Veganer Spicy Fried Rice mit Soja-Geschnetzeltem

Dieser vegane Spicy Fried Rice kombiniert gebratenen Reis und Wok-Gemüse mit würzigem Soja-Geschnetzeltem und cremigem Rührtofu. Ingwer, Knoblauch, Sambal Oelek, Sojasauce und Sesamöl sorgen für eine intensive, leicht scharfe Würze.

Das Soja-Geschnetzelte wird vorab mariniert und anschließend erst in der Pfanne gebräunt und dann im Ofen knusprig gebacken. Dadurch braucht das Rezept etwas Planung, die eigentliche Zubereitung am nächsten Tag ist aber unkompliziert.

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Die Inspiration für diesen Spicy Fried Rice

Dieses Rezept ist im Rahmen von „Koch mein Rezept“ von Volker entstanden. Dabei wurde mir der Blog zimtkringel von Simone zugelost.

Ich habe mich von ihrem Spicy Beef Fried Rice inspirieren lassen und daraus diese vegane Variante mit Soja-Geschnetzeltem und Rührtofu entwickelt.

Was macht diesen veganen Fried Rice aus?

Das Gericht besteht aus drei Komponenten: gebratenem Reis mit Gemüse, knusprigem Soja-Geschnetzeltem und Rührtofu. Am Ende werden alle Komponenten mit einer würzigen Sauce zusammengeführt.

Das sorgt für unterschiedliche Konsistenzen: lockerer Reis, bissfestes Gemüse, saftiger Tofu und kräftig gebräuntes Soja-Geschnetzeltes.

Geschmacklich kommen vor allem Ingwer, Knoblauch, Chili, Sesamöl und verschiedene Sojasaucen zusammen. Dadurch entsteht eine würzige, leicht süße und scharfe Sauce.

Warum eignet sich kalter Reis besonders gut?

Für Fried Rice eignet sich vollständig abgekühlter Reis besonders gut, weil die Körner trockener und fester sind. Dadurch klebt der Reis beim Braten weniger zusammen und lässt sich besser anrösten.

Du kannst den Reis bereits am Vortag kochen und nach dem schnellen Abkühlen im Kühlschrank lagern. Alternativ wird er während der Zubereitung frisch gekocht, auf einer großen Fläche verteilt und vollständig abgekühlt, während das Soja-Geschnetzelte fertig gart.

Der Reis sollte nicht über längere Zeit ungekühlt stehen bleiben.

So wird aus Soja-Geschnetzeltem „Soja Beef“

Trockenes Soja-Geschnetzeltes muss zunächst eingeweicht beziehungsweise nach Packungsangabe gegart und anschließend sehr gründlich ausgedrückt werden. Je weniger überschüssige Flüssigkeit enthalten ist, desto besser kann es später bräunen.

Für die Marinade verwende ich Tomatenmark, Sambal Oelek, Knoblauch, eine kräftige Gewürzmischung und etwas Liquid Smoke. Der Flüssigrauch sollte vorsichtig dosiert werden, weil seine Intensität je nach Produkt stark variieren kann.

Nach mindestens 6 Stunden Marinierzeit wird das Soja-Geschnetzelte in wenig Öl kräftig angebraten und anschließend im Backofen weitergetrocknet. Dadurch bekommt es eine festere und leicht knusprige Struktur.

Wie lange sollte das Soja-Geschnetzelte marinieren?

Mindestens etwa 6 Stunden sind sinnvoll, über Nacht ist besonders praktisch. Du kannst das marinierte Soja-Geschnetzelte deshalb bereits am Vorabend vorbereiten.

Bis zu etwa 24 Stunden Marinierzeit funktionieren ebenfalls. Währenddessen das Soja-Geschnetzelte abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.

Rührtofu statt Ei

Der Rührtofu übernimmt in diesem Fried Rice die Rolle, die in vielen klassischen Varianten Ei hat. Dafür wird fester Naturtofu mit einer Gabel grob zerkrümelt und angebraten.

