Vegane Kartoffelpfanne mit Weißkohl & Kichererbsen

Diese vegane Kartoffelpfanne mit Weißkohl und Kichererbsen ist ein unkompliziertes, deftiges Pfannengericht aus wenigen Zutaten. Kartoffeln und Weißkraut schmoren gemeinsam mit Karotten, Zwiebeln und Knoblauch, während Kichererbsen zum Schluss dazukommen.

Besonders gerne serviere ich die Kartoffelpfanne mit einem Klecks veganer Crème fraîche und etwas scharfer Adschika. Beides ist optional – das Grundrezept funktioniert auch ohne Toppings.

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Kartoffelpfanne mit Weißkohl und Kichererbsen

Die Basis dieser Pfanne besteht aus Kartoffeln und Weißkohl, der in Süddeutschland auch Weißkraut genannt wird. Karotten, Zwiebeln und Knoblauch sorgen für zusätzliche Würze.

Dieses Gericht erinnert mich an die Kartoffel-Weißkraut-Pfanne, die ich schon als Kind gerne gegessen habe. Meine Mutter bekommt sie ehrlich gesagt immer noch besser hin als ich. Für meine eigene Version habe ich zusätzlich Kichererbsen eingebaut.

Dadurch bleibt die Grundidee der einfachen Kartoffel-Kohl-Pfanne erhalten, die Mahlzeit bekommt aber etwas mehr Substanz.

Warum kommen Kichererbsen in die Kartoffelpfanne?

Kichererbsen ergänzen Kartoffeln und Weißkohl geschmacklich gut und bringen zusätzlich etwas Protein mit.

Für dieses Rezept werden 200 g bereits gegarte und abgetropfte Kichererbsen verwendet. Das entspricht ungefähr einer kleinen Dose beziehungsweise einem Teil einer größeren Dose – entscheidend ist das Abtropfgewicht.

Alternativ funktionieren auch Kidneybohnen oder andere bereits gegarte Hülsenfrüchte. Dadurch verändern sich Geschmack und Nährwerte etwas.

Weißkraut oder Weißkohl – gibt es einen Unterschied?

Nein, beide Begriffe bezeichnen dasselbe Gemüse. „Weißkraut“ wird vor allem im süddeutschen und österreichischen Sprachraum häufig verwendet, während „Weißkohl“ die verbreitetere Bezeichnung im übrigen Deutschland ist.

Für die Pfanne wird der feste Strunk entfernt und der Kohl anschließend in relativ feine Streifen geschnitten. Dadurch wird er beim Schmoren schneller weich.

So wird Weißkohl in der Pfanne aromatisch

Der Weißkohl wird zuerst alleine in Margarine angebraten. Dabei fällt er bereits etwas zusammen und entwickelt mehr Geschmack, bevor die übrigen Zutaten dazukommen.

Mittlere Hitze eignet sich besser als sehr hohe Temperatur. Der Kohl soll weich werden und stellenweise leicht Farbe bekommen, aber nicht verbrennen.

Warum kommt Wasser zur Gemüsebrühe-Paste?

Gemüsebrühe-Paste ist ein Konzentrat und benötigt Flüssigkeit. Nur Paste zu Kartoffeln und Kohl zu geben reicht nicht aus, damit die Kartoffeln zuverlässig schmoren können.

Ich verwende deshalb ungefähr 300 ml Wasser zusammen mit 2 TL meiner selbst gemachten Gemüsebrühe-Paste.

Je nach Pfannengröße und Kartoffelsorte kann während des Garens etwas mehr Wasser nötig sein. Die Pfanne soll am Ende aber nicht suppig sein – die Flüssigkeit wird größtenteils aufgenommen beziehungsweise verkocht.

Was ist Adschika?

Adschika ist eine kräftige, häufig scharfe Würzpaste beziehungsweise Sauce mit Paprika, Chili, Knoblauch und Gewürzen. Es gibt zahlreiche unterschiedliche Varianten.

Ich kenne Adschika vor allem aus meiner Familie. Die Variante meines Stiefvaters besteht unter anderem aus Tomaten, Rettich, Knoblauch und Paprika und schmeckt deutlich anders als viele gekaufte Sorten.

Für dieses Rezept kannst du einfach eine Adschika verwenden, die dir schmeckt. Da die Schärfe sehr unterschiedlich ausfallen kann, am besten zunächst sparsam dosieren.

Was passt zur Kartoffel-Weißkohl-Pfanne?

