Lángos Rezept – ungarisches Fladenbrot selber machen

Lángos ist ein ungarisches Fladenbrot aus weichem Hefeteig, das in heißem Öl frittiert wird. Außen wird der Teig goldbraun und leicht knusprig, innen bleibt er weich und luftig. Klassisch wird Lángos beispielsweise mit Knoblauch, Sauerrahm und Käse serviert, der Grundteig selbst ist jedoch vegan.

Dieses einfache Lángos-Rezept ergibt etwa 10 Fladen. Neben klassischen Belägen findest du weiter unten auch vegane und süße Varianten.

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Was ist Lángos?

Lángos ist ein traditionelles ungarisches Streetfood aus frittiertem Hefeteig. Der weiche Teig wird zu flachen Fladen gezogen und anschließend in heißem Öl ausgebacken.

Ich kannte eine ähnliche Art frittierten Hefeteigs schon aus meiner Kindheit als russische Lepeschka. Deshalb war die Zubereitung für mich nicht völlig neu. Lángos wird allerdings besonders häufig mit herzhaften oder süßen Belägen serviert.

In Deutschland kennt man Lángos vor allem von Weihnachtsmärkten und Volksfesten. Besonders gern mag ich Varianten mit Rucola, Tomaten und Feta.

Wie muss guter Lángos sein?

Frischer Lángos sollte außen goldbraun und leicht knusprig, innen aber weich und luftig sein.

Dafür braucht der Hefeteig ausreichend Flüssigkeit und Gehzeit. Außerdem muss das Frittieröl heiß genug sein: Bei zu niedriger Temperatur nimmt der Teig unnötig viel Fett auf, bei zu hoher Temperatur wird er außen dunkel, bevor er innen durchgebacken ist.

Welches Mehl eignet sich?

Weizenmehl Type 550 eignet sich gut für einen elastischen Hefeteig. Type 405 funktioniert ebenfalls, Type 550 entwickelt aber etwas mehr Struktur.

Für dieses Rezept werden 500 g Mehl verwendet. Daraus entstehen etwa 10 mittelgroße Lángos.

Wie weich sollte der Lángos-Teig sein?

Der Teig soll weich, elastisch und leicht klebrig sein. Ein sehr fester Teig ergibt kompaktere Fladen.

Ich verwende etwa 375 ml lauwarmes Wasser auf 500 g Mehl. Je nach Mehl können wenige Milliliter mehr oder weniger nötig sein.

Versuche nicht, einen klebrigen Teig durch große Mengen zusätzliches Mehl trocken zu machen. Beim späteren Formen helfen leicht eingeölte Hände.

Warum muss das Wasser lauwarm sein?

Lauwarmes Wasser unterstützt die Hefe, ohne sie durch starke Hitze zu schädigen.

Das Wasser sollte sich angenehm warm und keinesfalls heiß anfühlen. Trockenhefe kann direkt mit dem Mehl vermischt werden.

Wie lange muss Lángos-Teig gehen?

Plane ungefähr 60 Minuten Gehzeit ein. Entscheidend ist aber weniger die Uhr als das Volumen: Der Teig sollte sich sichtbar vergrößert haben.

In einer kühlen Küche kann das länger dauern. An einem warmen Ort geht der Teig entsprechend schneller auf.

Wie formt man Lángos?

Die Teigstücke werden mit eingeölten Händen von der Mitte nach außen zu flachen Fladen gezogen.

Der Rand darf etwas dicker bleiben. In der Mitte sollte der Teig nur wenige Millimeter dick sein, damit er beim Frittieren schnell durchgart.

Ein Nudelholz ist nicht notwendig und würde einen Teil der beim Gehen entstandenen Luft wieder aus dem Teig drücken.

Welches Öl eignet sich zum Frittieren?

Verwende ein neutrales, hoch erhitzbares Pflanzenöl wie raffiniertes Raps- oder Sonnenblumenöl.

Für einen tiefen Topf beziehungsweise eine tiefe Pfanne brauchst du ungefähr 1 Liter. Das Öl wird anschließend natürlich nicht vollständig vom Gebäck aufgenommen.

Welche Temperatur braucht das Frittieröl?

Ideal sind ungefähr 170 bis 175 °C. Mit einem Küchenthermometer lässt sich die Temperatur am zuverlässigsten kontrollieren.

Ohne Thermometer kannst du ein kleines Stück Teig ins Öl geben: Steigen zügig Bläschen auf und beginnt es gleichmäßig zu brutzeln, ist das Öl heiß genug. Es sollte dabei nicht stark rauchen.

Wie lange wird Lángos frittiert?

Je nach Größe reichen ungefähr 1 bis 2 Minuten pro Seite. Sobald die Unterseite goldbraun ist, den Fladen vorsichtig wenden.

