Veganer Schokokuchen – einfach, saftig & ohne Ei

Dieser vegane Schokokuchen kommt ohne Ei, Eiersatz, Butter und geschmolzene Schokolade im Teig aus. Für den schokoladigen Geschmack sorgt Backkakao; Natron und Apfelessig lockern den Teig auf.

Der Kuchen wird in einer 26-cm-Springform gebacken und ergibt ungefähr 12 Stücke. Nach dem Auskühlen bekommt er eine einfache gekochte Schokoglasur aus Kakao, Zucker, veganer Margarine und Pflanzendrink.

Direkt zum Rezept für veganen Schokokuchen springen

Das war mein erster veganer Kuchen – und gerade seine unkomplizierte Zutatenliste hat mir daran gefallen. Für den Grundteig braucht man keine speziellen Ei-Ersatzprodukte und auch keine Küchenmaschine.

Warum funktioniert Schokokuchen ohne Ei?

In diesem Rezept sorgt die Kombination aus Natron und Apfelessig für die Lockerung des Kuchens. Treffen beide Zutaten im feuchten Teig aufeinander, entsteht Kohlendioxid. Die kleinen Gasbläschen lockern den Kuchen beim Backen auf.

Deshalb solltest du den fertig angerührten Teig nicht lange stehen lassen, sondern möglichst direkt in die Form geben und backen.

Warum braucht der Teig keine Schokolade?

Backkakao reicht für einen kräftigen Schokoladengeschmack aus. Dadurch bleibt der Grundteig besonders einfach und benötigt keine zusätzlich geschmolzene Schokolade.

Wenn du noch mehr Schokolade möchtest, kannst du optional etwa 75–100 g vegane Schokostückchen unterheben. Die unten angegebenen Nährwerte gelten allerdings für die Standardversion ohne zusätzliche Schokolade im Teig.

Welches Öl eignet sich für veganen Schokokuchen?

Verwende ein geschmacksneutrales Pflanzenöl. Sonnenblumenöl oder ein mildes Rapsöl eignen sich gut, weil sie den Kakaogeschmack nicht überdecken.

Öl hält den Kuchen außerdem auch nach dem Auskühlen saftig. Die 80 ml sollten deshalb für die Standardversion nicht ersatzlos gestrichen werden.

Natron oder Backpulver?

Für die Standardversion empfehle ich Natron zusammen mit Apfelessig. Genau diese Kombination ist Teil der ursprünglichen Rezeptidee und funktioniert technisch gut.

Wenn du kein Natron hast, kannst du stattdessen ungefähr 3 gestrichene TL Backpulver verwenden und den Apfelessig weglassen. Das Ergebnis kann etwas anders aufgehen als die Natron-Version.

Rezept für einfachen veganen Schokokuchen

  • Schwierigkeitsgrad: einfach
  • Form: Springform, ca. 26 cm
  • Menge: 1 Kuchen / ca. 12 Stücke
  • Aktive Zubereitung: ca. 20 Minuten
  • Backzeit: ca. 40–45 Minuten
  • Abkühl- und Festwerdezeit: ca. 1 Stunde 45 Minuten
  • Gesamtzeit: ca. 2 Stunden 50 Minuten

Nährwerte pro Stück

Ca. 305 kcal
49 g Kohlenhydrate
10 g Fett
4 g Protein

Die Nährwerte sind Näherungswerte für ein von zwölf Stücken inklusive Schokoglasur, aber ohne optionale Zuckerstreusel oder zusätzliche Schokostückchen. Die Werte können je nach Kakao, Margarine und Pflanzendrink leicht abweichen.

Küchenutensilien

  • Springform, ca. 26 cm
  • Backpapier
  • große Rührschüssel
  • Schneebesen
  • kleiner Topf für die Glasur
  • Teigschaber
  • Kuchengitter, optional

Zutaten für den Schokokuchen

  • 300 g Weizenmehl Type 405
  • 230 g Zucker
  • 40 g Backkakao
  • 1 Päckchen Vanillinzucker, ca. 8 g
  • 1/2 TL Salz
  • 1 TL Natron, ca. 5 g
  • 1 TL Apfelessig, ca. 5 ml
  • 240 ml lauwarmes Wasser
  • 80 ml geschmacksneutrales Pflanzenöl, z. B. Sonnenblumenöl oder mildes Rapsöl

Zutaten für die Schokoglasur

  • 120 g Zucker
  • 12 g Backkakao, ca. 2 EL
  • 1 Päckchen Vanillinzucker, ca. 8 g
  • 40 g vegane Margarine
  • 60 ml ungesüßter Pflanzendrink, ca. 4 EL
  • optional vegane Zuckerstreusel zum Verzieren

