Diese vegane Ramen-Suppe mit Pak Choi, Champignons und Mais ist in etwa 25 Minuten fertig. Die würzige Brühe wird mit Miso, Sojasauce, Reisessig, Knoblauch und Chili abgeschmeckt, während Pilze und Pak Choi direkt im Topf gegart werden.
Die Ramen-Nudeln koche ich separat und gebe sie erst zum Servieren in die Schüsseln. So lässt sich ihre Garzeit besser kontrollieren und sie saugen nicht schon vor dem Essen zu viel Brühe auf.
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Was sind Ramen?
Ramen sind Nudelsuppen, die besonders eng mit der japanischen Küche verbunden sind. Typisch ist die Kombination aus Ramen-Nudeln, kräftiger Brühe und unterschiedlichen Einlagen beziehungsweise Toppings.
Dadurch lässt sich eine Ramen-Suppe sehr flexibel anpassen. In dieser einfachen veganen Variante verwende ich Pak Choi, Champignons und Mais.
Wenn es besonders schnell gehen soll, findest du auf meinem Blog außerdem mein schnelles veganes Tantanmen-Rezept.
Die Brühe für vegane Ramen
Eine aromatische Gemüsebrühe bildet die Grundlage dieser Ramen-Suppe. Dazu kommen Sojasauce, Miso-Paste, Reisessig, Knoblauch und nach Geschmack Chiliflocken.
Ich verwende besonders gerne meine selbst gemachte Gemüsebrühe für Ramen. Eine gute fertige Gemüsebrühe funktioniert aber ebenfalls.
Was bringt Miso in die Ramen-Brühe?
Miso sorgt für eine kräftige, salzige und umamireiche Würze. Es handelt sich um eine fermentierte Würzpaste, die meist auf Sojabohnen basiert.
Ich rühre die Miso-Paste erst am Ende in die heiße Brühe ein. Dafür etwas Brühe in eine kleine Schüssel geben, die Paste darin glatt rühren und anschließend zurück in den Topf geben.
Dadurch lässt sich Miso besser verteilen und sein Aroma bleibt deutlich wahrnehmbar. Ich bezeichne Miso hier bewusst nicht pauschal als probiotisch oder verdauungsfördernd, da das vom konkreten Produkt und seiner Verarbeitung abhängt.
Welche Ramen-Nudeln eignen sich?
Verwende Ramen-Nudeln, die laut Zutatenliste vegan sind. Für zwei Portionen reichen in diesem Rezept etwa 120 g trockene Nudeln.
Vorgekochte Ramen-Nudeln funktionieren ebenfalls. Da diese bereits viel Wasser enthalten, benötigst du davon entsprechend mehr Gewicht. Orientiere dich dann an zwei Portionen beziehungsweise an der Packungsangabe.
Die Nudeln separat garen, abgießen und anschließend direkt auf die beiden Suppenschüsseln verteilen.
Pak Choi richtig zubereiten
Pak Choi braucht nur wenige Minuten Garzeit. Kleine Exemplare können längs halbiert oder geviertelt werden.
Die kräftigen weißen Stiele brauchen etwas länger als die grünen Blätter. Deshalb ist es sinnvoll, die Pak-Choi-Stücke zuerst mit der Schnittfläche beziehungsweise den Stielen in die Pfanne zu geben.
Welche Pilze passen zu Ramen?
Champignons sind unkompliziert und schnell verfügbar. Sie werden geviertelt und zusammen mit Schalotten und Pak Choi angebraten.
Alternativ passen beispielsweise Shiitake besonders gut zu einer kräftigen Ramen-Brühe. Bei getrockneten Shiitake muss zusätzlich die Einweichzeit berücksichtigt werden.
Warum passt Mais zu Ramen?
Mais bringt eine leicht süßliche Komponente in die ansonsten salzige und würzige Suppe. Dadurch entsteht ein angenehmer Kontrast zu Miso, Sojasauce und Pilzen.