Die Fladen nicht zu dicht nebeneinander frittieren, weil die Öltemperatur sonst stark absinkt. In einer normalen Pfanne deshalb am besten einzeln arbeiten.

Tipps für knusprigen Lángos

  • Teig weich lassen: Nicht unnötig viel zusätzliches Mehl einkneten.
  • Ausreichend gehen lassen: Der Teig sollte sichtbar an Volumen gewinnen.
  • Hände einölen: So lässt sich der weiche Teig leichter formen.
  • Mitte dünner ziehen: Der Rand darf etwas dicker bleiben.
  • Öltemperatur kontrollieren: Etwa 170 bis 175 °C sind ideal.
  • Nicht zu viele gleichzeitig frittieren: Sonst kühlt das Öl zu stark ab.
  • Nach dem Frittieren abtropfen lassen: Kurz auf Küchenpapier oder einem Gitter ablegen.

Belagideen für Lángos

Lángos kann pur gegessen oder herzhaft beziehungsweise süß belegt werden. Der Belag kommt erst nach dem Frittieren auf den warmen Fladen.

1. Klassisch mit Knoblauch, Sauerrahm und Käse

Den warmen Lángos mit etwas Knoblauch einreiben oder Knoblauchöl daraufgeben. Anschließend Sauerrahm oder Crème fraîche und geriebenen Käse darauf verteilen.

2. Veganer Lángos mit Knoblauchcreme

Pflanzliche Crème-fraîche-Alternative mit Knoblauch, Salz und Pfeffer verrühren und nach Wunsch mit veganer Käsealternative ergänzen.

3. Mit Rucola, Tomaten und Feta

Crème fraîche, Rucola, frische Tomaten und zerbröselten Feta auf den noch warmen Lángos geben.

4. Mit Letscho

Eine würzige Paprika-Tomaten-Mischung passt ebenfalls sehr gut auf den frittierten Fladen.

5. Mit Rucola, Pesto und getrockneten Tomaten

Pesto dünn aufstreichen und mit Rucola und gehackten getrockneten Tomaten belegen. Nach Wunsch Pinienkerne ergänzen.

6. Mit Aufstrich, Tomate und Gurke

Ein herzhafter Brotaufstrich bildet eine unkomplizierte Basis für frische Tomaten- und Gurkenscheiben.

7. Süß mit Apfelmus, Zimt und Zucker

Auch süße Varianten funktionieren: Apfelmus auf den warmen Lángos geben und mit etwas Zimt und Zucker bestreuen.

Ist der Lángos-Grundteig vegan?

Ja. Dieser Grundteig besteht aus Mehl, Wasser, Hefe, Salz und Zucker und enthält keine tierischen Zutaten.

Ob der fertige Lángos vegan bleibt, hängt anschließend vom Belag ab. Sauerrahm, Feta und klassischer Käse sind beispielsweise nicht vegan.

Ist Lángos glutenfrei?

Nein, dieses Rezept ist nicht glutenfrei. Der Teig basiert auf Weizenmehl.

Ein glutenfreier Hefeteig braucht eine eigene Rezeptur und lässt sich nicht zuverlässig durch einen einfachen 1:1-Austausch des Weizenmehls herstellen.

Kann man Lángos im Backofen oder Airfryer machen?

Man kann Hefefladen dort garen, das Ergebnis entspricht aber nicht klassischem Lángos. Das Frittieren ist entscheidend für die typische Oberfläche und Konsistenz.

Wer das Originalergebnis möchte, sollte deshalb bei heißem Öl bleiben.

Kann man den Teig vorbereiten?

Ja. Du kannst den Hefeteig nach dem Kneten abgedeckt im Kühlschrank langsam gehen lassen.

Vor dem Formen sollte er anschließend etwas Zeit bei Raumtemperatur bekommen. Für die unkomplizierteste Variante bleibt das Grundrezept aber bei ungefähr einer Stunde Gehzeit an einem warmen Ort.

Kann man fertigen Lángos aufbewahren?

Lángos schmeckt frisch aus dem Öl eindeutig am besten. Beim Abkühlen verliert die Oberfläche schnell ihre knusprige Konsistenz.

Reste können gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahrt und am nächsten Tag kurz im Backofen erwärmt werden. Ganz wie frisch frittiert werden sie dabei jedoch nicht mehr.

Frittieröl richtig aufbewahren und entsorgen

Frittieröl niemals in Spüle oder Toilette gießen. Lass es vollständig abkühlen.

Sauberes, nicht verbranntes Öl kann gefiltert und je nach Zustand noch einmal zum Frittieren verwendet werden. Wenn du es entsorgen möchtest, fülle es in einen dicht verschließbaren Behälter. Die konkrete Entsorgung kann sich je nach Kommune unterscheiden.

Häufige Fragen zu Lángos

Warum saugt mein Lángos so viel Öl auf?

