Rauchfrei werden: Was beim Rauchstopp wirklich hilft

Zigaretten drehen

Dieser Beitrag ist im Rahmen einer Kooperation entstanden. 

Hand aufs Herz: Rauchst du? Oder kennst du jemanden, der raucht?

Ich bin Nichtraucher, habe dafür aber sehr viele Menschen in meiner Umgebung, die rauchen. Einige von ihnen sagen zwar, dass sie versuchen wollen mit dem Rauchen aufzuhören - aber der Erfolg bleibt aus. Ich möchte heute deshalb darauf eingehen, wieso es so schwer ist mit dem Rauchen aufzuhören und welche Möglichkeiten es gibt, die beim Entzug helfen. Und ja, Entzug trifft das genau. Immerhin handelt es sich hierbei um eine Sucht. 

Dieses Thema liegt mir besonders am Herzen, weil meine Eltern rauchen, seit ich denken kann. Ich habe als Kind versucht sie zum Aufhören zu zwingen, indem ich Zigaretten geklaut habe. Nein, das hat nicht funktioniert. Sie haben sich einfach eine neue Packung gekauft. Meine Mutter raucht übrigens immer noch. Welche Methode es gibt um endlich rauchfrei zu werden, werde ich zum Schluss vorstellen. 

Wieso machen Zigaretten süchtig?

Die Ursache für die Sucht liegt in der Zigarette selbst: Der Tabak enthält unter anderem Nikotin, welches ins Blut und so ins Gehirn gelangt, was wiederum verschiedene Reaktionen

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag ist ursprünglich 2021 im Rahmen einer Kooperation entstanden. Für diese Fassung wurde er 2026 grundlegend redaktionell und wissenschaftlich überarbeitet. Frühere werbliche Aussagen und Produktverweise wurden entfernt. Die medizinischen Informationen orientieren sich an aktuellen unabhängigen Fachquellen.

Rauchfrei zu werden ist oft schwierig – aber es gibt wirksame Unterstützung. Nikotin kann körperlich abhängig machen, gleichzeitig verknüpft sich Rauchen häufig mit bestimmten Situationen und Gewohnheiten. Deshalb erhöhen Beratung beziehungsweise Verhaltenstherapie und bei Bedarf Nikotinersatz oder andere Medikamente die Chancen auf einen erfolgreichen Rauchstopp.

Ein Rückfall bedeutet dabei nicht, dass ein Rauchstopp grundsätzlich gescheitert ist. Tabakabhängigkeit kann einen längeren Veränderungsprozess erfordern, und viele Menschen brauchen mehr als einen Anlauf.

Direkt zu den wirksamen Methoden für den Rauchstopp springen

Das Thema liegt mir persönlich am Herzen, weil Menschen in meiner Familie seit vielen Jahren rauchen. Schon als Kind wollte ich meine Eltern zum Aufhören bewegen – damals natürlich ohne zu verstehen, wie stark eine Nikotinabhängigkeit sein kann. Heute würde ich deshalb nicht mehr ausschließlich auf Willenskraft setzen, sondern auf die Hilfen hinweisen, deren Wirksamkeit wissenschaftlich untersucht wurde.

Warum machen Zigaretten abhängig?

Für die körperliche Abhängigkeit von Zigaretten ist hauptsächlich Nikotin verantwortlich. Beim Inhalieren gelangt Nikotin sehr schnell über die Lunge ins Blut und anschließend ins Gehirn.

Dort bindet es unter anderem an sogenannte nikotinerge Acetylcholinrezeptoren. Dadurch werden neuronale Signalwege aktiviert und Botenstoffe wie Dopamin freigesetzt.

Dopamin ist dabei nicht einfach ein „Glückshormon“. Es spielt unter anderem eine zentrale Rolle im Belohnungs- und Lernsystem des Gehirns. Wenn bestimmte Situationen wiederholt zusammen mit Nikotinkonsum auftreten, können starke Verknüpfungen entstehen.

