Diese veganen Kirschbrownies kombinieren dunkle Schokolade, Backkakao und saftige Schattenmorellen. Der aufgefangene Kirschsaft kommt direkt in den Teig und ersetzt einen Teil der Flüssigkeit, sodass die Brownies ganz ohne Ei oder klassischen Ei-Ersatz auskommen.
Das Ergebnis ist schokoladig, innen saftig und eher fudgy als kuchenartig. Aus einer Form von etwa 35 × 24 cm entstehen 15 Brownie-Stücke.
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Meine veganen Kaffee-Brownies backe ich ebenfalls sehr gern. Für diese Variante wollte ich aber Schokolade mit Kirschen kombinieren – ohne Kaffee und ohne komplizierten Ei-Ersatz.
Was macht die Kirschbrownies saftig?
Die Kombination aus Margarine, geschmolzener Schokolade und Kirschsaft sorgt für die saftige, dichte Konsistenz. Gleichzeitig bringt der Saft aus dem Schattenmorellen-Glas zusätzlich Kirschgeschmack in den Teig.
Deshalb wird die Flüssigkeit beim Abgießen der Kirschen nicht weggeschüttet. Für ein reproduzierbares Ergebnis werden etwa 300 ml Kirschsaft verwendet.
Warum brauchen die Brownies keinen Eiersatz?
Für dieses Rezept sind weder Ei noch Leinsamen, Sojamehl oder andere Ei-Alternativen notwendig.
Geschmolzene Schokolade und Margarine geben nach dem Abkühlen Struktur. Mehl und Kakao binden zusätzlich die Flüssigkeit. Entscheidend ist deshalb, die Brownies nach dem Backen ausreichend auskühlen zu lassen.
Welche Kirschen eignen sich?
Schattenmorellen oder andere Sauerkirschen aus dem Glas eignen sich besonders gut. Neben den Früchten wird nämlich auch ein Teil der Flüssigkeit benötigt.
Für das Rezept brauchst du ein Glas mit ungefähr 680 g Füllmenge und etwa 350 g Abtropfgewicht.
Kann ich frische Kirschen verwenden?
Ja, aber nicht ohne zusätzliche Flüssigkeit. Frische entsteinte Kirschen können die Früchte aus dem Glas ersetzen, liefern aber nicht den benötigten Kirschsaft.
Du brauchst dann zusätzlich ungefähr 300 ml Kirschsaft. Geschmack und Süße können sich dadurch etwas verändern.
So werden Brownies fudgy statt trocken
Mehl nur kurz einarbeiten
Sobald das Mehl hinzugefügt wurde, sollte der Teig nur noch so lange vermischt werden, bis keine trockenen Stellen mehr sichtbar sind. Zu langes Rühren kann die Struktur fester machen.
Nicht zu lange backen
Für fudgy Brownies sollte die Mitte nach dem Backen noch saftig wirken. Bei der Stäbchenprobe dürfen feuchte Krümel am Holzstäbchen hängen bleiben.
Flüssiger roher Teig sollte allerdings nicht mehr sichtbar sein.
Brownies vollständig auskühlen lassen
Direkt aus dem Ofen sind die Brownies noch sehr weich. Beim Abkühlen wird die geschmolzene Schokolade wieder fester und die Stücke lassen sich sauberer schneiden.
Lass sie deshalb mindestens etwa 45 Minuten in der Form auskühlen.
Rezept für vegane Kirschbrownies
- Schwierigkeitsgrad: einfach
- Menge: 15 Brownies
- Vorbereitung: 15 Minuten
- Backzeit: ca. 25 Minuten
- Abkühlzeit: mindestens 45 Minuten
- Gesamtzeit: ca. 1 Stunde 25 Minuten
Nährwerte pro Brownie
Ca. 320 kcal
41 g Kohlenhydrate
16 g Fett
3 g Protein
Die Nährwerte sind Näherungswerte für 15 Stücke und enthalten keine optionalen Schokodrops. Besonders Margarine, Zartbitterschokolade und Schattenmorellen unterscheiden sich je nach Produkt.
Küchenutensilien
- rechteckige Backform, etwa 35 × 24 cm
- Backpapier
- kleiner Topf
- große Rührschüssel
- Schneebesen oder Teigschaber
- Sieb und Auffangbehälter
Zutaten
- 1 Glas Schattenmorellen, ca. 680 g Füllmenge und 350 g Abtropfgewicht
- ca. 300 ml aufgefangener Kirschsaft aus dem Glas
- 200 g vegane Zartbitterschokolade
- 200 g vegane Margarine
- 300 g Zucker
- 200 g Weizenmehl Type 405 oder 550
- 40 g ungesüßter Backkakao
- 1 Prise Salz
- optional 50 g vegane Schokodrops
Zubereitung
- Backofen vorbereiten: Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine rechteckige Backform von etwa 35 × 24 cm mit Backpapier auslegen.