Meist ist das Frittieröl zu kalt. Bei ungefähr 170 bis 175 °C bildet sich schnell eine Kruste und der Teig nimmt weniger Fett auf.

Warum wird mein Lángos hart?

Ein zu trockener Teig oder zu langes Frittieren sind häufige Ursachen. Der rohe Teig sollte weich und leicht klebrig bleiben.

Warum ist mein Lángos innen noch roh?

Der Fladen war wahrscheinlich zu dick oder das Öl zu heiß. Die Mitte dünner ziehen und die Temperatur kontrollieren.

Kann ich frische Hefe verwenden?

Ja. Ersetze 7 g Trockenhefe durch etwa 21 g frische Hefe und löse sie zunächst im lauwarmen Wasser auf.

Wie viele Lángos ergibt das Rezept?

Aus 500 g Mehl entstehen etwa 10 mittelgroße Lángos. Für besonders große Fladen kannst du den Teig stattdessen in acht Portionen teilen.

Lángos Rezept – ungarisches Fladenbrot selber machen

Schwierigkeitsgrad: mittel
Menge: ca. 10 Lángos
Vorbereitungszeit: ca. 15 Minuten
Gehzeit: ca. 60 Minuten
Frittierzeit: ca. 20 Minuten
Gesamtzeit: ca. 1 Stunde 35 Minuten

Nährwerte pro unbelegtem Lángos bei 10 Stück (Näherungswerte):
300 kcal
39 g Kohlenhydrate
12 g Fett
5 g Protein

Die Nährwerte sind Näherungswerte ohne Belag. Beim Frittieren lässt sich die tatsächlich aufgenommene Ölmenge nicht exakt bestimmen; deshalb kann besonders der Fett- und Kaloriengehalt deutlich schwanken. Für die Berechnung wurde eine durchschnittliche Ölaufnahme von etwa 12 g pro Lángos angenommen.

Küchenutensilien

  • Große Rührschüssel oder Küchenmaschine
  • Tiefe Pfanne oder breiter Topf
  • Küchenthermometer, empfohlen
  • Schaumkelle oder Küchenzange
  • Küchenpapier oder Abtropfgitter

Zutaten für den Lángos-Teig

  • 500 g Weizenmehl Type 550
  • 375 ml lauwarmes Wasser
  • 7 g Trockenhefe oder 21 g frische Hefe
  • 12 g Zucker, ca. 1 EL
  • 8 g Salz, ca. 1½ TL
  • ca. 1 Liter raffiniertes Raps- oder Sonnenblumenöl zum Frittieren; wird nicht vollständig aufgenommen

Zubereitung

  1. Hefe vorbereiten: Bei Trockenhefe Mehl und Hefe miteinander vermischen. Frische Hefe zunächst im lauwarmen Wasser auflösen.
  2. Teig mischen: Mehl, Hefe, Zucker und Salz in eine große Schüssel geben. Das lauwarme Wasser nach und nach hinzufügen.
  3. Teig kneten: Alles etwa 8 bis 10 Minuten zu einem glatten, elastischen und noch leicht klebrigen Hefeteig kneten. Falls der Teig außergewöhnlich fest ist, esslöffelweise etwas zusätzliches Wasser einarbeiten.
  4. Teig gehen lassen: Die Schüssel abdecken und den Hefeteig an einem warmen Ort etwa 60 Minuten gehen lassen, bis er sich sichtbar vergrößert hat.
  5. Öl erhitzen: Das Pflanzenöl in einem tiefen Topf oder einer tiefen Pfanne auf etwa 170 bis 175 °C erhitzen.
  6. Teig portionieren: Hände leicht einölen und den aufgegangenen Teig in 10 möglichst gleich große Portionen teilen.
  7. Lángos formen: Jeweils eine Teigportion mit eingeölten Händen vorsichtig zu einem runden oder ovalen Fladen ziehen. Die Mitte dünner formen und den Rand etwas dicker lassen.
  8. Erste Seite frittieren: Einen Fladen vorsichtig in das heiße Öl gleiten lassen und etwa 1 bis 2 Minuten frittieren, bis die Unterseite goldbraun ist.
  9. Wenden: Den Lángos vorsichtig wenden und die zweite Seite ebenfalls etwa 1 bis 2 Minuten goldbraun ausbacken.
  10. Abtropfen lassen: Den fertigen Lángos mit einer Schaumkelle aus dem Öl heben und kurz auf Küchenpapier oder einem Gitter abtropfen lassen.
  11. Weitere Lángos frittieren: Die restlichen Teigportionen nacheinander formen und frittieren. Zwischendurch die Öltemperatur immer wieder kontrollieren.
  12. Servieren: Die Lángos möglichst frisch und noch warm pur oder mit einem Belag nach Wahl servieren.

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