Veganes Tantanmen – schnelle Ramen mit Sesam-Chili-Brühe

Dieses vegane Tantanmen kombiniert Ramen-Nudeln mit einer cremigen, würzigen Brühe aus Gemüsebrühe, Soja Cuisine, Sesampaste, Sojasauce und Chiliöl. Gebratener Pak Choi, Pilze und Frühlingszwiebeln machen daraus eine schnelle Ramen-Bowl, die in etwa 25 Minuten auf dem Tisch steht.

Tantanmen ist die japanische Variante der chinesischen Dan-Dan-Nudeln. Charakteristisch für viele japanische Versionen sind eine cremigere Brühe, Sesampaste und Chiliöl. Dieses Rezept ist eine unkomplizierte vegane Interpretation mit Zutaten, die sich auch außerhalb eines Asia-Marktes gut finden lassen.

Ich mag Ramen wirklich sehr – so sehr, dass mein Freund sie inzwischen kaum noch sehen kann. Umso praktischer ist eine schnelle Variante, für die keine stundenlang gekochte Brühe nötig ist.

Direkt zum Rezept für veganes Tantanmen springen

Was ist Tantanmen?

Tantanmen sind japanische Ramen, die auf den chinesischen Dan-Dan-Nudeln aus Sichuan basieren. Während Dan-Dan-Nudeln häufig mit einer konzentrierteren Sauce serviert werden, ist die japanische Variante meist suppiger und wird oft mit Sesampaste und Chiliöl zubereitet.

Klassische Varianten enthalten häufig Fleisch. In diesem veganen Rezept bilden Gemüsebrühe, Soja Cuisine und Sesampaste die Grundlage der cremigen Brühe.

Was macht die Tantanmen-Brühe cremig?

Die Cremigkeit kommt aus Sesampaste und Soja Cuisine. Sesampaste bringt einen kräftigen, leicht nussigen Geschmack mit, während die Soja Cuisine die Schärfe des Chiliöls etwas abrundet.

Gemüsebrühe sorgt für ausreichend Flüssigkeit, Sojasauce bringt zusätzliche Würze und Reisessig etwas Säure.

Welche Sesampaste eignet sich?

Für dieses Rezept kannst du helles Sesammus beziehungsweise Tahin verwenden. Japanische Sesampaste, häufig als neri goma bezeichnet, schmeckt je nach Produkt etwas anders, ist für das Gelingen aber nicht zwingend erforderlich.

Wichtig ist vor allem, die Sesampaste vor dem Servieren gründlich mit den übrigen Würzzutaten und etwas heißer Brühe zu verrühren. So verteilt sie sich gleichmäßig und bildet keine größeren Klümpchen.

Welches Chiliöl eignet sich für Tantanmen?

Rayu ist ein japanisches Chiliöl und passt besonders gut zu Tantanmen. Die Schärfe unterscheidet sich allerdings deutlich zwischen verschiedenen Produkten.

Wenn du empfindlich auf Schärfe reagierst, beginne deshalb mit weniger als einem Esslöffel und ergänze später nach Geschmack. Nachschärfen ist wesentlich einfacher als eine zu scharfe Brühe wieder abzumildern.

Welche Ramen-Nudeln eignen sich?

Verwende Ramen-Nudeln, die dir geschmacklich gefallen, und bereite sie nach Packungsanleitung zu. Für diese große Portion rechne ich mit 100 g trockenen Ramen-Nudeln.

Bei einer veganen Ernährung lohnt sich ein Blick auf die Zutatenliste, da einzelne Nudelprodukte Ei enthalten können.

Für eine glutenfreie Variante brauchst du ausdrücklich glutenfreie Ramen- beziehungsweise geeignete Reisnudeln. Normale Ramen bestehen meist aus Weizen.

Pak Choi und Pilze als schnelle Toppings

Pak Choi und Pilze werden separat angebraten, bevor die Brühe in denselben Topf kommt. Dadurch entstehen Röstaromen, ohne dass zusätzlich eine zweite aufwendige Gemüsezubereitung nötig ist.

Bei den Pilzen funktionieren Champignons sehr gut. Austernpilze oder eine Mischung verschiedener Pilze passen ebenfalls.

