Dieser cremige Hummus wird aus weich gekochten Kichererbsen, Tahini, frischem Zitronensaft, Knoblauch und etwas Kreuzkümmel zubereitet. Eiskaltes Wasser sorgt zusammen mit dem Tahini für eine besonders glatte, lockere Konsistenz.
Entscheidend sind vor allem drei Dinge: sehr weiche Kichererbsen, ausreichend langes Mixen und das schrittweise Einarbeiten von kaltem Wasser. Das Rezept ergibt etwa sechs Portionen beziehungsweise rund 600 g Hummus.
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Wie wird Hummus besonders cremig?
Sehr weich gekochte Kichererbsen sind der wichtigste Ausgangspunkt. Feste Kichererbsen lassen sich zwar pürieren, ergeben aber meist eine gröbere Creme.
Auch die Reihenfolge hilft: Zunächst werden Zitronensaft und Knoblauch miteinander vermischt. Anschließend wird Tahini zusammen mit eiskaltem Wasser aufgeschlagen. Erst danach kommen die Kichererbsen dazu.
6 Tipps für besonders cremigen Hummus
1. Kichererbsen sehr weich kochen
Für wirklich glatten Hummus dürfen die Kichererbsen deutlich weicher sein, als wenn sie beispielsweise für einen Salat verwendet werden. Sie sollten sich problemlos zwischen zwei Fingern zerdrücken lassen.
2. Getrocknete Kichererbsen einweichen
Wenn ihr mit getrockneten Kichererbsen startet, weicht sie etwa 12 bis 24 Stunden in reichlich Wasser ein. Anschließend das Einweichwasser wegschütten und die Kichererbsen in frischem Wasser sehr weich kochen.
3. Etwas Natron kann beim Kochen helfen
Eine kleine Menge Natron im Kochwasser erhöht den pH-Wert und lässt Kichererbsen sowie ihre Schalen schneller weich werden. Das kann eine besonders feine Konsistenz erleichtern.
Für etwa 180 g getrocknete Kichererbsen reicht ungefähr 1/2 TL Natron im Kochwasser. Die gekochten Kichererbsen anschließend gut abspülen.
4. Tahini mit eiskaltem Wasser aufschlagen
Tahini wird beim ersten Kontakt mit Wasser zunächst deutlich dicker. Wird anschließend weitergemixt und nach und nach kaltes Wasser eingearbeitet, entsteht eine helle, cremige Emulsion.
5. Knoblauch kurz im Zitronensaft ziehen lassen
Knoblauch und Zitronensaft können vor der weiteren Zubereitung etwa 10 Minuten zusammen stehen. Dadurch verbindet sich der Knoblauchgeschmack gleichmäßiger mit der Zitronenbasis.
6. Lange genug mixen
Hummus wird nicht nur durch die Zutaten cremig. Auch die Mixdauer macht einen deutlichen Unterschied. Nach Zugabe der Kichererbsen die Masse etwa 2 Minuten sehr fein pürieren und zwischendurch gegebenenfalls die Seiten des Mixbehälters abstreifen.
Was ist Tahini?
Tahini ist eine Paste aus fein gemahlenem Sesam und eine der charakteristischen Zutaten von Hummus. Sie bringt einen kräftigen, leicht nussigen Sesamgeschmack und trägt gleichzeitig zur cremigen Konsistenz bei.
Je nach Marke schmeckt Tahini unterschiedlich bitter oder intensiv. Für Hummus eignet sich ein möglichst fein gemahlenes, flüssiges Tahini besonders gut.
Ist Kreuzkümmel notwendig?
Nein. Kreuzkümmel gehört in vielen Hummus-Varianten dazu und bringt eine warme, erdige Gewürznote. Wenn ihr den Geschmack nicht mögt, könnt ihr ihn reduzieren oder ganz weglassen.
Die Entscheidung sollte hier vor allem nach Geschmack fallen – Kreuzkümmel ist für die cremige Konsistenz nicht erforderlich.
Rezept für besonders cremigen Hummus
Dieser klassische Hummus wird aus gekochten Kichererbsen, Tahini, Zitrone und Knoblauch zubereitet. Das Rezept ergibt ungefähr 600 g beziehungsweise sechs Portionen à etwa 100 g.
Schwierigkeitsgrad: einfach
Menge: ca. 600 g / 6 Portionen
Vorbereitung: 15 Minuten
Ruhezeit: 10 Minuten
Gesamtzeit: 25 Minuten
Hinweis: Die Zeiten gelten für bereits gekochte Kichererbsen. Bei Verwendung getrockneter Kichererbsen kommen Einweich- und Kochzeit zusätzlich hinzu.
Nährwerte pro Portion
Die Nährwerte sind Näherungswerte für etwa 100 g Hummus beziehungsweise ein Sechstel des Rezepts.
