Dieser vegane Kartoffelsalat mit gebratenem Mais kombiniert Kartoffeln, Gurke, Radieschen und Dill mit einem cremigen Joghurt-Senf-Dressing. Dazu gibt es gebratene Maiskolben und eine würzige Limettenbutter mit Hefeflocken und Pinienkernen.
Statt Mayonnaise verwende ich ungesüßten Sojajoghurt. Dadurch schmeckt der Kartoffelsalat frisch und passt besonders gut zum Grillen oder als sommerliches Hauptgericht. Aus der angegebenen Menge entstehen 2 große Hauptportionen.
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Was macht diesen Kartoffelsalat besonders?
Der Salat verbindet einen kühlen, cremigen Kartoffelsalat mit warmem, gebratenem Mais und würziger Limettenbutter. Dadurch kommen unterschiedliche Temperaturen und Texturen auf einem Teller zusammen.
Dill bringt viel Frische in den Kartoffelsalat. Die Kombination erinnert mich persönlich auch an Okroschka, die meine Mutter häufig mit Dill zubereitet hat.
Die Limettenbutter ist dagegen kräftiger: Vegane Margarine, Limettenabrieb, Hefeflocken und Pinienkerne ergänzen die Röstaromen des Mais.
Welche Kartoffeln eignen sich für Kartoffelsalat?
Festkochende Kartoffeln sind für dieses Rezept am besten geeignet. Sie behalten nach dem Kochen ihre Form und zerfallen beim Vermengen mit dem Joghurt-Dressing weniger schnell.
Die Kartoffelscheiben sollten gar sein, aber noch etwas Biss haben. Prüfe sie deshalb gegen Ende der Kochzeit regelmäßig mit einem Messer.
Warum werden Gurken entkernt?
Das weiche Innere einer Salatgurke enthält besonders viel Wasser. Wird es entfernt, verwässert das Dressing weniger schnell.
Halbiere die Gurke dafür längs und schabe den weichen Kernbereich mit einem Teelöffel heraus. Anschließend wird die Gurke in dünne Scheiben geschnitten.
Das Joghurt-Dressing ohne Mayonnaise
Die Basis des Dressings besteht aus ungesüßtem Sojajoghurt, mittelscharfem Senf, Limettensaft und etwas Olivenöl.
Dill und Frühlingszwiebeln bringen zusätzliche Frische. Eine kleine Prise Zucker balanciert Säure und Senf aus.
Wenn du keinen Sojajoghurt verwenden möchtest, funktioniert auch ein anderer ungesüßter, geschmacksneutraler Pflanzenjoghurt. Geschmack, Konsistenz und Nährwerte können sich dadurch etwas verändern.
So gelingt gebratener Mais
Die Maiskolben werden in wenig Olivenöl rundherum kräftig gebraten, bis einzelne Stellen deutlich gebräunt sind.
Verwende für die schnelle Variante vorgegarte Zuckermaiskolben. In einer großen Pfanne brauchen sie ungefähr 10–12 Minuten. Drehe sie dabei regelmäßig.
Im Sommer kannst du die Maiskolben genauso gut auf dem Grill zubereiten.
Vegane Limettenbutter für den Mais
Für die Limettenbutter werden vegane Margarine, fein gehackte Pinienkerne, Hefeflocken und Limettenabrieb miteinander verrührt.
Die Butter kommt erst nach dem Braten auf den warmen Mais. Dadurch schmilzt sie leicht und verteilt sich auf der Oberfläche.
Die Pinienkerne bringen zusätzlichen Biss. Bei entsprechenden Allergien sollten sie nicht einfach durch beliebige andere Nüsse ersetzt werden.
Rezept für veganen Kartoffelsalat mit gebratenem Mais
- Schwierigkeitsgrad: einfach
- Portionen: 2 große Hauptportionen
- Vorbereitung: 15 Minuten
- Koch- und Bratzeit: 15 Minuten
- Kühl- und Ziehzeit: 30 Minuten
- Gesamtzeit: ca. 1 Stunde
Nährwerte pro Portion
Ca. 720 kcal
92 g Kohlenhydrate
35 g Fett
18 g Protein
Die Nährwerte sind Näherungswerte für zwei große Hauptportionen. Größe und essbarer Anteil der Maiskolben sowie Sojajoghurt und vegane Margarine können die tatsächlichen Werte deutlich beeinflussen.
