Jogurt Brot veganisiert

Jogurt Brot
Jugurt Brot veganisiert

Hallo meine Lieben!

Heute habe ich mal wieder ein Brot Rezept für euch dabei. Dafür habe ich das Rezept von Valesa Schell veganisiert und angepasst, weil ich nicht alle Zutaten daheim hatte.

Ich habe zwischendurch schon Sauerteig-Brote gebacken, die ich euch demnächst auch vorstellen werde. Am liebsten backe ich aber wirklich mit Hefe. Das liegt an der einfachen Handhabe und auch daran, dass ich da nicht so sehr an die Zeiten gebunden bin. Es ist nicht schlimm, wenn der Hefeteig ein paar Stunden länger im Kühlschrank stellt, wenn man keine Zeit hat. Man kann ihn auch herausholen und bei Raumtemperaturen gehen lassen, wenn man es eilig hat. Ich setze gerne den Teig an, wenn ich übers Wochenende wegfahre, und kann dann in Ruhe leckeres Brot backen, wenn ich wieder da bin.

Mit Hefe backe ich schon sehr, sehr lange. Umso überraschender war es für mich zu erfahren, dass die Hefe, die ich verwende, synthetisch hergestellt wird. Seit ich das weiß, greife ich nur noch zur Biohefe. Euch erkläre ich jetzt, was der Unterschied zwischen konventioneller und Biohefe ist.

Hefe ist ein Mikroorganismus und gehört zu den Pilzen. Je nach ihrem Einsatzzweck wird spezielle Hefe verwendet, zum Beispiel Brauhefe für Herstellung von Bier, Weinhefe für die Vergärung von Wein und Backhefe zum Backen. Wie bei allen anderen Lebewesen, braucht Hefe Nährstoffe und Wärme um sich zu vermehren. In der konventionellen Hefezucht wird in der Regel Melasse als Zuckerlieferant verwendet. Melasse kenne ich tatsächlich aus der Zeit, in der ich noch Shisha geraucht habe. Umso mehr hat es mich überrascht, dass es als Nahrung für die Hefe dient, die ich für Kuchen und Brot verwende. Bei Melasse handelt es sich um ein Abfallprodukt der Zuckerrübenindustrie. Weiter geht’s: Ammoniak wird als Stickstoffquelle verwendet, Säuren und Laugen dienen der Regulierung des pH-Werts, synthetische Vitamine sind Wuchsstoffe und synthetische Entschäumer sind Schaumverhüter. Klingt eher nach Chemie-Unterricht als nach Essen, oder? Die Hefe wird fermentiert und muss danach mehrfach gewaschen werden, um unangenehme Geschmacks- und Geruchsstoffe zu entfernen, was das Abwasser stark belastet.

Für Biohefe dürfen (ihr ahnt es) nur Rohstoffe aus ökologischem Anbau eingesetzt werden - gentechnisch veränderte Substanzen sind nicht erlaubt. Die Hersteller greifen auch hier auf Melasse zurück. Dafür entfallen folgende Stoffe: anorganischen Stickstoff, Schwefelsäure, Ammoniak und synthetische Entschäumer sind verboten. Um den pH-Wert zu regulieren wird in der Herstellung der Biohefe Natriumcarbonat, Zitronensäure oder Milchsäure verwendet. Als Schaumverhüter dient ab und zu Sonnenblumenöl.

Die unterschiedliche Herstellung hat zur Folge, dass die Zellen der Biohefe langsamer wachsen und einen höheren Bedarf an Rohstoffen haben. Dadurch ist die Ausbeute geringer, was wiederum den Preis steigen lässt. Aber bei Hefe handelt es sich wirklich nur um geringe Cent-Beträge. Aus diesem Grund würde ich euch raten, ebenfalls zur Biohefe zugreifen.

Übrigens: Hefe lässt sich einfrieren! So wird sie nicht schlecht und ihr habt immer etwas da.

So, ich hoffe, ihr habt euch nicht gelangweilt. Ich persönlich finde es spannend, so etwas zu erfahren. Deshalb möchte ich euch solche Informationen euch nicht vorenthalten. Gibt es ansonsten etwas, was euch in Bezug auf Brot backen oder vegane Ernährung generell interessiert? Dann schreibt es in die Kommentare! Ich beantworte gerne eure Fragen.