Etwas Kurkuma sorgt für die gelbe Farbe. Zwei Teelöffel reichen für 200 g Tofu vollkommen aus – eine größere Menge würde den Geschmack stark dominieren.

Sojajoghurt macht den Rührtofu etwas cremiger. Verwende dafür am besten eine ungesüßte Naturvariante.

Die Sauce für den Fried Rice

Die Sauce kombiniert salzige, süße, scharfe und aromatische Komponenten. Normale Sojasauce bringt Salz und Umami, Ketjap Manis eine leichte Süße, Sambal Oelek Schärfe und Hoisinsauce zusätzliche Würze.

Frischer Ingwer und Knoblauch kommen direkt in die Sauce. Sesamöl ergänzt ein kräftiges Röstaroma.

Etwa drei Viertel der Sauce werden zunächst mit dem gebratenen Reis vermischt. Der Rest kommt beim Zusammenführen aller Komponenten dazu. So lässt sich die Würze am Ende besser kontrollieren.

Tipps für guten veganen Fried Rice

  • Reis vollständig abkühlen lassen: Kalter Reis lässt sich deutlich besser anbraten als frisch gekochter heißer Reis.
  • Große Pfanne verwenden: Zu viele Zutaten auf engem Raum erzeugen Dampf statt Röstaromen.
  • Gemüse portionsweise garen: Besonders bei tiefgekühltem Gemüse verhindert das zu viel Flüssigkeit in der Pfanne.
  • Soja-Geschnetzeltes gründlich ausdrücken: Das verbessert die spätere Bräunung erheblich.
  • Liquid Smoke vorsichtig dosieren: Je nach Produkt reichen bereits kleine Mengen für ein kräftiges Raucharoma.
  • Salz erst am Ende beurteilen: Sojasauce, Ketjap Manis, Hoisinsauce und Gewürzmischungen bringen bereits viel Salz mit.
  • Schärfe anpassen: Sambal Oelek kann problemlos reduziert werden.

Kann ich frisches Gemüse verwenden?

Ja. Tiefgekühltes Wok-Gemüse ist vor allem praktisch. Frische Paprika, Karotten, Brokkoli, Pak Choi, Zuckerschoten oder Pilze funktionieren ebenfalls.

Festeres Gemüse zuerst in die Pfanne geben und weichere Sorten später ergänzen, damit alles ungefähr gleichzeitig gar ist.

Kann ich fertigen Fleischersatz verwenden?

Ja. Wenn dir die lange Marinierzeit des Soja-Geschnetzelten zu aufwendig ist, kannst du eine fertige vegane Fleischalternative verwenden.

In diesem Fall entfällt die Marinierzeit. Die genaue Garzeit richtet sich dann nach dem verwendeten Produkt.

Ist der Fried Rice proteinreich?

Ja. Das trockene Soja-Geschnetzelte und der Naturtofu liefern den größten Anteil des Proteins. Mit den angegebenen Mengen enthält eine Portion näherungsweise 28 g Protein.

Damit stammt mehr als ein Fünftel des gesamten Brennwerts aus Protein. Trotzdem beschreibe ich das Gericht nicht pauschal als „gesund“ – es enthält unter anderem mehrere salzige Würzsaucen und eine relevante Menge Öl.

Ist das Rezept glutenfrei?

In der angegebenen Grundversion nicht zuverlässig. Klassische Sojasauce kann Weizen enthalten. Auch Ketjap Manis, Hoisinsauce und Gewürzmischungen sind produktabhängig.

Für eine glutenfreie Variante brauchst du ausdrücklich glutenfreie Tamari beziehungsweise Sojasauce und entsprechend gekennzeichnete süße Sojasauce, Hoisinsauce, Sambal Oelek und Gewürzmischung.

Aufbewahrung und Meal Prep

Die Komponenten lassen sich sehr gut vorbereiten. Das Soja-Geschnetzelte sollte ohnehin mehrere Stunden marinieren und der Reis kann bereits am Vortag gekocht werden.

Fertige Reste nach dem Essen zügig abkühlen lassen und im Kühlschrank aufbewahren. Beim erneuten Erwärmen vollständig durcherhitzen.

