Dieser Käsekuchen mit Cranberrys wird ohne Boden gebacken und besteht aus einer cremigen Quarkmasse mit getrockneten Cranberrys, Aprikosen sowie etwas Zitronen- und Orangensaft. Die Trockenfrüchte bringen kleine fruchtige Stücke in den klassischen Käsekuchen.
Entscheidend für die Zubereitung sind zimmerwarme Butter und ein langsames Abkühlen nach dem Backen. Der Kuchen bleibt nach der eigentlichen Backzeit noch 30 Minuten im ausgeschalteten, geschlossenen Backofen und sollte danach vollständig auskühlen, bevor er angeschnitten wird.
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Käsekuchen mit Cranberrys und Aprikosen
Die Kombination entstand bei mir für ein kleines Buffet. Neben Wrapröllchen, Dips und Baguette gab es damals auch meine Kaffeebrownies mit Schokolade und Walnüssen und diesen Käsekuchen.
Vor Käsekuchen hatte ich damals durchaus Respekt, weil ich von meiner Mutter kannte, dass Käsekuchen nach dem Backen gerne etwas zusammenfällt. Auch dieser Kuchen ist leicht eingesunken, aber deutlich weniger, als ich befürchtet hatte.
Warum wird dieser Käsekuchen ohne Boden gebacken?
Die Quarkmasse wird direkt in die Springform gefüllt. Dadurch brauchst du weder Mürbeteig noch Keksboden und sparst einen zusätzlichen Arbeitsschritt.
Vanillepuddingpulver hilft dabei, die feuchte Quarkmasse zu binden. Eier und Butter geben zusätzlich Struktur.
Warum muss die Butter zimmerwarm sein?
Die Butter sollte weich, aber nicht geschmolzen sein. Zimmerwarme Butter lässt sich gleichmäßig mit Zucker und Vanillezucker verrühren.
Kalte Butter bleibt dagegen schnell in kleinen Stücken in der Masse. Ist sie vollständig geschmolzen, verändert sich wiederum die Konsistenz.
Nimm die Butter deshalb rechtzeitig aus dem Kühlschrank. Je nach Raumtemperatur reichen dafür häufig etwa 30–60 Minuten.
Welche Cranberrys werden verwendet?
Für den Käsekuchen brauchst du getrocknete Cranberrys. Sie werden zusammen mit getrockneten Aprikosen klein gehackt und direkt unter die Quarkmasse gehoben.
Je nach Produkt sind getrocknete Cranberrys unterschiedlich stark gesüßt. Dadurch kann sich auch die Gesamtsüße des Kuchens etwas verändern.
Warum kommen Cranberrys und Aprikosen in den Käsekuchen?
Die Trockenfrüchte sorgen für kleine fruchtige und etwas festere Stücke in der ansonsten sehr cremigen Quarkmasse.
Zitronen- und Orangensaft ergänzen die Früchte mit einer leichten Zitrusnote und verhindern, dass der Kuchen ausschließlich süß schmeckt.
Wie verhindert man, dass Käsekuchen stark zusammenfällt?
Ein leichtes Einsinken nach dem Backen ist bei Käsekuchen normal. Große Temperaturunterschiede können das Zusammenfallen jedoch zusätzlich begünstigen.
Deshalb bleibt dieser Kuchen nach den 30 Minuten Backzeit noch weitere 30 Minuten im ausgeschalteten, geschlossenen Ofen. Erst danach kommt er zum vollständigen Abkühlen heraus.
Außerdem solltest du die Zutaten nur so lange verrühren, bis eine homogene Masse entstanden ist. Sehr starkes Aufschlagen bringt unnötig viel Luft in die Füllung.
Wann ist der Käsekuchen fertig?
Nach etwa 30 Minuten bei 175 °C Ober-/Unterhitze sollte der Rand bereits stabiler wirken. Die Mitte darf noch etwas weicher erscheinen.
Anschließend wird der Ofen ausgeschaltet und bleibt für weitere 30 Minuten geschlossen. Während dieser Zeit gart der Kuchen mit der vorhandenen Restwärme weiter.
