Vegane Pizza mit Pesto, Rucola, Zucchini & Aubergine

Diese vegane Pizza kommt ganz ohne Tomatensauce aus: Grünes Pesto bildet die Basis, dazu kommen gebratene Zucchini und Aubergine sowie reichlich frischer Rucola nach dem Backen. So entsteht eine würzige Gemüsepizza, die deutlich anders schmeckt als klassische Pizza mit Tomatensauce.

Für einen selbst gemachten Boden kannst du mein Grundrezept für Pizzateig verwenden. Mit fertigem Pizzateig entfällt die Gehzeit und die Pizza ist entsprechend schneller fertig.

Direkt zum Rezept für die vegane Pesto-Pizza springen

Vegane Pizza mit grünem Pesto und Rucola

Statt Tomatensauce bekommt diese Pizza eine Basis aus grünem Pesto. Zucchini und Aubergine werden vorher kurz in der Pfanne angebraten, damit sie auf der Pizza nicht zu viel Flüssigkeit abgeben.

Ich wollte damals bewusst eine richtig grüne Pizza ausprobieren. Das Pesto ist beim Backen allerdings dunkler geworden. Deshalb würde ich heute nur einen Teil des Pestos mitbacken und den Rest erst auf der fertigen Pizza verteilen. So bleiben Farbe und Aroma frischer.

Welches Pesto eignet sich für vegane Pizza?

Verwende ausdrücklich vegan gekennzeichnetes grünes Pesto. Klassisches Pesto kann Hartkäse enthalten und ist deshalb nicht automatisch vegan.

Du kannst fertiges Pesto nehmen oder es selbst zubereiten. Auf dem Blog findest du zum Beispiel mein Rucola-Walnuss-Pesto und das Feldsalat-Cashew-Pesto. Für eine vegane Pizza müssen natürlich auch diese entsprechend pflanzlich zubereitet sein.

Warum das Gemüse vorher anbraten?

Zucchini und Aubergine geben beim Garen Wasser ab. Werden sie roh direkt auf die Pizza gelegt, kann der Belag dadurch feuchter werden.

Kurzes Anbraten sorgt außerdem für leichte Röstaromen. Das Gemüse soll dabei nur leicht bräunen und noch etwas Biss behalten.

Wie schneidet man Zucchini und Aubergine für Pizza?

Dünne Scheiben oder kleine Halbmonde funktionieren am besten. Bei ungefähr 3 bis 5 mm Dicke gart das Gemüse schnell und lässt sich gleichmäßig verteilen.

Zu dicke Auberginenscheiben können trotz Vorbraten noch relativ fest bleiben.

Wann kommt der Rucola auf die Pizza?

Rucola kommt erst nach dem Backen auf die fertige Pizza. Im heißen Ofen würde er schnell zusammenfallen, austrocknen und einen Teil seines frischen Geschmacks verlieren.

Am einfachsten schneidest du die Pizza zuerst in Stücke und verteilst anschließend den Rucola. So bleibt er beim Schneiden tatsächlich auf der Pizza und nicht auf dem Küchentisch.

Wie bleibt grünes Pesto beim Backen grüner?

Hitze lässt Basilikum und andere grüne Kräuter im Pesto dunkler werden. Deshalb verteile ich nur etwa die Hälfte des Pestos vor dem Backen auf dem Boden.

Die übrigen 60 g kommen anschließend in kleinen Klecksen auf die heiße Pizza. Dadurch schmeckt das Pesto frischer und die grüne Farbe bleibt deutlich besser erhalten.

Kann ich veganen Feta ergänzen?

Ja. Etwa 100 g einer pflanzlichen Feta-Alternative passen gut zu Zucchini, Aubergine und Rucola.

Die Würfel beziehungsweise Brösel vor dem zweiten Backen auf der Pizza verteilen. Da verschiedene Produkte sehr unterschiedliche Nährwerte haben, ist diese optionale Zutat nicht in den unten angegebenen Nährwerten enthalten.

Warum wird der Pizzaboden vorgebacken?

Ein kurzes Vorbacken stabilisiert den Boden, bevor Pesto und Gemüse daraufkommen. Besonders bei einem feuchteren Pesto-Belag kann das für einen knusprigeren Boden hilfreich sein.

Bei 220 °C Ober-/Unterhitze reichen ungefähr 7 bis 8 Minuten. Anschließend wird die Pizza belegt und fertig gebacken.

Tipps für die Pesto-Pizza

  • Pizzateig dünn ausrollen: So wird der Boden schneller knusprig.
  • Zucchini und Aubergine vorher anbraten: Dadurch gelangt weniger Wasser auf die Pizza.
  • Veganes Pesto prüfen: Grünes Pesto ist nicht automatisch vegan.
  • Nur einen Teil des Pestos mitbacken: Der Rest bleibt nach dem Backen aromatischer und grüner.
  • Rucola erst nach dem Backen hinzufügen: So bleibt er frisch.
  • Pizza vor dem Rucola schneiden: Das erleichtert das Portionieren.

Kann ich fertigen Pizzateig verwenden?

Ja. Verwende ungefähr 500 g veganen Pizzateig.

Bei fertigem Teig entfällt die etwa 45-minütige Gehzeit. Halte dich bei Backtemperatur und Verarbeitung gegebenenfalls zusätzlich an die Packungsangaben.

Kann ich anderes Gemüse verwenden?

Ja. Auch grüner Spargel, Brokkoli, Paprika oder Champignons passen zur Pesto-Basis.

Sehr wasserreiches Gemüse würde ich ebenfalls vorher kurz anbraten oder gut abtropfen lassen.

Kann ich die Pizza vorbereiten?

Teig und Gemüse lassen sich gut vorbereiten. Den Pizzateig kannst du vorher gehen lassen und das Gemüse bereits anbraten.