Für dieses Rezept verwende ich etwa 140 g abgetropften Dosenmais. Tiefgekühlter Mais kann ebenfalls verwendet werden.
Tipps für vegane Ramen
- Nudeln separat kochen: So bleiben sie bissfest und saugen nicht zu früh die Brühe auf.
- Pilze kräftig anbraten: Etwas Bräunung sorgt für zusätzlichen Geschmack.
- Pak Choi nur kurz garen: Die Blätter sollen nicht komplett zerfallen.
- Miso erst zum Schluss einrühren: Dafür die Paste vorher mit etwas Brühe glatt rühren.
- Mit Salz vorsichtig sein: Gemüsebrühe, Miso und Sojasauce bringen bereits viel Salz mit.
- Schärfe individuell dosieren: Chiliflocken oder frische Chili erst nach Geschmack ergänzen.
Welche Toppings passen?
Frühlingszwiebeln und Sesam sind besonders unkomplizierte Toppings. Sie werden erst unmittelbar vor dem Servieren auf die fertige Suppe gegeben.
Für mehr Protein passen außerdem gebratener Tofu oder Edamame. Diese Ergänzungen sind optional und nicht in den Nährwerten des Grundrezepts enthalten.
Ist die Ramen-Suppe glutenfrei?
In der angegebenen Version nicht. Klassische Ramen-Nudeln werden üblicherweise aus Weizen hergestellt und normale Sojasauce kann ebenfalls Weizen enthalten.
Für eine glutenfreie Variante brauchst du geeignete glutenfreie Nudeln sowie entsprechend gekennzeichnete Tamari beziehungsweise glutenfreie Sojasauce. Auch Miso und Gemüsebrühe sollten dann auf ihre Kennzeichnung geprüft werden.
Ist das Gericht proteinreich?
Ich bezeichne diese Ramen-Suppe nicht als proteinreich. Eine Portion liefert näherungsweise etwa 18 g Protein bei rund 450 kcal.
Mit Tofu oder Edamame lässt sich der Proteingehalt unkompliziert erhöhen.
Kann ich die Ramen vorbereiten?
Die Brühe und das Gemüse können vorbereitet werden, die Nudeln würde ich aber möglichst frisch kochen. Separat gelagerte Nudeln behalten ihre Konsistenz besser.
Für Meal Prep die Brühe im Kühlschrank aufbewahren und erst beim Aufwärmen frisch gekochte Ramen-Nudeln dazugeben.
Aufbewahrung
Reste zügig abkühlen lassen und gut verschlossen im Kühlschrank lagern. Die Brühe mit Gemüse innerhalb von etwa zwei bis drei Tagen verbrauchen.
Wenn möglich, Nudeln separat aufbewahren. Liegen sie längere Zeit in der Brühe, werden sie deutlich weicher.
Häufige Fragen zu veganen Ramen
Kann ich frische Ramen-Nudeln verwenden?
Ja. Verwende zwei Portionen und orientiere dich bei Gewicht und Garzeit an der Packungsangabe. Vorgekochte Nudeln wiegen durch ihren Wassergehalt deutlich mehr als trockene.
Kann ich Miso weglassen?
Ja, allerdings verändert sich der Geschmack deutlich. Die Brühe verliert einen Teil ihrer kräftigen, würzigen Note.
Kann ich TK-Pak-Choi verwenden?
Frischer Pak Choi eignet sich besser. Seine knackigen Stiele sind ein wichtiger Teil der Konsistenz dieses Gerichts.
Kann ich andere Pilze nehmen?
Ja. Shiitake, Kräuterseitlinge oder Austernpilze funktionieren ebenfalls.
Warum schmeckt meine Brühe zu salzig?
Sojasauce, Miso und Gemüsebrühe enthalten bereits Salz. Deshalb erst ganz am Ende probieren und nur bei Bedarf zusätzlich salzen.