Typische Auslöser können beispielsweise sein:

  • Kaffee am Morgen
  • Arbeitspausen
  • Stress
  • Alkohol
  • Autofahren
  • Treffen mit anderen Rauchenden
  • Situationen nach dem Essen

Dadurch hat Tabakabhängigkeit sowohl eine körperliche als auch eine psychische beziehungsweise verhaltensbezogene Komponente.

Was passiert bei regelmäßiger Nikotinzufuhr?

Das Nervensystem passt sich an die regelmäßige Nikotinzufuhr an. Unter anderem verändern sich die nikotinergen Rezeptoren im Gehirn.

Bleibt Nikotin anschließend aus, können Entzugserscheinungen auftreten. Dazu gehören beispielsweise:

  • starkes Rauchverlangen
  • Reizbarkeit
  • innere Unruhe
  • Konzentrationsprobleme
  • Schlafprobleme
  • gesteigerter Appetit
  • gedrückte Stimmung

Nicht jeder Mensch erlebt alle Symptome oder dieselbe Intensität. Bei vielen werden die körperlichen Entzugserscheinungen mit der Zeit deutlich schwächer.

Ist Nikotin das Gefährlichste an der Zigarette?

Nikotin ist vor allem für die Abhängigkeit verantwortlich. Die gravierenden gesundheitlichen Schäden des Rauchens entstehen dagegen wesentlich durch die zahlreichen Schadstoffe des Tabakrauchs.

Bei der Verbrennung von Tabak entstehen unter anderem Kohlenmonoxid und zahlreiche giftige sowie krebserregende Substanzen.

Das erklärt auch, warum eine medizinisch eingesetzte Nikotinersatztherapie nicht mit dem Rauchen einer Zigarette gleichgesetzt werden kann: Nikotinpflaster, Kaugummis oder andere zugelassene Nikotinersatzpräparate führen Nikotin ohne die Verbrennungsprodukte des Tabakrauchs zu.

Wie erkenne ich eine Nikotinabhängigkeit?

Starkes Rauchverlangen, Kontrollverlust, Entzugssymptome und fortgesetztes Rauchen trotz gesundheitlicher Nachteile können Hinweise auf eine Abhängigkeit sein.

Eine Abhängigkeit sollte aber nicht anhand eines selbst zusammengestellten Online-Schnelltests diagnostiziert werden.

Zur Einschätzung der Stärke einer Zigarettenabhängigkeit wird beispielsweise der Fagerström-Test zur Zigarettenabhängigkeit eingesetzt. Er fragt unter anderem danach, wie schnell nach dem Aufstehen die erste Zigarette geraucht wird und wie viele Zigaretten pro Tag konsumiert werden.

Den offiziellen Test findest du kostenlos beim Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit:

Fagerström-Test auf rauchfrei-info.de

Der Test bewertet vor allem die Stärke der körperlichen Zigarettenabhängigkeit. Eine medizinische Diagnose berücksichtigt darüber hinaus weitere Kriterien.

Rauchfrei werden: Welche Methoden helfen wirklich?

Die besten Erfolgsaussichten bietet häufig eine Kombination aus verhaltensbezogener Unterstützung und – wenn passend – einer medikamentösen Behandlung.

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt für Erwachsene sowohl Beratung und Verhaltenstherapie als auch verschiedene wirksame Arzneimittel zur Tabakentwöhnung.

1. Beratung und Verhaltenstherapie

Verhaltenstherapeutische Ansätze gehören zu den am besten untersuchten Methoden beim Rauchstopp.

Dabei geht es nicht nur darum, keine Zigarette mehr anzuzünden. Zunächst wird analysiert, welche Situationen, Gefühle und Routinen mit dem Rauchen verbunden sind.

Anschließend werden Alternativen entwickelt. Beispiele sind:

  • eine Pause ohne Zigarette bewusst anders gestalten
  • bei Stress eine kurze Atem- oder Entspannungsübung nutzen
  • nach dem Essen direkt aufstehen oder die Zähne putzen
  • typische Rauchsituationen zunächst meiden oder verändern
  • Freunde und Familie um Unterstützung bitten
  • Strategien für plötzliches Rauchverlangen vorbereiten

Unterstützung ist als Einzelberatung, Gruppenkurs, telefonisch und teilweise digital möglich.