Vegane Crème fraîche und etwas Adschika passen besonders gut. Die cremige Komponente gleicht die Schärfe der Würzsauce aus.

Auch frische Petersilie eignet sich als Topping. Wer zusätzlich Brot servieren möchte, findet auf meinem Blog zum Beispiel mein Joghurt-Brot.

Tipps für die Kartoffelpfanne

  • Kartoffeln gleichmäßig schneiden: Würfel von etwa 1 bis 1,5 cm garen relativ schnell und gleichmäßig.
  • Weißkohl fein schneiden: Dicke Stücke brauchen deutlich länger.
  • Kohl zuerst anbraten: Dadurch bekommt er mehr Aroma.
  • Knoblauch erst später hinzufügen: Er verbrennt schneller als Kohl und Zwiebeln.
  • Kichererbsen erst am Ende dazugeben: Sie müssen nur noch vollständig erhitzt werden.
  • Flüssigkeit kontrollieren: Wird die Pfanne trocken, bevor die Kartoffeln gar sind, etwas Wasser ergänzen.

Welche Kartoffeln eignen sich?

Vorwiegend festkochende Kartoffeln sind für dieses Gericht besonders unkompliziert. Sie werden weich, behalten aber während des Schmorens noch etwas Struktur.

Mehligkochende Kartoffeln funktionieren ebenfalls, zerfallen aber stärker und machen die Pfanne dadurch etwas sämiger.

Kann ich gekochte Kartoffeln verwenden?

Ja. Bereits gekochte Kartoffeln eignen sich gut zur Resteverwertung.

Dann den Kohl zunächst fast vollständig garen und die Kartoffelstücke erst zusammen mit den Kichererbsen hinzufügen. Dadurch reduziert sich die Kochzeit deutlich.

Kann ich andere Hülsenfrüchte verwenden?

Ja. Kidneybohnen, weiße Bohnen oder andere gegarte Bohnen können die Kichererbsen ersetzen.

Verwende ungefähr dieselbe abgetropfte Menge und gib sie ebenfalls erst gegen Ende der Garzeit dazu.

Ist die Kartoffelpfanne proteinreich?

Nein. Die Kichererbsen erhöhen zwar den Proteingehalt gegenüber einer reinen Kartoffel-Kohl-Pfanne, das Grundrezept liefert aber nur ungefähr 8 g Protein pro Portion.

Für mehr Protein könntest du beispielsweise mehr Kichererbsen oder gebratenen Tofu ergänzen.

Ist das Gericht glutenfrei?

Die unverarbeiteten Hauptzutaten enthalten kein glutenhaltiges Getreide, trotzdem kennzeichne ich die komplette Rezeptur nicht pauschal als glutenfrei.

Bei medizinisch notwendiger glutenfreier Ernährung sollten insbesondere Gemüsebrühe-Paste, Adschika und die verwendete vegane Crème fraîche entsprechend geprüft werden.

Ist die Kartoffelpfanne sojafrei?

Das Grundgericht aus Gemüse, Kichererbsen und Margarine kann sojafrei sein, abhängig von den konkreten Produkten.

Besonders die optionale vegane Crème fraîche kann je nach Hersteller Soja enthalten. Deshalb ist eine pauschale Kennzeichnung nicht sinnvoll.

Kann ich die Kartoffelpfanne vorbereiten?

Ja, das Gericht eignet sich gut zum Vorkochen. Geschmack und Konsistenz bleiben auch am nächsten Tag angenehm.

Beim Aufwärmen bei Bedarf einen kleinen Schuss Wasser hinzufügen, damit die Kartoffeln und der Kohl nicht am Pfannenboden ansetzen.

Aufbewahrung

Die fertige Kartoffelpfanne nach dem Abkühlen gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von etwa zwei bis drei Tagen verbrauchen.

Crème fraîche und Adschika am besten separat lagern und erst beim Servieren hinzufügen.

Häufige Fragen zur Kartoffelpfanne

Warum werden meine Kartoffeln nicht weich?

Dann fehlt häufig Flüssigkeit oder die Stücke sind zu groß. Etwas zusätzliches Wasser angießen, den Deckel wieder auflegen und weitergaren.

Warum wird mein Weißkohl nicht weich?

Dick geschnittener Kohl braucht deutlich länger. Schneide ihn in feine Streifen und gare ihn zunächst einige Minuten alleine in der Pfanne.

Kann ich weniger Margarine verwenden?

Ja. Die 50 g stammen aus meiner ursprünglichen Version und sorgen für den deftigen Geschmack. Eine kleinere Menge funktioniert technisch ebenfalls, verändert aber Geschmack und Nährwerte.

