Veganer gebratener Reis mit knusprigem Tofu & Gemüse

Dieser vegane gebratene Reis mit knusprigem Tofu und Gemüse ist ein unkompliziertes Pfannengericht mit Karotten, Mais, Erbsen und Frühlingszwiebeln. Eine würzige Sauce aus Sojasauce, Erdnussbutter, Chili-Knoblauch-Sauce und geröstetem Sesamöl verbindet Reis, Gemüse und Tofu miteinander.

Besonders praktisch ist das Rezept zur Resteverwertung: Bereits gekochter, gut gekühlter Reis vom Vortag lässt sich direkt in der Pfanne verwenden. Alternativ könnt ihr den Reis frisch kochen und vor dem Braten kurz ausdampfen lassen.

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Warum eignet sich kalter Reis besonders gut?

Abgekühlter Reis ist trockener und lässt sich deshalb besser braten. Frisch gekochter, noch sehr feuchter Reis klebt leichter zusammen und kann in der Pfanne eher weich als gebraten werden.

Wer übrig gebliebenen Reis verwendet, sollte ihn nach dem ursprünglichen Kochen zügig abgekühlt und durchgehend im Kühlschrank gelagert haben. Zum Servieren wird er in der Pfanne wieder vollständig erhitzt.

So wird der Tofu knusprig

Für dieses Rezept braucht ihr festen Naturtofu. Tupft ihn vor dem Schneiden möglichst trocken und bratet ihn zunächst separat in etwas Sonnenblumenöl an.

Dabei den Tofu nicht ständig bewegen. Wenn die Würfel einige Zeit Kontakt mit dem heißen Pfannenboden haben, können sich deutlich bessere Röstaromen entwickeln.

Erst wenn der Tofu gebräunt ist, kommt die Hälfte der Sauce hinzu. Dadurch bekommt er Geschmack, ohne von Anfang an in Flüssigkeit zu garen.

Die Erdnuss-Soja-Sauce

Die Sauce besteht aus Sojasauce, Erdnussbutter, Zucker, Chili-Knoblauch-Sauce, Knoblauch und geröstetem Sesamöl.

Die Erdnussbutter macht sie leicht cremig, während Sojasauce für Salzigkeit, Zucker für Süße und Chili-Knoblauch-Sauce für Schärfe sorgen. Geröstetes Sesamöl wird nur sparsam verwendet, weil sein Aroma sehr intensiv ist.

Tipps für gebratenen Reis

  • Kalten Reis verwenden: Reis vom Vortag lässt sich besonders gut braten.
  • Große Pfanne verwenden: Zu viele Zutaten auf engem Raum beginnen eher zu dünsten.
  • Tofu separat braten: So bekommt er eine kräftigere Oberfläche.
  • Karotten zuerst garen: Sie benötigen mehr Zeit als Erbsen und Mais.
  • Reis bei hoher Hitze braten: Sobald das Gemüse vorbereitet ist, darf die Pfanne ordentlich heiß sein.
  • Sauce erst zum Schluss vollständig hinzufügen: Dadurch bleibt der Reis gebraten statt weich und saucig.

Rezept für veganen gebratenen Reis mit Tofu und Gemüse

Das Rezept ergibt vier Hauptgericht-Portionen. Ihr könnt entweder 200 g trockenen Reis frisch kochen oder ungefähr 600 g bereits gekochten, gekühlten Reis verwenden.

Schwierigkeitsgrad: einfach
Menge: 4 Portionen
Vorbereitung: ca. 15 Minuten
Koch- und Bratzeit: ca. 25 Minuten
Gesamtzeit: ca. 40 Minuten

Nährwerte pro Portion

Die Angaben sind Näherungswerte für ein Viertel des Rezepts. Berechnet wurde mit etwa 280 g abgetropftem Zuckermais und insgesamt 2 EL Sonnenblumenöl. Optionale Erdnüsse zum Garnieren sind nicht eingerechnet.

  • Kalorien: ca. 585 kcal
  • Kohlenhydrate: ca. 74 g
  • Fett: ca. 20 g
  • Protein: ca. 27 g

Küchenutensilien

  • mittelgroßer Topf mit Deckel, falls der Reis frisch gekocht wird
  • 2 große Pfannen oder 1 große Pfanne plus Teller für den Tofu
  • kleine Schüssel für die Sauce
  • Schneebesen
  • Schneidebrett und Messer

Zutaten für Reis, Tofu und Gemüse

  • 200 g Reis, trocken, alternativ ca. 600 g gekochter kalter Reis
  • 400 g fester Naturtofu
  • 2 Karotten (ca. 200 g)
  • 100 g grüne Erbsen, tiefgekühlt
  • 1 Glas Zuckermais, ca. 280 g Abtropfgewicht
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln (ca. 100 g)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL Sonnenblumenöl

Zutaten für die Sauce

  • 6 EL Sojasauce (ca. 90 ml)
  • 2 EL Erdnussbutter (ca. 30 g)
  • 3 EL Zucker (ca. 35 g)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 TL Chili-Knoblauch-Sauce
  • 1 TL geröstetes Sesamöl
  • 2–4 EL Wasser, falls die Sauce zu dick ist