2. Nikotinersatztherapie

Nikotinersatzpräparate können Entzugssymptome und Rauchverlangen reduzieren.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Nikotinpflaster
  • Nikotinkaugummi
  • Nikotinlutschtabletten
  • Nikotinspray

Die Produkte führen Nikotin langsamer und kontrollierter zu als eine Zigarette und vermeiden die zahlreichen Verbrennungsprodukte des Tabakrauchs.

Eine häufig eingesetzte Strategie kombiniert ein lang wirksames Präparat wie ein Pflaster mit einer kurz wirksamen Form für akutes Rauchverlangen. Studien sprechen dafür, dass eine solche Kombination wirksamer sein kann als nur eine einzelne Nikotinersatzform.

Welche Form und Stärke geeignet ist, sollte anhand des bisherigen Konsums und der individuellen Situation ausgewählt werden. Packungsbeilage, Apotheke und gegebenenfalls ärztliche Beratung helfen dabei.

3. Verschreibungspflichtige Medikamente

Auch verschreibungspflichtige Medikamente können die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Rauchstopps erhöhen.

Zu den wissenschaftlich untersuchten Wirkstoffen gehören:

  • Vareniclin
  • Bupropion
  • Cytisin

Sie wirken auf unterschiedliche Weise auf Rauchverlangen, Entzug beziehungsweise die mit Nikotin verbundenen neuronalen Prozesse.

Welcher Wirkstoff infrage kommt, hängt unter anderem von Vorerkrankungen, anderen Medikamenten und möglichen Nebenwirkungen ab. Eine individuelle ärztliche Nutzen-Risiko-Abwägung ist deshalb wichtig.

Ein Medikament ist dabei kein Ersatz für die Änderung von Rauchgewohnheiten. Besonders sinnvoll kann die Verbindung mit Beratung oder einem strukturierten Entwöhnungsprogramm sein.

Übernimmt die Krankenkasse Medikamente zum Rauchstopp?

Seit August 2025 können bestimmte Medikamente bei schwerer Tabakabhängigkeit unter festgelegten Bedingungen von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden.

Voraussetzung ist unter anderem eine ärztlich festgestellte schwere Tabakabhängigkeit und die Teilnahme an einem evidenzbasierten Programm zur Tabakentwöhnung.

Nach den aktuellen Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses können dabei zugelassene Arzneimittel mit:

  • Nicotin beziehungsweise Nikotinersatz und
  • Vareniclin

verordnet werden.

Beim Fagerström-Test gilt im Rahmen dieser Regelung ein Wert ab 6 Punkten als ein mögliches Kriterium für eine schwere Abhängigkeit. Auch bestimmte gesundheitliche Risikokonstellationen können berücksichtigt werden.

Ob die Voraussetzungen im individuellen Fall erfüllt sind, muss ärztlich geklärt werden.

Was ist wirksamer: Medikamente oder Beratung?

Man muss sich nicht zwingend für nur eine Methode entscheiden.

Die Kombination von verhaltensbezogener Unterstützung mit einer geeigneten medikamentösen Therapie erhöht bei vielen Rauchenden die Chancen auf langfristige Abstinenz.

Die WHO empfiehlt deshalb ausdrücklich sowohl verhaltensbezogene als auch pharmakologische Unterstützung.

Auch kurze ärztliche oder andere professionelle Beratung kann helfen; intensivere Einzel-, Gruppen- oder Telefonangebote erhöhen die Unterstützung zusätzlich.

Von heute auf morgen aufhören oder langsam reduzieren?

Beides kann funktionieren.

Eine systematische Cochrane-Auswertung fand langfristig keine überzeugende Überlegenheit des abrupten Rauchstopps gegenüber einem geplanten schrittweisen Reduzieren mit anschließendem vollständigem Rauchstopp.

Wer nicht von einem Tag auf den anderen aufhören möchte, kann deshalb zunächst strukturiert reduzieren – entscheidend ist, dass das Ziel am Ende der vollständige Rauchstopp ist.