Rucola und den Teil des Pestos, der erst nach dem Backen verwendet wird, aber frisch beziehungsweise gekühlt bis zum Servieren aufbewahren.

Aufbewahrung

Reste nach dem Abkühlen gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von etwa zwei Tagen verbrauchen.

Rucola nach Möglichkeit vorher entfernen und nach dem Aufwärmen durch frischen Rucola ersetzen. Zum Erwärmen eignet sich der Backofen besser als die Mikrowelle.

Häufige Fragen zur veganen Pesto-Pizza

Warum wird mein Pesto im Ofen dunkel?

Die grünen Pflanzenfarbstoffe und Kräuter reagieren auf die Hitze. Deshalb einen Teil des Pestos erst nach dem Backen auf der Pizza verteilen.

Warum wird meine Pizza wässrig?

Meist geben Zucchini oder Aubergine zu viel Flüssigkeit ab. Das Gemüse vorher kurz kräftig anbraten und nicht zu dick schneiden.

Kann ich die Aubergine weglassen?

Ja. Erhöhe nach Wunsch einfach die Menge Zucchini oder ergänze anderes Gemüse.

Ist die Pizza vegan?

Ja, wenn Pizzateig und Pesto vegan sind und als optionale Käsekomponente ausschließlich eine pflanzliche Alternative verwendet wird.

Ist die Pizza glutenfrei?

Nein, die Grundversion nicht. Für eine glutenfreie Pizza wäre ein dafür geeigneter glutenfreier Pizzateig erforderlich.

Rezept für vegane Pizza mit Pesto, Rucola, Zucchini und Aubergine

Schwierigkeitsgrad: einfach
Menge: 1 große Pizza bzw. 4 Portionen
Vorbereitungszeit: ca. 10 Minuten
Gehzeit des selbst gemachten Pizzateigs: ca. 45 Minuten
Back- und Bratzeit: ca. 20 Minuten
Gesamtzeit: ca. 1 Stunde 15 Minuten
Mit fertigem Pizzateig: ca. 30 Minuten

Nährwerte pro Portion ohne optionale Feta-Alternative (Näherungswerte):
480 kcal
63 g Kohlenhydrate
22 g Fett
11 g Protein

Die Nährwerte sind Näherungswerte für 1 von 4 Portionen inklusive etwa 500 g Pizzateig, 120 g veganem Pesto und 15 ml Olivenöl. Pizzateig und Pesto unterscheiden sich je nach Rezept beziehungsweise Produkt deutlich. Eine optionale pflanzliche Feta-Alternative ist nicht eingerechnet.

Zutaten

  • 500 g veganer Pizzateig, selbst gemacht nach dem Pizzateig-Grundrezept oder fertig gekauft
  • 120 g veganes grünes Pesto
  • 100 g Zucchini
  • 100 g Aubergine
  • 100 g Rucola
  • 1 Knoblauchzehe
  • 15 ml Olivenöl, ca. 1 EL
  • Salz nach Bedarf
  • schwarzer Pfeffer nach Geschmack
  • optional 100 g pflanzliche Feta-Alternative

Zubereitung

  1. Pizzateig vorbereiten: Den Pizzateig nach dem verlinkten Grundrezept zubereiten und etwa 45 Minuten gehen lassen. Bei fertigem Pizzateig entfällt dieser Schritt.
  2. Backofen vorheizen: Den Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
  3. Gemüse vorbereiten: Zucchini und Aubergine waschen und in etwa 3 bis 5 mm dünne Scheiben beziehungsweise Halbmonde schneiden.
  4. Knoblauch vorbereiten: Knoblauch schälen und sehr fein hacken.
  5. Gemüse anbraten: Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Aubergine und Zucchini bei mittlerer bis hoher Hitze etwa 4 bis 5 Minuten anbraten, bis sie leicht gebräunt sind, aber noch etwas Biss haben.
  6. Knoblauch ergänzen: Den gehackten Knoblauch in der letzten halben Minute zum Gemüse geben. Mit schwarzem Pfeffer und nur bei Bedarf wenig Salz würzen.
  7. Pizzateig formen: Den aufgegangenen Pizzateig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen beziehungsweise mit den Händen ausziehen und auf das vorbereitete Backblech legen.
  8. Pizzaboden vorbacken: Den unbelegten Boden auf mittlerer Schiene etwa 7 bis 8 Minuten vorbacken.
  9. Pizza belegen: Den Boden aus dem Ofen nehmen und mit etwa 60 g des veganen Pestos bestreichen. Zucchini und Aubergine gleichmäßig darauf verteilen. Nach Wunsch die pflanzliche Feta-Alternative darüberbröseln.
  10. Pizza fertig backen: Die belegte Pizza weitere etwa 8 bis 10 Minuten backen, bis der Boden goldbraun und knusprig ist.
  11. Rucola vorbereiten: Währenddessen den Rucola gründlich waschen und sorgfältig trocken schleudern.
  12. Pizza schneiden: Die fertige Pizza aus dem Ofen nehmen und zunächst in vier Portionen beziehungsweise gewünschte Stücke schneiden.
  13. Restliches Pesto ergänzen: Die übrigen etwa 60 g Pesto in kleinen Klecksen auf der heißen Pizza verteilen.
  14. Rucola verteilen: Den frischen Rucola großzügig auf der Pizza verteilen und sofort servieren.

Für den ursprünglichen Inhalt dieses Beitrags ist Alena Weil verantwortlich und besitzt die Rechte daran.

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2 Kommentare

  1. Mega lecker, das hätte ich gerne zur Mittagspause :))
    Ich liebe Veggi Pizzen!
    Liebe Grüße
    Jenny

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  2. toller blog. gefällt mir sehr gut!

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