Veganer Borschtsch mit Sauerkraut und Kideybohnen

Veganer Borschtsch mit Sauerkraut und Kideybohnen
Veganer Borschtsch mit Sauerkraut und Kideybohnen
Hallo meine Lieben!

Heute habe ich ein traditionelles, russisches Gericht, mit dem ich groß geworden bin, für euch: Borschtsch. Das gab es wirklich sehr oft bei uns Zuhause, weil alle Zutaten dafür im Garten gewachsen sind und man ohne einen großen Aufwand große Mengen davon vorbereiten konnte (es ist eher ein Problem kleine Mengen von dieser leckeren Rote-Bete-Suppe zuzubereiten!).

Dieses Gericht ist nicht nur in Kasachstan sehr beliebt, sondern insgesamt in Ost(-mittel-)europa. Und auch jede Familie bereitet diesen Klassiker unterschiedlich zu. Deshalb gibt es nicht DAS Rezept für Borschtsch. Eins haben die meisten aber gemeinsam: Üblicherweise verwendet man für die Zubereitung selbst gemachte Fleischbrühe. Meine Mama hat Borschtsch mit Hühnerbrühe zubereitet, aber auch Rinderbrühe war sehr beliebt.

Leider ist nicht bekannt, wo der Ursprung dieser leckeren Rote-Bete-Suppe ist. Man weiß aber, dass der Name Borschtsch vom Namen der Pflanze Bärenklaue (russisch: "борщевик") abstammt. Die Blätter dieser Pflanze sind essbar und können als Nahrungsmittel verwendet werden.

Ich habe irgendwann in der Mittelstufe beschlossen, kein Fleisch mehr zu essen und habe meine Mutter damit vor eine Herausforderung gestellt: Sie musste Ihr Rezept für Borschtsch an mich anpassen, weil ich es sonst nicht gegessen hätte. Also hat sie es von da an mit Gemüsebrühe gekocht (okay, inzwischen macht sie es selten, weil ich ausgezogen bin).

Für meine vegane Variante brauchen wir meine fertige Gemüsebrühe-Paste (natürlich kann man auch selbst Gemüsebrühe ansetzen aber ich bin manchmal doch faul), Kidneybohnen, Paprika, Tomaten, Weißkraut, Sauerkraut, Kartoffeln und frische Kräuter. Kidneybohnen liefern nicht nur wertvolle Proteine, sondern haben auch eine schöne weiche Konsistenz. Ich verwende immer meine vorgekochten und tiefgefrorenen Kidneybohnen und lasse sie mit köcheln. Wenn aber Kidneybohnen aus der Dose verwendet werden, sollten sie, kurz bevor die anderen Zutaten fertig sind, mit in die Rote-Bete-Suppe rein gegeben werden. Sauerkraut mache ich gerne selbst (ein Rezept kommt noch!). Dieses Mal habe ich aber auf eine gekaufte Packung zurückgegriffen, die noch im Kühlschrank stand. Sauerkraut gibt eine leichte säuerliche Note und macht den Geschmack intensiver, kann aber auch weggelassen werden, wenn es gerade nicht zur Hand ist.

