Dieses vegane grüne Curry kombiniert Brokkoli, Kohlrabi, Karotten und Kichererbsen mit Kokosmilch, grüner Currypaste und Zitronengras. Dazu gibt es Basmatireis und geröstete Erdnüsse als Topping.
Das Gemüse wird nicht alles gleichzeitig gegart: Kohlrabi und Karotten kommen zuerst in die Sauce, Brokkoli und bereits gekochte Kichererbsen erst später. Dadurch bleiben die Brokkoliröschen bissfester.
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Grünes Curry mit Brokkoli, Kohlrabi und Kichererbsen
Die Grundlage des Currys ist eine cremige Sauce aus Kokosmilch, Gemüsebrühe und grüner Currypaste. Zitronengras, Ingwer, Knoblauch und Zitronensaft bringen Frische und Würze dazu.
Ich koche Curry gerne, weil sich die Gemüsesorten unkompliziert austauschen lassen. In dieser Variante verwende ich Brokkoli, Kohlrabi und Karotten und ergänze Kichererbsen.
Welche grüne Currypaste eignet sich?
Für dieses Rezept brauchst du etwa 15 g grüne Currypaste. Die Schärfe kann sich zwischen verschiedenen Produkten deutlich unterscheiden. Wenn deine Paste besonders intensiv ist, beginne etwas sparsamer und ergänze später.
Wenn das Gericht vegan sein soll, solltest du die Zutatenliste prüfen und eine ausdrücklich vegane grüne Currypaste verwenden. Currypasten unterscheiden sich je nach Hersteller in ihrer Zusammensetzung.
Warum wird die Currypaste angeröstet?
Kurzes Anrösten in Öl intensiviert das Aroma der Gewürzpaste. Eine halbe bis eine Minute reicht aus.
Currypaste, Knoblauch und Ingwer dürfen dabei nicht dunkel werden. Danach kommen direkt Kohlrabi und Karotten beziehungsweise die Flüssigkeit in die Pfanne.
So verwendest du Zitronengras im Curry
Zitronengras wird mitgekocht, aber vor dem Servieren wieder entfernt. Entferne trockene äußere Blätter und klopfe den unteren, dickeren Teil des Stängels mit dem Messerrücken etwas an. Dadurch können sich die Aromen besser verteilen.
Der Stängel kann anschließend im Ganzen in der Sauce mitköcheln. So musst du später keine harten Zitronengrasstücke aus dem Curry herausfischen.
Warum kommt der Brokkoli erst später dazu?
Brokkoli benötigt deutlich weniger Garzeit als Kohlrabi und Karotten. Würden alle Gemüsesorten 15 bis 20 Minuten gemeinsam köcheln, wäre der Brokkoli am Ende sehr weich.
Kohlrabi und Karotten dürfen deshalb zunächst etwa 8 Minuten in der Kokossauce garen. Brokkoli und Kichererbsen kommen anschließend für weitere 5 bis 7 Minuten dazu.
Frischer oder tiefgekühlter Brokkoli?
Beides funktioniert. Frischen Brokkoli in möglichst gleich große Röschen teilen und waschen.
TK-Brokkoli kann direkt gefroren in das Curry gegeben werden. Je nach Größe der Röschen kann er ein bis zwei Minuten länger benötigen.
Welche Kichererbsen brauche ich?
Die angegebenen 200 g beziehen sich auf bereits gegarte und abgetropfte Kichererbsen. Kichererbsen aus Dose oder Glas können einfach abgespült und abgetropft werden.
Wenn du Kichererbsen selbst vorkochst und einfrierst, funktioniert dieselbe Menge ebenfalls.
Warum kommt Zucker ins grüne Curry?
Eine kleine Menge Zucker gleicht Schärfe, Säure und Salz der Currypaste aus. Für vier Portionen reichen 10 g.
Der Zucker soll das Curry nicht süß machen. Wenn deine Kokosmilch oder Currypaste bereits eine deutliche Süße mitbringt, kannst du die Menge etwas reduzieren.
So wird die Sauce cremig
Kokosmilch sorgt für die cremige Konsistenz. Verwende für dieses Rezept 400 ml Kokosmilch aus der Dose, nicht Kokosdrink.
Wird das Curry zu dick, kannst du etwas Gemüsebrühe oder Wasser ergänzen. Ist die Sauce noch sehr dünn, lass sie einige Minuten ohne Deckel sanft einkochen.
Was passt zum grünen Curry?