- Kirschen abgießen: Die Schattenmorellen in ein Sieb geben und die Flüssigkeit in einem Behälter auffangen. Etwa 300 ml Kirschsaft für den Teig abmessen. Die Kirschen gut abtropfen lassen.
- Margarine schmelzen: Die vegane Margarine in einem kleinen Topf bei niedriger bis mittlerer Hitze schmelzen.
- Schokolade hinzufügen: Den Topf auf niedrige Hitze stellen, die grob gehackte Zartbitterschokolade hinzufügen und unter regelmäßigem Rühren vollständig schmelzen. Anschließend vom Herd nehmen.
- Flüssige Zutaten mischen: Zucker und Salz in eine große Rührschüssel geben. Die warme Schokoladen-Margarine-Mischung und 300 ml Kirschsaft hinzufügen und mit einem Schneebesen glatt verrühren.
- Trockene Zutaten ergänzen: Mehl und Backkakao vermischen und zur Schokoladenmischung geben. Nur so lange mit einem Teigschaber oder Schneebesen verrühren, bis ein gleichmäßiger Teig entstanden ist.
- Teig in die Form geben: Den Brownieteig in die vorbereitete Form füllen und gleichmäßig verstreichen.
- Kirschen verteilen: Die abgetropften Schattenmorellen gleichmäßig auf dem Teig verteilen und leicht hineindrücken. Nach Wunsch zusätzlich vegane Schokodrops darüberstreuen.
- Brownies backen: Die Kirschbrownies etwa 25 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Die genaue Backzeit kann je nach Backform und Ofen zwischen etwa 22 und 30 Minuten liegen.
- Garzustand prüfen: Für fudgy Brownies darf ein hineingestecktes Holzstäbchen noch feuchte Krümel zeigen, es sollte aber kein flüssiger Teig daran hängen.
- Auskühlen lassen: Die Brownies aus dem Ofen nehmen und mindestens 45 Minuten in der Form auskühlen lassen. Dadurch werden sie fester und lassen sich sauberer schneiden.
- Schneiden: Die ausgekühlten Brownies aus der Form heben und in 15 ungefähr gleich große Stücke schneiden.
Warum kommen Kirschen und Schokolade so gut zusammen?
Die säuerlichen Schattenmorellen bilden einen deutlichen Kontrast zur süßen, kräftigen Schokolade. Dadurch wirken die Brownies trotz der reichhaltigen Schokoladenbasis fruchtiger.
Backkakao verstärkt die herbe Kakaonote zusätzlich.
Kann ich weniger Zucker verwenden?
Eine moderate Reduktion ist möglich, verändert aber Textur und Oberfläche. Zucker sorgt bei Brownies nicht nur für Süße, sondern beeinflusst auch Feuchtigkeit und die typische dünne Kruste.
Wenn du die Menge stark veränderst, kann das Ergebnis trockener oder weniger fudgy werden.
Brauchen die Brownies Backpulver?
Nein. Diese Rezeptversion ist bewusst dicht und fudgy und benötigt deshalb kein Backpulver.
Mit Backpulver würden die Brownies stärker aufgehen und sich eher in Richtung Schokoladenkuchen entwickeln.
Kann ich die Brownies glutenfrei backen?
Die Standardversion ist nicht glutenfrei. Sie enthält Weizenmehl.
Eine geeignete glutenfreie Mehlmischung kann grundsätzlich ausprobiert werden, bindet Flüssigkeit aber je nach Zusammensetzung anders. Deshalb sollte sie nicht automatisch ohne weitere Anpassungen eins zu eins ersetzt werden.
Sind die Kirschbrownies sojafrei?
Das hängt von den verwendeten Produkten ab. Besonders vegane Margarine und Zartbitterschokolade können Soja beziehungsweise Sojalecithin enthalten.
Deshalb wird die Standardversion nicht pauschal als sojafrei gekennzeichnet.
Sind die Brownies nussfrei?
Die Rezeptur benötigt keine Nüsse. Bei einer Nussallergie solltest du jedoch insbesondere Schokolade, Margarine und optionale Schokodrops auf Spurenhinweise prüfen.
Warum sind meine Brownies zu weich?
Direkt nach dem Backen sind diese Brownies noch sehr weich. Durch den hohen Anteil an Schokolade, Margarine und Kirschsaft werden sie erst beim Abkühlen stabiler.