Küchenutensilien
- großer Kochtopf
- große Pfanne oder Grill
- große Salatschüssel
- kleine Schüssel
- Schneidebrett und Messer
- feine Reibe für die Limettenschale
Zutaten für den Kartoffelsalat
- 600 g festkochende Kartoffeln
- 150 g ungesüßter, glutenfrei gekennzeichneter Sojajoghurt
- 1 Bund Radieschen, ca. 150 g
- 1 Salatgurke, ca. 300 g
- 2 Frühlingszwiebeln
- 20 g frischer Dill
- 1 Bio-Limette
- 1 EL Olivenöl, ca. 15 ml
- 10 ml glutenfrei gekennzeichneter mittelscharfer Senf, ca. 2 TL
- 1 Prise Zucker
- Salz und schwarzer Pfeffer nach Geschmack
Für Mais und Limettenbutter
- 2 vorgegarte Zuckermaiskolben natur
- 1 EL Olivenöl, ca. 15 ml
- 30 g vegane, glutenfrei gekennzeichnete Margarine
- 10 g Pinienkerne
- 10 g glutenfrei gekennzeichnete Hefeflocken
- 1 TL fein abgeriebene Limettenschale
- Salz und schwarzer Pfeffer nach Geschmack
Zubereitung
- Kartoffeln vorbereiten: Die Kartoffeln schälen und in etwa 5 mm dicke Scheiben schneiden.
- Kartoffeln kochen: Einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Die Kartoffelscheiben hineingeben und etwa 8–10 Minuten garen, bis sie weich sind, aber noch ihre Form behalten.
- Kartoffeln abkühlen lassen: Die Kartoffeln vorsichtig abgießen und etwa 15 Minuten ausdampfen und abkühlen lassen.
- Gemüse vorbereiten: Gurke waschen, längs halbieren und den weichen Kernbereich mit einem Löffel entfernen. Gurke und Radieschen in dünne Scheiben schneiden. Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden.
- Dill vorbereiten: Den Dill waschen, trocken schütteln und fein hacken.
- Limette vorbereiten: Die Bio-Limette heiß abwaschen und trocknen. Etwa 1 TL Schale fein abreiben. Anschließend etwa 1 EL Limettensaft auspressen.
- Dressing anrühren: Sojajoghurt, Limettensaft, Senf, 1 EL Olivenöl und eine Prise Zucker in einer großen Schüssel verrühren. Mit Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken.
- Kartoffelsalat mischen: Abgekühlte Kartoffeln, Gurke, Radieschen, Frühlingszwiebeln und Dill vorsichtig unter das Dressing heben.
- Salat ziehen lassen: Den Kartoffelsalat abdecken und mindestens etwa 30 Minuten im Kühlschrank durchziehen lassen. Anschließend nochmals mit Salz, Pfeffer und bei Bedarf etwas Limettensaft abschmecken.
- Limettenbutter vorbereiten: Pinienkerne fein hacken. Mit veganer Margarine, Hefeflocken und etwa 1 TL Limettenabrieb verrühren. Mit einer kleinen Prise Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken.
- Mais braten: 1 EL Olivenöl in einer großen Pfanne bei mittlerer bis mittelhoher Hitze erhitzen. Die vorgegarten Maiskolben etwa 10–12 Minuten rundherum braten und regelmäßig drehen, bis deutliche Röstaromen entstanden sind.
- Mais würzen: Die heißen Maiskolben aus der Pfanne nehmen und leicht mit Salz und Pfeffer würzen.
- Servieren: Den Kartoffelsalat auf zwei Teller verteilen. Je einen gebratenen Maiskolben dazugeben und die Limettenbutter auf dem noch warmen Mais verteilen.
Kann ich den Mais auf dem Grill zubereiten?
Ja, und gerade dafür eignet sich das Rezept sehr gut. Grille die vorgegarten Maiskolben bei mittlerer bis hoher direkter Hitze rundherum, bis sie gebräunte Stellen bekommen.
Die Limettenbutter gibst du anschließend auf den noch heißen Mais.
Kann ich den Kartoffelsalat am Vortag vorbereiten?
Ja. Der Kartoffelsalat lässt sich gut einige Stunden oder am Vorabend vorbereiten.
