig kneten, bis er glatt und elastisch ist.
- Teig gehen lassen: Den Hefeteig zu einer Kugel formen, abgedeckt an einen warmen Ort stellen und etwa 60 Minuten gehen lassen, bis er deutlich an Volumen gewonnen hat.
- Nussfüllung zubereiten: Gemahlene Haselnüsse, Zucker und Zimt in einer Schüssel vermischen. 50 ml Pflanzendrink dazugeben und zu einer streichfähigen Masse verrühren.
- Teig ausrollen: Den aufgegangenen Hefeteig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem ungefähr 40 × 30 cm großen Rechteck ausrollen.
- Füllung verteilen: Die Haselnussfüllung gleichmäßig auf dem Teig verstreichen. Rundherum etwa 1–2 cm Rand frei lassen.
- Teig aufrollen: Den Teig von einer langen Seite her möglichst gleichmäßig zu einer festen Rolle aufrollen.
- Rolle einschneiden: Die Rolle mit einem scharfen Messer der Länge nach in zwei Stränge schneiden. An einem Ende etwa 2–3 cm zusammenlassen, damit beide Stränge verbunden bleiben.
- Nusszopf formen: Die beiden Stränge mit den Schnittflächen nach oben vorsichtig umeinanderlegen beziehungsweise verdrehen. Die Enden zusammendrücken.
- Zweite Gehzeit: Den Nusszopf auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen, locker abdecken und weitere etwa 30 Minuten gehen lassen.
- Backofen vorheizen: Während der zweiten Gehzeit den Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen.
- Nusszopf bestreichen: Den aufgegangenen Zopf vorsichtig mit etwas Pflanzendrink bestreichen und nach Wunsch mit Hagelzucker bestreuen.
- Nusszopf backen: Den Zopf etwa 30–35 Minuten auf mittlerer Schiene backen, bis er goldbraun ist. Wird die Oberfläche zu schnell dunkel, locker mit Backpapier abdecken.
- Abkühlen lassen: Den Nusszopf aus dem Backofen nehmen und vor dem Anschneiden mindestens 15–20 Minuten abkühlen lassen. Lauwarm oder vollständig ausgekühlt servieren.
Kann ich den Nusszopf am Vorabend vorbereiten?
Ja, für eine lange kalte Gare solltest du allerdings deutlich weniger Hefe verwenden.
Für etwa 8–12 Stunden im Kühlschrank reichen ungefähr 5 g Frischhefe. Bereite den Teig am Abend zu, decke ihn gut ab und stelle ihn direkt in den Kühlschrank.
Am nächsten Morgen den Teig etwa 20–30 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen, anschließend füllen, formen und wie im Rezept noch einmal etwa 30 Minuten gehen lassen.
Kann ich aus dem Teig Nussschnecken machen?
Ja. Nach dem Aufrollen kannst du die Teigrolle statt längs zu teilen in etwa 2–3 cm breite Scheiben schneiden.
Die Schnecken brauchen je nach Größe meist nur ungefähr 18–25 Minuten Backzeit.
Warum geht mein Hefeteig nicht auf?
Häufig sind zu heiße Flüssigkeit, alte Hefe oder eine zu kalte Umgebung die Ursache.
Der Pflanzendrink sollte nur lauwarm sein. Stelle den abgedeckten Teig außerdem an einen zugfreien, angenehm warmen Ort.
Warum wird mein Nusszopf trocken?
Zu lange Backzeit ist eine häufige Ursache. Prüfe den Zopf nach etwa 30 Minuten.
Auch starkes zusätzliches Einarbeiten von Mehl beim Kneten und Ausrollen kann den Teig trockener machen.
Warum läuft die Nussfüllung heraus?
Die Füllung sollte streichfähig, aber nicht flüssig sein.
Wenn deine gemahlenen Haselnüsse weniger Flüssigkeit aufnehmen, gib den Pflanzendrink deshalb zunächst nicht komplett auf einmal dazu.
Kann ich andere Nüsse verwenden?
Ja. Gemahlene Mandeln oder Walnüsse funktionieren ebenfalls.
Geschmack, Fettgehalt und Konsistenz der Füllung verändern sich dabei etwas. Die angegebenen Nährwerte gelten für Haselnüsse.
Wie lange bleibt Nusszopf frisch?
Frisch gebacken schmeckt Hefeteig am besten. Luftdicht verpackt kannst du den Nusszopf etwa zwei Tage bei Raumtemperatur aufbewahren.
Danach wird er zunehmend trockener.
Kann man Nusszopf einfrieren?
Ja. Am praktischsten ist es, den vollständig ausgekühlten Nusszopf bereits in Stücke zu schneiden und portionsweise einzufrieren.
Nach dem Auftauen kannst du die Stücke einige Minuten im Backofen erwärmen. So schmecken sie wieder deutlich frischer.
Häufige Fragen zum veganen Nusszopf
Kann ich Trockenhefe verwenden?
Ja. 7 g Trockenhefe ersetzen ungefähr 21 g Frischhefe in der Standardversion dieses Rezepts.
Muss ich den Teig mit einer Küchenmaschine kneten?
Nein. Du kannst ihn auch von Hand kneten. Plane dafür etwa 10 Minuten kräftiges Kneten ein.
Kann ich den Zopf ohne Hagelzucker backen?
Ja. Hagelzucker ist reine Dekoration und kann problemlos weggelassen werden.
Kann ich Haferdrink statt Sojadrink verwenden?
Ja. Verschiedene ungesüßte Pflanzendrinks funktionieren. Die Nährwerte können sich dadurch geringfügig verändern.
Dieses Rezept stammt von Alena Weil; die ursprüngliche Autorinnenangabe wurde aus dem bestehenden Beitrag übernommen.
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