- Kalorien: ca. 240 kcal
- Kohlenhydrate: ca. 22 g
- Fett: ca. 15 g
- Protein: ca. 9 g
Küchenutensilien
- leistungsstarker Mixer oder Food Processor
- Zitruspresse, optional
- Messbecher und Löffel
- Spatel
Zutaten
- 360 g sehr weich gekochte Kichererbsen
- 120 g Tahini
- 60 ml frisch gepresster Zitronensaft
- 2–4 EL eiskaltes Wasser
- 1 große Knoblauchzehe
- 1 EL Olivenöl
- 1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
- 1 TL Salz, anschließend nach Geschmack
- schwarzer Pfeffer nach Geschmack, optional
Zubereitung
- Knoblauch und Zitrone vorbereiten: Knoblauch schälen und grob zerkleinern. Zusammen mit Zitronensaft und 1 TL Salz in den Mixer geben und kurz mixen.
- Zitronen-Knoblauch-Mischung ruhen lassen: Die Mischung etwa 10 Minuten stehen lassen.
- Tahini aufschlagen: Tahini in den Mixer geben und mixen. Nach und nach zunächst 2 EL eiskaltes Wasser hinzufügen. Weiter mixen, bis die Mischung deutlich heller und cremig geworden ist.
- Konsistenz der Tahini-Creme einstellen: Falls die Masse noch sehr fest ist, esslöffelweise zusätzliches eiskaltes Wasser dazugeben. Insgesamt etwa 2–4 EL verwenden.
- Kichererbsen hinzufügen: Kichererbsen und Kreuzkümmel in den Mixer geben und alles etwa 2 Minuten sehr fein pürieren. Zwischendurch den Mixer stoppen und die Masse mit einem Spatel von den Seiten nach unten schieben.
- Olivenöl einarbeiten: Während des Mixens das Olivenöl langsam einlaufen lassen und weiter pürieren, bis der Hummus möglichst glatt und cremig ist.
- Abschmecken: Hummus probieren und bei Bedarf mit zusätzlichem Zitronensaft, Salz, Kreuzkümmel oder schwarzem Pfeffer abschmecken.
- Servieren: Den Hummus in eine Schale geben und nach Wunsch mit einigen Kichererbsen, Petersilie oder einem kleinen Schuss Olivenöl garnieren.
Kann ich Kichererbsen aus der Dose verwenden?
Ja. Für besonders cremigen Hummus können auch Kichererbsen aus Dose oder Glas verwendet werden. Sind sie noch relativ fest, könnt ihr sie vor dem Mixen zusätzlich einige Minuten in Wasser weich kochen.
Anschließend gut abgießen. Ein paar Esslöffel Kochwasser können aufgehoben werden, falls der Hummus später noch verdünnt werden soll.
Wie viele getrocknete Kichererbsen brauche ich?
Für etwa 360 g gekochte Kichererbsen könnt ihr ungefähr 180 g getrocknete Kichererbsen einplanen. Die genaue Ausbeute hängt von Sorte und Kochdauer ab.
Die Kichererbsen 12 bis 24 Stunden einweichen, das Wasser anschließend wechseln und sie in frischem Wasser vollständig weich kochen.
Muss man die Kichererbsen häuten?
Nein. Einzelnes Schälen kann eine besonders feine Textur ermöglichen, ist bei sehr weich gekochten Kichererbsen und einem leistungsfähigen Mixer aber nicht zwingend notwendig.
Warum ist mein Hummus zu dick?
Dann fehlt meist Flüssigkeit. Eiskaltes Wasser esslöffelweise einarbeiten, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
Bedenkt außerdem, dass Hummus im Kühlschrank noch etwas fester wird.
Warum schmeckt mein Hummus bitter?
Häufig liegt es am Tahini. Sesampasten unterscheiden sich deutlich im Geschmack. Ein sehr bitteres Tahini kann den gesamten Hummus dominieren.
Auch zu viel Kreuzkümmel oder Knoblauch kann den Geschmack stärker beeinflussen als gewünscht.
Was passt zu Hummus?
Hummus passt zu Fladenbrot, Gemüse, Falafel oder als Aufstrich auf Brot und Sandwiches. Er kann außerdem als Bestandteil von Bowls und Vorspeisenplatten verwendet werden.
Aufbewahrung
Hummus gehört in den Kühlschrank. In einem sauberen, gut verschlossenen Behälter sollte er innerhalb von etwa 3 bis 4 Tagen verbraucht werden.
Für die Entnahme immer einen sauberen Löffel verwenden.
Häufige Fragen
Ist Hummus vegan?
Ja. Klassischer Hummus aus Kichererbsen, Tahini, Zitronensaft, Knoblauch und Olivenöl besteht ausschließlich aus pflanzlichen Zutaten.
Ist Hummus glutenfrei?
Die Zutaten dieses Grundrezepts enthalten kein glutenhaltiges Getreide. Bei einer medizinisch notwendigen glutenfreien Ernährung sollte bei verarbeiteten Produkten und möglicher Kreuzkontamination dennoch auf die Kennzeichnung geachtet werden.
Ist Tahini eine Nuss?
Nein. Tahini wird aus Sesamsamen hergestellt. Sesam ist allerdings selbst ein deklarationspflichtiges Allergen.
Ist Hummus proteinreich?
Hummus enthält pflanzliches Protein, ist aber nicht primär ein Proteinprodukt. Eine Portion von etwa 100 g liefert in dieser Rezeptur ungefähr 9 g Protein.
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