Vegane Schupfnudeln mit cremiger Pilz-Sahne-Sauce

Diese veganen Schupfnudeln mit Pilz-Sahne-Sauce werden komplett selbst gemacht: aus mehligkochenden Kartoffeln, Weizenmehl und Kartoffelstärke. Nach dem Formen werden die Schupfnudeln gedämpft und anschließend in der Pfanne goldbraun gebraten.

Dazu gibt es eine cremige Pilzsauce mit Zwiebeln, Knoblauch, Gemüsebrühe, pflanzlicher Cuisine und einem kleinen Schuss Weißwein. Das Rezept braucht etwas Zeit, lässt sich aber gut in einzelne Arbeitsschritte aufteilen.

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Wie werden vegane Schupfnudeln ohne Ei gemacht?

Für Schupfnudeln ist Ei nicht zwingend notwendig. In diesem Rezept sorgen mehligkochende Kartoffeln, Weizenmehl und Kartoffelstärke für einen formbaren Teig.

Wichtig ist, dass die gekochten Kartoffeln nach dem Abgießen nicht unnötig viel Wasser enthalten. Je feuchter die Kartoffelmasse ist, desto mehr Mehl müsste später eingearbeitet werden.

Warum werden die Schupfnudeln gedämpft?

Bei dieser Variante werden die geformten Schupfnudeln zunächst etwa 20 Minuten gedämpft und erst danach in der Pfanne gebraten.

Beim Dämpfen liegen sie nicht direkt im Kochwasser. Dadurch besteht weniger Gefahr, dass ein sehr weicher Kartoffelteig im Wasser auseinanderfällt oder zusätzlich Flüssigkeit aufnimmt.

Alternativ können Schupfnudeln auch vorsichtig in siedendem Wasser gegart werden, bis sie an die Oberfläche steigen.

Welche Kartoffeln eignen sich für Schupfnudeln?

Mehligkochende Kartoffeln sind für dieses Rezept am besten geeignet. Ihr höherer Stärkeanteil hilft dabei, einen formbaren Kartoffelteig herzustellen.

Die Kartoffeln nach dem Kochen gut ausdampfen lassen und anschließend gründlich stampfen. Größere Kartoffelstücke im Teig erschweren das gleichmäßige Formen.

So werden Schupfnudeln richtig geformt

Der fertige Kartoffelteig wird zunächst in mehrere Portionen geteilt und auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu etwa 3–4 cm dicken Rollen geformt.

Davon werden gleich große Stücke abgeschnitten und zwischen den Händen oder auf der Arbeitsfläche zu länglichen Schupfnudeln mit leicht spitz zulaufenden Enden gerollt.

Möglichst ähnlich große Schupfnudeln garen später gleichmäßiger.

So wird die vegane Pilz-Sahne-Sauce cremig

Die Pilze werden zunächst kräftig angebraten. Danach wird etwas Mehl darübergestreut und kurz mitgeröstet. Das Mehl bindet anschließend Weißwein, Gemüsebrühe und pflanzliche Cuisine zu einer cremigen Sauce.

Die Pilze sollten nicht zu dicht in einer kleinen Pfanne liegen. Bei ausreichend hoher Hitze können sie besser bräunen, anstatt hauptsächlich im eigenen Wasser zu dünsten.

Welcher Weißwein eignet sich?

Ein trockener Weißwein passt gut zur Pilzsauce. Wer das Gericht konsequent vegan zubereiten möchte, sollte einen entsprechend gekennzeichneten veganen Wein verwenden.

Ohne Wein können die 50 ml durch zusätzliche Gemüsebrühe ersetzt werden. Ein kleiner Spritzer Zitronensaft am Ende bringt dann etwas Säure in die Sauce.

Tipps für selbst gemachte Schupfnudeln

  • Mehligkochende Kartoffeln verwenden: Sie eignen sich besonders gut für Kartoffelteig.
  • Kartoffeln gut ausdampfen lassen: Weniger Feuchtigkeit bedeutet, dass weniger zusätzliches Mehl nötig ist.
  • Teig nur kurz bearbeiten: Sobald eine formbare Masse entstanden ist, nicht unnötig lange kneten.
  • Ähnlich große Schupfnudeln formen: So garen sie gleichmäßig.
  • Beim Braten nicht überfüllen: In zwei Portionen werden die Schupfnudeln leichter rundherum goldbraun.