Zubereitung

  1. Backofen und Form vorbereiten: Den Backofen auf 160 °C Umluft oder 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Boden einer 26-cm-Springform mit Backpapier auslegen.
  2. Mehl und Kakao sieben: Mehl und Backkakao in eine große Rührschüssel sieben, damit später möglichst keine Kakaoklümpchen im Teig bleiben.
  3. Trockene Zutaten mischen: Zucker, Vanillinzucker, Salz und Natron hinzufügen und mit einem Schneebesen gründlich vermischen.
  4. Flüssige Zutaten hinzufügen: Lauwarmes Wasser und Pflanzenöl zu den trockenen Zutaten geben.
  5. Apfelessig ergänzen: Den Apfelessig hinzufügen und alles nur so lange mit dem Schneebesen verrühren, bis ein gleichmäßiger Teig ohne größere Mehlnester entstanden ist.
  6. Teig sofort einfüllen: Den fertigen Teig unmittelbar in die vorbereitete Springform geben und die Oberfläche glatt streichen.
  7. Schokokuchen backen: Den Kuchen auf mittlerer Schiene etwa 40–45 Minuten backen. Ab ungefähr 38 Minuten den Garzustand kontrollieren.
  8. Stäbchenprobe machen: Ein Holzstäbchen mittig in den Kuchen stecken. Es darf mit wenigen feuchten Krümeln, aber nicht mit flüssigem Teig herauskommen.
  9. Kuchen abkühlen lassen: Den Kuchen etwa 10–15 Minuten in der Form stehen lassen, anschließend vorsichtig aus der Form lösen und vollständig auskühlen lassen.
  10. Glasur vorbereiten: Zucker, Backkakao, Vanillinzucker, vegane Margarine und Pflanzendrink in einen kleinen Topf geben.
  11. Glasur aufkochen: Die Mischung unter ständigem Rühren erhitzen und aufkochen lassen.
  12. Glasur einkochen: Die Schokoglasur etwa 2 Minuten unter ständigem Rühren sanft bis kräftig köcheln lassen. Anschließend vom Herd nehmen und weitere 2–3 Minuten rühren, bis sie etwas dickflüssiger wird.
  13. Kuchen glasieren: Die noch warme Glasur direkt auf dem vollständig ausgekühlten Kuchen verteilen und zügig glatt streichen.
  14. Optional verzieren: Nach Wunsch vegane Zuckerstreusel auf der noch weichen Glasur verteilen.
  15. Glasur fest werden lassen: Den Kuchen etwa 60 Minuten stehen lassen, bis die Glasur ausreichend fest ist.
  16. Servieren: Den veganen Schokokuchen in etwa 12 Stücke schneiden und servieren.

Wie lange muss der vegane Schokokuchen backen?

Plane bei einer 26-cm-Springform ungefähr 40–45 Minuten ein. Da Backöfen unterschiedlich heizen, ist die Stäbchenprobe wichtiger als eine minutengenaue Angabe.

Die ursprünglich an anderer Stelle genannten 25 Minuten wären für diese Teigmenge sehr knapp.

Wie bleibt der Schokokuchen saftig?

Rühre den Teig nicht unnötig lange und backe ihn nur so lange, bis er gerade durchgegart ist.

Das Pflanzenöl trägt ebenfalls dazu bei, dass der Kuchen nach dem Auskühlen nicht so schnell trocken wird.

Wie funktioniert die gekochte Schokoglasur?

Die Glasur wird aus Zucker, Kakao, Margarine und Pflanzendrink kurz aufgekocht. Dadurch entsteht kein klassischer Schokoladenüberzug aus Kuvertüre, sondern ein weicher, kakaohaltiger Guss.

Nach dem Kochen dickt er beim Rühren und später auf dem Kuchen weiter ein. Deshalb solltest du ihn noch warm auftragen.

Kann ich die Glasur weglassen?

Ja. Der Schokokuchen funktioniert auch ohne Glasur.

Du kannst ihn beispielsweise nur mit etwas Puderzucker bestäuben oder pur servieren. Die oben angegebenen Nährwerte beziehen sich allerdings auf die Standardversion mit Schokoglasur.

Kann ich Schokostückchen hinzufügen?

Ja. Etwa 75–100 g vegane Zartbitterschokolade können grob gehackt und kurz unter den fertigen Teig gehoben werden.

Dadurch wird der Kuchen schokoladiger und energiereicher. Diese Ergänzung ist nicht in den Nährwerten berücksichtigt.

Kann ich Nüsse in den Schokokuchen geben?

Ja. Grob gehackte Walnüsse oder Haselnüsse passen gut.

Etwa 75–100 g sind für die angegebene Teigmenge ein sinnvoller Ausgangspunkt. Auch hier verändern sich die Nährwerte entsprechend.

Ist der Schokokuchen vegan?

Ja, wenn Margarine, Pflanzendrink, Vanillinzucker und optionale Dekoration für eine vegane Ernährung geeignet sind.

Ei oder Ei-Ersatz werden nicht benötigt.

Ist der Schokokuchen sojafrei?