Ein klarer Plan kann beispielsweise festlegen:

  • welches endgültige Rauchstopp-Datum angestrebt wird,
  • wie der Konsum bis dahin reduziert wird und
  • welche Unterstützung für den eigentlichen Ausstieg genutzt wird.

Hilft Hypnose beim Rauchstopp?

Hypnose kann möglicherweise helfen, die wissenschaftliche Evidenz ist aber deutlich unsicherer als für verhaltenstherapeutische Verfahren und etablierte Medikamente.

Die deutsche Fachinformation auf rauchfrei-info.de stuft professionell durchgeführte Hypnotherapie auf Grundlage der bisherigen Leitlinie als möglicherweise wirksam ein.

Ein Cochrane-Review fand jedoch keine klare Evidenz dafür, dass Hypnose anderen verhaltensbezogenen Verfahren überlegen ist.

Wer Hypnose ausprobieren möchte, sollte deshalb eine entsprechend qualifizierte ärztliche oder psychologische Fachperson wählen und sie eher als möglichen zusätzlichen Baustein betrachten.

Was ist mit E-Zigaretten als Ausstiegshilfe?

Hier ist die wissenschaftliche und gesundheitspolitische Einordnung nicht völlig einheitlich.

Aktuelle Cochrane-Auswertungen zeigen, dass nikotinhaltige E-Zigaretten Menschen beim Rauchstopp helfen können und in Studien höhere Abstinenzraten als keine Unterstützung beziehungsweise teilweise auch als einzelne andere Verfahren erreichen.

Das deutsche Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit empfiehlt E-Zigaretten derzeit dennoch nicht allgemein als Rauchstopp-Methode. Gründe sind unter anderem Unsicherheiten zu langfristigen gesundheitlichen Folgen und das Risiko eines dauerhaften parallelen Konsums von E-Zigaretten und Tabakzigaretten.

Einig sind sich die Ansätze darin, dass dauerhaftes Weiterrauchen von Tabakzigaretten vermieden werden sollte. Wer Unterstützung beim Rauchstopp sucht, kann zunächst auf gut untersuchte und regulierte Verfahren wie Beratung, Nikotinersatz und ärztlich geprüfte Medikamente zurückgreifen.

Wie bereite ich einen Rauchstopp vor?

Ein konkreter Plan kann schwierige Situationen vorhersehbarer machen.

1. Persönliche Gründe notieren

Warum möchtest du aufhören? Mögliche Gründe können Gesundheit, Geld, Familie, Fitness oder die Unabhängigkeit von der Zigarette sein.

2. Rauchmuster beobachten

Notiere einige Tage lang:

  • wann du rauchst,
  • mit wem,
  • in welcher Stimmung und
  • welche Zigarette besonders wichtig erscheint.

So werden typische Auslöser sichtbar.

3. Alternativen für Auslöser planen

Überlege bereits vorher, was du anstelle der Zigarette tun kannst. Je konkreter die Alternative ist, desto leichter lässt sie sich in einer schwierigen Situation einsetzen.

4. Unterstützung organisieren

Informiere Menschen in deinem Umfeld über den Rauchstopp. Professionelle Beratung oder ein Entwöhnungsprogramm kann zusätzlich helfen.

5. Medikamente rechtzeitig besprechen

Wenn eine Nikotinersatztherapie oder ein verschreibungspflichtiges Medikament infrage kommt, sollte das möglichst vor dem geplanten Rauchstopp geklärt werden.

Was tun bei akutem Rauchverlangen?

Starkes Rauchverlangen ist unangenehm, aber normalerweise vorübergehend.

Hilfreich kann sein:

  • die Situation kurz verlassen,
  • bewusst langsam atmen,
  • Wasser trinken,
  • Kaugummi kauen,
  • eine kurze Bewegungspause einlegen,
  • jemanden anrufen oder schreiben und
  • sich den persönlichen Grund für den Rauchstopp in Erinnerung rufen.

Wer Nikotinersatz verwendet, kann abhängig vom gewählten Behandlungskonzept auch eine kurz wirksame Form für akutes Rauchverlangen einsetzen.

Was passiert, wenn ich doch wieder eine Zigarette rauche?