Lass sie deshalb mindestens 45 Minuten ruhen. Wenn die Mitte danach noch flüssig wirkt, waren sie vermutlich etwas zu kurz im Ofen.
Warum werden meine Brownies trocken?
Zu langes Backen ist die häufigste Ursache. Die Brownies müssen nicht so lange im Ofen bleiben, bis ein Holzstäbchen völlig trocken herauskommt.
Feuchte Krümel sind bei einem fudgy Brownie ausdrücklich erwünscht.
Kann ich die Kirschbrownies warm servieren?
Ja, allerdings sind sie warm wesentlich weicher. Wenn du sie als Dessert warm servieren möchtest, lass sie zumindest etwa 20–30 Minuten ruhen.
Dazu passt beispielsweise eine Kugel veganes Vanilleeis. Für sauber geschnittene Brownies solltest du sie dagegen vollständig auskühlen lassen.
Kirschbrownies aufbewahren
Die vollständig ausgekühlten Brownies kannst du gut verschlossen ungefähr zwei bis drei Tage aufbewahren.
Da sie Kirschen enthalten, würde ich sie bei warmer Raumtemperatur lieber im Kühlschrank lagern. Vor dem Essen können sie kurz auf Raumtemperatur kommen.
Kann ich Kirschbrownies einfrieren?
Ja. Die vollständig ausgekühlten Brownies lassen sich einzeln oder portionsweise einfrieren.
Trenne mehrere Schichten am besten mit Backpapier. Zum Servieren langsam bei Raumtemperatur auftauen lassen.
Häufige Fragen zu veganen Kirschbrownies
Wie viel Kirschsaft kommt in den Teig?
Etwa 300 ml. Der Kirschsaft wird beim Abgießen der Schattenmorellen aufgefangen und anschließend mit der Schokoladenmischung verarbeitet.
Was mache ich, wenn mein Glas weniger als 300 ml Kirschsaft enthält?
Ergänze die fehlende kleine Menge mit Wasser oder ungesüßtem Kirschsaft. So bleibt die Flüssigkeitsmenge des Teiges konsistent.
Was mache ich mit übrigem Kirschsaft?
Falls dein Glas deutlich mehr als 300 ml Flüssigkeit enthält, kannst du den Rest anderweitig verwenden, beispielsweise für ein Getränk, Dessert oder eine Fruchtsauce.
Kann ich Schokodrops in den Teig geben?
Ja. Etwa 50 g vegane Schokodrops können zusätzlich verwendet werden. Dadurch werden die Brownies noch schokoladiger und die Nährwerte steigen entsprechend.
Kann ich andere Früchte verwenden?
Grundsätzlich ja, aber die Flüssigkeitsmenge muss erhalten bleiben. Bei Himbeeren oder frischen Kirschen beispielsweise benötigst du weiterhin ungefähr 300 ml zusätzliche Flüssigkeit für den Teig.
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9 Kommentare
was passiert mit dem Saft??? im Text steht unbedingt aufheben, aber wofür???
AntwortenLöschenHi Jutta,
LöschenIch habe mich im Punkt 6 wohl zu ungenau ausgedrückt. Der Saft wird mit Mehl, Kakao und Zucker zu einem Teig vermischt :)
Viel Spaß beim Bachbacken!
Wenn ich es mit Tiko Himbeeren statt Schattenmorellen versuche - wieviel Flüssigkeit müsste ich ersetzen und was rätst du zu nutzen?
AntwortenLöschenDass der Saft in den Teig soll, steht da echt überhaupt nicht! 😔Deswegen leider voll daneben gegangen.kannst du das nicht ergänzen?
AntwortenLöschenISt das nicht besser mit Schokolade als mit Kakao, ich finde, Kakao schmeckt nach Staub im Kuchen... :-(
AntwortenLöschenOh, sorry, habe die Schokolade-Menge übersehen ;-))
AntwortenLöschenHallo. Gestern brauchte ich flott ein veganes Blechkuchenrezept für ein Treffen am heutigen Tag. Ich kann mich nur bedanken! - es ist super angekommen :-)
AntwortenLöschenIch habe allerdings doch ein wenig Backpulver hinzugefügt, damit der Teig nicht zu kompakt wird. War sehr lecker und ich habe viel positives Feadback bekommen.
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AntwortenLöschenTolles Rezept 👍
AntwortenLöschenIch habe noch nie Brownies gebacken.Das waren meine ersten und was soll ich sagen Sehr gut gelungen.
Übrigens das Schattenmorellen Saft kommt zu den anderen Zutaten dazu😉
Vielen Dank 😊
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