Warum muss Käsekuchen vollständig auskühlen?
Die Quarkmasse wird beim Abkühlen deutlich fester. Direkt aus dem Ofen lässt sich der Kuchen deshalb noch nicht sauber schneiden.
Lass ihn zunächst in der Form auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen. Für besonders saubere Stücke kannst du ihn anschließend zusätzlich kalt stellen.
Rezept für Käsekuchen mit Cranberrys ohne Boden
Schwierigkeitsgrad: einfach
Menge: 1 Käsekuchen / 8 Stücke
Vorbereitung: ca. 25 Minuten
Backzeit: 30 Minuten
Ruhezeit im ausgeschalteten Ofen: 30 Minuten
Abkühlzeit: mindestens 2 Stunden
Gesamtzeit: ca. 3 Stunden 25 Minuten
Zusätzlich sollte die Butter vor der Zubereitung rechtzeitig auf Zimmertemperatur gebracht werden.
Nährwerte
Pro Stück bei 8 Stücken: ca. 340 kcal, 37 g Kohlenhydrate, 15 g Fett und 14 g Protein.
Die Angaben sind Näherungswerte. Insbesondere Magerquark, Trockenfrüchte, Vanillezucker und Puddingpulver können sich je nach Produkt in ihren Nährwerten unterscheiden.
Küchenutensilien
- Springform Ø 28 cm
- Backpapier
- große Rührschüssel
- Handrührgerät oder Küchenmaschine
- Messer und Schneidebrett
- Kuchengitter
Zutaten
- 750 g Magerquark
- 125 g weiche Butter
- 180 g Zucker
- 3 Eier, Größe M
- 30 g getrocknete Cranberrys
- 30 g getrocknete Aprikosen
- 30 g Vanillepuddingpulver
- 1 Päckchen Backpulver, ca. 16 g
- 1 Päckchen Vanillezucker, ca. 8 g
- 3 EL Zitronensaft, ca. 45 ml
- 2 EL Orangensaft, ca. 30 ml
- 1 Prise Salz
- ca. 5 g Butter zum Einfetten der Form
Zubereitung
- Butter vorbereiten: Die Butter rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, damit sie weich und zimmerwarm wird. Sie sollte nicht geschmolzen sein.
- Butter und Zucker verrühren: 125 g weiche Butter, Zucker, Vanillezucker und eine Prise Salz in eine große Schüssel geben und mit dem Handrührgerät cremig verrühren.
- Eier einarbeiten: Die Eier nacheinander unterrühren. Jedes Ei erst kurz einarbeiten, bevor das nächste hinzukommt.
- Quark hinzufügen: Magerquark dazugeben und nur so lange verrühren, bis eine gleichmäßige Masse entstanden ist.
- Trockene Zutaten einarbeiten: Vanillepuddingpulver und Backpulver hinzufügen und kurz unterrühren.
- Zitrussäfte hinzufügen: Zitronensaft und Orangensaft einrühren.
- Backofen vorheizen: Den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Trockenfrüchte vorbereiten: Cranberrys und getrocknete Aprikosen mit einem Messer klein hacken.
- Früchte unterheben: Die gehackten Cranberrys und Aprikosen mit einem Teigschaber gleichmäßig unter die Quarkmasse heben.
- Springform vorbereiten: Den Boden einer Springform mit 28 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen und den Rand dünn mit etwa 5 g Butter einfetten.
- Kuchen einfüllen: Die Käsekuchenmasse in die Form geben und die Oberfläche glatt streichen.
- Käsekuchen backen: Den Kuchen auf der zweiten Schiene von unten etwa 30 Minuten bei 175 °C Ober-/Unterhitze backen.
- Im Ofen ruhen lassen: Nach 30 Minuten den Backofen ausschalten. Die Tür geschlossen lassen und den Käsekuchen weitere 30 Minuten im ausgeschalteten Ofen stehen lassen.