Basmatireis ist eine unkomplizierte Beilage. Für vier Portionen verwende ich 320 g trockenen Reis.
Wer weniger Reis möchte, kann die Menge natürlich reduzieren oder das Curry ohne Reis servieren. Die unten angegebenen Nährwerte beziehen sich jedoch auf die vollständigen 320 g.
Erdnüsse als Topping
Gehackte Erdnüsse sorgen für einen knusprigen Kontrast zur cremigen Kokossauce. Sie kommen erst unmittelbar vor dem Servieren auf das Curry.
Das Rezept ist daher nicht für Menschen mit Erdnussallergie geeignet.
Ist das Curry glutenfrei?
Die Grundzutaten Reis, Gemüse, Kichererbsen und Kokosmilch enthalten kein glutenhaltiges Getreide, trotzdem kennzeichne ich die Rezeptur nicht pauschal als glutenfrei.
Normale Sojasauce kann Weizen enthalten. Auch bei Currypaste und Gemüsebrühe sollte bei medizinisch notwendiger glutenfreier Ernährung die Kennzeichnung geprüft werden.
Für eine entsprechend angepasste Variante kann glutenfreies Tamari statt normaler Sojasauce verwendet werden.
Ist das grüne Curry proteinreich?
Nein. Kichererbsen und Erdnüsse liefern zwar Protein, aber bei der vollständigen Portion mit Reis und Kokosmilch liegt der Proteinanteil am Gesamtbrennwert nicht hoch genug für eine entsprechende nährwertbezogene Angabe.
Eine Portion liefert näherungsweise etwa 21 g Protein.
Tipps für grünes Curry
- Currypaste kurz anrösten: Das intensiviert ihr Aroma.
- Brokkoli später hinzufügen: So bleibt er bissfester.
- Kichererbsen erst gegen Ende dazugeben: Sie sind bereits gar.
- Zitronengras im Ganzen mitkochen: Dann lässt es sich einfach entfernen.
- Zitronensaft erst am Ende: So bleibt die frische Säure besser erhalten.
- Currypaste vorsichtig dosieren: Produkte unterscheiden sich stark in der Schärfe.
Kann ich anderes Gemüse verwenden?
Ja. Currys eignen sich gut zur Resteverwertung. Paprika, Zucchini, grüne Bohnen, Pak Choi oder Aubergine sind mögliche Alternativen.
Die Zutaten sollten entsprechend ihrer Garzeit nacheinander in die Sauce kommen.
Kann ich die Kichererbsen ersetzen?
Ja. Naturtofu oder Räuchertofu passen ebenfalls gut zu grünem Curry.
Bei Tofu verändern sich jedoch Garweise und Nährwerte. Besonders Naturtofu würde ich separat anbraten und erst später zur Sauce geben.
Kann ich das Curry vorbereiten?
Ja, das Curry eignet sich gut für Meal Prep. Die Sauce mit Gemüse und Kichererbsen kann vollständig vorgekocht werden.
Reis separat lagern und beides erst beim Aufwärmen kombinieren. Die Erdnüsse ebenfalls separat aufbewahren, damit sie knusprig bleiben.
Aufbewahrung
Das abgekühlte Curry gut verschlossen im Kühlschrank lagern und innerhalb von etwa zwei bis drei Tagen verbrauchen.
Beim Erwärmen vollständig durcherhitzen. Falls die Sauce im Kühlschrank stark eingedickt ist, etwas Wasser oder Gemüsebrühe hinzufügen.
Häufige Fragen zum grünen Curry
Warum ist mein grünes Curry zu scharf?
Dann war die Currypaste für deine gewünschte Schärfe zu intensiv dosiert. Zusätzliche Kokosmilch kann die Schärfe etwas abmildern.
Warum ist mein Curry zu dünn?
Lass es einige Minuten ohne Deckel köcheln. Dadurch verdampft Flüssigkeit und die Sauce wird konzentrierter.
Kann ich Zitronengras weglassen?
Ja. Das Curry funktioniert auch ohne Zitronengras, verliert aber einen Teil seines frischen Zitrusaromas.
Kann ich Sojasauce weglassen?
Ja. Sie bringt vor allem Salz und Umami. Schmecke das Curry dann entsprechend mit Salz ab.
Kann ich das Curry ohne Reis servieren?
Ja. Die Curryportion wird dadurch kleiner und die Nährwerte ändern sich deutlich. Die unten angegebenen Werte enthalten Basmatireis.