Rezept für vegane Ramen mit Mais, Pilzen und Pak Choi
Schwierigkeitsgrad: einfach
Menge: 2 Portionen
Vorbereitungszeit: 10 Minuten
Kochzeit: 15 Minuten
Gesamtzeit: 25 Minuten
Nährwerte pro Portion (Näherungswerte):
450 kcal
74 g Kohlenhydrate
10 g Fett
18 g Protein
Die Nährwerte sind Näherungswerte für 1 von 2 Portionen ohne optionale Frühlingszwiebeln und Sesam. Berechnet wurde mit 120 g trockenen Ramen-Nudeln und etwa 140 g abgetropftem Mais. Je nach Nudeln, Brühe, Miso und Sojasauce können die tatsächlichen Werte abweichen.
Küchenutensilien
- 2 mittelgroße Töpfe oder 1 Topf und 1 große, tiefe Pfanne
- Schneidebrett
- Messer
- Sieb
- Kleine Schüssel zum Anrühren der Miso-Paste
Zutaten
- 120 g trockene vegane Ramen-Nudeln
- 750 ml Gemüsebrühe
- 4 Mini-Pak-Choi, ca. 400 g
- 140 g Mais, abgetropft
- 200 g Champignons
- 1 EL Sonnenblumenöl
- 3 Knoblauchzehen
- 2 Schalotten
- 1 TL Reisessig
- 2 TL Sojasauce
- 2 TL vegane Miso-Paste, ca. 12 g
- rote Chiliflocken nach Geschmack
- schwarzer Pfeffer
- Salz nur bei Bedarf
Optional zum Servieren
- 1 Frühlingszwiebel, in feinen Ringen
- 2 TL Sesam
Zubereitung
- Ramen-Nudeln kochen: Die Ramen-Nudeln nach Packungsangabe in einem separaten Topf bissfest garen. Abgießen und auf zwei große Suppenschüsseln verteilen.
- Gemüse vorbereiten: Pak Choi gründlich waschen und längs halbieren beziehungsweise größere Exemplare vierteln. Champignons putzen und vierteln oder in dicke Scheiben schneiden. Schalotten und Knoblauch schälen und fein hacken. Den Mais abtropfen lassen.
- Schalotten und Knoblauch anschwitzen: Das Sonnenblumenöl in einem großen Topf oder einer tiefen Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen. Schalotten etwa 2 Minuten glasig dünsten. Knoblauch hinzufügen und weitere 30 Sekunden mitbraten.
- Champignons anbraten: Die Champignons hinzufügen und bei mittlerer bis hoher Hitze etwa 3 bis 4 Minuten anbraten, bis sie leicht gebräunt sind.
- Pak Choi garen: Pak Choi dazugeben und etwa 2 Minuten mitbraten. Größere Stücke möglichst mit der kräftigen Stielseite zuerst in die Pfanne legen.
- Brühe und Mais hinzufügen: Gemüsebrühe und Mais in den Topf geben. Alles aufkochen und anschließend etwa 3 Minuten sanft köcheln lassen, bis der Pak Choi gar, aber noch leicht bissfest ist.
- Miso anrühren: Etwa 100 ml der heißen Brühe in eine kleine Schüssel geben. Die Miso-Paste darin mit einem Löffel oder Schneebesen vollständig glatt rühren.
- Brühe abschmecken: Den Topf vom Herd nehmen. Angerührte Miso-Paste, Sojasauce und Reisessig unterrühren. Mit Chiliflocken und schwarzem Pfeffer abschmecken. Erst anschließend probieren und nur bei Bedarf zusätzlich salzen.
- Ramen anrichten: Gemüse und heiße Brühe auf die beiden Schüsseln mit den Ramen-Nudeln verteilen.
- Servieren: Nach Wunsch mit Frühlingszwiebeln und Sesam bestreuen und direkt heiß servieren.
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