Natürlich brauchen wir noch die Rote Bete selbst, sie ist immerhin das Herzstück von Borschtsch. Sie ist ein regionales Superfood und dazu auch noch günstig! Wieso ist Rote Bete so wertvoll? Nun, sie liefert unter anderem die Vitamine A, C und B, aber auch Folsäure, Jod, Kalium, Kalzium, Magnesium, Natrium, Phosphor und viel Eisen. Vor allem für Frauen ist es besonders wichtig, genug Eisen zu essen. Immerhin spielt Eisen eine wichtige Rolle in unterschiedlichen Stoffwechselprozessen wie zum Beispiel beim Sauerstofftransport. Magnesium ist besonders für Sportler interessant. Darüber hinaus enthält die Rote Bete auch Betanin, welches das Risiko für Herzkrankheiten senkt, und Anthocyane, welches wiederum das Krebsrisiko senkt. Das in der Roten Bete ebenfalls enthaltene Nitrat senkt darüber hinaus den Blutdruck. Nicht nur wegen der gesundheitlichen Vorteile sollte die Rote Bete auf dem Speiseplan auftauchen, sondern auch weil es eine regionale und saisonale Knolle ist. Leider färbt die Rote Bete ab, weshalb oft empfohlen wird, Handschuhe zu tragen. Ich hatte bis jetzt aber wirklich nie Probleme damit, die Farbe aus meinen Händen oder meinen Schneidebrettern aus Holz zu bekommen. Ich würde euch aber nicht empfehlen, weiße Plastikbretter zum Schneiden zu verwenden.

Natürlich brauchen wir noch die Rote Bete selbst, sie ist immerhin das Herzstück von Borschtsch. Sie ist ein regionales Superfood und dazu auch noch günstig! Wieso ist Rote Bete so wertvoll? Nun, sie liefert unter anderem die Vitamine A, C und B, aber auch Folsäure, Jod, Kalium, Kalzium, Magnesium, Natrium, Phosphor und viel Eisen. Vor allem für Frauen ist es besonders wichtig, genug Eisen zu essen. Immerhin spielt Eisen eine wichtige Rolle in unterschiedlichen Stoffwechselprozessen wie zum Beispiel beim Sauerstofftransport. Magnesium ist besonders für Sportler interessant. Darüber hinaus enthält die Rote Bete auch Betanin, welches das Risiko für Herzkrankheiten senkt, und Anthocyane, welches wiederum das Krebsrisiko senkt. Das in der Roten Bete ebenfalls enthaltene Nitrat senkt darüber hinaus den Blutdruck. Nicht nur wegen der gesundheitlichen Vorteile sollte die Rote Bete auf dem Speiseplan auftauchen, sondern auch weil es eine regionale und saisonale Knolle ist. Leider färbt die Rote Bete ab, weshalb oft empfohlen wird, Handschuhe zu tragen. Ich hatte bis jetzt aber wirklich nie Probleme damit, die Farbe aus meinen Händen oder meinen Schneidebrettern aus Holz zu bekommen. Ich würde euch aber nicht empfehlen, weiße Plastikbretter zum Schneiden zu verwenden.

Bei den Kräutern ist es wichtig, dass sie frisch sind. Tief gekühlte Petersilie und tief gekühlter Dill schmecken einfach nicht annähernd so gut. Das Gute ist, dass für Borschtsch locker ein kleiner Bund von den jeweiligen Kräutern drauf geht - Ihr müsst euch also keine Gedanken machen, ob etwas übrig bleibt und was ihr dann damit macht. Neben Petersilie und Dill, verwende ich gerne getrocknete Lorbeerblätter. Sie geben mehr von ihrem aromatischen Geschmack ab, je länger sie gekocht werden. Wenn man den Geschmack der Lorbeerblätter nicht mag, kann man weniger davon nehmen oder sie eben erst zum Schluss rein machen.

Noch eine kleine Notiz zur Gemüsebrühe: Ich füge zuerst alle Zutaten hinzu und fülle dann den Topf mit Wasser auf, sodass das ganze Gemüse bedeckt ist. Dann schmecke ich das Wasser mit meiner Gemüsepaste und etwas Salz ab. Diese Vorgehensweise finde ich am einfachsten, weil meine Gemüsemengen immer wieder mal variieren. Deshalb kann ich nicht genau sagen, wie viel Gemüsebrühe ihr insgesamt braucht.

Ich esse gerne Borschtsch mit Crème Fraîche - jetzt eben mit veganen Alternativen (zum Beispiel die Creme Vega von Dr. Oetker oder Hafer Cuisine Fraiche von Oatly). Mein Stiefvater bevorzugt einfach ganz viel Pfeffer drüber zu streuen und verzichtet auf Sahne. Ihr könnt ja ausprobieren, was euch besser schmeckt.

