Hafer-Möhren-Bratlinge mit Pesto-Reis-Salat – vegan

Diese veganen Hafer-Möhren-Bratlinge werden aus Haferflocken, Möhre und Räuchertofu zubereitet und zusammen mit einem warmen Pesto-Reis-Salat serviert. Paprika, Lauch, Frühlingszwiebeln und Cocktailtomaten bringen Gemüse in den Salat, grünes Pesto sorgt für Würze.

Das Rezept ergibt zwei große Hauptgericht-Portionen. Während die Bratlingsmasse etwa 30 Minuten quillt, kann der Reissalat vorbereitet werden – dadurch liegt die gesamte Zubereitungszeit bei ungefähr 55 Minuten.

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Vegane Hafer-Möhren-Bratlinge mit Reissalat

Die Bratlinge werden durch Haferflocken gebunden und bekommen durch Räuchertofu, Möhre, Zwiebel und Tomatenmark Geschmack und Struktur. Dazu gibt es einen unkomplizierten Reissalat mit Gemüse und grünem Pesto.

Das Rezept ist ursprünglich aus Resten entstanden: Pesto war noch geöffnet, Reis und Haferflocken waren ohnehin im Vorrat und Gemüse ließ sich flexibel ergänzen. Genau dafür eignet sich das Gericht auch heute noch gut.

Mais könnte beispielsweise zusätzlich in die Bratlinge, Zucchini passt gut in den Reissalat.

Warum muss die Bratlingsmasse quellen?

Die Haferflocken brauchen Zeit, um die Gemüsebrühe aufzunehmen. Dadurch wird die Masse fester und lässt sich anschließend besser zu Bratlingen formen.

Nach dem Erhitzen sollte sie deshalb ungefähr 30 Minuten stehen. Wenn sie danach noch sehr weich ist, helfen einige zusätzliche Haferflocken. Ist sie sehr fest, kann esslöffelweise etwas Gemüsebrühe ergänzt werden.

Wie groß sollten die Bratlinge sein?

Forme lieber kleine, flache Bratlinge statt dicker Patties. Etwa 1,5 cm Dicke ist ideal.

Bei sehr dicken Bratlingen kann die Mitte weich bleiben, obwohl die Außenseite bereits kräftig gebräunt ist. Aus der Rezeptmenge entstehen ungefähr sechs kleine Bratlinge.

Warum Räuchertofu verwenden?

Räuchertofu bringt bereits ein kräftigeres Aroma mit als Naturtofu. Für diese relativ kleine Tofumenge von 50 g ist das praktisch, weil der Tofu hauptsächlich Würze und etwas Struktur ergänzt.

Er wird fein zerbröselt und direkt mit Haferflocken, Möhre und Zwiebel vermischt.

Tomatenmark für mehr Würze

20 g Tomatenmark geben den Bratlingen zusätzliche Würze und leichte Bindung.

Die ursprüngliche Angabe „nach Gefühl“ wird dadurch reproduzierbar. Wer einen kräftigeren Tomatengeschmack möchte, kann noch etwas mehr verwenden.

Welcher Reis eignet sich für den Pesto-Reis-Salat?

Langkorn- oder Basmatireis funktioniert besonders unkompliziert. Die 120 g im Rezept beziehen sich auf das Trockengewicht.

Den Reis nach Packungsangabe garen und anschließend kurz ausdampfen lassen, bevor er mit Gemüse und Pesto vermischt wird.

Welches Pesto ist vegan?

Für die vegane Version muss das grüne Pesto ausdrücklich vegan sein. Klassisches Pesto kann Hartkäse enthalten.

Auch bei selbst gemachtem Pesto können je nach Rezept Walnüsse, Cashews oder Pinienkerne enthalten sein. Deshalb kennzeichne ich dieses Gericht nicht pauschal als nussfrei.

Wie viel Pesto kommt in den Reissalat?

60 g grünes Pesto reichen für zwei große Portionen. Es wird unter den noch leicht warmen Reis und das Gemüse gemischt.

Je nach Intensität des verwendeten Pestos kannst du anschließend noch etwas mehr ergänzen.

Welches Gemüse passt in den Reissalat?

Spitzpaprika, Lauch, Frühlingszwiebeln und Cocktailtomaten bilden die Grundversion.