Tipps für schnelles veganes Tantanmen

  • Ramen parallel kochen: Während die Nudeln garen, kannst du Gemüse und Brühe vollständig zubereiten.
  • Pak Choi kräftig anbraten: Hohe Hitze sorgt kurzzeitig für Röstaromen, ohne dass das Gemüse komplett weich wird.
  • Knoblauch erst zu den Pilzen geben: So verbrennt er beim scharfen Anbraten des Pak Choi nicht.
  • Sesampaste separat verrühren: Dadurch verteilt sie sich leichter in der Brühe.
  • Chiliöl vorsichtig dosieren: Die Schärfe verschiedener Rayu-Produkte unterscheidet sich stark.
  • Zusätzliches Salz erst nach dem Probieren: Gemüsebrühe und Sojasauce bringen bereits viel Würze mit.

Welche weiteren Toppings passen?

Das Grundrezept ist bewusst einfach gehalten. Wenn du mehr Toppings möchtest, passen beispielsweise Mais, Nori, Babyspinat, Sesam oder fein geschnittenes eingelegtes Gemüse dazu.

Eine kräftige Brühe kannst du auch mit meiner selbst gemachten Gemüsebrühe zubereiten.

Alternativ findest du hier außerdem meine selbst gemachte Gemüsebrühe-Paste.

Rezept für veganes Tantanmen mit Sesam-Chili-Brühe

Schwierigkeitsgrad: einfach
Menge: 1 sehr große Portion
Vorbereitung: 10 Minuten
Kochzeit: ca. 15 Minuten
Gesamtzeit: ca. 25 Minuten

Die Menge ergibt eine sehr große Ramen-Bowl. Für zwei kleinere Portionen kannst du den Ansatz einfach auf zwei Schüsseln verteilen.

Nährwerte

Pro großer Portion: ca. 1.040 kcal, 91 g Kohlenhydrate, 66 g Fett und 28 g Protein.

Die Angaben sind Näherungswerte und gehen von 100 g trockenen Ramen-Nudeln, 100 ml Soja Cuisine und den vollständig verwendeten Ölmengen aus. Je nach Ramen, Soja Cuisine, Sesampaste, Gemüsebrühe und Chiliöl können die tatsächlichen Werte deutlich abweichen. Bei Aufteilung auf zwei kleinere Portionen halbieren sich die Werte entsprechend.

Küchenutensilien

  • 2 Kochtöpfe
  • Schneidebrett
  • Messer
  • kleine Schüssel
  • Schneebesen

Zutaten

  • 600 ml Gemüsebrühe
  • 100 g trockene vegane Ramen-Nudeln
  • 100 ml Soja Cuisine
  • 1 Pak Choi
  • 150 g Pilze, z. B. Champignons oder Austernpilze
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 EL helle Sesampaste bzw. Tahin
  • 1 EL Sojasauce
  • 1 EL Reisessig
  • 1 EL geröstetes Sesamöl
  • bis zu 1 EL Chiliöl bzw. Rayu, nach gewünschter Schärfe
  • optional: 1 TL Sesam zum Servieren

Zubereitung

  1. Ramen kochen: Die Ramen-Nudeln nach Packungsanleitung zubereiten. Anschließend abgießen und kurz beiseitestellen.
  2. Gemüse vorbereiten: Pak Choi gründlich waschen und längs vierteln oder je nach Größe achteln. Pilze putzen und in mundgerechte Stücke beziehungsweise Scheiben schneiden.
  3. Knoblauch und Frühlingszwiebel schneiden: Knoblauch schälen und fein hacken. Frühlingszwiebel waschen und in dünne Ringe schneiden.
  4. Pak Choi anbraten: Olivenöl in einem Topf bei hoher bis mittelhoher Hitze erhitzen. Pak Choi kurz von mehreren Seiten anbraten, bis er stellenweise gebräunt ist. Anschließend aus dem Topf nehmen und beiseitestellen.
  5. Pilze anbraten: Pilze in denselben Topf geben und etwa 3–4 Minuten braten. Knoblauch während der letzten etwa 30 Sekunden hinzufügen. Pilze anschließend ebenfalls kurz herausnehmen.
  6. Brühe ansetzen: Gemüsebrühe in den Topf gießen und die Röstaromen vom Topfboden lösen. Soja Cuisine einrühren und alles erhitzen, aber nicht unnötig stark einkochen lassen.
  7. Sesam-Chili-Basis anrühren: Sesampaste, Sojasauce, Reisessig, geröstetes Sesamöl und zunächst einen Teil des Chiliöls in einer kleinen Schüssel mit einem Schneebesen verrühren.
  8. Brühe einarbeiten: Einige Esslöffel der heißen Brühe nach und nach in die Sesammischung rühren, bis sie glatt und flüssig ist. Anschließend die Mischung zurück in den Topf geben und gründlich verrühren.
  9. Tantanmen fertigstellen: Ramen-Nudeln, Pak Choi und Pilze in die heiße Brühe geben und etwa 1–2 Minuten gemeinsam erwärmen.
  10. Servieren: Alles in eine große Ramen-Schüssel geben. Frühlingszwiebeln und optional Sesam darüber verteilen. Nach Geschmack zusätzlich mit etwas Chiliöl beträufeln.