Häufige Fragen zu veganem Fried Rice

Kann ich Reis vom Vortag verwenden?

Ja, dafür eignet sich das Rezept besonders gut. Voraussetzung ist, dass der Reis nach dem Kochen zügig abgekühlt und anschließend durchgehend gekühlt gelagert wurde.

Warum wird mein Reis matschig?

Meist ist der Reis noch zu warm oder die Pfanne zu voll. Verwende gut abgekühlten Reis und brate ihn in einer ausreichend großen, heißen Pfanne.

Kann ich weniger scharf würzen?

Ja. Reduziere einfach Sambal Oelek in Marinade und Sauce. Die übrigen Gewürze können unverändert bleiben.

Muss ich Liquid Smoke verwenden?

Nein. Er sorgt nur für die rauchige Note. Alternativ kannst du ihn weglassen oder etwas geräuchertes Paprikapulver verwenden.

Kann ich den Tofu weglassen?

Ja. Das Soja-Geschnetzelte liefert bereits viel Protein. Ohne Rührtofu verändern sich jedoch Geschmack, Konsistenz und Nährwerte.

Rezept für veganen Spicy Fried Rice mit Soja-Geschnetzeltem

Schwierigkeitsgrad: mittel
Menge: 6 Portionen
Vorbereitungszeit: 25 Minuten
Marinierzeit: 6–24 Stunden
Koch-, Brat- und Backzeit: 45 Minuten
Gesamtzeit: mindestens 7 Stunden 10 Minuten

Nährwerte pro Portion (Näherungswerte):
450 kcal
36 g Kohlenhydrate
20 g Fett
28 g Protein

Die Nährwerte sind Näherungswerte für 1 von 6 Portionen. Berechnet wurde mit trockenem Soja-Geschnetzeltem, Naturtofu sowie den angegebenen Ölmengen. Insbesondere Soja-Geschnetzeltes, Tofu, Ketjap Manis, Hoisinsauce und Sojajoghurt unterscheiden sich je nach Produkt.

Küchenutensilien

  • 2 große Pfannen oder Wok und Pfanne
  • Mittelgroßer Topf für den Reis
  • Großer Behälter mit Deckel zum Marinieren
  • Backofen und Backblech
  • Backpapier oder wiederverwendbare Backmatte

Zutaten für den Fried Rice

  • 150 g Reis, ungekocht, z. B. Jasmin- oder Langkornreis
  • 500 g Wok-Gemüse, tiefgekühlt oder frisch
  • 2 EL Sesamöl
  • 1 Frühlingszwiebel

Zutaten für den Rührtofu

  • 200 g fester Naturtofu
  • 1 EL Sonnenblumenöl oder anderes neutrales Bratöl
  • 2 TL Kurkuma
  • 2 EL ungesüßter Sojajoghurt
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer

Zutaten für das knusprige Soja-Geschnetzelte

  • 200 g Soja-Geschnetzeltes, getrocknet
  • ca. 600 ml heiße Gemüsebrühe oder Wasser zum Einweichen, alternativ Menge nach Packungsangabe
  • 50 g Tomatenmark
  • 1 EL Liquid Smoke, je nach Produkt auch weniger
  • 2 EL vegane Fleisch- oder Gulaschgewürzmischung, nach Geschmack
  • 2 EL Sambal Oelek
  • 2 TL Knoblauchgranulat oder Knoblauchpulver
  • ca. 2 cm frischer Ingwer (optional)
  • 1 EL Sonnenblumenöl oder anderes neutrales Bratöl

Zutaten für die Sauce

  • 3 EL Sojasauce
  • 2 EL Ketjap Manis
  • 1 EL Sambal Oelek
  • 1 EL Hoisinsauce
  • 2 EL Sesamöl
  • ca. 2 cm frischer Ingwer
  • 2 große Knoblauchzehen