Eine einzelne Zigarette muss nicht bedeuten, dass der gesamte Rauchstopp gescheitert ist.

Hilfreicher als Selbstvorwürfe ist die Frage:

  • Was war der Auslöser?
  • Was hat in dieser Situation gefehlt?
  • Wie kann ich mich beim nächsten Mal besser vorbereiten?

Ein Rückfall kann zeigen, welche Situationen besonders schwierig sind. Dieses Wissen lässt sich für den nächsten Schritt nutzen.

Viele ehemalige Rauchende haben mehrere Versuche benötigt, bevor sie dauerhaft rauchfrei geblieben sind.

Was verändert sich nach dem Rauchstopp im Körper?

Positive Veränderungen beginnen schon kurz nach der letzten Zigarette und setzen sich über Jahre fort.

  • Nach etwa 20 Minuten: Puls und Blutdruck beginnen sich zu normalisieren.
  • Nach etwa 12 bis 24 Stunden: Kohlenmonoxid beziehungsweise Nikotin im Blut gehen deutlich zurück.
  • Nach einigen Tagen: Der Kohlenmonoxidgehalt erreicht Werte von Nichtrauchenden.
  • Innerhalb von Monaten: Husten und Atemnot können abnehmen.
  • Nach 1 bis 2 Jahren: Das Herzinfarktrisiko sinkt deutlich.
  • Langfristig: Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und mehrere Krebsarten gehen weiter zurück.

Ein Rauchstopp lohnt sich unabhängig davon, wie lange vorher geraucht wurde.

Wo bekomme ich kostenlose Hilfe beim Rauchstopp?

Das unabhängige Informationsportal rauchfrei-info.de des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit bietet kostenlos Informationen, Tests und Unterstützung.

rauchfrei-info.de – unabhängige Informationen zum Rauchstopp

Das frühere BZgA-Angebot wird seit 2025 vom Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) weitergeführt.

Kostenlose Telefonberatung

Die BIÖG-Telefonberatung zur Rauchentwöhnung erreichst du unter:

0800 8 31 31 31

Die Beratung unterstützt unter anderem bei:

  • Planung und Vorbereitung des Rauchstopps
  • Entzugserscheinungen
  • Rückfällen
  • der Suche nach Gruppenprogrammen und Beratungsstellen

Auch mehrere Rückrufe während der Ausstiegsphase können vereinbart werden.

Häufige Fragen zum Rauchstopp

Wie lange dauert der Nikotinentzug?

Die stärksten körperlichen Entzugserscheinungen treten häufig in der frühen Phase nach dem Rauchstopp auf und nehmen anschließend ab. Psychisches Rauchverlangen beziehungsweise durch Gewohnheiten ausgelöste Impulse können dagegen auch später noch auftreten.

Ist Nikotinersatz nicht einfach eine neue Sucht?

Nikotinersatz führt Nikotin kontrollierter und langsamer zu als eine Zigarette und vermeidet die schädlichen Verbrennungsprodukte des Tabakrauchs. Die Präparate werden normalerweise zeitlich begrenzt eingesetzt und anschließend entsprechend den Empfehlungen reduziert beziehungsweise beendet.

Was wirkt besser: Nikotinpflaster oder Kaugummi?

Das hängt von Konsummuster und Abhängigkeitsstärke ab. Pflaster liefern kontinuierlich Nikotin, während Kaugummi, Spray oder Lutschtabletten kurzfristig bei akutem Verlangen eingesetzt werden können. Eine Kombination aus lang- und kurzwirksamer Form kann besonders wirksam sein.

Ist Hypnose besser als Medikamente?

Dafür gibt es keine überzeugende Evidenz. Die Studienlage zu Hypnose ist deutlich unsicherer. Für Nikotinersatz, Vareniclin und weitere etablierte Medikamente sowie verhaltenstherapeutische Unterstützung ist die Wirksamkeit besser belegt.

Sollte man besser sofort aufhören oder langsam reduzieren?

Beide Wege können zum Erfolg führen. Studien finden langfristig keine klare Überlegenheit einer der beiden Strategien. Wer zunächst reduziert, sollte einen vollständigen Rauchstopp als Ziel festlegen.