Optional zum Servieren

  • geröstete Erdnüsse nach Geschmack
  • zusätzliche Frühlingszwiebelringe

Zubereitung

  1. Reis vorbereiten: Falls kein gekochter Reis vorhanden ist, den trockenen Reis nach Packungsangabe garen. Anschließend kurz ausdampfen lassen.
  2. Tofu vorbereiten: Naturtofu trocken tupfen und in gleichmäßige mundgerechte Würfel schneiden.
  3. Tofu anbraten: 1 EL Sonnenblumenöl in einer großen Pfanne bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen. Tofu hineingeben und etwa 7–8 Minuten rundherum goldbraun braten. Dabei nicht ständig umrühren.
  4. Sauce anrühren: 1 Knoblauchzehe fein hacken oder pressen und mit Sojasauce, Erdnussbutter, Zucker, Chili-Knoblauch-Sauce und geröstetem Sesamöl verrühren.
  5. Konsistenz der Sauce einstellen: Ist die Sauce sehr dick, 2–4 EL Wasser einrühren, bis sie gut fließfähig ist.
  6. Tofu würzen: Sobald der Tofu gebräunt ist, etwa die Hälfte der Sauce in die Pfanne geben und alles 1–2 Minuten schwenken, bis der Tofu gleichmäßig überzogen ist. Anschließend aus der Pfanne nehmen und beiseitestellen.
  7. Gemüse vorbereiten: Karotten schälen oder gründlich waschen und klein würfeln oder in dünne Scheiben schneiden. Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden. Mais abgießen. Die übrigen 2 Knoblauchzehen fein hacken.
  8. Karotten anbraten: Den restlichen 1 EL Sonnenblumenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Karotten etwa 3 Minuten bei mittlerer bis hoher Hitze anbraten.
  9. Restliches Gemüse hinzufügen: Frühlingszwiebeln, Mais, tiefgekühlte Erbsen und gehackten Knoblauch dazugeben und weitere 3–4 Minuten braten.
  10. Reis braten: Den gekochten Reis zum Gemüse geben, die Hitze erhöhen und alles etwa 4–5 Minuten kräftig braten. Den Reis zwischendurch wenden, aber nicht ununterbrochen rühren.
  11. Restliche Sauce hinzufügen: Die verbliebene Hälfte der Sauce über den Reis geben und gründlich unterheben.
  12. Tofu unterheben: Den gebratenen Tofu wieder in die Pfanne geben und alles weitere 1–2 Minuten vollständig erhitzen.
  13. Servieren: Den gebratenen Reis auf vier Portionen verteilen und nach Wunsch mit gerösteten Erdnüssen oder zusätzlichen Frühlingszwiebeln bestreuen.

Kann ich anderes Gemüse verwenden?

Ja. Gebratener Reis eignet sich hervorragend zur Resteverwertung. Paprika, Brokkoli, Pilze, Zucchini oder Chinakohl passen ebenfalls gut.

Festes Gemüse sollte früher in die Pfanne, schnell garende Sorten entsprechend später.

Kann ich den Tofu ersetzen?

Ja. Kichererbsen oder Edamame sind beispielsweise mögliche pflanzliche Alternativen.

Die hier angegebene Zubereitung und die Nährwerte beziehen sich allerdings auf Naturtofu.

Wie wird gebratener Reis glutenfrei?

Normale Sojasauce durch ausdrücklich glutenfreie Tamari ersetzen. Auch Chili-Knoblauch-Sauce, Erdnussbutter und alle übrigen verarbeiteten Zutaten müssen bei einer medizinisch notwendigen glutenfreien Ernährung entsprechend gekennzeichnet sein.

Kann ich Quinoa statt Reis verwenden?

Ja, technisch funktioniert auch gekochte Quinoa. Geschmack und Konsistenz unterscheiden sich dann allerdings deutlich vom klassischen gebratenen Reis.

Kann ich weniger Zucker verwenden?

Ja. Die ursprünglich verwendeten 3 EL sorgen für einen deutlich süß-salzigen Geschmack.

Wer es weniger süß mag, kann zunächst 2 EL verwenden und die Sauce anschließend abschmecken. Die angegebenen Nährwerte beziehen sich auf die vollständigen 3 EL.

Aufbewahrung

Reste nach dem Essen zügig abkühlen lassen und in einem geschlossenen Behälter im Kühlschrank aufbewahren.

Innerhalb von etwa 2 Tagen verbrauchen und beim erneuten Erwärmen vollständig durcherhitzen.

Häufige Fragen

Warum wird mein gebratener Reis matschig?

Meist ist der Reis noch zu feucht oder die Pfanne zu voll. Kalter, trockener Reis lässt sich besser braten als frisch gekochter heißer Reis.

Warum wird mein Tofu nicht knusprig?

Zu viel Oberflächenfeuchtigkeit verhindert kräftige Bräunung. Tofu deshalb gut trocken tupfen und zunächst ohne Sauce braten.

Enthält das Rezept Erdnüsse?

Ja. Die Sauce enthält Erdnussbutter. Das Gericht ist deshalb nicht für Menschen mit einer Erdnussallergie geeignet, sofern die Sauce nicht entsprechend neu formuliert wird.

Ist der gebratene Reis vegan?

Ja. In dieser Variante werden weder Ei noch andere tierische Zutaten verwendet.

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