Der Salat eignet sich aber gut zur Resteverwertung. Möglich sind beispielsweise:

  • Zucchini
  • Mais
  • Brokkoli
  • Erbsen
  • Rucola

Sehr wasserreiches Gemüse besser kurz anbraten, bevor es zum Reis kommt.

Tipps für feste Hafer-Möhren-Bratlinge

  • Haferflocken quellen lassen: Die 30 Minuten verbessern die Bindung deutlich.
  • Möhre fein raspeln: Große Stücke erschweren das Formen.
  • Kleine, flache Patties formen: So werden sie gleichmäßiger durch.
  • Pfanne vorheizen: Dadurch bildet sich schneller eine stabile Kruste.
  • Nicht zu früh wenden: Erst drehen, wenn die Unterseite gut gebräunt ist.

Kann ich die Bratlinge vorbereiten?

Ja. Die Masse lässt sich einige Stunden vorher zubereiten und abgedeckt im Kühlschrank lagern.

Vor dem Formen noch einmal prüfen, ob die Konsistenz passt. Durch längeres Quellen kann sie etwas fester werden.

Kann ich den Reissalat kalt essen?

Ja. Er schmeckt warm, lauwarm und kalt.

Wenn du ihn vorbereitest, gekochten Reis zügig abkühlen, im Kühlschrank lagern und bis zum Verzehr gut gekühlt halten.

Kann ich die Bratlinge einfrieren?

Ja. Am besten die fertig gebratenen und ausgekühlten Bratlinge einzeln beziehungsweise mit Backpapier getrennt einfrieren.

Nach dem Auftauen erneut in einer Pfanne oder im Backofen erhitzen.

Aufbewahrung

Bratlinge und Reissalat gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von etwa zwei Tagen verbrauchen.

Für Meal Prep würde ich beide Komponenten getrennt lagern und erst beim Essen zusammen servieren.

Häufige Fragen zu Hafer-Möhren-Bratlingen

Warum fallen meine Bratlinge auseinander?

Die Masse ist meist noch zu feucht oder hat nicht lange genug gequollen. Einige zusätzliche Haferflocken einarbeiten und noch ein paar Minuten warten.

Warum bleiben die Bratlinge innen matschig?

Sie sind wahrscheinlich zu dick. Kleine, flache Bratlinge formen und bei mittlerer Hitze vollständig durchbraten.

Kann ich Naturtofu statt Räuchertofu verwenden?

Ja. Dann solltest du etwas kräftiger würzen, weil Naturtofu deutlich milder schmeckt.

Ist das Rezept sojafrei?

Nein. Die Bratlinge enthalten Räuchertofu und damit Soja.

Ist das Rezept glutenfrei?

Nicht automatisch. Dafür müssten ausdrücklich glutenfreie Haferflocken und ein entsprechend geprüftes Pesto sowie eine geeignete Gemüsebrühe verwendet werden.

Rezept für Hafer-Möhren-Bratlinge mit Pesto-Reis-Salat

Schwierigkeitsgrad: einfach
Menge: 2 große Portionen bzw. ca. 6 kleine Bratlinge
Vorbereitungszeit: ca. 15 Minuten
Ruhezeit der Bratlingsmasse: ca. 30 Minuten
Koch- und Bratzeit: ca. 25 Minuten
Gesamtzeit: ca. 55 Minuten

Nährwerte pro Portion ohne optionales Parmesan-Topping (Näherungswerte):
750 kcal
109 g Kohlenhydrate
25 g Fett
21 g Protein

Die Nährwerte sind Näherungswerte für 1 von 2 großen Portionen. Berechnet wurde mit 120 g trockenem Reis, 60 g veganem Pesto und insgesamt 15 ml Bratöl. Besonders Pesto, Räuchertofu und Gemüsebrühe unterscheiden sich je nach Produkt. Optionales Parmesan-Topping ist nicht eingerechnet.