Rezept für veganes grünes Curry mit Brokkoli und Kohlrabi
Schwierigkeitsgrad: einfach
Menge: 4 Portionen
Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Kochzeit: ca. 25 Minuten
Gesamtzeit: ca. 40 Minuten
Nährwerte pro Portion inklusive Reis (Näherungswerte):
780 kcal
107 g Kohlenhydrate
32 g Fett
21 g Protein
Die Nährwerte sind Näherungswerte für 1 von 4 Portionen inklusive Basmatireis und Erdnüssen. Berechnet wurde mit 200 g gegarten, abgetropften Kichererbsen und 400 ml Kokosmilch. Kokosmilch, Currypaste und Sojasauce unterscheiden sich je nach Produkt deutlich.
Küchenutensilien
- Große tiefe Pfanne oder weiter Topf
- Kochtopf mit Deckel für den Reis
- Schneidebrett und Messer
- Sieb
Zutaten für Reis und Topping
- 320 g Basmatireis, trocken
- 640 ml Wasser für den Reis
- 50 g geröstete, ungesalzene Erdnüsse
Zutaten für das grüne Curry
- 500 g Brokkoliröschen, frisch oder tiefgekühlt
- 400 g Kohlrabi
- 300 g Karotten
- 200 g gegarte Kichererbsen, abgetropft
- 400 ml Kokosmilch
- 100 ml Gemüsebrühe
- 50 g Zwiebel
- 2 Knoblauchzehen
- 10 g frischer Ingwer
- 2 Frühlingszwiebeln
- 1 Stängel Zitronengras
- 20 ml Sonnenblumenöl
- 15 g vegane grüne Currypaste
- 10 g Zucker
- 15 ml Sojasauce, ca. 1 EL
- 20 ml Zitronensaft
- Salz nach Bedarf
- schwarzer Pfeffer nach Geschmack
Zubereitung
- Reis waschen: Basmatireis in ein Sieb geben und unter kaltem Wasser gründlich spülen, bis das ablaufende Wasser weitgehend klar bleibt.
- Reis kochen: Reis und 640 ml Wasser in einen Topf geben und nach Packungsangabe garen. Anschließend vom Herd nehmen und bis zum Servieren zugedeckt ruhen lassen.
- Gemüse vorbereiten: Kohlrabi und Karotten schälen und in etwa 1 cm große Stücke schneiden. Frischen Brokkoli in kleine Röschen teilen und waschen.
- Aromaten vorbereiten: Zwiebel, Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken. Frühlingszwiebeln putzen, waschen und in feine Ringe schneiden.
- Zitronengras vorbereiten: Trockene äußere Blätter entfernen. Den unteren Teil des Zitronengrasstängels mit dem Messerrücken leicht anklopfen beziehungsweise längs einritzen, dabei aber möglichst im Ganzen lassen.
- Kichererbsen vorbereiten: Gegarte Kichererbsen in ein Sieb geben, abspülen und gut abtropfen lassen.
- Aromaten anbraten: Sonnenblumenöl in einer großen tiefen Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen. Zwiebel etwa 2 Minuten anschwitzen. Knoblauch, Ingwer und grüne Currypaste hinzufügen und etwa 30 bis 60 Sekunden unter Rühren mitbraten.
- Kohlrabi und Karotten anbraten: Kohlrabi und Karotten hinzufügen und etwa 2 bis 3 Minuten mitbraten.
- Sauce ansetzen: Kokosmilch und Gemüsebrühe angießen. Zucker und den vorbereiteten Zitronengrasstängel hinzufügen und alles gründlich verrühren.
- Gemüse vorgaren: Das Curry aufkochen und anschließend bei mittlerer Hitze etwa 7 bis 8 Minuten sanft köcheln lassen.
- Brokkoli und Kichererbsen ergänzen: Brokkoliröschen und abgetropfte Kichererbsen in die Sauce geben und weitere etwa 5 bis 7 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse gar, aber noch bissfest ist.
- Curry abschmecken: Zitronengras entfernen. Sojasauce und Zitronensaft einrühren. Mit schwarzem Pfeffer und nur bei Bedarf zusätzlichem Salz abschmecken.
- Frühlingszwiebeln hinzufügen: Den Großteil der Frühlingszwiebeln unter das fertige Curry heben. Einen kleinen Teil für die Garnitur zurückbehalten.
- Servieren: Basmatireis auf vier Teller oder Schalen verteilen. Grünes Curry dazugeben und mit Erdnüssen sowie den übrigen Frühlingszwiebeln bestreuen.
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