Zubereitung

  1. Soja-Geschnetzeltes einweichen: Das trockene Soja-Geschnetzelte nach Packungsangabe in heißer Gemüsebrühe oder Wasser einweichen beziehungsweise garen. Als Richtwert sind für 200 g trockenes Soja-Geschnetzeltes etwa 600 ml Flüssigkeit und ungefähr 15 Minuten Quellzeit geeignet.
  2. Soja-Geschnetzeltes ausdrücken: Das eingeweichte Soja-Geschnetzelte abgießen, etwas abkühlen lassen und anschließend sehr gründlich ausdrücken. Bei Bedarf portionsweise in ein sauberes Küchentuch geben und zusätzliche Flüssigkeit herauspressen.
  3. Soja-Geschnetzeltes marinieren: Tomatenmark, Liquid Smoke, Gewürzmischung, Sambal Oelek und Knoblauchgranulat verrühren. Nach Wunsch fein geriebenen Ingwer ergänzen. Mit dem ausgedrückten Soja-Geschnetzelten gründlich vermischen, abdecken und mindestens 6 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank marinieren.
  4. Reis vorbereiten: Am Tag der Fertigstellung den Reis nach Packungsangabe garen. Anschließend auf einer großen Platte oder einem Blech verteilen und vollständig abkühlen lassen. Alternativ bereits am Vortag gekochten und gekühlten Reis verwenden.
  5. Soja-Geschnetzeltes anbraten: Den Backofen auf 160 °C Umluft vorheizen. 1 EL Sonnenblumenöl in einer großen Pfanne erhitzen und das marinierte Soja-Geschnetzelte bei mittlerer bis hoher Hitze etwa 6 bis 8 Minuten kräftig anbraten. Regelmäßig wenden.
  6. Soja-Geschnetzeltes knusprig backen: Das angebratene Soja-Geschnetzelte auf einem mit Backpapier oder Backmatte belegten Backblech verteilen und etwa 20 bis 25 Minuten backen. Zwischendurch einmal wenden. Es soll außen trockener und leicht knusprig werden.
  7. Gemüse garen: Während das Soja-Geschnetzelte im Ofen ist, das Wok-Gemüse in einer großen Pfanne oder einem Wok portionsweise bei mittlerer bis hoher Hitze garen. Tiefgekühltes Gemüse so lange braten, bis überschüssige Flüssigkeit weitgehend verdampft ist. Anschließend beiseitestellen.
  8. Sauce anrühren: Ingwer und Knoblauch schälen und fein reiben oder hacken. Mit Sojasauce, Ketjap Manis, Sambal Oelek, Hoisinsauce und Sesamöl gründlich verrühren.
  9. Reis anbraten: Die Frühlingszwiebel waschen und in feine Ringe schneiden. 2 EL Sesamöl in einer großen Pfanne oder einem Wok erhitzen. Frühlingszwiebel und abgekühlten Reis hineingeben und bei hoher Hitze einige Minuten unter regelmäßigem Wenden braten, bis der Reis heiß ist und stellenweise leicht bräunt.
  10. Reis würzen: Etwa drei Viertel der vorbereiteten Sauce zum gebratenen Reis geben und alles gründlich vermischen. Das Wok-Gemüse unterheben und bei niedriger Hitze warm halten.
  11. Rührtofu zubereiten: Den Naturtofu trocken tupfen und mit einer Gabel grob zerkrümeln. 1 EL Sonnenblumenöl in einer zweiten Pfanne erhitzen und den Tofu etwa 5 Minuten anbraten. Kurkuma und Sojajoghurt hinzufügen, gut vermischen und noch kurz erhitzen. Mit Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken.
  12. Spicy Fried Rice fertigstellen: Das knusprige Soja-Geschnetzelte und den Rührtofu vorsichtig unter Reis und Gemüse heben. Die restliche Sauce nach Geschmack dazugeben und alles nur noch kurz gemeinsam erhitzen. Vor dem Servieren abschmecken.

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1 Kommentare

  1. Hi Alex, vielen Dank für die tolle Umsetzung! Großartig, wie du den Reis in eine vegane Version umgestellt hast!
    Ich freu mich sehr, dass du Gemeinsamkeiten auf meinem Blog gefunden und dich bei mir wohlgefühlt hast.
    Herliche Grüße aus Schwaben
    Simone

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