Mit selbstgebackenem Brot als Beilage schmeckt es noch besser - probier also mein Rezept für veganes Jogurt-Brot aus!
Veganer Borschtsch mit Sahne - laktosefrei und glutenfrei

Rezept für veganen Borschtsch

Schwierigkeitsstufe: einfach
Menge: 6 Portionen
Zubereitungsdauer: 30 Minuten
Kochdauer: 60 Minuten

Angaben pro Portion (ohne Crème Fraîche):
247 Kalorien
32 g Kohlenhydrate
8 g Fette
10 g Eiweiß

Weitere Küchenutensilien:
1 großer Kochtopf
Schneidebrett inkl. Messer

Zutaten:

  • 300 g Rote Bete
  • 150 g Karotten
  • 300 g Weißkohl
  • 100 g Sauerkraut (alternativ 100 g Weißkohl)
  • 300 g Kartoffeln
  • 1 Dose gehackte Tomaten
  • 1 Dose Kidneybohnen (Abtropfgewicht ca. 250 g)
  • 50 g Margarine
  • 50 g Tomatenmark
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 Bund Dill
  • 3 Lorbeerblätter
  • Salz und Pfeffer
  • Gemüsebrühe

Zubereitung:

  1. Zwiebel und Knoblauch schälen und klein würfeln.
  2. Margarine in einem großen Topf erhitzen (ca. Stufe 3 von 9) und die Zwiebeln glasig dünsten. 
  3. Karotte schälen und fein reiben. Wenn die Zwiebeln glasig sind, die Karotte ebenfalls in den Topf hinzufügen und ca. 5 Minuten mit dünsten.
  4. In der Zwischenzeit die Rote Bete schälen und ebenfalls raspeln.
  5. Knoblauch und Rote Bete zu den Karotten in den Topf hinzufügen und mit dünsten.
  6. In der Zwischenzeit den Weißkohl in dünne Streifen schneiden. Sie dürfen nicht zu lang sein, weil es ansonsten problematisch beim Essen wird.
  7. Kartoffeln schälen und in mundgerechte, gleichmäßige kleine Stückchen schneiden. 
  8. Das Gemüse im Topf zur Seite schieben und Tomatenmark auf die leere Seite hinzufügen, Temperatur der Herdplatte auf Maximum aufdrehen und Tomatenmark kurz anrösten. Nach ca. 2 Minuten Tomatenmark mit dem restlichen Gemüse vermischen. 
  9. Das Gemüse im Topf mit den Tomaten aus der Dose aufgießen, Weißkohl, Sauerkraut und Kartoffeln hinzufügen und so viel Wasser dazu geben, dass das Gemüse fast komplett bedeckt ist. Ein paar Löffel von der Gemüsebrühe-Paste, Salz (abschmecken!) und Lorbeerblätter hinzufügen und mit geschlossenem Deckel kochen lassen.
  10. Petersilie und Dill waschen, trockenschleudern und klein hacken. Zu der Rote-Bete-Suppe hinzufügen und vermischen, weiter vor sich hin köcheln lassen. 
  11. Nach ca. 60 Minuten sollten die Kartoffeln so weich sein, dass sie anfangen zu zerfallen – dann ist die Suppe fertig. Nur noch die Kidneybohnen abtropfen lassen und zu Borschtsch hinzufügen, die Suppe noch mal abschmecken (optional auch noch etwas Zucker hinzufügen, um den Geschmack zu intensiver).
  12. Die Suppe auf einem Teller garnieren (evtl. noch mit frischer Petersilie) und bei Bedarf mit veganer Crème fraîche genießen.
Veganer Borschtsch während des Kochens
geschnittene Wei0kraut für Borschtsch

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