Was gilt in Schwangerschaft und Stillzeit?

Ein Rauchstopp ist besonders wichtig, sollte bei Bedarf aber professionell begleitet werden. Medikamente und Nikotinersatz sollten in Schwangerschaft und Stillzeit nicht in Eigenregie eingesetzt werden. Nutzen und Risiken müssen individuell ärztlich beziehungsweise fachlich abgewogen werden.

Kann ich nach vielen Jahren Rauchen überhaupt noch gesundheitlich profitieren?

Ja. Auch nach langjährigem Rauchen sinken nach einem Rauchstopp verschiedene Erkrankungsrisiken. Es ist aus gesundheitlicher Sicht nie „zu spät“, aufzuhören.

Fazit: Rauchfrei werden ist kein reiner Willenstest

Nikotinabhängigkeit ist mehr als eine schlechte Angewohnheit. Körperliche Abhängigkeit, erlernte Routinen, soziale Situationen und psychische Auslöser können zusammenspielen.

Deshalb muss niemand beweisen, dass er oder sie allein durch Willenskraft aufhören kann.

Wissenschaftlich gut untersuchte Unterstützung umfasst insbesondere:

  • Beratung und Verhaltenstherapie
  • Nikotinersatztherapie
  • geeignete verschreibungspflichtige Medikamente
  • Telefon- und Gruppenangebote
  • strukturierte Rückfallprävention

Welche Kombination am besten passt, ist individuell. Wer bereits mehrfach erfolglos versucht hat aufzuhören, stark abhängig ist oder relevante körperliche beziehungsweise psychische Erkrankungen hat, sollte professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen.

Und wenn ein Versuch nicht dauerhaft funktioniert hat, bedeutet das nicht, dass der nächste nicht erfolgreich sein kann.

Wissenschaftliche Quellen und seriöse Anlaufstellen

Medizinischer Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung. Medikamente zur Tabakentwöhnung können Nebenwirkungen, Gegenanzeigen und Wechselwirkungen haben. Besonders bei Schwangerschaft, Stillzeit, körperlichen oder psychischen Erkrankungen sollte die Behandlung individuell medizinisch abgestimmt werden.

im Körper auslöst, wie zum Beispiel die Ausschüttung mehrerer Botenstoffe wie Dopamin, Adrenalin, Noradrenalin, Serotonin und Cortisol. Dopamin und Seratonin mögen manchen von euch schon etwas sagen - immerhin sind das die Glückshormone. So ist es auch kein Wunder, dass der Körper mit Zigaretten etwas Positives verbindet und immer mehr davon will.

Mit der Zeit kommt es zu einer Toleranzentwicklung. Der Körper gewöhnt sich an die tägliche Dosis Nikotin und es werden nicht mehr so viele Glückshormone ausgeschüttet wie am Anfang. Der Körper möchte mehr Nikotin, um die Glücksgefühle auszulösen, also wird mehr geraucht. Wenn der Körper nicht genügend Nikotin bekommt, kommt es zu körperlichen Entzugssymptomen. Sie sind stärker, je mehr sich der Körper an das Nikotin gewöhnt hat.  

Bist du abhängig von Nikotin? Mach diesen kurzen Schnelltest und finde es heraus: 

  • Hast du regelmäßiges starkes Verlangen nach einer Zigarette oder nach Nikotin?
  • Kommt es bei dir zu Verlust der Kontrolle über die Anzahl an Zigaretten und den Zeitpunkt, an dem man sie raucht?
  • Hast du körperliche Entzugserscheinungen und starkes Verlangen nach Ersatzstoffen, wenn das Rauchen beendet oder die Menge an Zigaretten verringert wird? Zu Entzugserscheinungen zählen unter anderem Frustration, Ärger, Angst, Konzentrationsschwierigkeiten, gesteigerter Appetit, Ruhelosigkeit, depressive Stimmung und Schlaflosigkeit.
  • Hast du mit der Zeit einen immer stärkerer Nikotinkonsum, um die gleiche Wirkung zu erzielen (z. B. um Stress abzubauen)?
  • Vernachlässigst du andere Aktivitäten, um Nikotin zu konsumieren?
  • Konsumierst du weiter Nikotin, obwohl gesundheitsschädliche Folgen bekannt oder bereits eingetreten sind?
  • Wenn mindestens drei der sechs Fragen mit Ja beantwortet wurden, handelt es sich hierbei um eine Nikotinabhängigkeit.
  • Du kannst auch den Fagerström-Test machen, um sicherzugehen, ob es sich bei dir um eine körperliche Abhängigkeit handelt.
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Rauchstopp - so gelingt er dir!