- Kuchen abkühlen: Die Springform aus dem Ofen nehmen und auf ein Kuchengitter stellen. Den Kuchen mindestens 2 Stunden vollständig auskühlen lassen.
- Aus der Form lösen: Mit einem dünnen Messer vorsichtig am Springformrand entlangfahren, den Ring öffnen und den Käsekuchen erst anschließend anschneiden.
Warum fällt mein Käsekuchen zusammen?
Ein leichtes Absinken ist bei Käsekuchen normal. Während des Backens dehnen sich Luft und Wasserdampf in der Quarkmasse aus. Beim Abkühlen zieht sich der Kuchen wieder etwas zusammen.
Vermeide deshalb sehr starkes Aufschlagen der Masse und öffne den Backofen während der zusätzlichen 30 Minuten Ruhezeit nicht.
Warum ist mein Käsekuchen innen noch weich?
Warmer Käsekuchen ist deutlich weicher als vollständig ausgekühlter. Lass ihn deshalb mindestens zwei Stunden abkühlen, bevor du die Konsistenz beurteilst.
Ist die Masse danach noch sehr flüssig, kann der Kuchen tatsächlich etwas mehr Backzeit benötigt haben. Backöfen unterscheiden sich in ihrer tatsächlichen Temperatur.
Warum entstehen Risse im Käsekuchen?
Risse können unter anderem entstehen, wenn die Oberfläche zu schnell austrocknet oder der Kuchen starken Temperaturwechseln ausgesetzt wird.
Das langsame Abkühlen im ausgeschalteten Ofen reduziert diesen Temperaturunterschied.
Kann ich andere Trockenfrüchte verwenden?
Ja. Die insgesamt 60 g Trockenfrüchte lassen sich grundsätzlich variieren. Beispielsweise funktionieren Rosinen oder weitere fein gehackte getrocknete Aprikosen.
Sehr süße Trockenfrüchte können die Gesamtsüße des Kuchens allerdings verändern.
Kann ich den Käsekuchen vorbereiten?
Ja – Käsekuchen eignet sich sehr gut zum Vorbereiten. Du kannst ihn bereits am Vortag backen, vollständig auskühlen lassen und anschließend abgedeckt in den Kühlschrank stellen.
Dadurch ist er beispielsweise für ein Buffet praktisch, weil am Tag selbst kaum noch Arbeit anfällt.
Aufbewahrung
Da der Kuchen viel Quark und Eier enthält, sollte er nach dem vollständigen Abkühlen im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Gut abgedeckt würde ich ihn innerhalb von etwa 2–3 Tagen verbrauchen.
Kann man Käsekuchen einfrieren?
Ja. Am praktischsten ist es, den vollständig ausgekühlten Kuchen bereits in einzelne Stücke zu schneiden und diese luftdicht einzufrieren.
Zum Auftauen die Stücke mehrere Stunden oder über Nacht in den Kühlschrank stellen.
Häufige Fragen zum Käsekuchen mit Cranberrys
Kann ich Magerquark durch Quark mit höherem Fettgehalt ersetzen?
Grundsätzlich ja. Der Kuchen wird dadurch etwas reichhaltiger und die Nährwerte verändern sich. Die Konsistenz kann ebenfalls etwas cremiger werden.
Kann ich die Cranberrys weglassen?
Ja. Du kannst die Menge beispielsweise durch zusätzliche getrocknete Aprikosen ersetzen oder die Trockenfrüchte vollständig weglassen.
Braucht der Käsekuchen einen Boden?
Nein. Dieses Rezept ist ausdrücklich ein Käsekuchen ohne Boden. Die Quarkmasse wird direkt in die vorbereitete Springform gefüllt.
Ist der Käsekuchen vegetarisch?
Ja. Das Rezept enthält Milchprodukte und Eier, aber kein Fleisch oder Fisch.
Ist der Käsekuchen vegan?
Nein. Das Originalrezept enthält Butter, Magerquark und Eier und ist deshalb nicht vegan.
1 Kommentare
Käsekuchen geht immer, egal mit was. Hört sich lecker an
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