Kann ich Adschika weglassen?

Ja. Sie ist nur ein optionales Topping. Die Kartoffelpfanne ist auch ohne scharfe Sauce vollständig.

Kann ich das Gericht einfrieren?

Grundsätzlich ja, die Kartoffeln können nach dem Auftauen allerdings etwas weicher und körniger werden. Frisch beziehungsweise aus dem Kühlschrank aufgewärmt ist die Konsistenz besser.

Rezept für vegane Kartoffelpfanne mit Weißkohl und Kichererbsen

Schwierigkeitsgrad: einfach
Menge: 4 Portionen
Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Kochzeit: ca. 40 Minuten
Gesamtzeit: ca. 55 Minuten

Nährwerte pro Portion (Näherungswerte):
315 kcal
45 g Kohlenhydrate
11 g Fett
8 g Protein

Die Nährwerte sind Näherungswerte für 1 von 4 Portionen ohne vegane Crème fraîche, Adschika und Petersilie. Berechnet wurde mit 200 g gegarten, abgetropften Kichererbsen. Margarine und Gemüsebrühe-Paste können je nach Produkt abweichende Werte haben.

Küchenutensilien

  • Große, tiefe Pfanne mit Deckel
  • Schneidebrett
  • Scharfes Messer
  • Gemüsehobel (optional)
  • Sieb für die Kichererbsen

Zutaten

  • 600 g Kartoffeln, vorwiegend festkochend
  • 400 g Weißkohl / Weißkraut
  • 200 g gegarte Kichererbsen, abgetropft
  • 100 g Karotten
  • 50 g vegane Margarine
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 TL Gemüsebrühe-Paste
  • 300 ml Wasser
  • Salz nach Geschmack
  • schwarzer Pfeffer nach Geschmack
  • 4 EL vegane Crème fraîche zum Servieren (optional)
  • 2–4 TL Adschika zum Servieren (optional)
  • 2 EL gehackte Petersilie (optional)

Zubereitung

  1. Kartoffeln vorbereiten: Kartoffeln schälen und in etwa 1 bis 1,5 cm große Würfel schneiden.
  2. Weißkohl schneiden: Äußere beschädigte Blätter entfernen. Den Kohl vierteln, den festen Strunk herausschneiden und 400 g Weißkohl in feine Streifen schneiden.
  3. Restliches Gemüse vorbereiten: Karotten schälen und in dünne Scheiben oder kleine Würfel schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken.
  4. Kichererbsen vorbereiten: Die bereits gegarten Kichererbsen in ein Sieb geben, abspülen und gut abtropfen lassen.
  5. Weißkohl anbraten: Die Margarine in einer großen, tiefen Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen. Weißkohl hinzufügen und unter gelegentlichem Rühren etwa 10 bis 12 Minuten braten, bis er deutlich zusammengefallen ist und stellenweise leicht Farbe bekommt.
  6. Zwiebel und Karotte hinzufügen: Zwiebel und Karotten zum Kohl geben und weitere etwa 4 Minuten mitbraten.
  7. Knoblauch ergänzen: Den gehackten Knoblauch hinzufügen und etwa 30 Sekunden unter Rühren mitbraten.
  8. Kartoffeln schmoren: Kartoffelwürfel, Gemüsebrühe-Paste und 300 ml Wasser in die Pfanne geben. Alles gründlich vermischen, aufkochen und anschließend mit geschlossenem Deckel bei mittlerer bis niedriger Hitze etwa 15 Minuten schmoren lassen.
  9. Kichererbsen hinzufügen: Die abgetropften Kichererbsen unterheben und die Pfanne weitere 8 bis 10 Minuten garen. Dabei den Deckel in den letzten Minuten abnehmen, damit überschüssige Flüssigkeit verdampfen kann.
  10. Garprobe machen: Prüfen, ob die Kartoffeln weich sind. Sind sie noch fest und kaum Flüssigkeit vorhanden, einen kleinen Schuss Wasser ergänzen und einige Minuten weitergaren.
  11. Abschmecken: Die fertige Kartoffelpfanne mit Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken. Nach Wunsch gehackte Petersilie unterheben.
  12. Servieren: Die Kartoffelpfanne auf vier Teller verteilen und nach Wunsch mit jeweils etwas veganer Crème fraîche und Adschika servieren.

Wenn du noch Brot dazu servieren möchtest, passt zum Beispiel mein selbst gemachtes Joghurt-Brot.

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