Nicht automatisch. Verwendest du Sojadrink oder eine Margarine mit Sojabestandteilen, enthält die Rezeptversion Soja.

Mit einem geeigneten anderen Pflanzendrink lässt sich das Rezept entsprechend anpassen; bei Allergien ist immer die konkrete Produktkennzeichnung entscheidend.

Ist der Kuchen nussfrei?

Die Grundzutaten enthalten keine zugesetzten Nüsse, trotzdem kennzeichne ich das Rezept nicht pauschal als nussfrei.

Kakao, Margarine, Pflanzendrink oder Dekoration können produktabhängige Spurenhinweise tragen.

Ist der vegane Schokokuchen glutenfrei?

Nein. Die Standardversion wird mit Weizenmehl Type 405 gebacken.

Ein pauschaler 1:1-Austausch durch irgendein glutenfreies Mehl ist nicht zuverlässig, weil sich Bindung und Flüssigkeitsaufnahme verändern können.

Kann ich den Schokokuchen vorbereiten?

Ja. Der Kuchen eignet sich gut zum Backen am Vortag.

Lass die Glasur vollständig fest werden und bewahre den Kuchen anschließend gut abgedeckt auf.

Wie lange hält sich der vegane Schokokuchen?

Gut abgedeckt bleibt er bei kühler Raumtemperatur ungefähr drei Tage saftig. Bei sehr warmer Umgebung solltest du ihn besser kühl lagern.

Kann man veganen Schokokuchen einfrieren?

Ja. Besonders praktisch ist es, den ausgekühlten Kuchen bereits in einzelne Stücke zu schneiden und portionsweise einzufrieren.

Auch mit Glasur ist Einfrieren möglich, optisch bleibt sie allerdings nicht immer ganz so glatt wie frisch.

Häufige Fragen zum veganen Schokokuchen

Schmeckt man den Apfelessig?

Nein, in dieser kleinen Menge normalerweise nicht. Er dient hauptsächlich dazu, mit dem Natron zu reagieren und den Kuchen aufzulockern.

Muss ich eine Küchenmaschine verwenden?

Nein. Ein normaler Schneebesen reicht aus. Der Teig sollte ohnehin nicht minutenlang geschlagen werden.

Kann ich kaltes Wasser verwenden?

Ja, lauwarmes Wasser lässt sich aber besonders unkompliziert mit den übrigen Zutaten vermischen. Heiß sollte es nicht sein.

Warum geht mein Kuchen nicht richtig auf?

Überprüfe insbesondere Natron und Apfelessig und backe den Teig nach dem Anrühren direkt. Sehr altes Natron oder langes Stehenlassen des fertigen Teigs kann die Lockerung verschlechtern.

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Dieses Rezept stammt von Alena Weil; die ursprüngliche Autorinnenangabe wurde aus dem bestehenden Beitrag übernommen.

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10 Kommentare

  1. Yum! Der wird ausprobiert! Danke für die Inspiraton :)

    Liebe Grüße an dich,
    die Hannah

    http://mehr-und-weniger.blogspot.com

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  2. Sieht wirklich sehr sehr lecker aus, ich speicher mir das Rezept mal ab, da ich einige vegane Freunde in meinem Umfeld habe :) Da hab ich schonmal einen schönen geburtstagskuchen <3 Danke!

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  3. Sieht total lecker aus ♥
    Auch eine tolle Alternative, wenn man mal keine Eier zu Hause hat finde ich :-)

    xx Lynn Estelle
    von http://gorgeous-wifes.blogspot.de/

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  4. Super Idee. Und sieht echt lecker aus.

    lg Patty ♥
    Von meinekosmetiktraumwelt.blogspot.de

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  5. Ooh da bekomm ich gleich hunger! Muss ich mal ausprobieren!:)

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  6. Das sieht echt lecker aus! Ist einen Versuch wert! :)

    Liebst, Elisa Zunder
    http://zunderzunder.blogspot.de/

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  7. miaaam der sieht echt lecker aus!! :)
    toller blog, ich schau weiter :)
    www.annpiraprez.com

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  8. Tolles Rezept! Auch wenn ich gerne vegetarisch esse und koche, habe ich mich an vegan noch nicht rangetraut, weil ich immer dachte ich bräuchte dann Zutaten, die ich nicht so einfach bekomme. Dein Kuchen zeigt mir aber, dass es gar nicht kompliziert ist und Schokolade geht ja irgendwie immer ;)

    Liebe Grüße 8melle8 von http://hungrynails.blogspot.de/

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  9. Oh das sieht so lecker aus! Ich bin ja Schokokuchen süchtig :)

    danke für das Rezept!
    lg Klaudia
    http://ohohmydear.blogspot.co.at/

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  10. Oh, das werde ich mal an meine vegane Freundin weiterleiten :D

    Liebe Grüße,
    Ranim
    the.perfect.disease

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