Dieses Brot-Rezept ist sehr simple und deshalb für Anfänger besonders gut geeignet.
Jogurt Brot

Veganes Jogurt-Brot mit wenig Hefe

Schwierigkeitsstufe: einfach
Menge: 1 Portion
Zubereitungsdauer: 30 Minuten
Stockgare: 24-48 h
Stückgare: 60-90 Minuten
Backzeit: 45 Minuten

Angaben pro Portion:
1934 Kalorien
392,7g Kohlenhydrate
9,7g Fette
43,3g Eiweiß

Weitere Küchenutensilien:

Küchenmaschine oder Thermomix/ Monsieur Cuisine Connect
Rührschüssel für den Teig
Backofenfester Topf mit Deckel (optional)

Zutaten:

  • 100 g Weizenmehl 1050
  • 200 g Weizenmehl 550
  • 200 g Roggenmehl 997
  • 3 g frische Bio-Hefe
  • 2 TL Agavendicksaft
  • 15 g Salz
  • 200 g Soja Jogurt Natur
  • 150 - 180 g Wasser

Zubereitung mit der Knetmaschine wie MUM

  1. In 150 g lauwarmen Wasser die Hefe in der Teigschüssel lösen.
  2. Wenn sich die Hefe gelöst hat, alle restlichen Zutaten dazugeben und alles auf der niedrigsten Stufe 2 Minuten und auf der mittleren Stufe 5 Minuten kneten. Zum Schluss sollte sich der Teig von der Teigschüssel lösen.
  3. Je nachdem, ob der Teig danach immer noch fest ist, könnt ihr schluckweise etwas Wasser hinzufügen (aber lasst sie dann gut einkneten, bevor ihr wieder etwas reinmacht!)
  4. Den Teig in der Schüssel lassen, mit einem Bienenwachstuch bedecken und für 12 h in den Kühlschrank stellen.
  5. Nach 12h den Teig herausholen und rundum falten. Den Teigling in die Schüssel zurücklegen und weitere 12-36 h im Kühlschrank gehen lassen.
  6. Wenn der Teig insgesamt 24-48h im Kühlschrank geruht hat, den Teig auf bemehlte Oberfläche geben und einmal falten und rundwirken – ohne viel Druck! Mit dem Schluss nach unten in einen runden bemehlten Gärkorb legen und ca. 60-90 min gehen lassen.
  7. Kurz bevor der Teig so weit ist, einen backofenfesten Topf mit Deckel auf die untere Leiste in den Backofen stellen und den Backofen auf 250 Grad Ober- und Unterhitze aufheizen.
  8. Wenn ihr keinen backofenfesten Topf habt, heizt einfach das Backblech mit ein. Damit das Brot schön locker und knusprig wird, stelle ich in die unterste Leiste eine Auflaufform aus Metall mit Baunägel und Wasser hinein. Auf diese Weise bildet sich Dampf im Backofen.
  9. Wen der Backofen vorgeheizt hat, Topf vorsichtig herausnehmen und Deckel abnehmen. Das Brot aus dem Gärkorb in den Topf stürzen und danach den Topf mit dem Deckel verschließen. Das Brot kommt im Topf für 45 Minuten bei 220 °C in den Ofen. Für die letzten 10 Minuten kann der Deckel abgenommen werden. So bildet sich eine knusprige Kruste.

Zubereitung im Thermomix oder Monsieur Cuisine Connect

  1. Die Hefe im Wasser lösen. Dann mit dem Jogurt, Salz und Agavendicksaft in den Topf geben und auf Stufe 3 ca. 20 Sekunden vermischen.
  2. Wenn sich alles vermischt hat, Mehl dazugeben und das Programm Teigkneten auswählen und ca. 5 Minuten ausführen.
  3. Auch hier überprüfen, ob nicht doch etwas Wasser benötigt wird.
  4. Den Teig in eine leicht geölte Schüssel mit Deckel geben und rundum einmal falten und in die Schüssel umgedreht hereinlegen.
  5. Nach 12h den Teig herausholen und rundum falten. Den Teigling in die Schüssel zurücklegen und weitere 12-36 h im Kühlschrank gehen lassen.
  6. Wenn der Teig insgesamt 24-48h im Kühlschrank geruht hat, den Teig auf bemehlte Oberfläche geben und einmal falten und rundwirken – ohne viel Druck! Mit dem Schluss nach unten in einen runden bemehlten Gärkorb legen und ca. 60-90 Minuten gehen lassen.
  7. Kurz bevor der Teig soweit ist, einen backofenfesten Topf mit Deckel auf die untere Leiste in den Backofen stellen und den Backofen auf 250 Grad Ober- und Unterhitze aufheizen.
  8. Wenn ihr keinen backofenfesten Topf habt, heizt einfach das Backblech mit ein. Damit das Brot schön locker und knusprig wird, stelle ich in die unterste Leiste eine Auflaufform aus Metall mit Baunägel und Wasser hinein. Auf diese Weise bildet sich Dampf im Backofen.
  9. Wen der Backofen vorgeheizt hat, Topf vorsichtig herausnehmen und Deckel abnehmen. Das Brot aus dem Gärkorb in den Topf stürzen und danach den Topf mit dem Deckel verschließen. Das Brot kommt im Topf für 45 Minuten bei 220°C in den Ofen. Für die letzten 10 Minuten kann der Deckel abgenommen werden. So bildet sich eine knusprige Kruste.

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