Typische Fehler bei Tantanmen

Warum trennt sich die Sesampaste von der Brühe?

Rühre die Sesampaste nicht direkt als festen Klecks in den großen Topf. Vermische sie zunächst mit Sojasauce, Essig und Öl und rühre anschließend nach und nach etwas heiße Brühe ein. Erst die glatte Mischung kommt zurück in den Topf.

Warum ist die Brühe zu salzig?

Gemüsebrühe und Sojasauce enthalten bereits Salz. Verwende deshalb kein zusätzliches Salz, bevor du die fertige Suppe probiert hast.

Ist die Brühe zu salzig geworden, kannst du sie mit etwas heißem Wasser oder einer ungesalzenen Gemüsebrühe verdünnen.

Warum ist das Tantanmen zu scharf?

Chiliöle unterscheiden sich stark. Beginne beim ersten Kochen mit einer kleineren Menge und gib weiteres Rayu erst direkt beim Servieren hinzu.

Warum werden die Ramen-Nudeln weich?

Lass fertig gegarte Ramen nicht lange in der heißen Brühe stehen. Gib sie erst ganz zum Schluss hinein und serviere die Suppe direkt.

Kann ich Tantanmen vorbereiten?

Brühe und Einlagen lassen sich vorbereiten, die Nudeln solltest du aber getrennt lagern. Ramen nehmen in der Brühe weiter Flüssigkeit auf und werden mit der Zeit sehr weich.

Zum Servieren die Brühe erhitzen, frisch gekochte beziehungsweise separat gelagerte Nudeln hinzufügen und anschließend mit dem Gemüse kombinieren.

Aufbewahrung

Brühe und Gemüse nach dem Abkühlen in einem geschlossenen Behälter im Kühlschrank aufbewahren und möglichst innerhalb von etwa 2–3 Tagen verbrauchen.

Die Nudeln am besten separat lagern. Beim erneuten Servieren die Brühe vollständig erhitzen und erst dann mit den Ramen kombinieren.

Häufige Fragen zu veganem Tantanmen

Kann ich normale Sojamilch statt Soja Cuisine verwenden?

Ja. Verwende am besten einen ungesüßten Sojadrink. Die Brühe wird damit etwas weniger reichhaltig und dünnflüssiger als mit Soja Cuisine.

Kann ich Tahin als Sesampaste verwenden?

Ja. Helles Tahin beziehungsweise Sesammus eignet sich gut für diese schnelle Variante. Je nach Produkt können Geschmack und Konsistenz etwas kräftiger oder bitterer ausfallen.

Kann ich anderes Gemüse verwenden?

Ja. Spinat, Mais, Brokkoli oder andere Pilze funktionieren ebenfalls. Passe die Garzeit an das jeweilige Gemüse an.

Ist Tantanmen sojafrei?

Nein. Dieses Rezept enthält Soja Cuisine und Sojasauce. Die Grundversion ist deshalb nicht sojafrei.

Ist das Rezept glutenfrei?

Nicht in der angegebenen Grundversion. Normale Ramen-Nudeln enthalten meist Weizen und auch klassische Sojasauce enthält häufig Weizen. Für eine glutenfreie Variante brauchst du entsprechend geeignete Nudeln, glutenfreie Sojasauce beziehungsweise Tamari sowie eine passende Gemüsebrühe.

Enthält das Rezept Tofu?

Nein. Im ursprünglichen Fließtext wurde Tofu versehentlich erwähnt, im eigentlichen Rezept war jedoch kein Tofu enthalten. Diese korrigierte Fassung entspricht der tatsächlichen Zutatenliste.

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1 Kommentare

  1. Sobald man viele Spezialitäten braucht kann es schwer werden diese zu bekommen, außerhalb des Landes des Gerichts. An sich hört es sich gut an aber ich kann mir gerade absolut keinen Geschmack vorstellen

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