Rezept für vegane Schupfnudeln mit Pilz-Sahne-Sauce

Das Rezept ergibt zwei große Hauptgericht-Portionen. Die Pilzsauce kann zubereitet werden, während die Schupfnudeln dämpfen, um die Gesamtzeit etwas zu verkürzen.

Schwierigkeitsgrad: mittel
Menge: 2 große Portionen
Vorbereitung inkl. Formen: ca. 35 Minuten
Kochzeit Kartoffeln: ca. 20 Minuten
Abkühlzeit Kartoffelteig: ca. 10 Minuten
Dampfzeit: ca. 20 Minuten
Bratzeit: ca. 15 Minuten
Sauce: ca. 15 Minuten, parallel zur Dampfzeit
Gesamtzeit: ca. 1 Stunde 40 Minuten

Nährwerte pro Portion

Die Angaben sind Näherungswerte für die Hälfte des vollständigen Rezepts. Pflanzliche Cuisine, Margarine und Gemüsebrühe können je nach verwendetem Produkt deutlich abweichen.

  • Kalorien: ca. 910 kcal
  • Kohlenhydrate: ca. 142 g
  • Fett: ca. 27 g
  • Protein: ca. 20 g

Küchenutensilien

  • mittelgroßer Kochtopf
  • Dampfgarer oder Dämpfeinsatz
  • große Pfanne für die Schupfnudeln
  • große Pfanne für die Pilzsauce
  • Kartoffelstampfer oder Kartoffelpresse
  • Schneidebrett und Messer

Zutaten für die veganen Schupfnudeln

  • 550 g mehligkochende Kartoffeln
  • 150 g Weizenmehl Type 550
  • 50 g Kartoffelstärke
  • 1 TL Salz
  • 1 Prise Muskatnuss
  • 20 g vegane Margarine zum Braten

Zutaten für die Pilz-Sahne-Sauce

  • 300 g Champignons oder andere Pilze
  • 50 g Zwiebel
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 20 g Weizenmehl Type 550
  • 50 ml trockener veganer Weißwein
  • 150 ml Gemüsebrühe
  • 150 ml pflanzliche Cuisine
  • 1 EL Sonnenblumenöl
  • 2 EL gehackte Petersilie
  • 1/2 TL Paprikapulver, edelsüß
  • Salz nach Geschmack
  • schwarzer Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung

  1. Kartoffeln vorbereiten: Kartoffeln schälen, in gleichmäßig große Stücke schneiden und in einen Topf geben. Mit Wasser bedecken.
  2. Kartoffeln kochen: Wasser aufkochen und die Kartoffeln etwa 20 Minuten sanft garen, bis sie vollständig weich sind.
  3. Kartoffeln ausdampfen lassen: Kochwasser vollständig abgießen und die Kartoffeln noch 1–2 Minuten im warmen Topf ausdampfen lassen.
  4. Kartoffeln stampfen: Kartoffeln mit einem Kartoffelstampfer fein zerdrücken oder durch eine Kartoffelpresse drücken.
  5. Schupfnudelteig herstellen: Weizenmehl, Kartoffelstärke, Salz und Muskat zur Kartoffelmasse geben und zügig zu einem gleichmäßigen Teig vermengen.
  6. Teig abkühlen lassen: Kartoffelteig etwa 10 Minuten stehen lassen, bis er sich angenehm formen lässt.
  7. Teig portionieren: Den Teig in vier ungefähr gleich große Portionen teilen und auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu etwa 3–4 cm dicken Rollen formen.
  8. Schupfnudeln formen: Von den Rollen gleichmäßige Stücke abschneiden und diese zwischen den Händen zu länglichen Schupfnudeln mit leicht spitzen Enden rollen.
  9. Schupfnudeln dämpfen: Die Schupfnudeln mit etwas Abstand auf die Dämpfeinsätze verteilen und über kochendem Wasser etwa 20 Minuten dämpfen.
  10. Pilze und Gemüse vorbereiten: Während die Schupfnudeln dämpfen, Pilze putzen und je nach Größe vierteln oder in dicke Scheiben schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Petersilie waschen und fein schneiden.
  11. Zwiebeln anbraten: Sonnenblumenöl in einer großen Pfanne erhitzen und die Zwiebeln bei mittlerer Hitze 2–3 Minuten glasig dünsten.
  12. Pilze anbraten: Pilze hinzufügen und bei mittlerer bis hoher Hitze etwa 4–5 Minuten kräftig anbraten. Knoblauch zum Schluss kurz mitbraten.
  13. Mehl hinzufügen: 20 g Mehl über Pilze und Zwiebeln streuen und etwa 1 Minute gründlich unterrühren.
  14. Sauce ablöschen: Mit Weißwein ablöschen und kurz einkochen lassen.
  15. Pilzsauce fertigstellen: Gemüsebrühe und pflanzliche Cuisine unter Rühren hinzufügen und die Sauce etwa 8–10 Minuten sanft köcheln lassen.
  16. Sauce abschmecken: Paprikapulver und Petersilie einrühren und mit Salz sowie schwarzem Pfeffer abschmecken.
  17. Schupfnudeln anbraten: Vegane Margarine in einer großen Pfanne erhitzen. Die gedämpften Schupfnudeln bei mittlerer bis hoher Hitze rundherum etwa 10–15 Minuten goldbraun braten. Bei Bedarf in zwei Portionen arbeiten.
  18. Servieren: Die knusprigen Schupfnudeln auf zwei Teller verteilen und mit der cremigen Pilz-Sahne-Sauce servieren.