Ich finde sogar, dass sich die Aromen nach etwas Zeit im Kühlschrank besser miteinander verbinden. Den gebratenen Mais und die Limettenbutter würde ich dagegen möglichst frisch zubereiten.
Kann ich einen anderen Pflanzenjoghurt verwenden?
Ja. Ein ungesüßter Hafer- oder anderer neutraler Pflanzenjoghurt funktioniert grundsätzlich ebenfalls.
Achte darauf, kein gesüßtes oder aromatisiertes Produkt zu verwenden. Je nach Joghurt kann das Dressing dünner oder fester werden.
Kann ich die Pinienkerne weglassen?
Ja. Die Limettenbutter funktioniert auch ohne Pinienkerne.
Die Pinienkerne sind hauptsächlich für zusätzliche Textur und ein nussig-röstiges Aroma zuständig. Bei Allergien solltest du zusätzlich die übrigen verwendeten Produkte auf ihre Kennzeichnung prüfen.
Ist der Kartoffelsalat glutenfrei?
In dieser Rezeptversion ja. Kartoffeln, Gemüse, Mais, Limette und Pinienkerne enthalten von Natur aus kein Gluten; zusätzlich sind für Sojajoghurt, Senf, Hefeflocken und Margarine ausdrücklich glutenfrei gekennzeichnete Produkte vorgesehen.
Ist der Kartoffelsalat sojafrei?
Die Standardversion nicht, weil das Dressing Sojajoghurt enthält.
Mit einem geeigneten sojafreien Pflanzenjoghurt lässt sich das Rezept entsprechend abwandeln. Deshalb wird die Standardversion nicht als sojafrei gekennzeichnet.
Ist der Kartoffelsalat fettarm?
Nein. Das Joghurt-Dressing ist zwar leichter als eine klassische Mayonnaisebasis, zum vollständigen Gericht gehören aber zusätzlich Olivenöl, vegane Margarine und Pinienkerne.
Die frühere Beschreibung als besonders fettarmes Gericht wäre deshalb irreführend.
Warum wird mein Kartoffelsalat wässrig?
Meist gibt die Gurke zu viel Wasser ab. Entferne deshalb den weichen Kernbereich und lasse die Kartoffeln vor dem Vermengen gut ausdampfen.
Auch ein sehr dünnflüssiger Pflanzenjoghurt kann das Dressing verwässern.
Warum zerfallen die Kartoffeln?
Wahrscheinlich wurden sie zu lange gekocht oder zu kräftig mit dem Dressing vermischt.
Verwende festkochende Kartoffeln, kontrolliere die Garzeit und hebe die Zutaten vorsichtig untereinander.
Wie lange hält sich der Kartoffelsalat?
Gut verschlossen kannst du den Kartoffelsalat ungefähr zwei Tage im Kühlschrank aufbewahren.
Den Mais würde ich separat lagern und zum Servieren erneut kurz in der Pfanne oder auf dem Grill erwärmen.
Häufige Fragen zum Kartoffelsalat mit Mais
Kann ich Mais aus der Dose verwenden?
Ja, das Gericht verändert sich dann allerdings deutlich. Abgetropfte Maiskörner können in einer heißen Pfanne kurz angeröstet und anschließend über den Kartoffelsalat gegeben werden. Die Limettenbutter lässt sich dann in kleinen Klecksen dazu servieren.
Kann ich die Limettenbutter vorbereiten?
Ja. Sie kann bereits einige Stunden vorher angerührt und im Kühlschrank gelagert werden. Vor dem Servieren kurz auf Raumtemperatur kommen lassen, damit sie wieder streichfähig wird.
Muss der Kartoffelsalat 30 Minuten ziehen?
Nein, aber die Ruhezeit verbessert den Geschmack. Du kannst ihn direkt essen; nach etwa 30 Minuten verbinden sich Dressing, Dill und Gemüse jedoch besser.
Kann ich den Kartoffelsalat als Beilage servieren?
Ja. Als Beilage reicht die angegebene Menge für ungefähr vier Portionen. Die angegebenen Nährwerte beziehen sich jedoch auf zwei große Hauptportionen inklusive Mais und Limettenbutter.
Kann ich Kala Namak hinzufügen?
Ja. Eine kleine Prise Kala Namak kann dem Dressing eine leicht eiähnliche Note geben. Beginne sparsam, da der Geschmack schnell dominant wird.
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