Vielleicht hast du schon mehrere Methoden zur Raucherentwöhnung ausprobiert. Es ist schwer. Sehr schwer. Immerhin ist rauchen eine Gewohnheit, die dich auch noch abhängig gemacht hat. Vielleicht ist der Zigarettenkonsum auch in einem Ritual eingebaut, z.B. die erste Zigarette zum Kaffee am Morgen oder in Verbindung mit Alkohol und Freunden am Wochenende? Weil es so schwer ist, damit aufzuhören, möchte ich dir zeigen, welche Möglichkeiten es gibt.

Typisch für Raucher ist, dass die Zigaretten entweder langsam oder von heute auf morgen aufhören. Das klappt mal mehr, mal weniger gut. Aber in Stress Situationen oder wenn Alkohol geflossen ist, neigt man dann doch zu der Zigarette. Es ist eben schwer mit einer Gewohnheit aufzuhören, vor allem dann, wenn Zigaretten einen sehr lange begleitetet haben. 

Das Verhalten könnte zum Beispiel durch Hypnose verändert werden – aber hier ist die Frage, ob die Hypnose wirkt. Das ist von Menschen zu Menschen unterschiedlich und sehr individuell. Meine Mama hat es deshalb auch nicht ausprobiert. Sie ist auch vor ein paar Jahren davon losgekommen und hat nicht mehr geraucht – aber vor einem Jahr, in einer Stresssituation – hat sie wieder angefangen und kann damit nicht aufhören. Das erste, was sie nach dem Aufstehen macht, ist rauchen. Und es bleibt leider nicht bei der einen Zigarette.  

Neben der Verhaltensänderung und Hypnose gibt es noch eine dritte Möglichkeit, die meine Mama demnächst ausprobieren wird: Medikamente. Natürlich kann man sich jetzt fragen, ob das nötig ist. Und ja das ist es – gerade gibt sie Geld dafür aus, dass sie eines Tages Lungenkrebs bekommt. Ich möchte ihr dabei auch nicht länger zuschauen.  Es tut einfach weh zu sehen, dass ein Mensch, den man liebt, seinen Körper jahrelang zerstört (und dafür auch noch sehr viel Geld ausgibt). 

 Beratung zu unterschiedlichen Therapiemöglichkeiten erhält man bei Ärzten. Unter anderem gibt es in Deutschland ein neues verschreibungspflichtiges Medikament, das die Entzugssymptome lindert und den Rauchstopp erleichtert.   Außerhalb von Deutschland  gibt es das Medikament schon länger, sodass es gut untersucht ist Außerdem gibt es einige Studien, welche das Medikament geprüft haben und die Wirksamkeit und Verträglichkeit belegen. Ein weiterer Vorteil ist, dass der enthaltene Wirkstoff auf pflanzlicher Basis hergestellt werden. 

Ein Gang zum Arzt lohnt sich, um eine ausführliche gesundheitliche Aufklärung zu bekommen. 

Zum Thema Rauchstopp gibt es mehrere Informationsplattformen, die ausführliche gesundheitliche Aufklärung bieten. Raucher können sich hierfür an Schneller Rauchfrei oder BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) wenden. 

Wie oft hast du schon versucht endlich rauchfrei zu werden und welche Methoden hast du ausprobiert? Oder bist du schon rauchfrei? Welche Methode hat bei mir funktioniert? Erzähl mir von deinen Erfahrungen mit Zigarettenkonsum und Schwierigkeiten mit rauchfrei in den Kommentaren.

Ich wünsche dir viel Erfolg beim Nichtrauchen!

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1 Kommentare

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