Zutaten für die Hafer-Möhren-Bratlinge

  • 80 g Haferflocken
  • 1 mittelgroße Möhre, ca. 100 g
  • 1 kleine Zwiebel, ca. 100 g
  • 50 g Räuchertofu
  • 150 ml Gemüsebrühe
  • 20 g Tomatenmark
  • 10 ml neutrales Bratöl, ca. 2 TL
  • ½ TL Paprikapulver, edelsüß
  • ¼ TL Knoblauchgranulat oder 1 kleine Knoblauchzehe
  • schwarzer Pfeffer nach Geschmack
  • Kräutersalz nach Bedarf

Zutaten für den Pesto-Reis-Salat

  • 120 g Reis, Trockengewicht
  • 2 Spitzpaprika, ca. 250 g
  • 2 Frühlingszwiebeln, ca. 40 g
  • 150 g Lauch
  • 200 g Cocktailtomaten
  • 60 g veganes grünes Pesto
  • 5 ml neutrales Bratöl, ca. 1 TL
  • 10 g frisches Basilikum
  • Salz nach Bedarf
  • schwarzer Pfeffer nach Geschmack
  • optional veganer Parmesan oder Hefeflocken zum Servieren

Zubereitung

  1. Zwiebel vorbereiten: Zwiebel schälen und fein würfeln. In einer kleinen Pfanne mit 2 bis 3 EL Wasser bei mittlerer Hitze etwa 3 Minuten glasig dünsten.
  2. Möhre und Tofu vorbereiten: Möhre schälen beziehungsweise gründlich waschen und fein raspeln. Räuchertofu mit den Händen oder einer Gabel fein zerbröseln.
  3. Bratlingsmasse mischen: Haferflocken, gedünstete Zwiebel, geraspelte Möhre und Räuchertofu in einem Topf miteinander vermischen.
  4. Mit Brühe garen: Gemüsebrühe dazugeben und die Mischung bei niedriger bis mittlerer Hitze unter regelmäßigem Rühren einige Minuten erhitzen, bis die Haferflocken die Flüssigkeit weitgehend aufgenommen haben.
  5. Bratlingsmasse würzen: Tomatenmark, Paprikapulver, Knoblauch und schwarzen Pfeffer einrühren. Nach Bedarf mit wenig Kräutersalz abschmecken.
  6. Masse ruhen lassen: Die Bratlingsmasse vom Herd nehmen und etwa 30 Minuten quellen und abkühlen lassen.
  7. Reis kochen: Während die Bratlingsmasse ruht, den Reis nach Packungsangabe garen. Anschließend kurz ausdampfen lassen.
  8. Gemüse vorbereiten: Spitzpaprika, Frühlingszwiebeln und Lauch gründlich waschen. Paprika klein würfeln, Frühlingszwiebeln in Ringe und Lauch in dünne Halbringe schneiden.
  9. Gemüse anbraten: 5 ml Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Paprika und Lauch etwa 4 bis 5 Minuten anbraten. Frühlingszwiebeln in der letzten Minute hinzufügen.
  10. Tomaten vorbereiten: Cocktailtomaten waschen und halbieren.
  11. Reissalat mischen: Gekochten Reis und Cocktailtomaten zum gebratenen Gemüse geben. Veganes Pesto unterrühren und alles kurz erwärmen beziehungsweise lauwarm vermischen.
  12. Basilikum ergänzen: Basilikum waschen, trocken schütteln und grob hacken. Den Großteil unter den Pesto-Reis-Salat mischen und mit Pfeffer sowie bei Bedarf Salz abschmecken.
  13. Bratlinge formen: Aus der gequollenen Hafermasse mit feuchten Händen etwa sechs kleine, maximal 1,5 cm dicke Bratlinge formen.
  14. Bratlinge anbraten: 10 ml Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Die Bratlinge bei mittlerer Hitze etwa 4 bis 5 Minuten pro Seite goldbraun und vollständig durchbraten.
  15. Servieren: Pesto-Reis-Salat auf zwei Teller verteilen und jeweils drei Hafer-Möhren-Bratlinge dazugeben. Mit dem restlichen Basilikum und nach Wunsch veganem Parmesan oder Hefeflocken servieren.

Für den ursprünglichen Inhalt dieses Beitrags ist Alena Weil verantwortlich und besitzt die Rechte daran.

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2 Kommentare

  1. Ein sehr leckeres Rezept, das werde ich definitiv speichern und ausprobieren! Ich habe mich vor kurzem an Zucchini-Reis-Bratlingen versucht...seitdem bin ich auf den Geschmack gekommen :) Liebe Grüße Jenny

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  2. Mhm sehr lecker, besonders die Haferflocken Bratlinge gefallen mir sehr gut, werde ich sicher bald probieren!
    Liebe Grüsse,
    Krisi

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