Kann ich die Schupfnudeln auch kochen statt dämpfen?

Ja. Die geformten Schupfnudeln können alternativ portionsweise in leicht siedendes Salzwasser gegeben werden.

Sobald sie an die Oberfläche steigen, mit einer Schaumkelle herausnehmen, gut abtropfen lassen und anschließend in der Pfanne anbraten.

Kann ich die Schupfnudeln vorbereiten?

Ja. Besonders praktisch ist es, die Schupfnudeln bereits zu dämpfen beziehungsweise zu kochen und später nur noch knusprig anzubraten.

Die gegarten Nudeln vollständig abkühlen lassen und bis zum Weiterverarbeiten abgedeckt im Kühlschrank lagern.

Kann ich den Weißwein ersetzen?

Ja. Die 50 ml Weißwein können durch die gleiche Menge zusätzliche Gemüsebrühe ersetzt werden.

Nach dem Kochen kann ein kleiner Spritzer Zitronensaft für etwas Säure sorgen.

Welche Pilze passen zur Sauce?

Champignons funktionieren besonders unkompliziert. Braune Champignons bringen etwas kräftigeren Geschmack mit.

Auch Kräuterseitlinge oder eine Mischung verschiedener Speisepilze passen zur cremigen Sauce.

Kann ich fertige Schupfnudeln verwenden?

Ja. Damit wird das Gericht wesentlich schneller. Bei einer veganen Ernährung unbedingt die Zutatenliste prüfen, da viele gekaufte Schupfnudeln Ei oder andere tierische Bestandteile enthalten können.

Aufbewahrung

Übrig gebliebene Schupfnudeln und Pilzsauce nach dem Abkühlen möglichst getrennt in geschlossenen Behältern im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von etwa 2 Tagen verbrauchen.

Die Schupfnudeln zum Aufwärmen am besten erneut kurz in der Pfanne anbraten.

Häufige Fragen

Warum ist mein Schupfnudelteig klebrig?

Die Kartoffeln enthalten wahrscheinlich noch relativ viel Feuchtigkeit. Nach dem Kochen gut ausdampfen lassen und den Teig erst danach mischen.

Beim Formen kann die Arbeitsfläche leicht bemehlt werden. Nicht unnötig große Mengen zusätzliches Mehl einkneten, da die Schupfnudeln sonst fester werden.

Warum zerfallen meine Schupfnudeln?

Ein zu feuchter oder sehr weicher Teig ist häufig die Ursache. Beim Kochen sollte das Wasser außerdem nur sanft sieden und nicht kräftig sprudeln.

Das Dämpfen ist bei dieser Rezeptur eine unkomplizierte Alternative.

Warum wird meine Pilzsauce klumpig?

Die Flüssigkeit wurde wahrscheinlich zu schnell zum Mehl gegeben. Wein, Brühe und Cuisine nach und nach unter gründlichem Rühren einarbeiten.

Sind die Schupfnudeln vegan?

Ja. Die selbst gemachten Schupfnudeln kommen ohne Ei aus. Für das vollständige Gericht zusätzlich vegane Margarine, pflanzliche Cuisine, Gemüsebrühe und gegebenenfalls vegan geklärten Weißwein verwenden.

Wer danach noch etwas Süßes möchte: Im ursprünglichen Beitrag habe ich dazu meine veganen Kaffeebrownies mit Walnüssen empfohlen.

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